Was könnte Paulus mit dem Satz,,denn wenn ich schwach bin,bin ich stark" meinen?

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3 Antworten

In aller Drangsal, in körperlichem Leid, in Verfolgung fühlte er sich zu schwach, das alles auszuhalten und war doch stark im Glauben an Jesus Christus. Dieser Glaube machte ihn stark.

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Paulus hatte aufgrund seiner überragenden Intelligenz eine Neigung zum Hochmut. Noch dazu vermochte er sich intellektuell hochstehend auszudrücken. Manchmal war das sogar so, dass einige ihn überhaupt nicht verstanden oder nach größerem Studium. Dennoch wandte er sich auch und gerade den weniger Gebildeten zu. Für die wollte er schwach sein. Und auch vor Jesus, der zu seinem großen Vorbild geworden war, bekannte er sich als schwach. Aber sein Glaube war stark und uneingeschränkt und ging bis zum Märtyrertod .

Da würden die meisten von Schwachheit sprechen. Gerade zu der Zeit, in der er lebte, war es eine Schande verachtet bis in den Tod zu sinken. Als er ähnlich schwach wurde, wie Jesus am Kreuz, erreichte er seine größte Stärke, weil er bis zum Ende Wort gehalten hat.

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In der MacArthur-Studienbibel steht zu 2. Korinther 12,9-10: "Paulus freute sich nicht über den Schmerz an sich, aber er freute sich über die Macht Christi, die so durch ihn offenbar wurde."

Der

Walvoord-Bibelkommentar

schreibt zu dieser Stelle: "Dennoch gewann er durch dieses Leiden eine Erkenntnis, die den ganzen Brief durchdringt: die göttliche Macht (meine Kraft; V. 9) zeigt sich am deutlichsten vor dem Hintergrund der menschlichen Schwachheit (vgl. 2Kor 4,7), denn auf diese Weise gebührt Gott allein alles Lob (2Kor 10,17). Statt ihn von seinem Leiden zu befreien, hat Gott ihm seine Gnade gegeben. Sie genügt (arkei, angemessen im Sinne von "Zufriedenheit schenken").

Die Gnade Gottes hat denn auch Paulus' Standpunkt geändert. Erfahrungen in seinem Amt, die ihn sonst ängstigen und auch abschrecken würden, kann er nun willkommen heißen, weil sie, indem sie Christi Macht erweisen, die angesichts seiner eigenen Schwachheit sichtbar wird, nicht Paulus, sondern Christus verherrlichen. Wenn der Apostel an seine Grenzen stößt, wird die Macht Christi umso deutlicher. Wenn er schwach ist, kann ihn Christus durch seine Stärke geistlich stark machen ("Kraft", dynamis, in V. 9, entspricht dem Adjektiv "stark", dynatos, in V. 10)."

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