Was ist besser für den Akku meines Staubsaugers?

4 Antworten

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Also der Akku sollte so langsam es nur irgend wie sinnvoll ist geladen werden. weil sich dann keine Kupfer-Denriten bilden, welche die Separator-Folie durchstechen und dadurch den Akku schädigen.

  • Parallelwiderstand bildet sich => er entlädt sich intern und wird warm
  • Er kann sich dadurch aufblähen.
  • Im schlimmsten Fall kann der Parallelwiderstand innerhalb der Zelle dazu führen dass sich der Dendrit zu stark erhitzt, damit die PE- oder PP-Membran (Separatorfolie) schmilzt und dann die thermische Reaktion intern den Akku explodieren/brennen lässt.

Eine Entladung mit hohen Strömen ist eigentlich kein Problem, außer wenn sich der Akku selbst dadurch zu stark aufheizt.

Hohe Zellspannungen führen dazu dass die Elektroden viel schneller degenerieren, also die Kapazität welche die Zelle aufnehmen kann ... die sinkt.

Wenn du deinen Staubsauger auf 100% auflädst und dann eine Woche stehen lässt, dann zerstört sich in der Zeit die Elektrode ein Stück. Je öfter und länger du das machst, desto weniger Akkukapazität hat der Akku mit der Zeit.

Bei solchen Akkus werden in solchen Geräten oft komplette Ladezyklen gefahren, das heißt bis 2,5V oder 3,0V entladen und dann bis auf 4,2V aufladen.

Flachere Ladezyklen (3,6V bis 4,0V oder 4,1V) sorgen dafür dass 5 bis 10 mal mehr Ladezyklen möglich sind! Der Akku hält also deutlich länger, aber du kannst dann im ECO-Mode eben nur 20 Minuten saugen und im Turbo-Modus nur 5 Minuten.

Der Hersteller hätte auch gleich einen größeren Akku verbauen können, aber da ist die Gier zu groß und außerdem gehen die Akkus ja auch schneller kaputt wenn sie so behandelt werden, das bedeutet dass der Kunde schneller einen neuen Akku kaufen muss.

Lagerung: Am besten nur auf 50% aufladen oder auf 3,8V pro Zelle.

Ganz leer rumstehen lassen ist ein Problem wenn der Akku wirklich bis auf 2,5V oder 3,0V entladen wurde, denn in diesem niedrigen Spannungsbereich steckt eben nicht mehr viel Energie. Da die Elektronik oft auch einen gewissen Ruhestrom hat, kann es sein dass der Akku unter 2,5V entleert wird wenn er einen Monat rumsteht und dann ist die Zelle defekt.

Gibt es bei deinem Staubsauger die komfortable Möglichkeit ihn auf 50% aufzuladen?

Manche hochwertigen Geräte machen es so dass der Akku bei längerer Nichtbenutzung automatisch auf 3,8V pro Zelle entleert wird.

Danke für die ausführliche Antwort. Nach weiter Recherche gestern, habe ich auch in Erfahrung gebracht, dass es heutigen Akkus besser geht wenn man die in einem bestimmten Ladungsbereich betreibt. Mein bisheriges Vorgehen, also voll machen und dann komplett leeren (so habe ich bisher auch jedes Smartphone behandelt) stammt wohl noch aus einer anderen Akku-Generation.

Wenn du deinen Staubsauger auf 100% auflädst und dann eine Woche stehen lässt, dann zerstört sich in der Zeit die Elektrode ein Stück. Je öfter und länger du das machst, desto weniger Akkukapazität hat der Akku mit der Zeit.

Also werde ich den immer vor dem Saugen aufladen.

Flachere Ladezyklen (3,6V bis 4,0V oder 4,1V) sorgen dafür dass 5 bis 10 mal mehr Ladezyklen möglich sind! Der Akku hält also deutlich länger, aber du kannst dann im ECO-Mode eben nur 20 Minuten saugen und im Turbo-Modus nur 5 Minuten.

Ich muss den Akku leider immer voll laden da ich wie gesagt mit einer Ladung einmal die Wohnung saugen kann. Ich denke mal, mit 300 w aus einem Akku zu Staubsaugen ist auch heute noch eine Hausnummer? Ich könnte ihn ca. auf 50 % aufladen. Es gibt 4 LED die den Ladestand anzeigen. Wobei ich mir nicht sicher bin ob das eine komplett lineare Anzeige ist oder ob die zwei letzten LED schneller aus gehen als die ersten zwei.

Leider ist der Akku nicht wechselbar, da habe ich nicht drauf geachtet. Das finde ich jetzt nicht so prall für den Planeten, da sich irgendwann das Gerät in Sondermüll verwandeln wird. Generell mit Akku zu saugen, ... muss nicht sein. Jetzt bereue ich den Kauf etwas. Der einzig große Vorteil ist, dass ich das Auto saugen kann.

Jdenfalls danke, meine Frage wurde beantwortet. Und ich hoffe mal, dass der Hersteller einen Puffer für Reststrom und maximale Ladung außerhalb der LED-Anzeige eingeplant hat.

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@Kurtifix

Ich baue selbst Geräte die mit LiIon-Akkus betrieben werden. Die müssen aber ein halbes mit einer Akkuladung auskommen.

Bei einem medizinischen Gerät habe ich einfach nicht viel Platz für den Akku gehabt und dieses Gerät wird auch innerhalb von etwa 20-25 Minuten entladen wenn es genutzt wird. Es ist aber nur ca. 3-5 Minuten pro Patient aktiv.

Für einen Bekannten hatte ich mal für eine Akku-betriebene Reinigungsbürste die komplette Elektronik ausgewechselt und ich konnte da auch deutlich größere Akkuzellen verbauen.

Die originale Elektronik hat dafür gesorgt dass der Akku bis auf 5V überladen wird! Das passierte aber sehr langsam. Wenn man die Ladung nicht sofort unterbrochen hat nachdem die LED auf "voll" umgesprungen ist, dann ist der Akku eben mit der Zeit kaputt gegangen, je länger das Gerät mit dem Ladeteil verbunden war.

Für mich war das ein ganz eindeutiger Fall von geplanter Obsoleszenz, denn man hat einen Widerstand verbaut der den internen Laderegler überbrückt hat und an sich dort vollkommen sinnlos war. Er hatte als einzige Aufgabe den Akku kaputt zu machen.

Also ich habe kein Gott-Vertrauen in die Hersteller solcher Produkte.

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Was die Anzeige anbelangt hast du Recht. Es wird nur die Spannung angezeigt und in den ersten 200mV der Zell-Ladung (4,0 bis 4,2V) stecken fast 50% der Energie, deshalb ist es auch so attraktiv die Zellen richtig schön voll zu laden ... nur macht das die Zellen eben auch viel schneller kaputt.

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Welche Spannung und Kapazität hat denn der eingebaute Akku? Steht das da irgend wo? Oder nenn mal die Marke/Typ.

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@PredatorWorks
  • Nennspannung: 22.2V
  • Feste Gesamtleistung: 300W
  • Batteriekapazität: 2200mAH/48Wh

https://www.roidmi.com/de/p/s1e.html

Die Kapazität verrwundert mich etwas, es gibt doch Handys mit 5.000 mAh? Ich denke mal das ist wieder so ein Geschäftsmodell, dass man verschiedene "Klassen" zu unterschiedlichen Preisen anbieten kann, obwohl es jetzt keine Unkosten wären den Akku entsprechend zu dimensionieren. Die Modelle mit größerem Akku, leisten aber auch mehr, sodass alle gleich lang halten. Und irgendwann kommt man um die Ecke mit: "Jetzt 1,5 h Stunden lang saugen im Eco-Mode".

Was das für ein Akku Modell ist weiß ich nicht. Eventuell kann ich den später mal selbst wechseln und gleich aufrüsten?!

Und krasse Story. Vorallem, dass der Hersteller proaktiv das Gerät zerstört und nicht irgendwo einen Widerstand "ausversehen" vergisst. Also selbst einen einbauen ist nochmal eine andere Kategorie. Und das nichtmal wegen dem Verbraucher, sollen ruhig alle Geld verdienen aber der fucking Planet macht bald die Füße hoch. Das ist assozial.

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@Kurtifix

Da gibt es auf der Platine zwei Bestückungsmöglichkeiten für den Widerstand, ein mal als SMD-Version für die Oberflächenmontage und dann noch als THT-Version für die bedrahtete Version.

Die Schaltung war die Standardbeschaltung aus dem Datenblatt des LiIon-Ladechips der da verbaut worden ist ... bis auf den komischen Widerstand.

Ich hatte gesehen dass die 5V über ihn direkt in den LiIon-Akku fließen, konnte es aber nicht glauben. Hab das dann mehrfach überprüft, aber diese Schaltung war eben ganz extrem klein und einfach.

(2,2A*22,2V)*60/10= 293,04Watt

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leere akkus zu lagern ist gar nicht gut .

da ein sauger nix verbraucht im off zustand , ist es egal wann du ihn lädst . das ist halt nicht wie bei einem händy was die ganze zeit an ist . da wäre dauerladen nicht so dolle .

leere akkus zu lagern ist gar nicht gut

Das war mein Gedanke. Ich könnte ihn ja nach dem Saugen laden, wegstellen und nach einer Woche wieder "leersaugen" (ich komme mit einer Ladung auch nur einmal hin). Dann ist immer Saft drauf.

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Ein vernünftigen Akkustaubsauger kann man nicht tiefentladen, denn der schaltet vorher ab. Der muß dann in die Ladstation wo er dann geladen wird, bis zu einem bestimmten Ladestand welche die Ladeelektronik vorgibt. In dieser Ladestation verbleibt er dann bis er wieder verwendet wird. Nach dem Saugen kommt er wieder in die Ladestation.

D. h. der Nutzer braucht kein Studium zu durchlaufen wie man einen Akku richtig lädt.

Mein Sauger kam mit Ladegerät und hat keine Station.

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Lad dann wenn du es brauchst

unsinn , gib mal eine schlaue begründung, und vergleich das nicht mit händys die an sind und verbrauchen während des ladens .

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@TechPech1984

Modernen Akkus ist es quasi egal wie du sie lädst, die Unterschiede sind maximal messbar am Schluss

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