Warum sind alte Leute netter zu den Enkelkinder als zu den eigenen Kindern?

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13 Antworten

In der Erinnerung war manchmal alles anders. Über die Jahre vergessen die einen, was sie gemacht haben und die anderen wie es ganz genau war.

Zum Anderen, als deine Uroma Mutter war, waren andere Zeiten. Sie war vermutlich oft im Stress und hatte mehr Sorgen. Da bleibt man nicht immer gelassen und reagiert auch schon mal falsch. Heute als Seniorin ist sie bestimmt nicht ständig überlastet und hat Zeit für schöne Dinge.

Mit den Jahren hat sie dazugelernt. Früher wurde deutlich mehr geschlagen als heute und es wurde auch mehr als Erziehungsmethode anerkannt. Heute wo Schläge so eindeutig abgelehnt wird, halten sich auch mehr Menschen an die gewaltfreie Erziehung.

Ferner gibt es auch gute und schlechte Beziehungen. Auch wenn man verwandt ist, mag man sich manchmal nicht oder versteht sich einfach nicht. Somit verträgt man sich unterschiedlich gut mit den einzelnen Familienmitgliedern. Beispiel: Wenn ein Kind einen an die Lieblingsschwester erinnert ist es leichter, als mit jemanden, der wie die verhaßte Tante ist.

Zum Streiten gehören auch zwei. Wer sagt dir nicht, dass das Kind damals kein Problemkind war, dass alle zur Verzweiflung brachte?

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Bei den Enkeln haben sie die "undankbare" Aufgabe ihrer Erziehung schon an ihre Kinder abgegeben. Also brauchen sie sich nicht mehr darum zu kümmern.  Sie müssen nicht mehr streng sein und tun es auch nur in den seltensten Fällen.

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Hallo mM,

eine sehr interessante Beobachtung!

Ich kann das für meine Familie auch bestätigen.

Ich vermute, es liegt daran, dass ältere Leute insgesamt ruhiger und gelassener werden. Und dass sie mehr Erfahrungen haben und mehr Zeit zum nachdenken. Und dass sie nicht mehr so viele eigene Themen haben, die sie emotional binden. Und dass sie öfter mal an den nahenden Tod denken und daran was sie hinterlassen und wie ihre Nachkommen von ihnen sprechen werden ;)

Außerdem hat sich ja insgesammt hat sich die Erziehung in den letzten Jahrzehnten verändert. In der Nachkriegszeit war es üblich Kinder zu verprügeln. Die ältere Generation hat diesen Wandel beobachtet und hatte genügend Zeit ihr eigenes Verhalten von damals zu hinterfragen. Oft versuchen sie dann an den Enkelkindern etwas wiedergutzumachen.

In den jungen Jahren sind Eltern oft gestresst von anderen Dingen (Geldsorgen, Probleme im Beruf, Ehestreits) und die Kinder bekommen die schlechte Laune zu spüren oder sie haben wenig Zeit um über ihr Verhalten nachzudenken. Als Rentner haben sie dann mehr Zeit und Ruhe und denken mehr über sich selbst nach. Davon profitieren die Enkel.

Ich denke auch, dass viele Eltern nicht daran denken, wie wertvoll die Zeit und wie einmalig ihr Kind ist. Großeltern denken eher daran, dass es vielleicht das letzte Mal ist, dass sie ein Kind aufwachsen sehen. Die letzte Chance um das noch einmal zu geniesen und sich von seiner guten Seite zu zeigen. Eltern leben mehr im Jetzt ;)

Z.B. ich als junge Mutter will das jetzt das Wohnzimmer ordendlich ist und bin dann ungeduldig mit meiner kleinen Tochter. Außerdem habe ich sehr wenig Zeit und bin genervt, dass ich so viel Zeit mit aufräumen verbringen muss. Meine Eltern denken sich - ist doch egal, hauptsache das Kind hat Freude und wir dürfen das noch erleben. Wenn sie weg sind räumen wir in Ruhe auf, wir haben ja Zeit. 

Ach ja, dann ist es auch noch einfacher gelegentlich mal die perfekte Oma und der perfekte Opa zu sein, als fast 365 Tage im Jahr die perfekte Mama und der perfekte Papa ;)

Dann können Großeltern auch noch entspannter mit Kindern umgehen, weil sie keinen Erziehungsauftrag mehr haben, keine Verantwortung tragen für das Kind.

Dass Männer im Alter ruhiger und freundlicher werden kann auch am nachlassenden Testosteronspiegel liegen ;)

LG, Hourriyah

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Sie wollte für ihre Kinder auch das Beste. Nur war sie damals anderer Meinung, was das Beste wäre.

Im Gegenteil, bei ihren eigenen Kindern, da war sie noch idealistisch, da wollte sie, dass die selbständig werden und im Leben gut zurecht kommen.

Außerdem war es früher lange Zeit eine allgemein befürwortete Erziehungsmaßnahme, Kinder zu schlagen.

Jetzt ist sie älter und müde und für den Enkel fühlt sie weniger Verantwortung als für die eigenen Kinder.

Jetzt möchte sie es nur schön haben und keinen Ärger und dass du sie magst und gern zu ihr kommst.


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egal ob heutzutage oder früher, Eltern müssen (sollten) ihre Kinder erziehen und aus diesem Grund auch mal streng sein.

Großeltern müssen nicht ihre Enkel erziehen, sondern nur (in etwa) die Richtung der Eltern beibehalten. Aus diesem Grund dürfen und können sie ihre Enkel verwöhnen, sie haben nicht die Verantwortung für die Erziehung 

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Ok. Dein Bespiel ist schon "extrem". Nichts desto trotz ist es heutzutage fast normal dass die Kids von Oma verwöhnt werden wo man sich als Eltern fragt: warum ging das früher nicht so als ICH klein war?

Ich denke das liegt einfach daran dass man zum einen im Alter ruhiger wird. Das anstrengende Leben als Arbeiter in der Rentenzeit vorbei. Man hat mehr Lebenserfahrung, steht nicht mehr so unter Alltagsstress. Früher hatten die Frauen zudem noch mehr Kinder, oft vom Alter her ziemlich eng beisammen. Zudem noch ggf arbeiten und eine gute Hausfrau sein. 

Jetzt ist das Leben für die älteren Herrschaften entspannter, man genießt die Enkel zu verwöhnen. Man kann sie schließlich auch wieder an die Eltern "abgeben". ;-) und die Kids genießen den "Grosselternvorteil" natürlich auch. Ganz nach dem Motto: wenn Mama nein sagt frag ich halt Oma ;-))

LG. 

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Sie versuchen bei den Enkelkindern das nach zuholen was sie bei den eigenen Kindern versäumt haben. 

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Zu Uromas Zeiten waren die "Zeiten" härter, anstrengender, schwieriger.

Man mußte hart arbeiten mit wenig Freizeit, es galten strengere Sitten

als heute. Da hat man schnell mal eine Ohrfeige eingefangen.

Um diese Zeiten wieder gut zu machen, sind die Uromas eigentlich

sehr auf die nachfolgende Generation (Engelkinder) bedacht.

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Ich bin auch immer gern zu meiner Oma. Die war nicht so streng wie meine Eltern.

Die mußte nicht erziehen, die hat verwöhnt.

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Großeltern dürfen ihre Enkel verwöhnen. 

Als Eltern haben sie ihr Möglichstes für die Erziehung getan - wenn auch nicht immer das Richtige. Aber sie wussten es nicht besser. 

Aber als Großeltern verwöhnen sie ihre Enkel. Sie können sie ja wieder abgeben, wenn sie verkorkst sind. Das ist dann Aufgabe der Eltern, sie wieder gerade zu biegen. 

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Jede Oma ist anderes aber viele verwöhnen gern die Enkelkinder vermutlich weil ihnen es fehlt und die Omis verwöhnen gern mitm Alter werden sie auch schon wunderlicher aber lieb sind sie ja alle😊

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Vllt. sind sie in der Zwischenzeit etwas milder geworden. Oder sie versuchen  das nach zu holen was sie bei den eigenen Kindern versäumt haben.

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Das ist nicht überall so. 

Die Neuzeitomas sind nicht mehr wie die ganz alten.

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