Was essen eigentlich Veganer? Man kann ja kaum nur Planzen essen , das ist ungesund , darum ist in Chips auch Milchpulver?

9 Antworten

Das (Fleisch essen) ist - meiner Ansicht nach - in der heutigen Zeit an vielen Orten nicht mehr notwendig.

Wir sind nicht am Nordpol wo Fisch die einzige Option zu sein scheint.

An vielen Orten wird es immer besser möglich sich vegetarisch oder auch komplett vegan zu ernähren. Außerdem scheint mehr für diese Form der Ernährung zu sprechen als dagegen - da gibt es das Buch Peace Food dazu, wo viele gute Argumente aufgeschrieben stehen.

Wir sind Fleisch einfach gewöhnt... ich bin ja auch mit Frankfurtern, Wurst, Kotlett, Hendl, Schnitzl, Kebap uvm. aufgewachsen.

Doch die ersten vegan/vegetarischen Restaurants sind bereits da - auch in den Märkten gibt es einige Angebote - dann gibt es noch das ganze Obst - das ganze Gemüse - den Salat... Reis, Quinoa, Couscous und Nudeln... Brot... Getreide-Zeugs... zu Joghurt gibt es auch vegane Alternativen und es gibt im Internet viele vegane Rezepte - beinahe alles kann man jetzt auch schon vegan machen... Kochbücher gibt es auch...

Ich glaube, dass es nur eine Frage der Zeit ist bis sich die vegetarisch/vegane Ernährung komplett durchsetzen wird... manche gehen ja auch in Richtung Rohkost... 

Je mehr köstliche + gesunde vegane Angebote es gibt, desto weniger wird einem das Fleisch fehlen... Wenn man sich hingegen nichts findet was einem vegan/vegetarisch auch gut schmeckt, wird der Umstieg eher schwer fallen. 

Basische Ernährung mit vielen Vitaminen soll angeblich sehr gesund sein (gesünder als Fleisch, was sich eher sauer auf den Körper auswirken soll) - nur vor einem möglichen Vitamin B 12 Mangel wird häufig gewarnt und es kommt mir auch nicht so toll vor, wenn ich da auf Dauer immer ein Nahrungsergänzungsmittel einnehmen soll, weil man sonst irgendeinen irreversiblen Gehirnschaden bekommen könnte... Vielleicht kommt man da aber in den kommenden Jahrhunderten noch auf Alternativ-Möglichkeiten drauf. 

Zu dem B12: Die Tiere bekommen B12 ja auch als Nahrungsergänzungsmittel, also macht es eigentlich keinen Unterschied ob man es selbst nimmt.

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@MindShift

Es kommt mir nur komisch vor, dass der Mensch sozusagen nicht alles von der Natur bekommen kann, sondern da ein Ergänzungsmittel einnehmen soll... 

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1) Veganer essen nur solche Lebensmittel, in denen keine Zutaten tierischen Ursprungs enthalten sind. Das sind dann logischerweise Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs sowie ggf. Pilze (denn Pilze sind keine Pflanzen) und synthetische Zutaten (auf chemischem Wege hergestellt).

2) Man kann sich durchaus nur von pflanzlichen Lebensmitteln ernähren, und zwar auch so, dass man alle nötigen Nährstoffe in ausreichender Menge zu sich nimmt und die Gesamternährung gesund ist. Der einzige kritische Punkt ist die Vitamin B12-Versorgung, da dieses Vitamin (fast) nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt. Aber hier kann man ganz leicht ein Vitamin-Präparat als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/vitamin-b12-quellen-fuer-veganer-ia.html

3) Kartoffelchips enthalten in aller Regel kein Milchpulver als Zutat. Die meisten Kartoffelchips sind vegan.

4) Die These "Jeder Mensch muss Fleisch essen" ist als völlig falsch zurückzuweisen.

"...darum ist in Chips auch Milchpulver."

Läuft dein Argument tatsächlich so?

Jeder Mensch braucht tierische Substanzen. Damit sich Menschen auch richtig ernähren würden, wenn sie ausschließlich Chips essen würden, werden Chips Milchpulver beigesetzt? Das kannst du doch niemals ernst meinen. Das Milchpulver in Chips hat andere Gründe - es hat NICHTS damit zu tun, dass vegane Ernährung ungesund ist. 

"Jeder Mensch muss Fleisch essen." -> Jeder Mensch muss Chips essen, da ist ja zum Glück Milchpulver drin.

Da hast du Recht! Entlich jemand der meiner Meinung ist,

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@HartzIVisNear

Hallo HartzIVisNear,

verstehst du keine Ironie, oder ist das jetzt als Gegenironie gemeint?

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@Paguangare

Er ist von seinem bescheuerten Weltbild so überzeugt, und gleichzeitig in seinem Charakter so ungefestigt, dass er bei ernsthafter Gegenrede weder den Schmerz aushält sich selbst zu hinterfragen, noch die Kraft aufbringt ebenso ernsthaft standzuhalten.

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"Jeder Mensch braucht tierische Substanzen. "

Welche, wie viel und warum?

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@educare

Das ist eine Paraphrasierung von dem Argument aus der Ausgangsfrage. 

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nein, Menschen sind von Natur aus Pflanzenesser, sie können zwar Fleisch und andere Tierprodukte essen, sind aber nicht darauf angewiesen

Es sind die "Traditionen" die den meisten glauben lassen, dass Fleisch nicht fehlen darf, woanders leben Menschen am Längsten ohne Tierprodukte (Okinawa-Japaner und 7. Tag Adventisten)

Die Vielfalt der Nährstoffe die Pflanzen uns ohne Aufpreis liefern kann von Tierprodukten nie erreicht werden, u. a. enthalten Letztere keine Antioxidantien, Pflanzen aber alle Nährstoffe, inkl. krebshemmende

Ich finde es immer wieder erstaunlich wie viele Ernährungsexperten sich mit so einer Frage finden lassen :D So wie ich das beobachte, sind die Menschen die den konventionellen Weg wählen, nach dem Motto "Wenn es alle tun, kann es nur gut sein", auch diejenigen die keine Ahnung haben wie schädlich ihre Ernährung für sie und ihre Kinder ist. Jedoch informiert sich so gut wie jeder Veganer über seine Ernährung und sie ernähren sich normalerweise auch viel bewusster und ja natürlich auch gesünder. Ganz besonders Rohköstler die sogar versuchen weitgehend belastende Nahrung, also gekochte und damit tote Nahrung, aus ihrem Körper zu halten. Wenn Tierprodukte so gesund sind, warum muss man sie dann kochen weil sie sonst unverträglich sind? Warum kann ich mein Obst einfach so essen wenn wir nicht so wie unsere Vorfahren, die Affen dafür gebaut sind? Affen essen kein Fleisch. Sie essen nur Früchte und haben aber trotzdem keinen Mangel. Es ist ihre natürliche Ernährung. Man kann Kühe mit Abfällen der Fleischindustrie füttern. Man kann auch Katzen oder Hunde mit pflanzlicher Nahrung füttern. Auch Fische werden mit kleineren Fischen gefüttert. Das ist alles möglich ja. Das bedeutet aber nicht gleich, dass es natürlich und gesund ist. Ob man es nun wahr haben will oder nicht, die vegane Ernährungsweise ist die natürlichere und gesündere. Das beweisen auch die besseren Blutwerte und die geringeren Krankheiten raten unter Veganern. Auch die sportliche Leistung steigt. Warum auch sonst sind so viele Sportler Veganer? Die einzigen Werte die bei Veganern oft schlecht ausfallen sind B12 und D3. Jedoch hat so gut wie jeder einen Mangel davon. B12 kommt auch im Fleisch immer geringer vor da auch die Tiere nicht mehr an ihre natürliche Nahrung und damit B12 kommen. B12 lässt sich aber auch auf der Oberfläche von Obst und Gemüse finden. Und D3 wird im Körper durch Sonnenlicht hergestellt. Das hat eigentlich nichts Mit der Ernährung zu tun. Alles andere kommt reichlich und auch in natürlicher Form und somit gesünder in nicht tierischen Produkten vor. Und zwar ohne zwangsläufig Krebs und andere akzeptierte Zivilisationskrankheiten herbeizuführen. 

Sobald man ernsthaft beginnt nachzuforschen wird man feststellen dass Veganer den gesündesten Teil der Bevölkerung ausmachen. Also bitte einfach mal ein bisschen nachdenken und wissen von was man redet bevor man seine Meinung als absolute Wahrheit kundtut.

Ich möchte nur ergänzen, dass eine vegane Ernährung nicht automatisch gesünder ist. Wie gesund eine Ernährung ist, hängt davon ab, wie stark sie verarbeitet wurde und da gibt es leider für Veganer mittlerweile auch ein großes Angebot an stark verarbeiteten Industrienahrungsmitteln. Wer sich davon ernährt, muss sich über Mangelzustände und daraus resultierende Krankheiten nicht wundern. Die vegane Ernährung ist dann gesund, wenn sie die typischen Ernährungsfehler vermeidet: Raffinierte Kohlenhydrate, raffinierte Fette, Konserven und Präparate. Also eine vegane Vollwertkost, im Idealfall eine reine Frischkost.

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@joangf

welche Mangelzustände kennst du, die Veganer bekommen und dies offensichtlich ist?

Zum Vergleich: Tierproduktesser sind in der Regel übergewichtig und leiden unter Diabetes Typ 2, gibt es Ähnliches bei Veganer?

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@educare

Die Aussage, Tierproduktesser seien in der Regel übergewichtig und litten unter Diabetes Typ 2 ist eine reichliche Überspitzung.

Nun ist es so, dass in Wohlstandsländern über 90 % der Bevölkerung Tierproduktesser sind und außerdem unter den Erwachsenen eine absolute Mehrheit einen BMI von über 25 hat.

36,7 % der deutschen Gesamtbevölkerung ab 18 Jahren haben einen BMI zwischen 25 und 30 ((leichtes) Übergewicht)), 14,7 % haben einen BMI zwischen 30 und 40 (Adipositas) und 1 % einen BMI über 40 (extreme Adipositas). Macht zusammen 52,4 % (Stand 2013).

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/256578/umfrage/bevoelkerungsanteile-in-deutschland-nach-koerpermassen-bmi-und-altersgruppen/

Bei den Tierproduktessern gibt es also höchstwahrscheinlich auch eine absolute Mehrheit an Übergewichtigen, aber allerhöchstens 60 %, während die anderen 40 % immer noch normalgewichtig, oder einige sogar untergewichtig sind.

Wenn du das "in der Regel" nennst, kannst du auch sagen: "Die Deutschen mit blauen Augen sind in der Regel übergewichtig." oder sonst irgendein beliebiges Attribut nehmen.

Auch unter den Veganern gibt es garantiert Übergewichtige.

Wahrscheinlich beziehst du dich auf eine Studie wie die von Tonstad et al. (2009).

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19351712

Demnach haben Veganer einen durchschnittlichen BMI von 23,6 und Nichtvegetarier einen von 28,8. Die Prävalenz von Diabetes Typ 2 liegt bei Veganern bei 2,9 % und bei Nichtvegetariern bei 7,6 %.

Dies ist schon ziemlich signifikant.

Dennoch ist es kein Beweis dafür, dass der Verzehr tierischer Produkte ursächlich für Übergewicht und Diabetes ist.

Veganer gehören allgemein eher zu Bevölkerungsgruppen mit einer hohen Bildung, gutem Einkommen, einem hohen Gesundheits- und Ernährungsbewusstsein und treiben durchschnittlich mehr Sport als Nichtvegetarier.

Die geringere Diabetesprävalenz könnte auch am niedrigeren BMI liegen und nicht am Verzicht auf tierische Produkte.

Man müsste ansonsten einmal gezielt Personengruppen vergleichen, die in BMI, Sportlichkeit, Gesundheits- und Ernährungsbewusstsein identisch sind, mit dem einzigen Unterschied, dass die einen mageres Geflügelfleisch verzehren und die anderen stattdessen magere Tofu- oder Seitanwürstchen. 

Dann wäre vermutlich die Diabetes 2-Prävalenz gar nicht so unterschiedlich.

Und die 2,9 % Diabetiker unter den Veganern zeigen doch, dass es durchaus erbliche Ursachen gibt, oder dass einige der Veganer doch zur Fraktion der Pudding-Vegetarier neigen.

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Sinnvolle und hilfreiche Ergänzung 👍

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