Warum stürzt die Erde nicht in die Sonne?

13 Antworten

Das die Erde um die Sonne kreist hast du bestimmt schon gewußt. Durch den Umlauf entsteht eine Fliehkraft, die hebt die Gravitationskraft der Sonne auf. Dadurch fällt die Erde nicht direkt in die Sonne, sondern sie fällt quasi in die Kreisbahn bzw. Umlaufbahn hinein.

Das kann nicht stimmen. Wenn irgendetwas die Gravitationskraft der Sonne aufheben würde, dann hätte die Erde keinen Grund, die Sonne zu umkreisen. Sie täte dann, was Körper, auf die keine Kraft wirkt, nach dem Ersten Newtonschen Gesetz tun: Sie würde sich auf einer schnurgeraden Bahn verabschieden. Nur weil die Gravitationskraft der Sonne an ihr zieht, läuft sie auf ihrer Umlaufbahn.

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Weil sie immer in ausreichendem Abstand an ihr vorbei stürzt.

Im Perihel ist die Erde 147,09 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt, während es im Aphel 152,10 Millionen Kilometer sind. Diese beiden Extremwerte weichen vom Mittelwert nur um 1,67 % ab.

https://de.wikipedia.org/wiki/Erdbahn#Form

Die Erde hat eine bestimmte Geschwindigkeit. Dieser Impuls ist da und wird auch nicht aufgezehrt. Im Weltall bewegt sich ein Körper, die einen Impuls hat, unendlich weiter auf dem Vektor (Richtung), die er hat.

Dies wäre normaler weise immer gerade aus. Solange keine andere Kraft für ein anderes Verhalten sorgt.

Diese andere Kraft ist hier die Anziehung der Sonne. Diese lenkt die Erde von der geraden Bahn ab.

Es gibt nun in einem ganz bestimmten Abstand ein Gleichgewicht dieser beiden Kräfte. Da ist also die Ablenkung durch die Sonne genauso groß, wie der Impuls der Erde, weiter zu "fliegen".

Diese stabile Rotation ist immer vom Verhältnis der Massen der beiden Objekte abhängig. Daher haben die anderen Planeten auch einen anderen Abstand zur Sonne, weil deren Masse im Vergleich zur Erde unterschiedlich ist. Und damit das Verhältnis der jeweiligen Anziehungskräfte und der Fliehkraft.

Die Gravitation wirkt da so wie die Ketten bei einem Karrussel. Sie halten den Sitz (die Erde) am Rotationszentrum (Sonne) gebunden.

Unser Mond z.B, der aus gleichem Grund um die Erde kreist, entfernt sich immer weiter von der Erde. Irgendwann wird er weg sein. Seine Rotationsgeschwindigkeit um die Erde ist etwas höher als die Gravitation, die ihn in der Umlaufbahn hält.

Nur wenn sich die Geschwindigkeit der Erde deutlich ändern würde, würde sie irgendwann von der Sonne eingefangen und geschluckt werden.

Hier hast Du ein paar richtige Gedanken und ein paar Irrtümer kombiniert.

Richtig ist das mit der Geradeausbewegung des Körpers mit dem Impuls.

Richtig ist auch, daß die Anziehungskraft der Sonne die Erde von der geraden Bahn ablenkt.

Richtig ist auch der Vergleich mit dem Kettenkarussell

Was Dich irreführt, ist der Gedanke, daß die Anziehung der Sonne eine "andere Kraft" sei. Die Anziehung der Sonne ist keine andere, sondern *die* Kraft, die auf die Erde wirkt. Da es keine beiden Kräfte gibt, gibt es auch kein Gleichgewicht zwischen ihnen und keinen bestimmten Abstand, an dem es einträte.

Daß der Mond sich von der Erde entfernt, liegt nicht daran, daß seine Geschwindigkeit im Verhältnis zu irgendwas zu groß wäre. Es liegt daran, daß die von ihm mit verursachten Gezeiten der Ozeane und damit eines Teils der Erdmasse die Richtung der Erdanziehung auf ihn ein wenig verdrehen, wodurch seiner Umlaufbahn Energie zugeführt wird. Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Mondbahn#Säkulare_Akzeleration

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Weil sie sich seitlich so schnell bewegt, dass sie nonstop an der Sonne vorbeifällt... Das ganze nennt sich im "Fachchinesisch": Orbit - Und alle Himmelsobjekte tun das...

Auch der Mond oder die ISS - nur fallen der halt andauernd an der Erde vorbei und nicht an der Sonne (also doch, schon - aber halt gemeinsam mit der Erde).

Die Erde saust mit ca 30 000 Km/ in einer eliptischen Bahn um die Sonne! Das Gewicht und diese Geschwindigkeit hät sie im Richtigen Abstand zur Sonne und das schon 4,8 Milliarden Jahre!

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