Warum steht die Sonne um 12 Uhr immer am höchsten? Im Winter wie auch im Sommer?

7 Antworten

Warum steht die Sonne um 12 Uhr immer am höchsten?

Das stimmt nur für einen Längengrad innerhalb einer Zeitzone (nicht für Sommerzeit).

Es gibt 24 Zeitzonen, die in etwa 15° breit sind. Ob an Deinem Wohnort die Sonne im Zenit steht, hängt von der Lage in der Zeitzone ab.

Denn wenn im bspw. im Winter die Erde von der Sonne um 12 Uhr bescheint wird, müsste es im Sommer doch Nacht sein.

Sommer und Winter wird durch die den Winkel der Erdachse gegenüber der Umkreisungsebene erzeugt. Die Sonne ist also nicht "auf der andereren Seite" - sprich, der Südhalbkugel. Im Winter fallen auf der Nordhalbkugel die Sonnenstrahlen nur auf eine größere Fläche als im Sommer und die Tage sind kürzer.

Im Sommer ist die Erde auf der anderen Seite der Sonne.

Tag und Nacht sind duch die Sichtbarkeit der Sonne definiert. Deshalb findest Du auch die Angaben für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang abhängig von Deinem Wohnort (Breitengrad).

Hallo Colculor71,

also erst einmal ganz unter uns: Die Sonne steht nicht jeden Tag um 12 Uhr Mittags am höchsten, was Du leicht rausfindest, wenn Du eine Sonnenuhr baust. Die wahre Sonne geht bis zu rund 20 Minuten vor oder nach, je nach Jahreszeit... mit Sommerzeit sogar über eine Stunde. Das hat mit der sogenannten "Zeitgleichung" zu tun und die wieder damit, dass die Erde auf einer Ellipse umläuft und dass ihre Achse gegen die Ekliptik geneigt ist. Kannst Du hier nachlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitgleichung

Jetzt aber zu Deiner Frage. Das wiederum liegt am Unterschied zwischen dem "Sonnentag" und dem "Sterntag"

Der "Sonnentag ist die Zeit, die vergeht, bis die Sonne wieder im Zenit steht.

Der Sterntag ist die Zeit, die vergeht, bis dieselben Sterne wieder im Zenit stehen. (Genauer richtet man sich hier nach dem Frühlingspunkt)

Und richtig: Weil die Erde sich während des Tages ein Stück weiter auf ihrem jährlichen Weg um die Sonne bewegt hat, sind diese Zeiten verschieden. Ein Sterntag ist etwa 4 Minuten kürzer als der mittlere(!) Sonnentag: Wenn Die Erde sich also einmal herumgedreht hat, muss sie sich - wegen ihrer Wanderung um die Sonne - noch ein bissi weiterdrehen, damit die Sonne wieder im Zenit ist.

Und weil es einfach praktisch ist, richtet sich unsere Tageszeit nicht nach dem Sterntag, sondern dem mittleren Sonnentag - der dauert entsprechend 24 Stunden, bzw. die Stunde ist so gewählt, dass das so hinhaut.

Ohne diese Korrektur von 4 Minuten täglich (etwa) würde genau das passieren, was Du beschreibst: Wir sitzen nach einem halben Jahr beim Mittagessen im Dunkeln.

Grüße

http://www.physik.uni-wuppertal.de/physik-home/oeffentlichkeitsarbeit/das-foucaultsche-pendel/die-drehung-der-erde-3.html

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Diplom in Physik, Schwerpunkt Geo-/Astrophysik, FAU

Es geht mir nicht um den Sterntag oder wann die Sonne ganz genau am höchsten steht. Stell dir mal ganz kurz vor die Erde dreht sich nicht. Dann würde die Sonne im Winter "von vorne" von der Sonne angestrahlt werden und im Sommer "von hinten", weil die Erde ja auf der anderen Seite der Sonne steht. Es geht mir nicht um Ungenauigkeiten in der menschlichen Zeitgebung.

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@colculor71
Stell dir mal ganz kurz vor die Erde dreht sich nicht.Dann würde die Sonne im Winter "von vorne" von der Sonne angestrahlt werden und im Sommer "von hinten", weil die Erde ja auf der anderen Seite der Sonne steht.

Richtig! Aber sie dreht sich.

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Doch ah ok jetzt hab ich's! Danke deine Erklärung passt :-)

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Ute aus München hats astronomisch sauber erklärt.

Man könnte aber auch einfach sagen: Die Sonne steht deswegen immer Mittags im Zenit, weil Mittag genau so definiert wurde. Es handelt sich um keine naturgesetzliche Gegebenheit sondern um eine menschliche, an der Praxis orientierte Festlegung. Als Mittag als Sonnenhöchststand festgelegt wurde, wussten die Menschen noch gar nichts von Umläufen, Sonnen- und Sternentagen.

Du hast einen Denkfehler. Sowohl im Sommer als auch im Winter ist die der gewählte Punkt um 12 Uhr der Sonne zugewandt.

Die beiden Objekte ziehen sich ja gegenseitig an, wodurch der fiktive Fixpunkt um 12 Uhr immer zur Sonne zeigt und sich nicht statisch im Kreis bewegt.

Sieh dir am besten irgend eine Animation auf youtube an, dass ist wesentlich aufschlussreicher

Nun, der Denkfehler liegt nicht bei mir. Denn die menschliche Zeitgebung ist ansich völlig irrelevant. Im Winter wird die Sonne "von vorne" und im Sommer "von hinten" angestrahlt. 12 Uhr wäre also im Winter im Hellen und im Sommer im Dunklen. Natürlich ist das nicht der Fall. 

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@colculor71
Im Winter wird die Sonne "von vorne" und im Sommer "von hinten" angestrahlt.

Wer oder was soll die Sonne anstrahlen?

12 Uhr wäre also im Winter im Hellen und im Sommer im Dunklen.

Tag und Nacht sind durch die Sichtbarkeit der Sonne definiert.

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Nein das stimmt nicht, es wirken Anziehungskräfte zwischen den beiden Körpern, die der Sonne ist natürlich viel stärker, weshalb sowohl im Winter als auch im Sommer 12 Uhr zur Sonne gerichtet sind.
Unsere zeitgebung ist nicht willkürlich sondern sehr sinnvoll gewählt.

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@MrMoccachino
Nein das stimmt nicht, es wirken Anziehungskräfte zwischen den beiden Körpern, die der Sonne ist natürlich viel stärker, weshalb sowohl im Winter als auch im Sommer 12 Uhr zur Sonne gerichtet sind.

Das ist Nonsense. Bitte lies meinen Kommentar.

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Sowohl im Sommer als auch im Winter ist die der gewählte Punkt um 12 Uhr der Sonne zugewandt.

Das stimmt nur für die entsprechenden 24 Längengrade innerhalb der Zeitzone. Für alle anderen Punkte leigt die Sonne 12 Uhr daneben.

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Die beiden Objekte ziehen sich ja gegenseitig an, wodurch der fiktive Fixpunkt um 12 Uhr immer zur Sonne zeigt und sich nicht statisch im Kreis bewegt.

Das ist Wortsalat. Die Erde dreht sich kontinuierlich. Da zeigt kein Fixpunkt (was soll das sein?) wegen der Anziehung in Rchtung Sonne.

Bitte auch einmal an die Zeitzonen denken!!!

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Hallo! Bei mir steht die Sonne zur Sommerzeit um 13:10 Uhr und zur Winterzeit um 12: 10 Uhr am höchsten.

Das hängt mit der Entfernung vom Nullmeridian zusammen. alles Gute.

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