Kaninchen-Opa vernachlässigt Fellpflege und Fell verfilzt, was nun?

Hallo zusammen, ich habe ein Problem mit meinem Kaninchen-Opa (max. 13 Jahre alt) Ich habe festgestellt das er sich selten bis gar nicht mehr putzt und entsprechend sieht sein Fell auch aus. Es ist unten am Bauch hart und hat eben so harte Spitzen, wie angetrocknete Flüssigkeit. Ich weiß nicht. Das Fell ist an manchen Bereichen leicht verfilzt und an den Beinen Außenseiten dicke Klumpen. Auch die Fußunterseite ist hart und verschmutzt. Der Genitalbereich ist aber sauber. Kot ist normal. Meine Tiere leben im Außengehege auch im Winter. Dort ist viel Erde zum graben. Sein Gehör scheint auch etwas nachgelassen zu haben. Fressen tut er wie ein verrückter, aber mager ist er trotzdem. Er hoppelt nicht mehr so herum wie früher, sondern ruht viel aus.

Ich bin nun etwas ratlos und weiß nicht was ich machen soll. Wenn ich ihm das Fell abscheren würde, dann hat er aber immer noch das Problem weil er sich nicht mehr putzt. Ich hab ihn nicht permanent im Blick, da der Garten wo auch das Gehege ist außerhalb meiner Wohnung ist, also ich kann nicht kurz nach gucken gehen, sondern muss erst zum Garten hin fahren mit dem Rad oder Auto.

Ich mache mir Gedanken im Winter dann. Wenn ich das Fell kürze, fehlt auch das Winterfell. Den Opi rein holen ist nicht drin. Er lebt schon immer draußen und will ihn auf keinen Fall die Freiheit draußen nehmen, außerdem hab ich ein knapp 4 Jähriges Kind und Hund in der Wohnung die laut sind. Das möchte ich nicht.

Kann ich ihn baden? Aber ob das gut ist wegen Stress. Er ist allgemein extrem scheu und kriegt schon Panik wenn ich ihn anfasse.

Ein Tierarztbesuch ist bestimmt sinnvoll was ich auch machen will, nur löst es das Problem nicht langfristig.

Habt ihr eine Idee? Und wie ich das Fell erst mal vom Filz und Dreck befreien könnte? Ich wollte ihn mal bei warmen Wetter etwas nass machen, ob er sich dann wieder putzt.

Er ist aber auch sehr alt. Vielleicht die Knochen?

DANKE EUCH !

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Ein Kaninchen dieses Alters ist schon eine Seltenheit und spricht für ein Tier mit guter Gesundheit und guten Lebensumständen. Aber wie ein Mensch, der ein hohes Alter erreicht hat, sich mit mehr und mehr Einschränkungen abzufinden hat, zeigt auch ein Tier, das in freier Natur vielleicht 3-5 Jahre lebt, Verschleißerscheinungen auf der rein körperlichen wie auch der mentalen Ebene. Dein Kaninchen hat mit Sicherheit Bewegungseinschränkungen durch Arthrose, eingeschränkte Nahrungsverwertung, die zum Abbau der Muskulatur führt (Abmagern, Schwäche), vielleicht eine Störung der Niere und der Harnwegsfunktionen und mit Sicherheit auch eine Einschränkung im Verhaltensbereich, so dass es weniger Antrieb zu Aktivitäten zeigt. Ich habe selbst ein Kaninchen von 11 Jahren, das phasenweise fast nur schläft, oft desorientiert wirkt, nicht immer ausreichend frisst und trinkt, so dass ich ihm etwas anbieten muss.

Du solltest meines Erachtens unbedingt zum Tierarzt mit ihm gehen, alle Funktionen kontrollieren lassen, vor allem die Zähne (!) und abklären, ob die hoffnungslos verfilzten Fellpartien abzuscheren sind und wie die nachfolgende Pflege auszusehen hat. Ihn einfach weiter unbeobachtet zu halten, würde ich nicht fertig bringen, denn die Winterkälte und die jüngeren Kaninchen, mit denen er wohl zusammenlebt, könnten ihm sehr zusetzen. Vermutlich wäre es das beste ihn zu idealistischen Menschen zu geben, die auf die Haltung alter oder chronisch kranker Tiere eingerichtet sind, denn in Einzelhaltung wirst Du ihn wohl nicht glücklich machen, wenn er so menschenscheu ist. Zumindest solltest Du häufiger nach ihm sehen.

Ich weiß, das kostet viel Mühe. Ich wünsche Dir ,dass Du eine gute Lösung findest!

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Ich würde eher zu einer Häsin als Gefährtin raten. Gibt es in dem betreffenden Wurf kein Mädchen? Das wäre ideal. Frühe Kastration des Männchens natürlich vorausgesetzt. Auch ein anderes Weibchen im jugendlichen Alter wäre unkompliziert bei der Vergesellschaftung. Bei zwei Kastraten, auch Geschwistern, ist der Verlauf der Beziehung ungewiss. Der kastrierte Rammler, den ich als Partner für meine "verwitwete" Häsin übernahm, wurde als Jungtier mit seinem ebenfalls kastrierten Bruder gehalten, bis sich die beiden an die Kehle gingen und getrennt werden mussten. Mein "Flocke" ist allerdings auch ein sehr selbstbewusstes Tier, das meine kleine sonst auch ziemlich freche Häsin vom ersten Tag an dominiert hat, während meine früheren kastrierten Kaninchenmännchen eher schüchtern waren. Die Langohren sind untereinander halt auch verschieden. Geh lieber auf "Nummer sicher": Eine Vergesellschaftung erwachsener Tiere bedeutet immer Stress, auch wenn sie sich hinterher vertragen.

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Sind beide Chinchilla-Brüder gesund und körperlich gut in Form? Ich kenne mich mit dieser Tierart nicht besonders aus, aber der soziale Umgang zweier Tiere entspricht ja einer Art Rangordnung, einem Kräfteverhältnis. Wird dieses Gleichgewicht dadurch verändert, dass einer der Partner geschwächt ist, kann es zu solchem uns Menschen grausam erscheinenden Verhalten kommen. Wenn ein Tier sich schlecht fühlt, versucht es, dies so lange wie möglich zu verbergen, um sich vor solchen Attacken zu schützen. Es neigt aber doch zu Verhaltensweisen wie Flucht, Sich-Verstecken, und das wiederum löst in dem stärkeren Tier die Neigung aus, das andere zu verfolgen, anzugreifen etc. Ich habe das kürzlich bei einer Kaninchenzusammenführung erlebt; da lag es an Zahnproblemen, die eins der Tiere am Fressen hinderten, so dass es sich schwach fühlte und dem andern Kaninchen nicht "standhalten" konnte.

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Ich meine auch, das müsstest Du aus der Mengenangabe erschließen können. In einen größeren Topf mit Suppe, Eintopf etc. gibt man höchstens 3 Esslöffel des Brühe-Konzentrats; flüssige Bouillon aber in der Größenordnung von Tassen, 1/4 Litern o.ä. Wenn bereits Wasser oder sonstige Flüssigkeit vorgelegt wurde, ist in der Regel Konzentrat gemeint. Gutes Gelingen!

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Kaninchen machen mindestens 2 mal im Jahr einen ausgiebigen Haarwechsel durch, der bei wuscheligen, längerhaarigen Tieren sehr spektakulär sein kann. Sollte die lose Wolle nur im Nest abgelegt werden, spricht das tatsächlich für eine Trächtigkeit oder Scheinträchtigkeit. Sollte auch außerhalb des Nestes viel Haar herumliegen, ist es der oben genannte jahreszeitliche Fellwechsel. In jedem Fall kann ein Kaninchen "locker" eine Menge Haare entbehren; mach Dir keine Sorgen,sie werden schnell ersetzt. Wichtig: Bei einem intensiven "Rundherum-Fellwechsel" bei einem langhaarigen Tier, bei dem ganze Haarbüschel sich lösen, solltest Du mit Bürste und vorsichtigem Zupfen nachhelfen und möglichst viel Wolle entfernen, da beim Putzen das Kaninchen und seine "Begleiter", die an ihm Fellpflege betreiben, Gefahr laufen, zuviel Haare zu schlucken, was zu "Hairball"-Verstopfung des Magen-Darm-Trakts führen kann.

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Ich kann Deinen Ekel gut nachvollziehen; mir geht es trotz Arbeit in einer ärztlichen Praxis und Pflege meiner dementen Mutter, wodurch man mit vielen entsprechenden Situationen konfrontiert wird, auch so, dass ich mich durch den Vorgang des Erbrechens abgestoßen fühle und selbst Übelkeit empfinde. In Deinem Fall aber hat sich ein situationsbezogenes Gefühl wohl "verselbständigt" und Formen einer Angststörung (früher "Neurose" genannt) angenommen. Es wäre sicher nicht verkehrt, einen Psychotherapeuten aufzusuchen, damit diese "fixe Idee" nicht Dein Leben beherrscht. Evtl. kann man so auch ergründen, ob Deine Angstzustände einen konkreten Erlebnishintergrund (z.B. in der frühen Kindheit) haben. Alles Gute!

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Ich kann Deinen Ekel gut nachvollziehen; mir geht es trotz Arbeit in einer ärztlichen Praxis und Pflege meiner dementen Mutter, wodurch man mit vielen entsprechenden Situationen konfrontiert wird, auch so, dass ich mich durch den Vorgang des Erbrechens abgestoßen fühle und selbst Übelkeit empfinde. In Deinem Fall aber hat sich ein situationsbezogenes Gefühl wohl "verselbständigt" und Formen einer Angststörung (früher "Neurose" genannt) angenommen. Es wäre sicher nicht verkehrt, einen Psychotherapeuten aufzusuchen, damit diese "fixe Idee" nicht Dein Leben beherrscht. Evtl. kann man so auch ergründen, ob Deine Angstzustände einen konkreten Erlebnishintergrund (z.B. in der frühen Kindheit) haben. Alles Gute!

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Das Wesentliche ist, dass Deiner Bekannten durch eine Therapie in einer Fachklinik geholfen wird. Bei fortgeschrittener Magersucht ist wie bei Drogenabhängigkeit mit einer Einsicht oder Kooperatioon des Betroffenen nicht mehr zu rechnen. Derjenige muss von Menschen, die dazu autorisiert (juristisch berechtigt) sind, z.B. den Eltern, auch gegen seinen Willen dieser Therapie zugeführt werden, sonst besteht das Risiko, dass sich der / die Betroffene auf einen Zustand akuter Lebensgefahr zubewegt. Du schreibst nicht, ob irgendjemand im Umfeld Deiner Bekannten sich um diese wichtigste Art der Hilfe bemüht. Nach Deiner Schilderung hast Du kein enges persönliches Vertrauensverhältnis zu ihr. Ich würde in diesem Fall, wie hier im Forum mehrfach vorgeschlagen, "neutral", freundlich und aufgeschlossen auf sie zugehen, denn durch Gespräche kann man einen ernsthaft Essgestörten nicht (mehr) beeinflussen. Als verantwortungsvoller Mitmensch könntest Du allerdings über andere Kontaktpersonen Informationen zum Thema "Therapie" einholen und ggf. versuchen, die "Verantwortlichen" (nah Verwandte, Lebenspartner) auf das Risiko und die Notwendigkeit des Eingreifens aufmerksam machen.

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