Was ist ein Ebenbild Gottes?

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22 Antworten

Grüß Dich Loveyna!

Ein Ebenbild Gottes gibt es nicht. Gäbe es eins, wäre es nicht mehr Gott sondern ein Wesen, das der Mensch selbst gedanklich konstruiert hat und ihm überhöhte menschliche Eigenschaften zuspricht. Der Mensch kann viele Eigenschaften besitzen, wie

Gütig, weise, wissend, erbarmend, mächtig, usw.

Ein Gott muss aber nach der Vorstellung der Menschen mehr als das sein, aber der Mensch kann nur aus dem schöpfen, was er kennt. So wird dann dieser Gott überhöht, er ist dann:

Allgütig, allwissend, allweise, allerbarmend und allmächtig usw. (all im Sinne von unendlich)

Insofern können wir schon kein Ebenbild Gottes sein.

Das führt nämlich zu eklatanten Widersprüchen:

http://saekulare-humanisten.de/wp/wp-content/documents/theodizee_braunschweiger_land.pdf

Grüß Dich Loveyna!

Leider hat die Technik von gfn die Häfte meines Beitrages einfach verschwinden lassen. Hier ist die zweite Häfte:


Grüß Dich Loveyna!

Schon wieder der selbe Technikfehler - ÄTZEND!

Das führt nämlich zu eklatanten Widersprüchen:

http://saekulare-humanisten.de/wp/wp-content/documents/theodizee_braunschweiger_land.pdf


Somit wäre Gott eben nicht vollkommen und existiert nicht als das, was man ihm an Eigenschaften zuspricht.
Nicht Gott hat den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen, sondern der Mensch war es, der ihn sich nach seinem Ebenbilde schuf!

Wenn wir aber davon ausgehen, das es eine schöpferische Kraft im Universum gibt, die alles werden, sichentwickeln, und vergehen lässt, dann ist diese Kraft auch verantwortlich dafür, das etwas ist und nicht nichts. Es ist dann keine Person und kein Wesen, sondern ein geheimnisvolle Kraft, die man nicht beschreiben und nur erleben kann. Dieses Erleben ist das Gefühl von Ergriffenheit im Angesicht der Welt.

Da wir selbst aber auch schöpferisch tätig sind, in allen Arten der Kunst und in der Liebe, tragen wir Menschen dieses Göttliche als ein Ausdruck dieser Kraft in uns. Wir wären dann zwar göttlich aber nicht Gott selbst, da wir uns nicht selbst zu verdanken haben. Und wir wären dann nur eine Erscheinung von vielen und ein Teil aller Vielfalt im Sein, mit der sich diese schöpferische Kraft selbst verwirklicht.

Insofern und nur dann sind wir ein Abbild kein Ebenbild "Gottes" (keine Person), nämlich im Sinne von Göttlichkeit, wie die Materie, Tiere und Pflanzen und ganz sicher auch Leben, das irgendwo im All auf fremden Planeten existieren könnte (was sehr wahrscheinlich ist), sowie auch alle anderen Erscheinungen im Universum. Und dazu gehören auch die Gefühle! Sie wären ja nicht, wenn kein Sein existiert. Sie sind ja ebenso geworden wie alles was ist.

Herzlichen Gruß

Rüdiger


In antiker Zeit gab es Standbilder der verschiedenen Götter. Diese Standbilder dachte man als Stellvertreter des jeweiligen Gottes auf Erden. Da hier die Gottheit künstlich vermittelt wird, nämlich durch ein menschliches Kunstwerk, nannte Hegel solche Religionstypen "Kunstreligionen".

Dennoch kann man sich über dieses Stellvertretermotiv auch dem Gedanken nähern, dass der Mensch das Ebenbild oder Abbild Gottes sei:   Gottes Stellvertreter auf Erden zu sein ist die Gabe und Aufgabe des Menschen.

Das interpretiert jeder anders. Ich persönlich sehe es so gemäß Trinität:
-Heiliger geist
-Vater
- Sohn

Am Anfang steht der Geist, der Gedanke, darauf folgt eine Ausbreitung des gedanken die Entscheidung und schließlich die manifestieren die Umsetzung. (Gemäß ersten 3 Tage der Schöpfung)

Der Mensch ist meiner Meinung nach Gottes eben Bild weil er genauso funktioniert, auch wir Schöpfen ,erschaffen nach dem selben Prinzip.

Bevor wir etwas physisch erschaffen oder handeln erzeugen wir erst im Geist einen Gedanken, dann entscheiden wir, dann handeln wir und setzen um...

Leider gibt es kein "Ebenbild" Gottes, also, wenn Du den wahren GOTT meinst, sofern Du an diesen glaubst.

Jesus sagte zwar bei einer Gelegenheit , "wer mich gesehen hat, hat auch den Vater gesehen", das von Dir gewünschte EBENBILD war Jesus hingegen auch nicht und er - Jesus - verwendete diesen Begriff EBENBILD auch nicht.

Und auch in der Genesis, als GOTT sagte, "Lass uns Menschen machen", dort wird dann nur bestätigt, dass der MENSCH "im BILDE GOTTES" gemacht wurde, nicht als EBENBILD.

Die Millionen anderer Götter, von denen es Bilder/Statuen und Ähnliches gibt, nun auch da kann man davon ausgehen, das es keine EBENBILDER irgendwelcher Götter sind, denn diese "Kultgegenstände" wurden von Menschen nach ihren Vorstellungen hergestellt.

cheerio

Laut Bibel schuf Gott den Mensch nach seinem Ebenbild.

Natürlich weiß niemand, was das genau bedeutet. Es muss eine Gottähnlichkeit sein, und dazu gibt es mehrere Theorien.

Zum einen redet man von der Seele des Menschen, die unsterblich ist und nicht an den Leib gebunden. Man nennt sie auch einen "Funken Gottes" in uns.

Zum anderen hat der Mensch Verstand, um über sich, Gott und die Welt nachzudenken, sich selbst Prinzipien zu geben und sich daran halten zu können. Wer sich dann in Harmonie zur Liebe Gottes mit sich, Gott und den anderen Menschen zu leben bemüht und seinen Verstand einsetzt, um den Maßstab der Liebe richtig anzuwenden, der ist auch ein Ebenbild Gottes.

"Ebenbild" heißt aber in keiner Weise, Gott ebenbürtig zu sein, sondern nur in gewisser Weise (s.o.) sein (schwaches) Abbild. Geschöpf bleibt Geschöpf.   

Ebenbild bedeutet: Nach dem Bild Gottes geschaffen.

Das bedeutet, dass der Mensch im Wesen wie Gott ist. Also, der Mensch hat Gefühle, weil Gott Gefühle hat. Menschen können zornig, liebevoll, friedvoll, eifersüchtig.... sein, weil Gott genauso ist. Dadurch, dass der Mensch Ebenbild Gottes ist, unterscheidet er sich wesentlich von Tieren, denn die Tiere sind nicht  nach seinem Ebenbild schaffen. Auch, dass wir Menschen einen freien Willen haben, dass wir entscheiden können, ist Teil Gottes, weil wir nach seinem Bild geschaffen sind.

Ich hoffe, ich konnte dir weiter helfen :-)

mulano 15.01.2017, 18:30

Tiere sind dann gefühllose Maschinen oder wie?
So ein Blödsinn.

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SchlunzSchmidt 15.01.2017, 19:13
@mulano

das habe ich ja nicht behauptet. Ich sagte, ein wesentlicher Unterschied besteht im Freien Willen, den die Tiere nicht haben. Außerdem können Tiere beispielsweise nicht eifersüchtig sein, oder besonders liebevoll oder sonstiges. Das Handeln der Tiere entsteht aus Trieben und Instinkten, nicht aber aus steuerbaren Gefühlen. Im wesentlichen Unterschied zum Menschen.

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RudolfFischer 16.01.2017, 19:26
@SchlunzSchmidt

Der Unterschied zum Menschen ist geringer als man lange angenommen hat. Bei Tieren hat man durchaus Eifersucht (bei Hunden häufig), Hinterlist, Reue, Schadenfreude und andere Gefühle nachweisen können. Ferner planvolles Handeln, auch in Zusammenarbeit mit seinesgleichen, das Durchfüttern Verletzter ... Man kann nur staunen.

Der Mensch tut wenig, sich davon abzuheben. Über Gott und die Welt nachdenken? Feindesliebe? Da muss man schon suchen ...

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Wie kann man es definieren ?

Garnicht. Man kann nur Verständnis zu einem Bezug herstellen, hier mal zu den Aussagen der Genesis.
Das einzige was Gott ähnlich sein könnte ist eine geistige Komponente denn alle materiellen, biologischen Erscheinungen können Gott als Seins-Weise nicht zugedacht werden. Sie sind ja per Definition erst von Gott geschaffen und können ihm also a priori nicht zu eigen sein.
Andere Religionen werden da andere "Bilder" von Gott (Göttern) haben.

Ein Ebenbild ist jemand, der jemand anderem zum verwechseln ähnlich sieht. Ein Ebenbild Gottes ist also jemand (oder etwas) der genauso oder so ähnlich aussieht wie Gott. Insofern können wir schon seine Ebenbilder sein.

Die Gottebenbildlichkeit im Sinne von Gen. 1.27 umfasst einen ganzen Strauß an charakteristischen Eigenschaften des Menschen. Darunter fallen v. a.: Intelligenz, Personhaftigkeit, logisches Denken, Fähigkeit zur Planung, abstraktes symbolisches Denken, Reflexionsvermögen, Verantwortung, Religiosität, Urteilsvermögen... Diese Eigenschaften ermöglichen dem Menschen seine dominante, "herrschende" Stellung in der Natur (Gen. 1.28).

das ist der mensch in ganz ferner zukunft, wenn er den unterschied kennt zwischen gut und böse

In 1. Mose 1,26-27 steht: "Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht! Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie".

Die MacArthur-Studienbibel erklärt: "nach unserem Bild. Damit ist die Bestimmung und einzigartige Beziehung des Menschen zu Gott definiert. Der Mensch ist ein lebendiges Wesen, das imstande ist, Gottes übertragbare Eigenschaften zu verkörpern (vgl. 9,6; Röm 8,29; Kol 3,10; Jak 3,9). Mit seinem Verstand war er in dem Sinne wie Gott, dass er Vernunft und Intelligenz besaß sowie einen Willen und Emotionen. Im moralischen Sinne war er wie Gott, weil er gut und sündlos war."

Im Bibelkommentar von Dr. John F. Walvoord findet sich dazu: " Das Leben des Menschen wurde nach dem Bilde Gottes (wörtlich »zum«, d.h. »im Wesen/Geist«) geschaffen (V. 27). Diese Ebenbildlichkeit Gottes wurde nur dem Menschen verliehen (1Mo 2,7). »Bild« (Qelem) wird hier im übertragenen Sinn gebraucht, weil Gott keine menschliche Gestalt hat. Nach dem Bilde Gottes geschaffen zu sein, bedeutet, dass die Menschen, wenn auch unvollkommen und begrenzt, an Gottes Wesen, d.h. an bestimmten Eigenschaften Gottes wie Leben, Persönlichkeit, Wahrheit, Weisheit, Liebe, Heiligkeit, Gerechtigkeit teilhaben und dadurch die Fähigkeit zur geistlichen Gemeinschaft mit ihm besitzen.

Gottes Absicht bei der Erschaffung des menschlichen Lebens nach seinem Bild war zielgerichtet. Der Mensch sollte regieren, also die Herrschaft über die Erde ausüben (1Mo 1,26.28). Gottes Herrschaft wurde durch einen »Repräsentanten« ausgeübt."

Der Mensch kann per sé kein Ebenbild Gottes sein, denn es fehlen ihm grundsätzliche Attribute wie allmächtig, allwissend und ein unendliches Lebensalter.

Es war eine Wunschvorstellung der Altvorderen wie ein Gott auszusehen habe.

gromio 15.01.2017, 18:40

Kleine Anmerkung: GOTT ist nicht allwissend.

cheerio

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Renaissancekünstler konnten sich und andere als Ebenbilder Gottes darstellen. Die hatten das  gerade entdeckt, das war damals Mode.

Die meisten denken dabei an das körperliche Erscheinungsbild.

Aber Gott ist reiner Geist. Immateriell.

Er ist die höchste Vernunft, Weisheit und Intelligenz.

Alles Eigenschaften, die Menschen auch gerne für sich beanspruchen. ;)

warehouse14

Das Ebenbild Gottes ist der Mensch, da Gott den Menschen nach seinem Bilde schuf 

Jesu ist ein "Ebenbild Gottes", gefolgt von uns (2.Kor.4,4; Kol.1,15).

Der "Gott dieser Welt" (Offb.12,9)  möchte das gerne verhindern (Offb.17,1-6), wird aber in Bälde eingesperrt (Offb.20,2).

 

Das Nichts.

Was nicht ist, da ist auch das Ebenbild nichts.

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