Warum soll man ein Kaninchen in Buttermilch einlegen?

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14 Antworten

Hallo Flitzpiepje,

es ist tatsächlich so, dass Milchsäurebakterien auf das Fleisch einwirken. Es wird dadurch zart bis mürbe. Das ist aber nur eine Möglichkeit. Mikewolf hat ja schon einiges dazu geschrieben.

Wenn du Wild bei einem Jäger kaufst und das Fleisch vakuumverpackt ist, passiert in der Verpackung genau das gleiche, was man durch das einlegen in Milch bewirken will.

Mein Rat, achte bereits beim Einkauf darauf, dass du frisches, vakuumverpacktes Kaninchen erhältst, dann kannst du dir das Einlegen in Buttermilch sparen.

EF2

Kaninchen würde auch gern mal wieder essen - darf auch etwas stärker nach Wild schmecken!

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Vielen Dank für Deine Antwort. Der Tipp für den Einkauf war auch für mich sehr hilfreich, denn eigentlich wird es lose an der Fleischtheke verkauft.

Milchsäurebakterien? Klar irgendwann mal in der Schule gelernt, lange ist es her. Muss man erst mal wieder drauf kommen.

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Ich lege Kaninchen in gar nichts ein und finde, dass sie auch sehr gut schmecken, egal wie ich sie zubereite. Die heutigen Hauskaninchen sind nicht alt, sind frisch und brauchen das alles nicht mehr.

Jetzt eine Antwort zu Kaninchen und Wild:

Dass Wild streng schmeckt, ist ein Vorbehalt aus Zeiten, in denen es weder Kühlschränke noch Kühlhäuser gab. Das erlegte Wild wurde im Fell oder Federkleid abgehängt und entwickelte dadurch das sogenannte Hautgout (ogu) - nämlich diesen strengen Wildgeschmack, den man durch zum Teil tagelanges Einlegen des Fleisches in Essig oder eben Buttermilch mildern konnte.

Heute wird Wild nach dem Erlegen sofort aus der Decke (Fell/Federkleid) geschlagen und im Kühlhaus abgelagert. Dadurch entsteht der strenge Hautgout-Geschmack nicht mehr und was bleibt ist ein geschmacklicher Genuss - mild, zart, mager, delikat!

Junge geschlachtete Hauskaninchen brauchen das Einlegen in Buttermilch nicht um zart zu werden. Sie sind zart im Fleisch und im Geschmack. Das Einlegen in Rotweinbeize verändert den Geschmack, ein völlig anderes Rezept. Und der Wein sollte kein schlechter sein, denn die Beize wird für die Zubereitung mit verwendet und bildet eingekocht die Soßenbasis.

Die 90% der angeblich in Google vorhandenen Rezepte für das Einlegen in Buttermilch zweifele ich an - aber ich habe es nicht geprüft. In Meiner Sammlung befinden sich lediglich Rezepte, in denen das Einlegen weder in Buttermilch noch sonst etwas gefordert ist.

Kaninchen legt man in Buttermilch ca 12 St. ein, wenn sie älter als 1 1/2 Jahre sind. Das Fleisch wird dadurch weicher. Man kann sie auch in Rotwein einlegen, ist der gleiche Effekt.

Danke für Deine Antwort! Da würde ich persönlich ja den Rotwein vorziehen ;-)

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@Flitzpiepje

Ja, Rorwein ist gut. Was hast du gegen Buttermilch ?. Ich persönlich mag sie ums verrecken nicht, aber zu einlegen der Kaninchen ist sie oK. Vor dem braten wird der Rotwein / die Buttermilch ja doch abgespült. Aber auf jeden Fall gefällt mir das einlegen in Rotwein besser. Wichtig noch zu sagen ist, keinen (süßen) Der einfachste reicht.

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Also bei mir zuhause wurde Kaninchen nie in Buttermilch eingelegt und trotzdem eines der zartesten Fleischsorten die es gibt, ich denke nicht das es unbedingt nötig ist.

Ich lege Kaninchen immer in Buttermilch ein. Ich finde, das kann auch Einbildung sein, dass das Kaninchen wenn man es nicht einlegt, nach Stall schmeckt. Wird es eingelegt, bekommt es einen zarten und feinen Geschmack. Hatten erst vor einer Woche ein Kaninchenbraten, der war ganz lecker. Wünsche dir eine gutes Gelingen. LG v. bienem.

Liebe Bienemaus, vielen Dank für Deine Antwort.

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Ich würde das gern mal probieren mit der Buttermilch. Da ich aufgrund meiner Familie wohl nie dazu kommen werde, einen köstlichen Kaninchenbraten zu machen hatte ich mir mal ausgemalt, wie ihn denn zubereiten würde: http://ichkochwas.de/braten-rezepte/kaninchenbraten/

Und da lege ich ihn vorher auch in Buttermilch ein.

niedliche Kaninchen esse ich nicht.

Aber wir hatten in der Familie einen Förster und die Ehefrau hat alles Wild in Buttermilch gelegt, weil...... wie schon beschrieben der Wildgeschmack nicht jedermanns Sache ist.Soll auch sehr streng sein der Geschmack und ungenießbar.

Danke für Deine Antwort!

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buttermilch ist ebenfalls eine variante fleisch zart zu machen; ich habe das zb schon bei lamm ausprobiert und es hat ausgezeichnet funktioniert.

noch lieber verwende ich zu diesem zweck aber eine beize aus rotwein, essig und gewürzen, es kommt aber natürlich immer auf das jeweilige gericht und die gewünschte geschmacksrichtung an, für welche variante ich mich entscheide :)

Vielen Dank für die Antwort!

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Um den strengen Geschmack zu minimieren

Danke für Deine Antwort. Bei meinen Kaninchen handelt es sich um "Hauskaninchen", keine Wildkaninchen, die haben Gott sei Dank keinen strengen Geschmack....

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@Flitzpiepje

Schaden kann es aber trotzdem wohl nichts..naja..kommt vllt. auch auf einen Versuch an?!? Nebenbei gesagt..wir machen es trotzdem!!

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Kaninchen haben keinen strengen Geschmack.Trifft auf Wild aber zu.

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@thebasile3146

Habe Google jetzt hoch und runter danach gefragt..zu 90% wurde darauf hingewiesen, daß man es des Geschmacks wegen in Buttermilch einlegt!!

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@amdros

Die 90% muss ich mir ansehen

Die 90 % werde ich mir mal ansehen müssen. Ich bleibe dabei. Kaninchen legt man nicht in Buttermilch ein, weil sie dann besserschmecken, sondern, damit das Fleich mürbe (weicher) wird.

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@thebasile3146

Ich überlege ob der Antwortgeber nur gegoogelt hat, oder wirklich weiß wovon er redet. ? ! 9 Punkte für Null Wissen, was für eine Freundschaftsliste die ebensowenig Ahnung besitzen.

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Es geht dabei nur um Wildkaninchen, um den sehr strengen Wildgeschmack zu reduzieren. :-) - Hauskaninchen kannst Du so zubereiten, wie Du es magst.

Danke für Deine Antwort!

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Ich habe früher als Kind Wildkaninchen ( keine Stallkanin ) und auch Feldhasen gegessen, nun koche ich seit Jahren schon selber für unsere Familie. Der Ursprung solcher Beizen kommt noch aus dem Mittelalter um Tiere für eine gewisse Zeit haltbar zu machen und den manchmal üblen Geruch und Geschmack zu überdecken. Es hat aber nichts mit dem Wildgeschmack zu tun, sondern es die mangelnde Kühlkette die es damals noch nicht gab und das Fleisch oft verdorben war.

Ich bevorzuge 3 Variationen bei Hasen , Wildkaninchen oder Stallkanin. Entweder ohne Beize und mit Zwiebel , Wurzelgemüse und Knoblauch gut gebraten.

Rotweinbeize. = Rotwein ( halbtrocken ) Sauerbratenkräuter( Hofer Allerlei ) und Gewürze mit Zwiebel leicht aufgekocht, Honig dazu, abkühlen lassen . Fleisch in der Marinade 7 Tage abgedeckt ziehen lassen. Entweder als Wildbraten, oder eine Art Sauerbraten gemacht. Rotweinbeize wird zum aufgießen benutzt.

Buttermilch. Kräuter und Gewürze dazu, Hase mit der Buttermilch aufgießen, jeden 2. Tag die Beize erneuern, und am 5 oder 6. Tag das Fleisch rausnehmen, abwaschen trockentupfen und mit Wurzelgemüße anbraten. Mit geräucherten Bauchspeck abdecken, und in der Backröhre schmoren lassen, dazu immer wieder mit Sahne aufgießen. Buttermilchbeize wegschütten.

Gruß Wolf

ja, buttermilch mildert den geschmack etwas

rinderhoden sollen auch am besten in buttermilch eingelegt werden....

Danke für Deine Antwort. Rinderhoden hier im Norden "Bullenklüden" stinken schon so bestialisch bei der Zubereitung, das ich die auch nicht essen würde wenn sie eine Woche in Buttermilch eingelegt worden sind ;-)

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@Flitzpiepje

Igitte..wer isst denn sowas? Ich kenne auch welche die hauen sich die Augen rein und die Füße, die Schnautze vom Schwein... und auch den Anus etc.

Boah.......da muss ich gleich würgen.

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@carina007

Also Erbsensuppe mit Schweineohren und Schweinefüßchen kenne ich auch. Das ist in den ländlichen Regionen gar nicht so selten. Früher hat man halt alles verwertet, da es viel zu kostbar war um es wegzuschmeißen.

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@Flitzpiepje

früher mussten kinder auch mit 8 im bergwerk arbeiten.^.

heisst ja nicht, dass die früher alles richtig gemacht haben^^

nein, hast schon recht

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@Flitzpiepje

Schweinefüße auf Sauerkraut ist was ganz Gutes -- aber Rinderhoden, ach da .... nöö! will ich nicht.
Wat de Buur nich kennt, ...
;-))

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@Flitzpiepje

Kennst Du auch Bregen, paniert und gebraten, dann etwas Ztrone drauf? Gut ist das!
Bregen, das ist (Schweine?)-Hirn, das war eine Anmerkung für die, die das nicht wissen.

... und Kutteln hab ich noch nie probiert - möcht ich auch nicht, weil: was die Buur ... :-))

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Damit es zarter wird nach dem Braten.Man kann es auch in Essigbeize legen.L.G.

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