Was ist ein Kondensator im Elektromotor?

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5 Antworten

die MEISTEN elektrowerkzeuge haben so genannte bürstenmotoren. bohrmaschine, stichsäge, flex.... hier ist ein KLEINER kondensator dran, der dient hauptsächlich der funkenstörung. werden die geräte ohne diesen kondensator betrioeben kann es sein, dass oma sich über bild und tonstörungen beim fernsehn beklagt, wenn das gerät ohne betrieben wird. außerdem kann es sein, dass die kohlen vom motor schneller verschleißen...

verschiedene elektrowerkzeuge, besonders größere maschinen wie kompressoren, pumpen, oder schleifmaschinen haben (sofern mit 230 volt betrieben) so genannte hilfsphasenkondensatoren. der motor hat also quasi 2 wicklungen. dabei wird die 2. phase über einen kondensator generiert. fehlt er, läuft der motor nicht an.

es KANN sein, dass man, wenn man anschubst, den motor ohne zum laufen bekommt, allerdings läuft er dann unrund bis ungesund...

lg, anna

Ihr habt eine Möglichkeit übersehen. In meiner Standbohrmaschine ist ein bürstenloser Motor mit Spaltpol verbaut. So kennt man ihn aus Ventilatoren. Nur meiner hat 500W. Bei Ventilatoren ist im Transformatorenkern eine dicke Kupferwicklung an einer bestimmten Stelle in Spaltpolnähe. Die erzeugt die Drehung durch Wirbelstromentfernen. Bei 500W würde sie aber extrem heiß, also wurde sie an einen Kohlepapier-Kondensator angeschlossen. Der soll nun diese Energie wegfressen. Den mußte ich nach 8 Jahren mal wechseln, da er darunter leidet und irgendwann seine Selbstheilung nicht mehr reicht.

Ein kondensator ist ein Spannungsspeicher. Der versucht die aktuelle Spannung zu halten. Erhöht sich die anliegende Spannung, so "bekämpft" er das durch aufnehmen von Energie. Sinkt die Spannung, so wird Energie abgegeben.

Dadurch kann sich die Spannung die an einen Kondensator angeschlossen ist nur langsam ändern da die Energie zum erhöhen der Spannung vom Kondensator aufgenommen wird und Energiemangel der zum sinken der Spannung führt durch den kondensator ergänzt.

Die Spule im Motor ist ein Stromspeicher, also das genaue Gegenteil. Wird ein Strom an eine Spule angelegt, so bekämpft die diesen Strom mit einer Gegenspannung. Ein Strom der bereits fließt wird mit einer Vorwärtsspannung aufrecht erhalten. Auch hier geht das durch aufnehmen und abgeben von Energie. Der Strom in einer Spule kann sich nur langsam ändern.

In einem motor werden Spulen ständig ein- und ausgeschaltet. Beim abschalten versucht die Spule mithilfe ihrer gespeicherten, magnetischen Energie den Strom aufrecht zu erhalten. Da der Stromkreis unterbrochen wird erhöht die Spule die Spannung beträchtlich. Dadurch entstehen hochspannungsimpulse die Funken erzeugen. Die Spule wird also ihre magnetisch gespeicherte Energie durch die Bildung von Funken los wenn sie abgeschaltet wird.

Verbindet man das mit dem Kondensator, so wird der Kondensator die Energie der Spule übernehmen in dem er jede mal Energie aufnimmt wenn die Spule versucht die Spannung zu erhöhen. Die magnetische Energie der Spule wird dann im Kondensator als elektrostatische Energie gespeichert. Wird die Spule wieder eingeschaltet, so wandert die Energie wieder zurück.

Der Sinn ist Funkstörungen zu vermeiden und den Abbrand durch ständige Funkenüberschläge zu vermindern.

ein kondensator speichert kurzfristig energie.

ist im grunde genommen eine "schnelle batterie"

wenn du aber von elektronik keine ahnung hast, wirst du das teil nicht mal eben austauschen können ;) also wenn es ein qualitativ hochwertiges werkzeug ist (was ich bezweifle, denn sonst wäre es nicht kaputt), würde ich an deiner stelle zum freundlichen elektriker um die ecke gehen und es dort reparieren lassen.

an sonstem bei ebay als ersatzteilspender reinstellen

Nee also mein Werkzeug ist nicht kaputt und habe auch nicht vor etwas auszutauschen.

Aber warum muss der Energie speichern können? Wann tritt diese Energie auf? Kann ein E-Motor auch ohne sowas funktionieren? Also rein theoretisch...?

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@DrEckert

Wie Du an den Antworten siehst, kann so ein Kondensator verschiedene Aufgaben haben. Je nach dem, welchen Motor Du hast. Häufig ist er tatsächlich für die Funkentstörung da. Es gibt aber auch Drehsttrommotoren, die mit Wechselspannung funktionieren. Dort sorgt ein Kondensator tatsächlich für die Phasenverschiebung. Oder die dritte Antwort, die auch richtig ist: in Kondensator ist auch ein Ladungsspeicher, der Ladung aufnimmt und dann später wider abgeben kann, z.B. für eine Blindleistungskompensation.

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Dadurch werden Funken unterdrückt.

(Enstörkondensator beim Auto)

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