Was ist eigentlich die "Erbschuld"!

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Eva hat vom verbotenen Äpfelchen vom verbotenen Bäumchen genascht und daraufhin wurden sie und ihr unschuldiges Männchen aus dem Paradies verbannt. Nachfolgenden Generationen wurde es nicht erlaubt, in das Paradies einzukehren, da sie diese Schuld geerbt haben. Das ist dann die Erbsünde.

Der Gott der Christen hat ohnehin immer wieder sehr viel Spaß daran Unschuldige gleich mit zu bestrafen oder als Opfer zu verlangen.

LG

325 berief der römische Kaiser Konstantin I. das Konzil von Nicäa ein. Die Bibel wurde zusammengestellt, Evangelien für nichtig erklärt, das Glaubensbekenntnis wurde verfasst und einige nachhaltige Beschlüsse umgesetzt: Die Göttlichkeit Jesu wude erklärt. Die Jungfräulichkeit Mariens festgeschrieben. Paulus, der Jesus nichtmal kannte, bekam seinen Platz in der Bibel, neben einigen der Evangelisten.

Im 11. Jahrhundert wurde der Sack zugemacht. Der Bischof von Rom erklärte sich zum "Vicarius Iesu Christi" und sein Wort zu "Ex Dei" also direkt von Gott. Gregor VII erklärte sich zum obersten weltlichen und religiösen Herrscher über die westliche Welt.

Deshalb heißt sie ja auch die "römisch katholische Kirche".

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@David0815

@ David0815!

Leider schreibst Du schon wieder eine Reihe von falschen Dingen, die überhaupt nicht stimmen!

@ 1. Der neutestamentliche Kanon wurde nicht erst 325 n. Chr. zusammengestellt, sondern die einzelnen Evangelien(4) und die Briefe der Apostel und des Paulus hat es schon lange Zeit vorher in der Kirche gegeben. Da wurde nicht auf willkürliche Weise etwas zusammengestellt, sondern was bereits seit Jahrhundertgen in den christlichen Gemeinden vorhanden und allgemein bekannt war.

@ Viele Schriften wurden deshalb nicht als apostolisch anerkannt, weil der Gedankeninhalt von den allbekannten Schriften abgewichen sind. Vor allem handelt es sich dabei um GNOSTISCHE VORSTELLUNGEN, die mit dem Gedankengut des AT und der neutestamentlichen Schriften im Widerspruch waren.

@ So wurde die GÖTTLICHKEIT CHRISTI nicht erst im 4. Jahrhundert erfunden, sondern ist bereits im AT vorhanden und wird in den neutestamentlichen Schriften nur bestätigt.

@ Genauso ist die Zeugung Christus durch den Hlg. Geist ein fixer Bestandteil der Bibel und keine spätere Erfindung.

@ Du übersiehst dabei eines, dass AT und NT eine EINHEIT darstellen.

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@evangelista

@ Genauso ist die Zeugung Christus durch den Hlg. Geist ein fixer Bestandteil der Bibel und keine spätere Erfindung.

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Nun frage ich mich, warum Lukas und Matthäus Geschlechtsregister in ihren Evagelien stehen haben (die auch noch unterschiedlich sind), die beide Josef als Jesus Vater nennen.

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Entspräche die obige Aussage den Tatsachen, wären die Geschlechtsregister völlig irrelevant!

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Diese Register sollen doch eigentlich belegen, dass Jesus ein direkter Nachkomme von David war.

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@ David0815!

@ Zur Klarstellung: Die Bibel spricht nirgends davon, dass die SCHULD der ersten MENSCHEN auf die späteren übertragen wird. Dieser Gedanke ist der Bibel fremd.

Was jedoch durch den Bruch des Menschen(Sündenfall) mit Gott geschehen ist, war, dass dadurch sein Wesen verändert wurde. Der von Gott geschaffen sündlose Mensch hatte nun an den Hang zur Sünde(Selbstsucht/Ungerechtigkeit), die er an seine Nachkommen weitergegeben hat.

@ Das daraus folgende verkehrte Handeln macht den Menschen vor Gott schuldig, bzw. sein persönliches Fehlverhalten. Deshalb wird nicht die persönliche Schuld an die Nachkommen weitergeben, sonder der Hang zur Sünde. Und das ist ein großer Unterschied.

@ Deshalb wird auch bei der Taufe nicht die Schuld von Adam und Eva dem Menschen abgenommen, sondern nur seine persönliche Schuld. Deshalb ist auch die Kindertaufe mit ihrer falschen Begründung auch nicht biblisch, weil ein Baby noch keine PERSÖNLICHE SCHULD besitzt!

@ Deshalb wurde die Taufe lange Zeit in der Kirche nur an Personen vollzogen, die persönlich glauben konnten und auch ihre persönliche Sünden ablegen und bekennen konnten. (Apostelgeschichte 2, 38.39

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@evangelista

Man sollte evangelista seinen/ihren Glauben lassen. Da geht es nicht um Wissenschaft, da geht es um Bekenntnis. Zu David0815 ist noch ergänzend hinzuzufügen: Kaiser Konstantin war zur Zeit des Konzils, auf dem auf seinen Druck hin tiefgehende Glaubensaussagen fixiert wurden, selbst nicht mal getaufter Christ! Er ist von den Römern heilig gesprochen worden, obwohl er nie römisch katholisch war, er ließ sich auf dem Sterbebett taufen - arianisch - war also ein Ketzer. Aber wenn es der Macht dient. Jetzt zur Frage: 'Erbschuld' - Viele Religionen und auch alte Mythen versuchen mit Bildern zu erklären, dass der Mensch fehlbar ist (der Papst ausgenommen). Dass er trotz seiner Fehlbarkeit Verantwortung für sein Tun übernehmen muss. 'Erbschuld' macht nur Sinn in Zusammenhang mit 'göttlicher Vergebung', ein Modell dafür, dass wir uns gegenseitig und auch uns selbst immer wieder unsere Fehlbarkeit nachsehen sollten, weil sonst keine Liebe und kein Leben ohne Selbstzerfleischung und fortwährenden Krieg möglich ist. Dass sich da Prieserkasten mit ihren Machtglüsten als 'Vermittler' gern dazwischen schmuggeln, macht die Sache als solche nicht schlecht.

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@berkersheim

@ Berkersheim!

@ Du musst unterscheiden zw. dem Gedanken der ERBSCHULD und der ERBSÜNDE. Und das sind völlig zwei unterschiedliche Vorstellungen.

@ Es gibt gibt keine ERBSCHULD, die weitergegeben wird, wie die Kirche behauptet, sondern es wird die Sünde von Generation zu Generation weitergegeben, die dann wiederum zur eigenen und persönlichen Schuld führt.

Es heißt bei der Taufe in Apostelgeschichte 2, 38: "Tut Busse(Metanoia), und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur VERGEBUNG "EURER" SÜNDEN....."

@ Aus diesem Grund ist auch die Begründung für die Kindertaufe(damit wiederhole ich mich hier!) völlig unbiblisch, weil das Baby noch keine "PERSÖNLICHE SCHULD" besitzt. Niemand wird rein gewaschen von der Schuld von Adam und Eva!

@ Die Bibel spricht deshalb immer von der GLAUBENSTAUFE, weil sie den persönlichen Glauben eines Menschen voraussetzt. Diese biblische Taufe wurde jahrhundertelang praktiziert, was durch die vielen gefunden Baptisterien(Taufbecken, wo der Gläubige durch Untertauchen getauft wurde)beweist, weil es damals noch nicht die Vorstellung von der ERBSCHULD gegeben hat und deshalb auch keine Babys getauft wurden.

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@evangelista

Zu evangelista: Das ist eine erstaunlich altertümliche Interpretation der Genesis. Ich bin erstaunt, dass Du das aus heutiger Sicht so "schuldträchtig" wiedergibst. Natürlich hat jeder das Recht, seine Religiosität so zu konfektionieren, wie sie ihm am einleutendsten erscheint. Für mich, obwohl mir AT und NT seit Kindesbeinen essentielle Lebenbegleiter waren, stellt sich der "Sündenfall" doch etwas anders dar: als eine Art Emanzipation des Menschen, nämlich die "Frucht vom Baum der Erkenntnis" zu essen, den Übergang vom unmündigen Geschöpf zum eigenständig denkenden und handelnden Homo sapiens (oder auch "nicht sapiens") zu vollziehen. Der Preis, die "Vertreibung" in die steinige, mühevolle, todesträchtige aber auch "eigene" Welt erklärt sich von selbst: Die Verantwortung für das eigene Handeln und damit auch die Schuld an jedweder Fehlentscheidung und Fehlhandlung im Handgepäck. Offensichtlich hat Gott diese "Aufmüpfigkeit" des Menschen, die ja Teil seiner denkenden Natur ist, nicht zu sehr verdammt, da er laut der biblischen Überlieferung in ständiger Interaktion mit diesem Produkt seiner Schöpfung geblieben ist und scheints sogar besondere Sympathien für die nicht ganz so orthodoxen Vertreter der Menschheit gezeigt hat. Nichts für ungut: unser Glaubensfundament lässt "Gott-sei-Dank" viele Lesarten zu.

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@mattendehas

@ Mattendehals!

@ Deine Interpretation vom Sündenfall entbehrt jeder biblischen Grundlage und ist evolutionistisch angehaucht.

@ Die Ursache und die Folgen des Sündenfalls sind weder altertümlich noch je nach eigener Leseart möglich.

@ Denn das NT zeigt unmissverständlich auf, dass durch einen Menschen die Sünde(die Trennung des Menschen von Gott) und als Folge der Tod in die Welt gekommen ist.

Römer 5, 12: "Deshalb, wie durch "einen" Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben."

@ Leider gibt es heute sehr viele selbsternannte Fachleute, die fleißig dabei sind den Inhalt der Bibel umzufunktionieren und sie dem heutigen evolutionistischen Weltbild anzupassen. Dasselbe machen sie auch mit der Erlösung durch Christus. Auch die muss natürlich dann umgedeutet werden.

Fortsetzung!

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@evangelista

@ Mattendehals! FORTSETZUNG 2

@ Genauso wie der Sündenfall ein konkretes geschichtliches Ereignis gewesen ist genauso ist die Erlösung des Menschen durch Christus ein geschichtliches Ereignis gewesen.

@ "Wie durch die Sünde des EINEN die Verdammnis über alle Menschen gekommen ist, so ist auch die GERECHTIGKEIT des EINEN(Christus) die RECHTFERTIGUNG gekommen, die zum Leben führt." Römer 5, 18.19

@ Denn wie durch den UNGEHORSAM des EINEN MENSCHEN die Vielen zu Sündern geworden sind, so werden auch durch GEHORSAM des EINEN(Christus) die Vielen zu Gerechten."

@ Sündenfall und Erlösung sind zwei gegensätzliche reale Ereignisse, wobei das eine zum Tod und das andere zum Leben führt.

@ Wer diese Realität leugnet oder versucht umzudeuten verfälscht damit die Kernaussagen der Bibel und verändert damit ihren Inhalt.

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@evangelista

an evangelista: Und Du bist der allein berechtigte Vermittler dieser von Menschenhand stammenden Sammlung von Glaubenszeugnissen eines Teils der Menschheit? Gut, vermutlich bist Du Profi in Sachen Bibelexegese, dennoch erlaube ich mir, mich in die Reihe der ungezählten Menschen einzureihen, die ihren persönlichen Umgang mit dem Buch der Bücher beansprucht, gesucht und gefunden haben. Solange nicht irgendwelche Köpfe rollen oder Daumenschrauben angelegt werden, halte ich den Streit um Glaubensfragen für eine sehr sinnvolle und fruchtbare Beschäftigung.

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@mattendehas

@ Hallo Mattendehas!

@ Nein, ich bin nicht der "allein berechtigte Vermittler...."

@ Nur gibt es exegetische Prinzipien, die man bei der Texterklärung anwenden muss.

@ Es ist ein grundlegendes Problem, dass immer wieder versucht wird, vom "Zeitgeist" her die Bibel zu interpretieren.

@ Würden wir im Mittelalter leben, so würde man wieder die Brille der griechischen Philosophen (Platon/Aristoteles) aufsetzen und mit ihr die Bibel exegetischen erklären. Ich könnte Dir einige konkrete Beispiele nennen auf welche Weise sich das im religiösen Verständnis ausgewirkt hat. Nur reicht hier der Platz dazu nicht aus!

@ Heute wiederum setzen wir die evolutionistische Brille auf und versuchen wieder durch diese Brille die Bibel zu sehen.

@ Deshalb kommt dann immer wieder etwas anderes dabei heraus. Nur wird auf diese Weise dem Bibeltext Gewalt angetan und seine wahre Bedeutung geht dabei verloren.

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Der Gott der Christen??

Zunächst geht es ja wohl mal um den Gott der Juden...

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@omikron

Pfennigfuchser. :P

Im Endeffekt schafft sich doch jeder einzelne Monotheist seinen eigenen Gott und dieser hat mit der sogenannten "heiligen Schrift" ohnehin nur noch selten viel zu tun.

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@David0815

@ David0815!

@ Du hast bestimmt nicht Unrecht, wenn Du schreibst, dass jeder Monotheist sich seine eigene(subjektive) Vorstellung von Gott macht.

@ Deshalb ist es auch notwendig, dass sich der Mensch immer wieder an der SELBSTOFFENBARUNG GOTTES orientiert, die wir im AT und NT finden.

@ Wer sich an der Person Jesu Christi orientiert wird in der Lage sein zu einem Gottesverständnis zu gelangen, welches für seinen Glauben und für seine Lebensbewältigung von größter Wichtigkeit ist.

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Wer sich mit den Hintergründen dieser stark entstellten Geschichtsbeschreibungen mittels Infos aus 1. Hand auseinandersetzen möchte, sollte hier fündig werden: http://www.anthroposophie.net/steiner/ga/bibsteinerga_011.htm. Ist direkt aus der Akasha-Chronik, ohne etliche tausend Jahre durch die stille Post gelaufen zu sein. Bin kürzlich selbst durch Zufall drauf gestoßen.

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Wer dieses Märchen glaubt, sollte sich in psychiatrische Behandlung geben. GALLARIAOY

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@GALLARIAOY

@david0815 aber was bedeutet es? im übertragenden sinn? (ich schreibs extra dazu weil heutzutage ein neues opium fürs volk regiert und die bibel ohne drüber nachzudenken als wortwörtlich gemeint gerne als plattform für witzbolde verwendet wird)

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Was ist Erbsünde?

Mit den Ausdrücken „Erbsünde“ oder „Erbschuld“ wird darauf hingewiesen, dass jedes Menschenkind, obwohl persönlich daran unschuldig, in eine Menschheit hineingeboren wird, die nicht nur schön und gut ist, sondern die auch radikal vom Bösen geprägt ist. Ein belastendes Erbe! Ohne besondere Hilfe Gottes (Gnade, Erlösung) ist es keinem Menschen möglich, die Liebe Gottes zu erkennen, sie anzunehmen, ihr zu vertrauen und aus ihr zu leben.

Die „Erbschuld“ (schicksalhafte Verstrickung in das Böse) ist von persönlicher Schuld (eigenes, absichtliches Nein zu Gott) zu unterscheiden.Christus will die Menschen sowohl von den Fesseln der Erbschuld als auch von jeder persönlichen Schuld befreien.

(Zitat Karl Veitschegger, Diözese Graz-Seckau)

Der Begriff ist nicht katholisch, sondern aus dem neuen Testament.

1.) Der biblische Begriff der "Sünde" bedeutet die Ferne des Menschen von Gott. Die "Erbsünde" ist nicht als Lehre von der Schlechtigkeit des Menschen zu verstehen, sondern dahin zu deuten, dass der Mensch in seinem Sein so tief in Leid und Gottferne verstrickt ist, dass er nicht in der Lage ist sich ohne Hilfe Gottes aus diesem Leid zu befreien.

2.) Der Tod Christi am Kreuz ist das Zeichen Gottes an die Menschen, dass er sie nicht in Leid und Schmerz lassen will. Dazu erleidet er selbst (als Jesus Christus, der wahrer Mensch und wahrer Gott ist) den Tod am Kreuz. Seine Auferstehung ist das Zeichen an die Menschen, dass Leid und Tod nicht das Ende des Lebens sind, sondern dass das Menschsein -und der Tod- von Gott selber in einen höheren Zusammenhang gestellt werden

Alles was in der Bibel diesbezüglich steht, ist mehr als kalter Kaffee, und von Unwissenden ins Leben gerufen worden, damit die Geistlichkeit wohlwollend ihr irdisches Leben, auf Kosten der Gläubigen leben kann. GALLARIAOY

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