Was genau ist ein Goj/Gojim?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Ich verstehe nicht, wo die Frage liegt, dass es Juden und eben die angehörigen der "Völker" gibt. 

Von deinen vielen Fragen versuche ich eine zu beantworten: 

Die Juden sind ja das auserwählte Volk , würde ein Jude sagen . Wozu auserwählt ? 

Auserwählt Gott zu gehören, seine Gebote zu halten und ihn zu loben. Im Talmud wird bereichtet, dass Gott viele anderen Völker seinen Bund angeboten hat, alle haben abgelehnt - am Schluss hat er dann die Juden gefragt. 

Im Hohelied gibt es ein schönes Bild dazu: Wie auch ein junger Mann weiß, dass es viele schöne junge Frauen gibt - er sucht doch nur seine "einzige".

Diese Auserwählung hat den Juden im Laufe der Geschichte nicht unbedingt das bereitet, das man als "Glück" bezeichnen würde. das wurde und wird bei jüdischen Gläubigen auch diskutiert.

In christlicher Ansicht wird dieses Auserwählt-sein auf die Menschen übertragen, die durch Jesus zum auserwählten Volk gehören. Christen wissen, auch den Auserwählten Gottes hat sein auserwählt sein, nicht ein langes Leben und Wohlstand beschert. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von LoparkaLisa
15.12.2015, 10:48

Die Frage kannst du nur verstehen wenn du die Frage liest . Und die lautet , was genau ist ein Gojim . Alle anderen Fragen sind Detailfragen , um euch ein paar Anstöße zu geben wie man einen Menschen , bzw. so ein Wort  definieren kann .

0
Kommentar von Eselspur
15.12.2015, 11:06

Du hast deine Frage schon selber beantwortet: Gojim sind die Völker.

1
Kommentar von Eselspur
15.12.2015, 11:29

wenn du es nicht verstehen willst, lass es halt!

2

Nein Juden sind auch ein Goy.

Goy heisst einfach "Volk" auf hebräisch, und wird in der Torah durchaus verwendet, um das Volk Israel zu bezeichnen. Goy ist die Einzahl, Goyim ist die Mehrzahl. (Also ein Goy, viele Goyim).

Abgekürzt meint man damit auch "die Angehörigen der anderen Völker"... das muss tatsächlich nicht immer schmeichelhaft gemeint sein, muss aber auch nicht böse gemeint sein... Auf Jiddisch entspricht es mehr oder weniger dem Term "Ausländer" wenn du einen nicht-deutschen bezeichnen willst... das kann auf D auch manchmal neutral, manchmal negativ gemeint sein...

"Auserwähltes Volk" - auserwählt, um die Torah zu erhalten, die Gebote, die in der Torah vorgeschrieben sind zu halten, den Monotheismus in die Welt zu bringen.

Juden glauben nicht, dass alle Menschen Juden werden sollen (im Gegensatz zu den Christen, die gerne die ganze Welt missionieren würden), sondern sehe ihre Religion quasi als eine "nationale" Gesetzgebung an, an die nur die Juden gebunden sind, die anderen Völker nicht. 

Was nicht heisst, dass die anderen Völker nach jüdischer Auffassung nicht in den Himmel kommen können.

Im Gegensatz zu den Christen, die denken, dass man nur in den Himmel kommen kann, wenn man an Jesus glaubt (und getauft ist), kann laut jüdischer Religion jeder Mensch in den Himmel kommen, der 7 grundlegende menschliche Gebote einhält, die z.B. der Islam auch erfüllt. (nur die Juden, die müssen die 613 jüdischen Gebote einhalten, haben es also sozusagen schwerer, in den Himmel zu kommen, wenn du so willst, nach jüdischer Auffassung)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Accountowner08
14.12.2015, 19:13

Und ja, du kannst dich selbst "auserwählen". Du kannst zum Judentum konvertieren, wenn du bereit bist, die "nationalen" Gesetze der Juden, also die 613 Gebote der Torah auf dich zu nehmen (und auch auszuüben, sonst ist das Ganze etwas witzlos, und ausserdem hättest du ein schlechtes Geschäft gemacht, weil du ohne Konversion ja "in den Himmel" kommen könntest, indem du nur ein anständiger Mensch bist, während es dir nach der Konversion quasi vorgeworfen würde, dass du die 613 jüdischen Gebote nicht eingehalten hast. Deshalb erlauben Rabbinische Gerichte Konversionen nur in Fällen, wo sie davon überzeugt sind, dass der Kandidat die jüdischen Gebote auch nach bestem Wissen und Gewissen einhalten wird... und dafür muss er erst einmal lernen, was diese Gebote sind und wie man sie hält, muss sich im Leben entsprechend einrichten, und das kann schon ein paar Jahre dauern.

1
Kommentar von Jogi57L
15.12.2015, 05:59

Finde die Erklärung gut.

Leider gibt es, im Gegensatz zu Muslimen und Christen, nur sehr wenige hier, die sich mit dem Judentum auskennen.

Auch die paar Juden, die ich real kenne äußern sich , wenn überhaupt, nur sehr bedeckt und zurückhaltend zu ihrer Religion

2

Könnte auch nur das reinkopieren, was google hergibt, aber das kennst Du ja sicher alles schon.

Zufällig hörte ich heute im Radio, dass ein richtiger Jude NUR der ist, dessen Mutter eine Jüdin ist... 

Ein Rabbi sagte mir aber mal, dass jeder Jude werden kann, der es aufrichtig wünscht, und die dafür vorgesehenen Schritte unternimmt ( die habe ich vergessen.. es ging iwi darum, gewisse Regeln zu lernen und anzuwenden ...)

Wer aber Jude ist, ist nicht gleich deswegen auch Israeli...

Goj/Gojim

empörend aber interessant finde ich diese Seite:

http://www.mosaisk.com/auschwitz/Talmud-Judaismus.php

... nur falls Du selbst sie noch nicht entdeckt hattest....

Evtl. gibt es hier ja Juden, die es treffend beantworten können......

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Accountowner08
14.12.2015, 22:58

Die Seite, die du da präsentierst weist eine interessante Mischung aus Antisemitismus und anti-Israelismus auf. z.B. das Argument, dass die Juden kein semitisches Volk sind, sondern von den Khasaren abstammen, hört man vor allem in der Anti-Israel Bewegung, um Israel das Existenzrecht abzusprechen. In dieser Bewegung hört man aber eher selten das Anti-Beschneidung-Argument, da die Haupt-Befürworter der Anti-Israel-Bewegung zum grössten Teil selber beschnitten sind. 

Die Talmud-Zitate sind etwa von der Qualität des berühmten Zitates aus dem neuen Testament: "Judas ging hin und erhängte sich. Gehe hin und tue desgleichen" (ach, stimmt, ich habe ein Auslassungszeichen vergessen). Nicht einmal die Namen der Traktate werden richtig wiedergegeben... 

1

Was möchtest Du wissen?