Was ist der Unterschied zwischen dem natürlichen Kalkkreislauf und dem technischen Kalkkreislauf?

2 Antworten

Hallo diyabakir,

also der technische Kalkkreislauf ist einfach:

Aus Branntkalk (auch Ätzkalk oder Rauchkalk = Calciumoxid, CaO) wird durch Wasserzugabe (dabei entsteht Hitze, verdunstendes Wasser sieht aus wie Rauch, daher Rauchkalk) zu Löschkalk (= Calciumhydroxid, Ca(OH)2 ). Beim Abbinden (in der Natur oder am Bau) nimmt der Löschkalk CO2 aus der Atmosphäre auf und verliert Wasser, sodass "Kohlensaurer Kalk" (=Calciumcarbonat, CaCO3) entsteht. Beim Kalkbrennen entweicht das CO2 wieder, sodass das Ausgangsprodukt Branntkalk (= Calciomoxid, CaO) entsteht, das hoch-Basisch ist (pH-Wert 12-13, daher Ätzkalk).

Als natürlicher Kalkkreislauf wird eher der Carbonat-Silikat-Zyklus (vgl. wiki) verstanden, der die Umwandlung von Kohlendioxid aus der Luft zu gelösten Ionen im Meerwasser beschreibt, welche von Tieren zur Skelettbildung (Calcium ist gut für die Knochen! :o) ) augenommen werden, am Meeresboden (in Jahrmillionen) zu Gesteinsschichten verdichten und später über den Druck im Erdinneren das CO2 wieder freisetzen.

Viel Spaß und Erfolg beim Heimwerken wünscht das Team von selbst.de

Mit dem natürlichen Kalkkreislauf meint man meistens nur das Reaktionsschema der Lösung von Kalkstein durch kohlendioxidhaltiges Wasser und umgekehrt dessen Bildung durch Abgabe von Kohlendioxid aus Hydrogenkarbonat. In der Technik wird Kalk gebrannt und dadurch zu Kalciumoxid, das gelöscht wird und und abbindet. Sicherlich gibt es aber auch natürliches Kalkbrennen, nämlich immer dann, wenn Kalkstein in größere Tiefen der Erdkruste gerät. Das könnte z.B. eine der Quellen für vulkanisches Kohlendioxid sein.

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