Warum schreiben manche Christen die Namen JESUS und GOTT groß?

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In (manchen, z.B. Luther-)Bibelübersetzungen wird "GOtt" oder "GOTT" geschrieben, wenn im Original der Eigenname Gottes steht - HErr oder HERR, wenn im Original 'Adonai' oder 'Kyrios' steht, um die Herrschaftlichkeit von der Anrede zu unterscheiden - "Der HErr segnete Herrn Meier reichlich."

Gott / Jesus als christlicher Privatmensch groß zu schreiben, empfinde ich persönlich als unnötig und übertriebene Frömmelei.

Christ-Sein heißt Nachfolge und Bewährung im Leben. Dazu helfe uns Gott. Amen.

Danke für den Stern!

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Es war sehr interessant, eure interessanten, vielfältigen Antworten zu lesen. Ganz dahinter gekommen bin ich noch nicht, ob es bestimmte christliche Gruppierungen sind, die die Großschreibung verwenden. Diese Antwort kam meiner Fragestellung am nächsten.

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@Ascocenda

Danke für den Stern!

Die weiteren Antworten "ergänzen" naturgemäß meine Antwort durch weitere Perspektiven.

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Hallo Ascocenda,

dieser 'Stil' wird deshalb verwendet, um somit die 'Höherstellung' kenntlich zu machen und zu verdeutlichen. Hierbei vergisst man aber folgende Dinge: Man stellt sich selber als klein dar. Dieses sich klein machen ist nicht von Gott gewünscht. Und Jesus ist nicht höher zu stellen als der Mensch, da er selbst 'nur' ein Mensch gewesen war; allerdings mit besonderen Heilkräften.

MfG Fantho

Das christliche Bekenntnis lautet, dass Jesus Christus Mensch und zugleich Gottes Sohn ist. Insofern ist er mehr als wir Menschen!

Das ist das christliche Bekenntnis, das auf vielen Konzilen schon in frühester Christenheit formuliert wurde, nachzulesen zum Beispiel im nizäno-konstantinopolitanischem Glaubensbekenntnis aus der ersten Hälfte des ersten Jahrtausends.

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@gerwitt

jesus selbst hat/hatte sicher nicht die absicht, mehr wert zu sein als seine mitmenschen !

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@Distel

Gut, so direkt fragen können wir Jesus leider nicht. Sein Zeugnis im NT lässt uns vermuten, er hätte nicht drauf Wert gelegt, wissen können wir es allerdings nicht, schließlich hat er ja persönlich keine Schriften verfasst.

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@gerwitt

Das christliche Bekenntnis sagt, dass Jesus Gottes Sohn gewesen sein soll. Das islamische Bekenntnis sagt, dass Jesus ein Prophet, aber nicht Gottes Sohn gewesen sein soll. Wer von ihnen hat nun recht?

Das göttliche Bekenntnis sagt, dass Jesus ebenso nur ein Mensch gewesen war, weil man auf keinem anderen Weg als über die Kohabitation zwischen Frau und Mann in die irdische Welt eintreten kann. Dies ist ziemlich nachvollziehbar, denn auch die 'göttlichen' Wesen können die Naturgesetze nicht außer Kraft setzen, und schon gar nicht nach Belieben. Abgesehen davon, würden sie es auch nicht tun.

MfG Fantho

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@Fantho

und wie war das dann mit dem über-Wasser-laufen? ;-)

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@Ascocenda

Auf der einen Seite die Gravitation anerkennen, und auf der anderen Seite an die Aufhebung dieses Natur-Gesetzes glauben, obwohl Jesus 'nur' ein Mensch gewesen war. wie das denn !?

Kennst Du den Trick in dem Film 'Bruce Allmächtig', in dem Jim Carrey über Wasser geht?

Es ist in unserer grobstofflichen Materie für uns Menschen ohne Hilfsmittel nicht möglich, über Wasser gehen zu können. Das sage ich als Gottglaubender.

MfG Fantho

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@Fantho

Das über-Wasser-Laufen war vielleicht kein gutes Beispiel, aber die Auferstehung ist ja wohl eindeutig eine Aufhebung eines Naturgesetzes. Oder? Und wie kriegen wir damit wieder den Bogen zur Großschreibung hin?

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@Ascocenda

Wenn man an die biblisch geschilderte Auferstehung glaubt, dann sei es so. Für mich gab es diese Auferstehung nicht, erstens, weil Jesus nicht ans Kreuz genagelt wurde und zweitens, weil es gegen das Naturgesetz verstoßen würde, die kein Wesen des Gesamt-Universum umgehen kann.

Es hat eher einen metaphorischen Sinn: Man stirbt, und die Seele geht nach drei Tagen ins Jenseits über. Was so auch nicht ganz richtig ist.

MfG Fantho

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Wer "GOTT" und "JESUS CHRISTUS" groß schreibt, will damit seine Verehrung gegenüber GOTT zum Ausdruck bringen.

Es ist insofern eine spirituelle Haltung, denn indem ich diese beiden Wörter groß schreibe, schenke ich ihnen und damit GOTT und CHRISTUS in meiner Spiritualität selbst mehr Beachtung und entziehe sie dem Banalen und Allgemeinen.

Diese Schreibweise bedeutet demjenigen, der es so schreibt meist damit auch mehr als dem, der es liest.

Und mit dieser Schreibweise ist auch ein eigenes spirituelles Bekenntnis verbunden, dass ich "GOTT" und "CHRISTUS" in meinem Leben GROSS sein lassen will.

So recht verstanden, ist es eine Art Ritus. Und Riten brauchen will, um das Besondere vom Gewöhlichen zu unterscheiden. Sonst wird nämlich alles gewöhnlich und nichts ist uns mehr heilig!

Dass es eine Art Ritus ist, finde ich ebenfalls eine ganz interessante und einleuchtende Erklärung. Hast du dir das so selbst ausgedacht oder greifst du damit auf eine Quelle zurück?

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@Ascocenda

Ich habe selbst gedacht! ;-)

Danke für deine Rückmeldung! :-))

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Mir liegt jede Überbetonung von Gott und Jesus schwer im Magen, denn so wie der Christus ein bescheidener Mann gewesen ist, so steht das Schicksal der ersten Christen wohl eher unter der Präambel "schliesse Deine Tür und verberge Dein Zeugnis", später wird dann das Christentum für viele weltliche und geistliche Machthaber zu einer Art Waffe, die es im eigentlichen Kontext "Liebe Deinen Nächsten" eigentlich nicht geben dürfte. Man kann die machtpolitischen Verflechtungen bis ins 18. JH. nicht übersehen, nur wird eine Religion gelebt und sollte nicht benutzt werden. Das Leben hat es in allen Zeitaltern gegeben, leider auch das Benutzen, weshalb man auch heute noch seinen Glauben nicht überbewerten sollte, denn sobald man Ihn benutzt, um Andersdenkende einzuschüchtern, zu belehren oder zu richten, macht man sich im Sinne des Evangeliums schuldig..

Demut sollte Stolz und Liebe sollte Arroganz überbieten, nur dann kommt man in die Nähe eines Mannes, den man bewundern oder anbeten kann, bei dem es aber auch dem schlimmsten Religionskritiker schwer fallen dürfte, Ihm Stolz und Arroganz zu unterstellen. Was einige Christen daraus gemacht haben zeigt uns die Geschichte, die uns aber auch erlaubt unsere eigenen Vorbilder aus den tausenden von Anhängern des einen Mannes auszusuchen, letztlich geht der Glaube an den christlichen Gott auf die eigene Gemeinde zurück, nur das erklärt die Verbundenheit mit der Institution Kirche, wenn man denkt, man müsste alle Geistlichen vorbehaltlos bewundern und alle Dogmen der Kirchen/Religionsgemeinschaften befolgen, um ein guter Christ zu sein, der findet in der Bibel genügend Beispiele für Zweifel, Zorn und Missverständnisse...

Die Gross- und Kleinschreibung ist dabei völlig belanglos, man passt besser auf, denn:

Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr lässt den nicht ungestraft, der seinen Namen missbraucht.

Das hört sich im AT auch im Kontext der mosaischen Gesetze erstmal gefährlich an, aber selbst heute wird man für Gotteseifferei und Hetze bestraft, durch das Leben und manchmal auch durch die weltlichen Gesetze, also schön langsam mit Gott und Jesus, jedem das seine und sich selbst ein wenig mehr Demut und ein bisschen weniger Eifferei..

Es ist doch eindeutig ganz klar, Das der Herr lebe ewiglich und das hat nicht mit Pflicht zu tun. Gott ist Leben, sei doch froh und fröhlich. Nur so wird man glücklich, Halleluja! Also,die Schadenfreude ird vergehen mit der Lust der Welt. Aber, glücklich ist, wenn man ewiglich lebe.

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