Warum zwingt man Katzen sich aneinander zu gewöhnen, zu akzeptieren?

9 Antworten

Also ich hatte zwei Geschwister-Kater, von denen einer leider krankheitsbedingt verstorben ist. Jahre später (nicht direkt nach dem Tod des einen Katerchens) habe ich mich entschieden, eine zweite Katze für unseren Wohnungskater aufzunehmen, weil ich gemerkt habe, dass ihm das allein sein nicht gut tut (wobei er in dem Sinne nicht wirklich alleine war, wir sind zu Hause gewesen und haben zudem auch noch zwei Hunde), rauslassen war keine Option. Die beiden Katzen haben sich trotz dem Altersunterschiedes gut aneinander gewöhnt. Ihr Spielverhalten sieht zwar manchmal ziemlich rabiat aus, aber wenn die beiden dann wieder in trauter Zweisamkeit in einem Körbchen liegen und schlafen oder gegenseitige Fellpflege betreiben, dann freue ich mich, dass ich die beiden "gezwungen" habe, sich mein Haus zu teilen. Katzen sind doch eigentlich sehr sozial und der Mensch kann tierisches Sozialverhalten m. E. nicht ersetzen, sondern allenfalls schlecht imitieren. Ich würde durchaus sagen, dass meine beiden Kater "Freunde" sind. Der "Zwang", dass sie sich aneinander gewöhnen mussten, hat definitiv keinem der beiden geschadet, sie leben auch nicht nur nebeneinander her oder dulden sich. Zu sagen, dass man den Katzen etwas "tierquälerisches" antun würde, indem man sie "zwingt", einen Artgenossen zu akzeptieren, halte ich jetzt für etwas überzogen, sondern nur eine bequeme Ausrede für den Menschen, der sich dann den Trubel, den so eine Neubekanntschaft von zwei Katzen mit sich bringen kann, ersparen möchte. Wie gesagt, wenn man die beiden zusammen sieht und eben ihr Sozial- und Spielverhalten mit einer anderen Katze ausleben können, sind diesen "Trubel" locker wert. Der Mensch, der sich "ausreichend" mit der Katze beschäftigt, ist in meinen Augen eben kein Ersatz für kätzisches Spielen oder beispielsweise Fellpflege unter Katzen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Katzen sind soziale Tiere, die gerne einen Artgenossen um sich haben und den auch brauchen, vor allem, wenn sie noch sehr jung sind. Aus dem Grund sollten am besten Geschwister genommen werden.

Wenn das nicht möglich ist, sollte man eine 2. Katze dazu nehmen, die aber nicht nur ähnlich vom Alter her ist, sondern auch vom Charakter her. Eine eher ruhige Katze passt selten zu einer sehr lebhaften Katze und auch ein Baby passt in den seltensten Fällen zu einer älteren Katze.

Und genau das ist es, worauf ein Katzenhalter achten sollte, denn dann geht es in der Regel auch gut und auch vollkommen ohne Zwang.

Ich habe selber 9 Katzen. Ein Mädel und deren 3 Söhne, die in meinem Haus geboren wurden, aber selbst diese 3 Kater zoffen sich manchmal. Dazu kamen nach und nach die restlichen Katzen, die alle zugelaufene Strassenkatzen sind und die alle auch keine Babies mehr waren, als sie beschlossen, mein Haus in Beschlag zu nehmen und mich als ihren Dosenöffner zu adoptieren.

Meine Katzen sind alle zwischen 6 und 14 Jahren alt und das Zusammenleben klappt im Grossen und Ganzen sehr gut.

Ich meine, dass es für jede Katze Stress ist, wenn sie an einen neuen Ort mit neuen Geräuschen, Gerüchen und neuen Menschen kommt. Wenn dann auch noch eine Katze vorhanden ist, heisst das noch mehr Stress. Aus dem Grund sollte man den Katzen auch immer die nötige Zeit geben, um sich an alles zu gewöhnen.

Das ist weder Tierquälerei und auch nicht fahrlässig. Wenn Katzen keine sozialen Tiere wären, würden z.B. Strassenkatzen sich nicht zu mehr oder weniger grossen Gruppen zusammenschliessen.

Ich denke dür Katzen ist es gut nen artgenossen zu haben auch wenn der anfang schwer ist verstehen sich die Katzen und mögen sich eventuell auch. Na ja unsere katze ist da so ein sonder fall. Bis vor ein paar jahren hatten wir noch zwei und die beiden haben sich zeit ihres Lebens allerhöhstens toleriert (das aber auch nicht immer xD) und seitdem die ältere katze tot lst, ist die andere total aufgeblüht und genießt jetzt richtig ihr leben.

Aber ich denke, dass es im algemeinen stimmt, dass es besser für katzen ist einen Artgenossen zu haben.

Ohje, also hat sie sich eigentlich nicht wirklich verstanden sondern nur akzeptiert und war dann froh endlich alleine Herr im Haus zu sein

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@Concept06

Na ja akzeptiert ist noch übertrieben, die beiden haben sich mit dem Ars....nicht angeguckt und wenn doch, dann gab es auch mal eine drauf und ja die jüngere freut sich, dass sie jetzt der chef ist :)

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Ganz genauso sehe ich das auch. Vor Jahren hatte ich mit meinen Eltern 2 Katzen aus dem Tierheim geholt. Wir wollten nur den Kater aber ohne die Katze hätten wir ihn nicht bekommen. Der Kater war sehr aufgeweckt und kam zu jedem gleich hin die Katze war sehr scheu und zurückhaltend. 3 Wochen hatten wir die beiden bis der Kater anfing die Katze massiv zu verprügeln und durch die Wohnung zu jagen. Die Katze wurde immer scheuer und versteckte sich unter dem Sofa. Das Ende beide gingen zurück. Dann haben wir eine Katze geholt und die lebte 16 Jahre bei uns. Hatte keine Verhaltensauffälligkeiten, Depressionen oder irgendwas in der Richtung je gehabt, wird ja auch immer gerne gesagt, wenn man nur eine Katze hält. Jetzt haben meine Eltern wieder eine Katze 5 Monate alleine, würden wir auch immer wieder so machen.

Wenn die Tiere jung sind kann es ihnen leicht fallen sich zu mögen auch, wenn sie keine Geschwister sind.

Aber bei älteren finde ich sollte man sie in ruhe lassen und nicht zwingen sich an einen anderen zu gewöhnen sondern lässt sie lieber alleine. Nicht alle Katzen sind gleich und manche wollen einfach ihre Ruhe und alleine sein. Ist bei Menschen genauso das es welche gibt die gerne alleine sind.

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