Was genau ist eigentlich Satanismus?

13 Antworten

Als Satanismus werden verschiedene Bewegungen bezeichnet, die sich positiv auf den Teufel bzw. auf das gesellschaftlich alsBöse Angesehene beziehen. Sie stehen nicht unbedingt miteinander in Verbindung. Als literarische Strömung ist Satanismus seit dem 17., als religiöse Bewegung seit dem frühen 18. Jahrhundert belegt. Man unterscheidet in der Regel zwei Richtungen des Satanismus. Der „traditionelle“ (theistische) Satanismus beinhaltet das Verehren von Gottheiten. Darin gilt das Kriterium, dass die Figur Satans mehr oder weniger im Mittelpunkt steht. Beim „modernen“ Satanismus hingegen wird einatheistischer und rationalistischer Standpunkt vertreten. Kleinster gemeinsamer Nenner zahlreicher Richtungen des modernen Satanismus ist hierbei derAnthropozentrismus, im Besonderen die Betonung der Freiheit des Menschen. Damit steht der Satanismus vor allem im Gegensatz zu religiösen Strömungen, die dieVorherbestimmung und Unvollkommenheit des Menschen betonen. Eine Vermischung des traditionellen Satanismus und modernen Satanismus ist trotz alldem möglich. In der Öffentlichkeit wird Satanismus vor allem als Gegenstand von Schauergeschichten,Sensationsjournalismus undVerschwörungstheorien wahrgenommen.

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 Ist Satanismus nicht gefährlich?

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@Uranus589

Was genau ist gefährlich? Wenn man das falsche glaubt? Natürlich würden Menschen, die Ungläubige nach dem Jüngsten Gericht in der Hölle schmoren sehen, den Unglauben bzw. den Glauben an das Falsche als gefährlich ansehen. Die Frage nach der Gefährlichkeit kann man dann aber nur unter Rückgriff auf eine vermeintliche Sicherheit, was richtig ist und was falsch, treffen. Gefährlich könnte es auch sein, wenn man sich in Kulten verliert. Auch Christen können durch den Glauben an Dämonen Schaden nehmen (tatsächlich sterben an solchen Überzeugungen und den entsprechenden Riten auch heute noch Menschen). Pauschal kann man nicht sagen, dass eine religiöse Überzeugung gefährlich ist. Aber natürlich nehmen viele Menschen erheblichen Schaden durch ihre religiösen Überzeugungen.

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@Shiftclick


Naja es gab und gibt  brutale satanische Srömungen. Die Vorstellung davon was richtig und was falsch ist geht verloren.

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@Uranus589

Sagen die Gegner des Satanismus. Du musst zwischen dem unterscheiden, was die Anhänger der biblischen Religionen über den Satanismus sagen und das, was die Satanisten selber sagen.

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Am besten machst du dich mal selber schlau, denn das kann man nicht in einem Satz abhandeln. Satanismus sind religiöse Strömungen, der Atheismus versteht sich nicht als religiös sondern in seinen meisten Spielarten religionslos, da die Existenz von Gott/Göttern oder höheren Wesen geleugnet wird.

https://de.wikipedia.org/wiki/Satanismus

 Ist Satanismus nicht gefährlich?

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@Uranus589

Siehe unten. Satanismus ist nicht ausschließlich der Glaube an den Teufel, sondern in manchen Spielarten gegen die Gläubigen davon aus, dass ihr Gott des Lichtes vom biblischen Gott (bzw. den biblischen Religionen) in ein falsches Licht gerückt wurde und Luzifer (oder wie der Gott dann heisst) in Wirklichkeit eine Gottheit ist, die sie Menschen sich nach ihrer Natur entfalten läßt. Natürlich gibt es auch andere Spielarten ...

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@Uranus589

Nicht unbedingt. Man betet etwas an, das von anderen als das Böse tutuliert ist, in Wirklichkeit aber das Licht und das Gute ist. Es gibt beide Spielarten.

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@Uranus589

Du hast Fragen gestellt und jetzt kommst du mit einer Voreinstellung (deinem Glauben). Das macht die Beantwortung deiner Frage unter neutralen oder wertfreien Gesichtspunkten sinnlos. Man kann keine Frage stellen, wenn man schon eine Position hat. Jedenfalls ergibt das keinen richtigen Sinn.

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@Uranus589

Dagegen ist nichts zu sagen, aber es widerspricht eigentlich der Lauterkeit eines moralischen Menschen seine Überzeugungen in dem trojanischen Pferd einer Frage transportieren zu wollen. Das geschieht hier häufig, und ich fühle mich verarscht, wenn ich eine neutrale, sachliche Antwort gebe, der Fragesteller aber die Frage nur vorgegeben hat.

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@Shiftclick

 Ja ich neige eben dazu meine Moralvorstellungen anderen um jeden Preis aufzudrängen.

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@Uranus589

Mit geht das Thema am verlängerten Rücken vorbei. Ich weiß ungefähr, was man sich unter dem Satanismus vorstellen muss und ich weiß, wie das von den landläufigen Ansichten abweicht. Persönlich habe ich damit nichts am Hut. Vielleicht ist dir aus dem vergangenen Jahr noch die Verfolgung der Jesiden im Irak und in Syrien in Erinnerung. Die Jesiden werden von Muslimen als Teufelsanbeter bezeichnet, sie selber haben mit dem Teufel aber nichts zu tun. Wenn man sich informieren möchte, sollte man neutrale Informationen heranziehen. Wenn man nur Meinungsmache betreiben möchte, ist man hier eigentlich fehl am Platze.

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@Shiftclick

 Ich bin halt auch so eingestellt, alles verfolgen was nicht in mein Weltbild passt.

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@Uranus589

Hallo erst einmal,

wenn man von Satanismus spricht, dann sollte man erst einmal anfangen, ein wenig zu sortieren, besonders die Frage zu klären, was denn "Gut" und "Böse" sei und in welchem Bezug es zueinander steht.

Der jüdische Glaube als auch anfänglich das Christentum hatten eine dialektische Vorstellung von Gut und Böse, was heißen soll, daß das Gute eine Synthese darstellt und damit auf eine höhere logische Ebene führt. Wir neigen aktuell dazu, Gut und Böse als von logisch gleicher Qualität anzusehen, also als Gegensätze, also als einen dichotomen Bezug. Wenn es aber dichotom gut ist, anderen von seinem Essen abzugeben, dann müßte es in dieser Logik am besten sein, alles wegzugeben und selber zu verhungern. Dem ist aber nicht so, auch heißt es "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst", also Ausgleich, also Dialektik und beide Extreme sind - "böse". Selbst Satan wurde im Christentum erst über die Römer und Adaption heidnischer Kulte aus dem vorderen Orient als Gegenspieler Gottes etabliert, vorher gehörte er zur göttlichen Ordnung, ähnlich wie bei Hiob z.B. als "Staatsanwalt Gottes". Es gab die Vorstellung, daß Satan der Engel gewesen sei, dem Gott am meisten vertraute und deshalb von ihm auch die schwerste Aufgabe erhalten habe, nämlich dem Menschen zu zeigen, was "Böse" ist, um ihm dadurch überhaupt die Möglichkeit zum Erkennen zu geben, was gut sei (der "Lichtbringer").

Moderner Satanismus betet nicht zum "Bösen" sondern sieht den Menschen als "frei", auch von Gesetzen, setzt die Selbstverwirklichung an erste Stelle. Klingt übrigens schlimmer, als es ist, denn die Grenze wird regelmäßig dort gesetzt, wo man die Selbstverwirklichung anderer beschneidet. Daß hier eine deutlich stärkere sexuelle Komponente als in der römisch-katholischen Kirche vorhanden ist, sollte dabei wenig verwundern (eher schon, daß die Kirche im 12. Jahrhundert jegliche Form von Sexualität als Sünde ansah, auch die eheliche, aber dennoch der größte Bordellbetreiber Europas war).

Damit aber ist, so komisch es klingen mag, der "satanistische" Weg nicht wesentlich anders als der, welcher sich über das Liebesgebot und die evangelische Freiheit für einen Christen ergäbe, er ist nur philosophisch anders fundiert und abseits einer Gottheit und damit auch abseits göttlicher Gesetze.

Aber schauen wir einmal zur christlichen Lehre. Konfessionsübergreifend ist die Sündenlehre eine subjektive (d.h. eine Sünde wird erst dann zu einer solchen, wenn man selber erkennt, daß das Handeln falsch war), aber es werden objektive Sündenkataloge gehalten. Dies hat wenig mit evangelischer Freiheit o.ä. zu tun und vielleicht, eine Überlegung wäre es wert, sind im praktischen Handeln (Lukas verwendet im Gleichnis für den barmherzigen Samariter den Begriff für "Bewohner Samarias", nicht für "Samaritaner", so daß, wenn auch eine Mindermeinung, durchaus diskutiert werden könnte, ob hier Lukas, der für griechische Heiden schrieb, schon eine auf "rechtes Handeln" ausgelegte Heilsbotschaft auch für Heiden integrieren wollte, also die Heilsbotschaft dann vom Lippenbekenntnis abgetrennt haben wollte; in einer Predigt hatte z.B. Luther den Samariter als "Heiden" bezeichnet) manche modernen satanistischen Lehren weit näher an der christlichen Lehre in ihrer Urform, als so manche christliche Konfession in ihrer heutigen Realität. Etwas rebellisches bleibt aber und der Nimbus wird auch gepflegt. Provokation ist doch was feines ... :D

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