Stromstärke reduzieren um Bleiakkus zu laden?

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5 Antworten

Für die Langlebigkeit des Akkus empfiehlt der Hersteller einen Ladestrom von 1/10 der Nennkapazität des Akkus. Das ergibt dann in der Regel die maximal erreichbare Anzahl an möglichen Ladezyklen.

Beim Laden mit deutlich höherem Ladestrom wird sich der Akku einerseits deutlich stärker erwärmen und die Gasentwicklung nebst schädlichen Oxidationsprozessen stark erhöhen. Das kann man nicht ( zu ) oft machen.

Je nach Akkutyp reguliert der Bleiakku je nach Ladezustand zwar in gewissen Grenzen selbst den Stromfluss, aber es muss halt immer im Rahmen der Vorgaben bleiben. 

Messe mal die Leerlaufspannung Deines Ladegerätes und schalte dann mal in Reihe zum Voltmeter eine Glühlampe von einem Fahrradscheinwerfer ( 6 Volt / 2,4 Watt ) dazu in Reihe. Messe dann den Spannungsabfall im Stromkreis.

Wenn Du dann immer noch über etwa 6,9 - 7,2 Volt misst, so belasse die Glühlampe im Stromkreis und schalte dazu noch den Akku in Reihe.

Dann hast Du im Kurzschlussfall schon mal eine Strombegrenzung auf max. 0,4 A. ( 400 mA ). 

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Das Gerät lädt mit 5Ah? Oder doch mit 5A?

Miss einfach mal die Stromstärke, mit der der Akku geladen wird, ein paar Sekunden hält der das schon aus.

Liegt die im Rahmen, ist alles OK, liegt sie über 150mA, musst Du einen Vorwiderstand in den Stromkreis einbauen.

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Kommentar von weckmannu
13.11.2015, 05:01

Das Meßgerät hat einen Widerstand, deshalb ist der gemessene Strom niedriger als ohne Meßgerät.

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die reduzierung des ladestromes ist eigendlich nur so lange wichtig, wie die ladespannung deutlich höher ist, wie die derzeitige akkuspannung. ich sag mal, wenn er nicht unter 40% restkapazität ist, was er eigendlich nicht sein sollte, damit er nicht vorzeitig stirbt, dann müsste das eigendlich hin hauen, wenn man ihn ungedrosselt auflädt.

lg, Anna

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Kommentar von weckmannu
13.11.2015, 05:06

haut nicht hin - siehe Antwort von parhalia

Liebe Anna, dein Fach ist Starkstrom, Antworten zu anderen Gebieten sind riskant!

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Ah ist eher eine Angabe für eine Zeit. Dein Akku kann 1 stunde lang 1,2 Ampere liefern. eigentlich sollte es einfach so gehen. ansonsten einen Trafo einsetzen

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Auf dem Akku steht, was der Hersteller empfiehlt, sonst nichts. Ist wie so manches ähnliche auch eine Art Mogelpackung.

Was unterscheidet deinen Bleiakku von einem im Auto? Außer der Spannung!
Nicht viel. Wird ein Bleiakku im Auto auch so lahmarschig geladen per Lichtmaschine? Na?

Solche Argumente auf Verpackungen dienen meist nur zwei möglichen Zwecken. Sich rausreden können, jemand hat sich nicht an die "Empfehlungen" gehalten. Oder verkaufen von Zusatzprodukten die man angeblich braucht ;-)

Warum brauchen Bleiakkus im Auto keine derartigen Laderegler wie sonst so gerne empfohlen? ;-)

Ich benutze gewisse Laderegler aus anderen Gründen. Diese laden nur bis zur sinnvollen End-Ladespannung, also nicht darüber hinaus.

Ein 12 Volt Bleiakku ist bei 13,8 Volt voll. Bei mehr Volt fängt der an zu gasen, verliert also wenn er nicht gut dicht ist destilliertes Wasser. Macht also keinen wirklichen Sinn einen Akku zu überladen.

Weißt du, ob dein Akkulader nur bis an die sinnvolle End-Ladespannung lädt?
Das mit dem laden ist ähnlich wie mit dem Essen, bzw satt werden ;-)

Man kann es genießen, oder rein schlingen. Ist da was schädlich? Überlebt man reinschlingen nicht?

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Kommentar von tg0806
12.11.2015, 18:14

Das Ladegerät sollte bis 7.2 Volt End-Ladespannung laden. Nach deiner Erklärung sollte es doch so sein, dass das Ladegerät den Akku schon nach ca. 20 Minuten Vollständig geladen hat (Da das Ledegerät ja mit 5 Ah lädt). Ist dies wirklich unbedenklich für den Akku?

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Kommentar von Parhalia
12.11.2015, 18:15

Auch bei Bleiakkus gibt es gewisse technische wie auch konstruktionsbedingte Unterschiede hinsichtlich Ladezyklen, Leistungsfähigkeit, Hochstromfähigkeit etc. pp. 

So gibt es ja u.A. Blei / Säure, Blei / Vliess und Blei / Gel zyklisch / azyklisch usw. und sofort.

Und ich habe es halt auch schon mal geschafft, einen "Blei / Fliess" von 12V / 6 Ah mit einem simplen Trafolader für Blei / Säure ( 10 und 20A Ladestrom umschaltbar...auf 10 A-Stufe eingestellt  ) zur Überhitzung zu bringen. Der war hinterher nicht mehr glatt und eckig.😕

Und auf Hochstromakkus ( z.B. der Fahrzeugtechnik ) steht keine Angabe zu zulässigen Ladeströmen. 

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