Sind die Grünen die Partei der Leistungsträger?

 - (Politik, Wirtschaft und Finanzen, Philosophie und Gesellschaft)

7 Antworten

Das Urteil, die Grünen als Partei der Leistungsträger zu bezeichnen, kann also zumindest empirisch auf stabile Beine gestellt werden.

Sieh dir mal an in welchen Fächern die Grünen ihre Abschlüsse gemacht haben, z.B. internationales Recht. Es ist die Partei der Überbezahlten, d.h. die Partei der Menschen die wenig Leistung bringen, aber durch falsche Organisation trotzdem ein gutes Einkommen haben.

Nichts desto trotz scheinen ihre Abschlüsse dazu zu führen, dass Arbeitgeber ihnen das meiste Geld geben oder Alternativ ihr Wissen auf dem Markt einen höheren Preis erziehlt.

Oder warum sollte man für weniger Leistung mehr Geld bezahlen?

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@Aequitas49

Sie sind die Partei der Leistungserschleicher. Die Leistungsträger sind Bauern, Ingenieure, Naturwissenschaftler und Werktätige.

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@Carolin390

Also gibt es deiner Meinung nach in Deutschland keine Korrellation zwischen Leistung und Gehalt?

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@Aequitas49

Es gibt zumindest keine gute Korrelation dazwischen. Z.B. hat Merkel den cum&ex-Harbarth zum obersten Richter durchgeboxt. U.v.d.Leyen hat über Beraterverträge mit McKinsey ihrem Sohnemann zig Millionen zugeschustert. In D wird die Verwaltung grundsätzlich zu gut bezahlt und zudem überwiegend mit Unkundigen und Unqualifizierten besetzt, `Hauptsache die kann richtig gendern´.

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@Carolin390

Aber dann frage ich mich, wie du für dich Ungleichheit in dieser Gesellschaft generell rechtfertigbar ist.

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@Aequitas49

Lenk nicht ab, Das Thema war Leistungserschleicher ./. Leistungsträger

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@Carolin390

Naja, ich gehe einfach von diesem meritokratischen Prinzip aus. Du tust das offenbar nicht. Belegen tust du das aber mit Fällen die sicher nicht das deutlich überdurchschnittliche Einkommen von Wählern der Grünen erklären können.

Nicht nur, weil die Anzahl viel zu klein ist. Es ist auch nicht ersichtlich, warum Grünen Wähler von solchen Fällen überproportional profitieren sollten.

Was die Verwaltungen angeht, so arbeiten da wohl gerade eher weniger Akademiker sondern Buchhalter, Sekretäre, Verwaltungsfachleute, Sachbearbeiter usw. Dass Grünen Wähler hier überproportional vertreten sind halte ich demnach für wenig plausibel. Du müsstest das wenigstens besser begründen.

Selbst dann ist es aber doch so, dass die tatsächlich hochbezahlten Jobs eher nicht beim Staat sondern in der Wirtschaft zu finden sind. Es liegt also nahe, die höherbezahlten Wähler da zu finden.

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Grüne

1980 waren 80% der Grünwähler unter 30 Jahre - 2017 waren es keine 10% mehr - es ist eine "Verbürgerlichung" eingetreten - unter den 18 - 24-jährigen hatten 2017 immerhin 15% die Grünen gewählt ---> allerdings geht diese Gruppe nur in überschaubarer Zahl zur Wahl; mit den nächsten Wahlen werden sich naturgemäß dann die Altersgruppen entsprechend verschieben - es wird dann mehr ältere Wähler geben als das bisher der Fall war (z. B. die Wähler über 60 Jahre waren bislang unterrepräsentiert) .

  • Frauen

Frauen stellen generell die Mehrheit aller Wähler dar (ca. 52%) - bei den Grünen liegt der Anteil bei rd. 55%

Wähler

  • hoher Bildungsabschluß
  • gutverdienend
  • im Dienstleistungs- Gesundheits und Bildungsbereich tätig
  • immer mehr mittelständische Unternehmer
  • Freiberufler

Kaum Wähler

  • (typische) Arbeiterschaft - diese verschwindet aber zusehend
  • Arbeitslose, Sozialleistungsempfänger
  • unqualifizierte Arbeitskräfte (Niedriglohnbereich)

Man darf auch nicht vergessen, daß immer mehr Grünen-Anhänger in den Schlüsselbereichen der Gesellschaft tätig sind (Schulen, Kindergärten) und maßgeblich schon Kinder und Jugendliche mit den Ideen und Zielen der Grünen vertraut machen (um es einmal neutral zu formulieren); das wirkt sich zwar nicht unmittelbar im Jungwähleralter aus (weil die tatsächliche Zahl der jungen Wähler nur gering ist), aber perspektivisch ist das wird schon eine Basis gelegt.

Grüne vs FDP

Die Grünen übeschneiden sich immer mehr auch mit den Wählern der (alten) FDP - die FDP hielt sich immer für die Partei der Besserverdienenden; das war sie auch im Bereich der mittelständlichen Unternehmen (Hochburg z. B. in Baden-Württemberg, Bergisches Land (NRW) und ähnlich wirtschaftlich geprägter Gegenden) sowie der Freiberufler.

Gerade die mittelständischen Unternehmer haben aber, insbesondere bei der Rot-Grünen-Koalition, festgestellt, daß die Grünen wirtschaftsfreundlich sind (z. B. wurde die Körperschaftsteuer von 48% auf 15% abgesenkt) - zudem werden die Unternehmen, nicht wie befürchtet, für den Umweltschutz über Gebühr zur Kasse gebeten - das hat die Ressentiments gegenüber den "Öko-Freaks" schnell abgebaut - zudem hat sich auch die Einsicht druchgesetzt, daß gewisse Maßnahmen durchaus nötig sind.

Die Richtungsentscheidung wurde bei den Grünen vollzogen: die "Realos" setzten sich gegen die "Fundis" durch.

Die typischen Grünanhänger der Anfangszeit sind nicht mehr vorhanden - sie finden sich heute in ökologisch und politisch radikaleren Parteien, wie die ÖDP, und in Bürgerbewegungen.

Die FDP hatte es versäumt ihre bürgerlich liberalen Positionen in den Vordergrund zu rücken - das hatte auch personalbedingt Auswirkungen - Leute wie Baum und Leutheusser-Schnarrenberger wurden kaltgestellt.

Jetzt, nach einem Jahr Corona, entdeckt die FDP (wahlkampfbezogen) plötzlich wieder, wie wichtig Freiheitsrechte sind, und das man immer um sie kämpfen muß - dafür bedarf es grundsätzlich auch einer Partei, die das für die Bürger übernimmt - doch das ist aktuell scheinheilig und offensichtlich ein wahltaktisches Manöver - es gibt in Deutschland keine Partei mehr, die man als liberal im freiheitlichen Sinne der Sicherstellung der Bürgerrechte ansehen kann.

Der Abstieg der FDP war unmittelbar mit dem Aufstieg der Grünen verbunden - Die FDP verlor ihre Stammwählerschaft an die Grünen - und sie werden sie auch zunächst nicht zurückgewinnen können - aber wenn die Grünen an der Regierung sind (oder gar die Kanzlerin stellen), dann könnte es wieder anders aussehen .

  • In der Opposition kann man Alles fordern - in der Regierung kann man aber nicht alles umsetzen, was man vorher gefordert hat.

Ja ist bekannt, das viele Reiche die Grünen wählen...

Gerade die sollten es sich überlegen, denn höheres Einkommen bedeutet meist auch größerer Fußabdruck.

Das die Grünen in aktuellen Umfragen drei Mal so viele Wähler haben wie 2017, ist das vollkommen für den Hintern.

Es werden ja nicht plötzlich dreimal so viele Leute so viel mehr verdienen und darum grün wählen :D

Leistungsträger würde ich nicht sagen. Partei des akademischen Mittelbaus trifft es wohl besser.

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