Warum sind manche Affen Affen geblieben?

13 Antworten

Auch Menschen sind Affen geblieben. Menschen (Homo) sind, genau wie Schimpansen (Pan), Gorillas (Gorilla) und Orang-Utans (Pongo) Menschenaffen. Mit diesen drei Gattungen teilen wir jedoch nur eine gemeinsame Abstammung, keiner unserer Vorfahren war ein reinrassiger Gorilla. Die Linien unserer Vorfahren spalteten sich immer wieder auf, und durch Isolation voneinander entstanden aus diesen Abzweigungen neue Arten. Der letzte gemeinsame Vorfahre von Mensch und Schimpanse lebte vor 6-8 Millionen Jahren.

Es ist auch ein Trugschluss anzunehmen, dass sich die nichtmenschlichen Affen nicht entwickelt hätten. Jede Art ist an seine spezifischen Lebensumstände angepasst. Die Entwicklung einer Kultur ist nicht das Ziel der Evolution. Evolution ist nicht zielgerichtet. Sie basiert auf zufälliger Veränderung (Mutation) und der natürlichen Auslese der günstigsten Veränderungen (Selektion). "Mensch" ist also kein Entwicklungsstadium, das über "Affe" steht. Menschen sind vielmehr eine Untergruppe von Affen, die ohne natürliche Rangfolge neben den anderen Affen existiert, und dabei eine einzigartige Lebensweise ausübt.

Alles in allem lässt sich sagen, dass der Mensch sich auf eine zweibeinige Lebensweise spezialisiert hat, während unser nächster Verwandter, der Schimpanse, sich auf eine kletternde Lebensweise spezialisiert hat. Der aufrechte Gang wurde aber nicht von den Menschen erfunden (andere Menschenaffen können das auch), sondern lediglich effizienter gestaltet. Werkzeuge werden auch von allen Menschenaffen verwendet, aber der Mensch hat sie perfektioniert, wobei ihm seine Zweibeinigkeit und die damit verbundene Spezialisierung der Hände sicher hilfreich war. Durch die Entdeckung des Feuers wurde die menschliche Evolution beschleunigt, da die Zubereitung der Nahrung mit Feuer die Entwicklung des Gehirns förderte. Der moderne Mensch (Homo sapiens) trat schließlich vor 200.000 Jahren auf und besiedelte die Kontinente außerhalb Afrikas.

Erstmal: auch Menschen sind Affen (geblieben). Nur andere halt.

Jede Spezies entwickelt sich nach den Anforderungen, die die Umwelt für eine erfolgreiche Reproduktion stellt. Hier gibt es allerhand biologischen Nischen, also Bedingungen, die einen kleinen Mikrokosmos darstellen. Die für eine erfolgreiche Reproduktion vom Organismus zu treibenden Maßnahmen sind unterschiedlich, je nach verschiedenen Parametern der Umwelt.

Für die Affen, die wir gemeinhin als Affen bezeichnen, ist es am besten, so zu sein, wie sie sind. Und sie sind keineswegs völlig gleich mit den Vorfahren, die wir noch gemeinsam haben.

Unsere Veränderung war in einigen Punkten sehr gravierend, weil wir Sprache, Verstand und Feinmotorik entwickelt haben. All das brauchen die anderen Affen aber nicht, um sich erfolgreich vermehren zu können.

Wir haben die ganze Erde besiedelt und dabei Lebensräume erobert, die andere Affen nicht bewohnen könnten. Und das in relativ kurzer Zeit. Die hierfür erforderlichen Anpassungen wurden nicht in unserer körperlichen Gestalt geschaffen, sondern in unsrem Vermögen, uns und die Umwelt zu manipulieren. Die "Eskimos" haben von der Evolution kein langes, dichtes Fell bekommen sondern die Fähigkeit, anderen Tieren eben dieses abzuziehen und zu Kleidung zu verarbeiten.

Es ist kein Vorteil, ein Mensch zu sein gegen über einem anderen Affen. Jede Spezies, die heute kreucht und fleucht ist ein Gewinner des gleichen Hauptpreises der Evolution: Reproduzierbarkeit.

Schnecken sind genaus Sieger wie wir auch. Sie sind für ihre Nische perfekt ausgestattet, dass es ihnen Generation um Generation gelingt, Nachkommen zu erzeugen.

Das gilt für andere Affen ebenso wie für den Menschen. Wir sind anders, aber nicht besser als andere Affen. Schon gar nicht evolutionär.

Hey majar,
deine Frage ist gar nicht so dumm wie du vielleicht denkst. Es haben dich wie ich sehe schon einige darauf hingewiesen, dass Menschen nicht von den heutigen Affenarten wie Schimpansen oder Gorillas abstammen. Trotzdem ist es nicht falsch zu behaupten, dass unsere Vorfahren Affen waren, nein, das ist sogar absolut richtig. Nun konkret zu deiner Frage. Dir ist korrekterweise aufgefallen, dass sich nicht alle Lebewesen im gleichen Tempo und vor allen Dingen nicht in die gleiche Richtung evolvieren. So haben sich beispielsweise Bonobos an einen Lebensraum in den Bäumen angepasst, während die frühen Vorfahren des Menschen in der Savanne lebten. Dazu entwickelten sich noch Charakteristika wie Intelligenz, Kultur und Altruismus, in einer Form, die wir von keiner anderen Tierart kennen. Die Evolution ist nicht zielgerichtet bzw. deterministisch, sondernd durch Faktoren wie zufällige Mutationen und natürliche Selektion bestimmt. Diese Entwicklung führt nicht zwangsläufig zu uns Menschen, es gibt schließlich viele Tiere, wie z.B. Kakerlaken, die viel besser an die Umwelt angepasst sind als wir. Man muss sich von dem Gedanken verabschieden, dass der Homo Sapiens die "Krone der Schöpfung" ist und akzeptieren, dass jedes Lebewesen, ganz im Sinne der Evolution, eine einzigartige Entwicklung durchlaufen hat und weiterhin durchlaufen wird.
Grüße

Biologisch gehören auch wir Menschen zu den Menschenaffen wie Schimpansen oder Gorillas bilden aber eine eigene Gattung die der Homo . Auch sind zb Schimpansen näher mit dem Menschen als mit dem Gorilla verwandt. Wir stammen von keiner heutigen Art der Affen ab sondern hatten gemeinsame Vorfahren . Warum sich gerade die Gattung der Homo weiter entwickelte kann ich nicht genau sagen. Wahrscheinlich waren es Anpassungen an die sich verändernde Umwelt und Umgebung.  Bei einigen Schimpansen kann man etwas ähnliches beobachten. Sie leben am Rand eines Dschungels und ziehen öfter ins Grasland.  Darum gehen die sehr viel öfter aufrecht als andere Schimpansen. Auch stellen sie Speer her indem sie Stöcke anspitzen um damit kleine Tiere aufzuspiessen die in Höhlen leben. Ausser dem Menschen sind sie die einzigen anderen Tiere die hergestellte  Waffen zur Jagd nutzen. Es dauert natürlich sehr lange um sich weiter zu entwickeln. Von den Höhlenmenschen haben wir uns nicht wirklich weiter entwickelt. Wir haben einiges an Erkenntnissen gewonnen mehr aber nicht.  Würde man natürlichen theoretisch ein Baby der Steinzeit in die heutige Zeit holen hätte es keinerlei geistige Nachteile. Ein Kind der heutigen Zeit hätte keine geistigen Vorteile gegenüber dem Menschen die damals noch in Höhlen lebten. 

Ausser dem Menschen sind sie die einzigen anderen Tiere die hergestellte  Waffen zur Jagd nutzen.

Es gibt Vögel, die das auch tun.

0

Die Familie Menschenaffen (Hominidae) ist ein Oberbegriff der Systematik nicht ein Vorläufer der Art Mensch (Homo sapiens), die dazu gehört.

Der Vorläufer der Art Mensch (Homo sapiens) ist eine fossile Art der Menschenaffen, die eine entsprechende Mutation hervorgebracht hat.

Was möchtest Du wissen?