Warum mögen viele Erwachsene ihre Geburtstage nicht?

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Hi ToniKim,

es liegt an den Sprüchen der anderen! Mit 25 wird man von allen  auf das gelebte "Vierteljahrhundert" angesprochen - das geht ja noch! Aber will man mit 50 wirklich auf das "halbe Jahrhundert" angesprochen werden? Das klingt dann doch irgendwie deutlich älter als man sich fühlt! ;)

Ich habe mir überlegt, dass ich eigentlich nächsten Sommer zusammen mit meinem Mann unseren 100. Geburtstag feiern könnte: das hat doch was! ;)

LG und "komm erst mal in mein Alter"! ;)

Vielen lieben Dank fürs Sternchen und LG 😃

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Wie?!? Wirst Du echt schon 30?

Mal ernst, für mich besteht die einzige Möglichkeit nicht 58 zu werden darin vorher den Löffel abzugeben ... auch nicht die Methode der Wahl!

By the way, danke für die vielen Daumen ;o)

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Viele kenne ich zwar nicht, die ihre Geburtstage nicht mögen, aber ein paar schon.
Die allerdings haben schlicht und ergreifend Panik vor dem "Noch-älter-werden".

Denn sie sehen nun, daß sie bereits mehr als die Hälfte ihrer vielleicht insgesamt gegönnten Jahre schon hinter sich haben und die noch zu erwartenden immer weniger werden.

Ich persönlich habe damit kein Problem.
Soviele aus meinem Freundeskreis, aus der Verwandtschaft, dem Umfeld allgemein hat es schon vorzeitig aus der Kurve gehebelt.
Nicht schön, sie wären alle gerne älter geworden, hätten gerne noch einige Geburtstage gefeiert.
Aber ich kenne auch viele wirklich alten Leute, die gerne abtreten würden, die ihr Leben gelebt haben und nichts mehr erwarten.

Und genau deswegen freue ich mich jedes Jahr wieder auf's Neue, daß ich noch nicht auf der Liste stand.

Dennoch habe ich keine Angst vor dem Tod. Er kommt sowieso - früher oder später. Und wenn's soweit sein soll, ist man eh machtlos.

So nehme ich meine Geburtstage wie sie kommen.
Gefeiert im Sinne von "Feiern" steht nicht mehr auf dem Programm, habe ich keinen Bock mehr drauf. Aber liebe Menschen, die ich mag und die mich mögen, sind auch an diesem Tag immer herzlich willkommen.

Hallo :)

Das habe ich auch schon beobachtet.. meine Erklärung ist: Bei den Kiddies geht's oft auch um Geschenke und die Aufmerksamkeit anderer, über die sie sich freuen & den Rest (Kuchen, Kaffee usw.) schultern ja sowieso die Eltern ----> so sehen sie nicht was das für ein "Herbert" ist :) Wird man dann aber älter & gediegener, muss sich selber um alles kümmern, hat man oft auch weniger Lust auf die Feierei. 

Ich (m, 27) bin einer, der kaum feiert.. ich bin kein sehr geselliger Mensch & finde es ehrlichgesagt auch unangenehm im Mittelpunkt zu stehen oder viele Geschenke zu bekommen ----> ich möchte das nicht. Was ich aber trotzdem jedes Jahr mache: Ich koche Kaffee und backe Kuchen & wer kommt, der kommt.. von daher ------> gefeiert wird schon, aber ohne Geschenke, ohne großes Brimborium, sondern eher gemütlich am Nachmittag. An meinem Geburtstag nehme ich mir daher auch immer frei, fällt er auf einen Werktag.

Um den Aufwand geht's mir dabei nicht, Kaffee ist schnell gekocht und zwei Kuchen sind auch überschaubar vom Aufwand und Zeitlichen her.. es ist schlicht der "Umstand", dass ich nicht so gern im Mittelpunkt stehe. 

Lediglich meinen 30. möchte ich etwas ausgedehnter feiern, darunter verstehe ich einen Abend mit meinen Kumpels und Verwandten im hiesigen Vereinsheim & es kommen vielleicht 30-40 Leute, also es ist auch keine "big party".

Ansonsten hat mir erst vor wenigen Wochen ein 88-Jähriger (!) gesagt, dass er mit jedem Jahr das er älter wird den Tod näher an sich fühlt & das spielt im vorgerückten Alter, bei sehr nachdenklichen Leuten evtl. auch früher schon eine gewisse Rolle. Mein Opa (der mit fast 90 starb) hat nie drüber geredet udn war sehr lebenslustig auch im hohen Alter durch sehr stabile Gesundheit, hat auch immer gefeiert aber er hat fast alle seiner Freunde um mehr als zehn Jahre überlebt, sodass die Feiern zum Schluss doch sehr übersichtlich gewesen sind. Auch das ist vllt. im hohen Alter ein Grund ungern zu feiern: Man merkt evtl., der Einzige/Letzte von einem einst großen Freundeskreis oder einer einstmals großen Familie zu sein. 

Was ich dafür total gern und ausgiebig feiere sind vorallem Silvester oder auch Weihnachten, wo die ganze Familie zusammen kommt :)

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Man hat in all den Jahren einiges erlebt.

Hm.. evtl. finden sie es nicht so wichtig. Ich bspw. feiere ihn seit ich 14/15 bin nicht mehr. Jetzt 18. Ich finde, dass dieses "Herzlichen Glückwunsch" mehr Tradition, statt wirklichen Glückswunsch, darstellt. Und dieses "Einschleimen" finde ich ätzend. Habe aber auch generell, ich persönlich sehe es so, Glück. Da ich immer Geburtstag habe, wenn Ferien anfangen oder Praktika. Es also übersehen wird. Aber manche Praktikaleiter sprechen Einen dann darauf an, wie "Oh! Sie haben ja morgen Geburtstag!" Und dann sage ich gar nicht Viel dazu und nur, dass es mir nicht so wichtig ist ^^.. bringe aber aus Druck dann selbstgemachte Kekse oder so mit. ..:D

Und feiern würde ich den Tag meiner Geburt eh nicht. Fühle mich dabei irgendwie dämlich, extra sozusagen ne Veranstaltung zu geben. Leute, die ich einladen könnte, wären eh nicht so Viele. Und ob sie dann Zeit hätten.. Ne lass Mal. Ich finde normale Verabredungen da besser. Aber bzgl. meines Geburtstages .. den fand ich schon immer blöd. Ich bin introvertiert und meine Ellis zwangen mich eigentlich immer Etwas zu machen und Leute einzuladen. Wobei so wirklich Leute, mit denen ich Was gerne gemacht habe, waren es nicht ^^ und ich denke, die Anderen wurden auch von ihren Eltern gezwungen zu kommen. Ich war und bin generell eher lieber unter wenigen Personen, wie ein oder zwei Leuten, mit denen ich mich gut verstehe.

Ich bin introvertiert und daher war ich generell immer anders, als Andere, fand ich. Und eine Sache war, im Mittelpunkt zu stehen, ...Das verbinde ich mit Geburtstagen. Das mag ich nicht. Und irgendwie hatte ich immer depressive Phasen, während meines Geburtstages, weil ich so rein gar Nichts mit dermaßen vielen Leuten anfangen konnte, die wegen meinem Geburtstag da waren und unterhalten werden wollten,...und als er vorbei war, war dieses Tief noch höher und ich bekam außerdem immer eine riesige Fressattacke bis mir schlecht wurde, weil ich mich so schlecht gefühlt hab. Das hatte mein damaliges Übergewicht zusätzlich sicher begünstigt. Das Essen an Geburtstagen verbinde ich auch irgendwie mit Negativ. Würde ich ein Treffen an meinem Geburtstag organisieren, wäre es nicht wegen meines Geburtstages sondern wegen der Leute. Und wenn ich dann sowas wie ein Picknick machen würde, dann würde Ungesundes eher nicht dabei. Geburtstag.. weckt irgendwie negative Erinnerungen bei mir. Außerdem waren diese depressiven Phasen auch vorhanden nach der Feier*, da ich später wieder die Realität vor Augen hatte und das Gefühl hatte, da ich nicht so beliebt bin, wie meine Eltern denken, bin ich schlecht. Ich dachte immer, dass ich jetzt die Erwartungshaltung meiner Eltern erfüllen muss.. an Geburtstagen haben Alle immer so getan, als wäre ich was Besonderes ^^ und bin überall beliebt. Und da immer mitzuspielen, fand ich immer anstrengend. So zu tun, als wäre man wer Anderes. Geburtstage, sind für mich Ausdruck dafür, dass man sowas machen muss, weil es normal* ist und weil man einen breiten Kreis von Leuten haben muss. Und ich wurde Jahre gemobbt von einem Verwandten und auch in versch. Laufbahnen der Schulzeit, wegen meines Gewichtes. Und aus Frust hab ich Alles weiter wortwörtlich in mich reingefressen..und dass ich mit diesem ekligen Ich* gefeiert werden sollte, bzw. den Anschein bekommen sollte.... Das fand ich nur lächerlich und beschämend. Ich hab mich daher auch an meinem Geburtstag nie wohl gefühlt und evtl. war dieses Fressen nach meinem Geburtstag als Alles weg waren, das Fressen von Scham und Frust und indirekt die Beseitigung der Reste, die vom Geburtstag vorhanden waren.

Meine Story ist wohl eher ein Einzelfall. Aber einer von vielen Gründen, wieso manche Erwachsene oder schon eben Kinder bzw. Teenies, ab gewissem Alter, nicht mehr feiern* wollen.

Mich würde es interessieren, wieso Du FS deinen Geburtstag feierst oder eben nicht feierst?

Weil man unnötigerweise ein Jahr älter wird und das macht einem mit wachsendem Alter sogar richtig Angst. Eine Bekannte hat mir mal an einem Zentimetermaß gezeigt, wie alt ich ungefähr werde und dann mein jetziges Alter markiert. Also .... ich habe bereits den größten Teil meines Lebens hinter mir und war entsetzt. Ich kann auf meinen Geburtstag pfeifen. Ab einem gewissen Alter, so ab ca. 50 Jahre vielleicht, sollte man Jahr für Jahr wieder jünger werden, dann würde das Feiern des Geburtstages auch wieder Spaß machen ;D

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