Warum nicht die FDP?

13 Antworten

Ich kopiere hier mal einen Kommentar, den ich vor einiger Zeit auf yt geschrieben habe:

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Zu 1.: Auch die nachgelagerten Studiengebühren sind doch schon eine schwere Last für die Leute, die ne ärmere Familie haben. Wenn man nach dem Studium in nen Beruf einsteigt (falls man überhaupt einen findet), hat man doch nicht automatisch ein Riesengehalt, wodurch man mal eben Studiengebühren zahlen kann. Aber in NRW hat die FDP erst vor wenigen Monaten Studiengebühren (nicht nachgelagert!) für Ausländer eingeführt... Da werden Ausländer aus ärmeren Verhältnissen aktiv vom gesellschaftlichen Aufstieg abgehalten. Wenn man einfach die Erbschaftssteuer für Millionenerben erhöhen würden, hätte man eh genug Geld, die Bildung besser zu finanzieren. Dies lehnt die FDP aber ab, obwohl sie doch immer predigt, dass es in der Gesellschaft nur auf die eigenen Leistungen ankommen soll. Zu 2.: Die FDP spricht sich ausdrücklich für die Weiterführung des EU-Türkei-Flüchtlingsabkommens aus (siehe Wahlprogramm, Unterpunkt Zuwanderung). Durch dieses Abkommen soll die Türkei 6 mrd € bekommen, im Gegenzug bauen die einen 6-Meter hohen Zaun zu Griechenland und stellen Soldaten drauf, damit die 3,5 Millionen syrischen Flüchtlinge aus der Türkei nicht auf die Idee kommen, in die EU zu flüchten, da sie in der Türkei nur Armut, Gewalt und Schwarzarbeit erwartet...Zu 3.: Die FDP redet doch immer von einem möglichst freien Markt... Die scharmlose Ausbeutung von Arbeitern durch Leih- und Zeitarbeit ist der FDP im Gegensatz zu allen anderen Parteien völlig egal (auch hier siehe Wahlprogramm). Den Mindestlohn möchten sie ebenfalls abschaffen. Ihr oberstes Credo ist eben "Der Markt soll so uneingeschränkt wie möglich arbeiten können" und die USA verfolgen dieses Prinzip seit Jahrzehnten. Und wenn du dir die Massenarmut in Amerika anguckst, siehst du wie gescheitert dieses Modell ist.Zu 4.: Die FDP ist für ein Rentensystem in dem jeder dann in Rente gehen darf wenn er will, ab dem 60. Lebensjahr (auch hier: siehe Wahlprogramm). Je später man in Rente geht, desto prozentual mehr Rente soll man dann bekommen. Dies hätte zur Folge, dass alle Reichen schon mit 60 in Rente, da sie es sich leisten können. Dadurch würde das Rentenniveau so stark absinken, dass Geringverdiener bis weit über 70 arbeiten müssten, um überhaupt im Alter noch leben zu können (Lebenshaltungskosten wären natürlich auch höher, da die FDP nix gegen Mieterhöhungen machen will). Zu 5.: Die FDP ist gegen eine staatliche Mitfinanierung der Energiewende, im Abgasskandal sind sie dafür, dass der Staat auf die Konzerne zugehen soll. Das diese Konzerne für ihre schweren Verbrechen verklagt werden können (durch Musterfeststellungsklagen) hat die Partei bisher nie befürwortet. zu 6.: In einer weitreichenden EU-Reform sind die Eurobonds gerade mal ein einziger Punkt. Von diesen würden fast alle Länder profitieren. In der aktuellen Situation ziehen wir Gewinn aus der Griechenlandkrise, da wir den Griechen gegen Zinsen Geld leihen... Ich befürworte daher das System der Eurobonds, aber hier kann es sicherlich unterschiedliche Meinungen geben. Aber was ist bitte gegen einen gemeinsamen EU-Haushalt zu sagen? Er würde der EU mehr Macht geben und die europäische Integration der Nationalstaaten beschleunigen. Das Deutschland als größter Nettogewinner der EU einen größeren Beitrag zahlen könnte, fände ich nur fair. Desweiteren will Macron diesen Haushalt durch eine europaweite Finanztransaktionssteuer (die die FDP aus mir völlig unbegreiflichen Gründen ablehnt) finanzieren, sowie durch eine Angleichung von Steuersätzen, wodurch Großkonzerne wie Apple tatsächlich mal Steuern zahlen müssten. Außerdem will Macron konsequeneter gegen Steuerhinterziehung vorgehen, die die EU aktuell ca. 1 Billionen € pro Jahr kostet. "

Ich bin unparteiisch.

Dieses Jahr war mein erstes Wahljahr. Ich habe versucht eine Partei zu finden die zu ca. 70% auf mich passt. Das hat aber wirklich nicht gepasst.

Am ehesten würde ich mich als rechts konservativ bezeichnen. Allerdings hat man es da nicht einfach. Die AFD ist mir in manchen Dingen einfach viel zu radikal und die CDU zu weit links.

Die CSU würde perfekt auf mich passen, aber die kann man nur in Bayern wählen.

Mir war klar das die SPD und die CDU massig Wähler verlieren und die AFD die meisten davon abbekommt. Deshalb habe ich mich zuerst dazu entschieden die Opposition zu wählen.

Da mir einen Tag vorher immer noch keine Partei so wirklich gefallen wollte musste ich umdenken.

Mit SPD, Grünen und Linke haben wir linke Politik. Mit der CDU eher linksgerichtete Mitte, wenn man das so sagen kann. Die AFD bildet den rechten Flügel, den die CDU einfach offen gelassen hat. Also fehlte uns diesmal nur eine starke Mitte.

Deshalb habe ich die FDP gewählt. Eine Partei für die Mitte. Jetzt haben wir das, was es in jeder Politik geben sollte:

Linken Flügel, Mitte und rechten Flügel. Die letzten vier Jahre hatten wir ja fast nur links und das kann nur schaden.

Ich persönlich habe gesehen wie linksgerichtet die Medien und die Politik sind und wie gegen die AFD immer geschossen wird ist nicht richtig. Leute wie Anne Will und Co. sind denen nur übers Mundwerk gefahren, ohne sie mal wirklich ausreden zu lassen. Mit der CSU ist es ähnlich.

Fakt ist aber das diese Unsicherheit im Land durch die Flüchtlingskrise kommt. Das wir eine Rentenreform brauchen ist nichts neues, das wissen wir schon seit Jahren und mit fehlendem Personal ist es auch so. 

Aber die spülen alles nur herunter und treten alles nieder was nicht ihre Meinung teilt. Dabei behaupten die Linken das doch immer von den Rechten :-)

Die Nachrichten picken sich aus einer Rede einen Satz raus und stellen jeden in der AFD als rechtsradikal oder Nazi hin und das glauben die Leute alle auch noch. 

Vor allem ist mir neu, das rechts schlecht ist. Die Leute vergessen immer den Unterschied zwischen rechts und rechts radikal. Ohne rechts kein links und ohne rechts und links keine Mitte, ganz einfach.

Deshalb habe ich die FDP auch gewählt, weil links und recht wieder vorhanden sind.

Wenn man aber versucht alles rechte auszugrenzen, dann bekommt man irgendwann die Quittung und nicht in Form von Wahlniederlagen.

Drauf stimmen wir doch mal die Nationalhymne die am Tag der Deutschen Einheit so schön gesungen wurde an:

Einigkeit und Recht und Freiheit...


P.S: Ich bin wohl etwas vom Thema abgekommen :D


Endlich mal einer, der sagt, dass rechts nicht Rechtsextremismus ist! Islam ist ja auch nicht gleich Islamismus.

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@bellarodriguez

Eben.

Das Abwägen fällt den Menschen allerdings durch die Medien und Internet zunehmend schwieriger. 

Sie informieren sich nicht mehr ausreichend selbst, sondern glauben einfach das was sie lesen uns sehen ohne es wirklich zu hinterfragen und sich Gegenstimmen anzuhören.

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1. Ich halte von der FDP nicht viel, was erneut bei der Niedersachsen Wahl deutlich wurde. Trotz des klares Regierungsauftrages der SPD, weigert sich die FDP einer Ampelkoalition und strebt auch im Land eine Jamaika Koalition an, obwohl alle potentiellen Jamaika-Partner die Wahl verloren haben.

Für die FDP gibt es nach wie vor nur die CDU als Koalitionsoption. Die Liberalen scheuen die sozialliberale Koalition wie der Teufel das Weihwasser und zwingen die SPD und CDU in eine Große Koalition, was die extremen Rechten der AfD am Ende des Tages stärken wird.

Eine Partei, wie die FDP, die nicht dazu bereit ist Verantwortung zu übernehmen, hat im Parlament nichts verloren, genauso wenig wie die AfD, die auch auf Fundamentalopposition setzt.

2. Obwohl die FDP 2013 mit 4,8% abgewählt wurden war, hat sie sich seitdem nicht verändert. Die großen Reformen und das neue Denken bleiben am Ende das alte. Die gleiche neoliberale Politik wie sie seit 82 betrieben wird.

3. Das Scheitern liberaler Politik in anderen Staaten. Schau dir doch mal die USA an. Die haben einen liberalen Wohlfahrtsstaat, ein liberales Waffenrecht und kaum regulierende Gesetze für Banken und Großkonzerne. Die Folge: Massenverelendungen, Protestwahlen (siehe Trump) und eine nicht mehr vorhandene Mittelschicht. Von der katastrophalen Umwelt mal ganz zu schweigen.

Der Liberalismus ist, wie der Sozialismus in der DDR, gescheitert. Wir angeln uns von Wahl zu Wahl in der Hoffnung, die großen Friedensprojekte EU und den Euro, gleichsam der NATO, irgendwie noch gegen Populisten verteidigen zu können.

Deutschland und Europa geht es schlecht. Und die Liberalen haben in den letzten Jahrzehnten Hand dafür angelegt, dass es so ist, wie es kommen musste.

Wenn sich der Liberalismus nicht in sozialer Ausprägung neu erfindet, wird er untergehen. Angefangen mit Macron bishin zur FDP.

Nur der Sozialliberalismus wird Zukunft haben.

4. Opporstunismus

Vielen Liberalen geht es nicht darum das Land zu verbessern, sondern sich selbst zu bereichern. Sie haben keine Prinzipien, kaum Inhalte und sind wenig flexibel. Eine solche Partei braucht unser Land nicht mehr. Ich war schon immer der Meinung, dass die FDP seit der Jahrtausendwende ausgedient hat.

Unterscheidet doch bitte die FDP 2013 von der FDP 2017! Es geht doch nicht um Ausbau des Reichtums der Reichen sondern um die langfristige Stärkung der deutschen Wirtschaft. Es hat doch keinen Sinn das Geld der ehrlichen Steuerzahler im deutschen Mittelstand in die ärmere Bevölkerung zu pumpen. Denen geht es kurze Zeit besser, aber das sind doch nicht die, die die Wirtschaft ankurbeln. Wir müssen langfristig denken und das ist einfach, ohne kompliziert soziales, gesellschaftliches oder ökonomisches Denken:
Der selbstständige Mittelstandshandwerker verdient mehr Geld durch Förderung und Entlastung, schafft damit Arbeitsplätze, reinvestiert das mehr verdiente Geld in neues Eigentum, egal ob privat oder gewerblich, unterstützt damit eine Mittelstandsfirma oder ein Unternehmen der oberen Zehntausend, beide zahlen auf das mehr-verdiente Geld Steuern, dazu noch auf die Reinvestition, investiert dann langfristig in Wohneigentum, welches die Altersarmut zurückgehen lässt, weil keine Mieten gezahlt werden müssen, dem Mittelstand und den oberen Zehntausend geht es wirtschaftlich sehr gut und durch die mehr gezahlten Steuern kann dann die Armut und die ärmere Bevölkerung unterstützt werden, welche ja bereits zusätzlich durch die Schaffung von Arbeitsplätzen durch bessere wirtschaftliche Lage des Mittelstands gefördert werden und das führt zum Wirtschaftsaufschwung. Dass die deutsche Wirtschaft dringend gefördert werden muss und sich in einem schlechten, immer schlimmer werdenden Zustand befindet, ist ja wohl klar. Das oben ist die einfache Erklärung eines 15 Jährigen Mädchens, die eventuell noch von einem genausoalten Jungen beeinflusst ist. Erklär mir bitte, wie man die Wirtschaft effektiver aufbauen kann, ohne dass der Mittelstand gefördert wird und dann entscheide ich mich vielleicht nochmal um. Bis ich wählen darf, ist ja noch ein bisschen hin, vielleicht beeinflusst du mich ja😊 Vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Ich will die auch gar nicht kritisieren, jeder hat seine Meinung, sonst würde Politik ja auch nicht funktionieren, sondern ich will nur andere Meinungen, die auch weit gedacht sind, verstehen. Vielen Dank😇 Jetzt habe ich wieder viel zu viel geschrieben🙄
Liebe Grüße, Bella😘

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@bellarodriguez

Und was genau unterscheidet die FDP von 2013 mit der von heute? Mehr als das Logo hat sich nicht geändert. Dasselbe Programm und dieselben Personen wie 2013 - da stimmen selbst die Alteingesessenen FDPler zu.

Für eine Partei die Eigenverantwortung und Leistung hochhält hat sie in den letzten vier Jahren erstaunlich wenig geleistet. Ohne den von der FDP gehassten starken Staat und ihren staatlichen Förderungsgeldern wäre diese Partei nun in der Bedeutungslosigkeit.

"Es hat doch keinen Sinn das Geld der ehrlichen Steuerzahler im deutschen Mittelstand in die ärmere Bevölkerung zu pumpen."

Doch hat es. Damit sorgt man für weitesgehende Chancengerechtigkeit. Man gibt den Menschen eine Chance sich aufzuraffen sich entsprechend ausbilden zu lassen und zum Wohlstand zu finden. Außerdem lebt man ein Leben in Würde, Freiheit und Selbstbestimmung. Wir alle sind uns einig, dass keiner von uns mit Hartz 4 leben könnte, insbesondere die Liberalen nicht.

Auch die Kinder, die in arme Familien reingeboren werden haben mit mehr staatlicher Fürsorge für die ganze Familie ebenfalls die gleichen Startchancen wie Kinder aus wohlhabenden Familien. Kinderarmut prägt einem das ganze Leben. Diese gilt es zu beseitigen. Arme Kinder bleiben meistens arm und Reiche reich.

Vergleich das Leben der Bürger doch wie das Gesellschaftsspiel Monopoly. Wenn jeder die gleichen Startbedingungen erhält (damit das gleiche Startkapital (Chancengerechtigkeit)) hat jeder die gleiche und faire Chance das Spiel zu gewinnen.

Doch das Spiel funktioniert eben nicht, wenn jemand sich mit ein, zwei Mark abspeisen lässt, während der andere das halbe Kapital des gesamten Geldes besitzt. Mit ein, zwei Mark lässt sich eben keine Straße kaufen und so kann man auch nicht investieren um auch langfristig Gewinne einzustreichen und Vorsorge treffen zu können. So auch die Realität in der wir leben.

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