Hej Hannah,

wir hatten vor 21 Jahren in unserer Scheune (südöstliches Schleswig-Holstein) einen Nistplatz für Schleiereulen angelegt, der auch gleich im darauf folgenden Jahr von Schleiereulen angenommen wurde.

Im dritten Jahr machte dann aber ein Wanderfalkenpaar den Eulen den Nistplatz streitig. Seither, d. h. seit 19 Jahren, brüten dort nun Wanderfalken erfolgreich - jährlich zwei Junge.

Den Schleiereulen hatten wir zügig einen Ersatz auf der anderen Seite der Scheune gebaut. Der wurde von ihnen im Folgejahr angenommen und seitdem brüten nun beide Vogelarten mit Erfolg in dieser Scheune.

Schönen Sonntag und liebe Grüße

Achim

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Moin Photon,

zu den bisherigen Antworten noch folgende Ergänzung:

Alle diejenigen unserer heimischen Fließgewässerarten, deren Vorzugstemperatur und Temperaturtoleranz nicht wie bei den Salmoniden, der Äsche und der Quappe im relativ niedrigen Temperaturbereich liegt, suchen im Herbst beginnend bei deutlich sinkenden Wassertemperaturen nach strömungsarmen tieferen Bereichen, in denen sie ihre Winterlager beziehen können.

Im Hamburger Hafen finden sich solche in einigen Hafenbecken mit lokalen Tiefen, die noch deutlich unter der Springniedrigwasserlinie und unter der von der Schifffahrt durchwühlten Wasserschicht liegen. Weitere geeignete Winterquartiere finden sich dort in angrenzenden Kanälen und in der Unteren Bille. Vergleichbar - ggf. abgesehen von der Tide - sieht das auch in anderen deutschen Häfen aus.

Entlang der Tideelbe ober- und unterhalb des Hamburger Hafens befinden sich geeignete Fischwinterlager in den Nebenelben, den wenigen verbliebenen Altarmen und kleinen Yachthäfen. Entlang der Mittleren Elbe von der Staustufe Geesthacht bis oberhalb von Magdeburg gibt es zwar keine Nebenelben, dafür aber mehr Altarme.

Auch in Seen, Teichen und Regenwasserrückhaltebecken sowie im unmittelbaren Staubereich großerer Flusswehre zeigen Fische ein entsprechendes Verhalten.

In solchen Bereichen stehen die Fische dicht gedrängt, bisweilen in pyramidenähnlichen, nicht selten mehrere Meter hohen Ansammlungen. Darin finden sich alle möglichen Arten und Altersklassen.

Diese Fischansammlungen verharren in ihren Winterlagern, solange sie nicht gestört werden. Ortsveränderungen einer solchen "Fischwolke" finden so gut wie nicht statt. Die Winterlager lösen zum Ende des Winters bzw. Beginn des Frühjahres allmählich auf, wenn die Wassertemperatur in der Tiefe allmählich auf 5-6°C steigt.

All das sind keine Weisheiten, die ich aus irgendwelchen Büchern oder Veröffentlichungen gezogen habe, sondern Ergebnisse unserer Untersuchungen, die wir zu dieser Fragestellung seit mehr als 20 Jahren durchführen.

Liebe Grüße

Achim

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Moin Thurau1270,

Schweinswale, die wie der Große Tümmler zu den Delfinartigen zählen, wandern durchaus in Flüsse ein und steigen darin bei attraktivem Nahrungsangebot auch durchaus viele Kilometer auf (siehe 3. Link). Ein Wechsel vom Meerwasser über Brackwasser ins Süßwasser bereitet ihnen keine Probleme.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnlicher_Schweinswal#Population_und_Verbreitung

https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_T%C3%BCmmler#Verbreitung

https://www.geo.de/natur/tierwelt/13415-rtkl-hamburg-schweinswal-rekord-der-elbe

Dazu ist auch der Große Tümmler in der Lage:

http://www.sci.sdsu.edu/CBL/Zolman2002.pdf

https://www.aquaticmammalsjournal.org/index.php?option=com_content&view=article&id=592:abundance-estimate-of-bottlenose-dolphins-tursiops-truncatus-in-the-lower-river-shannon-candidate-special-area-of-conservation-ireland&catid=41:volume-38-issue-2&Itemid=126

https://pdfs.semanticscholar.org/1328/8ebf73c156d8dc2283e4d277bdecb40f1e1e.pdf?_ga=2.110894725.1817734173.1570143189-360176870.1570143189

Liebe Grüße

Achim

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Hej Lejla1105347,

eine Geschlechtsbestimmung an Fischen der Gattung Poecilia scheint artspezifisch bei Totallängen von ca. 17-25 mm möglich zu sein.

http://www.scielo.br/scielo.php?script=sci_arttext&pid=S1679-62252016000200201

http://www.aquaticinvasions.net/2010/AI_2010_5_4_Sanguansil_Lheknim.pdf

Liebe Grüße

Achim

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Hej Astrid,

Samia ricini und Samia cynthia sind zwei verschiedene Arten.

In der GBIF (Global Bioversity Information Facility) werden unter Samia ricini keine Subspezies geführt, unter Samia cynthia hingegen vier: borneensis, cynthia, fulva und leopoldi.

https://www.gbif.org/species/9984974

http://bins.boldsystems.org/index.php/Taxbrowser_Taxonpage?taxid=95173

https://www.gbif.org/species/1866356

http://www.catalogueoflife.org/col/details/species/id/f6b018498eee364f2cae9be5c6db757a

In Quellen mit veralteten taxonomischen Einstufungen findet sich tatsächlich eine Subspezies Samia cynthia ricini, z. B. hier ganz unten am Seitenende:

http://tpittaway.tripod.com/silk/s_cyn.htm

Liebe Grüße

Achim

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Moin Ballerina997,

bei Deinem Fund handelt es sich keineswegs um eine Kompassqualle (Chrysaora hysoscella), wie @Tastaturbrix meint. Das erkennt man zum einen an der Zeichnung des Tieres, die keineswegs einer Kompassrose gleicht, sowie an der Anzahl, der Länge und der Anordnung der Tentakel.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kompassqualle#/media/Datei:Medusa-acquario_di_Genova.jpg

https://de.wikipedia.org/wiki/Kompassqualle

Es handelt sich auch nicht um Jungtier, sondern ein ausgewachsenes geschlechtsreifes Exemplar mit sehr kräftig ausgebildeten Gonaden (Geschlechts und zwar um eine Wurzelmundqualle bzw. Blumenkohlqualle (Rhizostoma octopus), deren Schirmdurchmesser durchschnittlich 50 cm und sogar 90 cm erreichen kann.

https://www.biodiversidadvirtual.org/insectarium/Rhizostoma-sp.-img748001.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Rhizostoma_octopus_120924wa_01.jpg

https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Rhizostoma_octopus?uselang=de#/media/File:Jellyfish_-_geograph.org.uk_-_523144.jpg

Typisch für diese Art sind die acht Tentakeln, die oberhalb ihrer fiederähnlichen Fangbänder zusammengewachsen sind. Ein weiteres Merkmal - die bläuliche Tönung des Schirmrandes - verschwindet nach dem Verenden des Tieres schnell. Anhand der Färbung der Gonaden - das durch den Schirm zu erkennende "Kreuz" - ist ersichtlich, dass es sich um ein weibliches Tier gehandelt hat.

https://de.wikipedia.org/wiki/Wurzelmundqualle

Die Nesselzellen dieser Art sind nur schwach giftig. Für Menschen mit einer empfindlichen Haut kann deren Berührung aber dennoch sehr unangenehm sein.

Weiterhin einen schönen Urlaub und Grüße aus DK

Achim

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Moin Sakul1337,

auch aus deutschen Seen wird Methan freigesetzt, sogar aus solchen, die nährstoffarm und sauerstoffreich sind. Das gilt genauso für Weiher und Tümpel wie auch für Fließgewässer.

In stark mit Nährstoffen belasteten Gewässern ist die Methanbildung allerdings höher als in nährstoffarmen.

https://www.scinexx.de/news/geowissen/intakte-seen-als-methan-schleudern/

Liebe Grüße

Achim

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Hej Shait,

bis 2014 wurde der Europäische Wels (Silurus glanis) noch nicht in den USA nachgewiesen ...

https://www.fws.gov/injuriouswildlife/pdf_files/Silurus_%20glanis_WEB_9-15-2014.pdf

... und auch nicht bis zum Dezember 2018 ...

https://www.cabi.org/isc/datasheet/64279

... und gemäß des nächsten Links sollen Kanada und die USA auch in 2019 bisher davon verschont worden sein.

http://www.invadingspecies.com/wels-catfish/

Liebe Grüße

Achim

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Moin AufsDachsteigen

und jo, z. B. im südlichen Sachsen und bei Bad Düben, in der Schlei in Schleswig-Holstein und in einigen dänischen Gewässern.

https://www.landwirtschaft.sachsen.de/die-flusskrebse-in-sachsen-13988.html

https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/F/fischerei/bestandsaufnahmeEdelkrebse.html

http://www.flodkrebs.dk/images/flodkrebskort.png

Liebe Grüße von der Insel Fyn (DK) und ein schönes Wochenende

Achim

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Hej Rxnxssham,

diese Schicht ist derjenige Bereich in einem Gewässer, wo die Sauerstoffproduktion und der Sauerstoffverbrauch durch Pflanzen gleich groß sind (siehe auch Artikel unter dem folgenden Link). Diese Sauerstoffproduktion erfolgt durch die Photosynthese, die von der Lichtintensität abhängt.

https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/kompensationsebene/8595

Mit der Dichteanomalie des Wassers hat das überhaupt nichts zu tun.

Liebe Grüße

Achim

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Hej AufsDachsteigen,

Deine Zahnpasta zählt somit offensichtlich nicht zu den Problemprodukten. Gut zu wissen.

Danke Dir für Deine äußerst interessante Frage! Dieses Mineral und seine Verwendungsmöglichkeiten (siehe z. B. bei Wiki) waren mir noch nicht bekannt.

Liebe Grüße

Achim

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Moin willlernen98,

natürlich klappt das.

Du musst ja nicht Blätter eines älteren Exemplares nehmen, sondern greifst auf die einer jungen Pflanze zurück.

Liebe Grüße

Achim

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Hej goldenlion202,

unter dem folgenden Link findest Du ein paar Hinweise:

https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cbernutzung

Gutes Gelingen und liebe Grüße

Achim

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Moin hobedeerelis,

der Vogel ist zwar nicht eindeutig zu erkennen, erinnert mich aber an einen Schwarzmilan (Milvus migrans).

https://www.jagd-bayern.de/wp-content/uploads/2019/01/BJV_WTM4_36_Schwarzmilan_V02.pdf

https://www.natura2000-lsa.de/natura_2000/front_content.php?idart=896&idcat=15&lang=1

Seitenansicht stehend/sitzend als Vergleich mit Deinem unteren Foto:

https://www.flickr.com/photos/nichitecture/44650257221

Auffälliges Merkmal des Schwarzmilans (Quelle nächster Link):

"das andauernde Verwinden, Fächern und Falten des Schwanzes"

https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzmilan#Aussehen_der_Nominatform_M._m._migrans

Dazu ein Foto von einem Rotmilan, auf dem eine andere als die häufig zu beobachtende Gleitstellung der Schwanzfedern zuerkennen ist, allerdings bei weitem nicht so stark ausgeprägt wie auf Deinem oberen Foto:

http://www.sevcikphoto.com/lunak-milvus-5.jpg.html

Und noch ein Video mit Flugaufnahmen, auf dem Zeichnung der Flügelunterseite gut zu erkennen ist (ca. ab 0:22 und 3:11)

https://www.youtube.com/watch?v=EHjO5S7N0ks

Schönes Wochenende und liebe Grüße aus DK ins Alpenvorland

Achim

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Hej 1thankful,

jede Pflanzen- und Tierart hat ihre eigenen spezifische Ansprüche an ihren Standort bzw. Lebensraum. Die Toleranzen gegenüber Abweichungen von diesen Ansprüchen sind artspezifisch mehr oder weniger groß.

Die Kenntnis von den Ansprüchen einer Art ermöglicht eine Einschätzung der Qualität des Standortes bzw. Lebensraumes. Eine solche Einschätzung fällt um so genauer aus, je kleiner die Toleranzbereiche der betrachteten Art bezüglich eines oder mehrerer Qualitätsfaktoren sind. Für eine fundierte Beurteilung weitet man die Betrachtung auf weitere Arten des Standortes bzw. Lebensraumes aus und verschneidet hernach die Einzelergebnisse.

Für einen Kartierer ist es immer erfreulich, wenn er oder sie bei einer Untersuchung auf eine Art mit sehr speziellen Ansprüchen stößt, d, h. eine Zeigerart bzw. einen Bioindikator, z. B. eine Heidelbeere. Für diese wie auch viele andere Pflanzenarten finden sich Klassifikationsverfahren mit Zeigerwerten.

Unter den letzten beiden Links findest Du die Zeigerwerte für die Heidelbeere nach ELLENBERG und nach LANDOLT et al. (dort ganz nach unten scrollen).

https://de.wikipedia.org/wiki/Bioindikator

https://de.wikipedia.org/wiki/Zeigerwerte_nach_Ellenberg

http://botanik.mettre.de/Vaccinium_myrtillus.shtml

https://www.infoflora.ch/de/flora/vaccinium-myrtillus.html

Liebe Grüße von der Insel Fyn und ein schönes Wochenende

Achim

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Hej XoMoXo,

die Meere mit Vorkommen von Perlmuscheln der Gattung Pinctada sind unter dem folgenden Link genannt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Pinctada#Nutzung

... und dann gibt es noch die geschützte Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera):

https://de.wikipedia.org/wiki/Flussperlmuschel#Verbreitungsgebiet_und_Geschichte

Liebe Grüße

Achim

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Moin Grifra,

die Artikel unter den Dir bisher präsentierten Links zeigen, dass die dort dargestellte zoologisch-systematischen Einstufung von einem Autor ohne jegliche Ahnung von dieser Materie verzapft wurde und andere zumindest nicht mehr begabte Autoren diesen Quark kritiklos abgepinnt haben.

Sardellen (Engraulidae) sind eine Familie aus der Ordnung der Heringsartigen (Clupeiformes). Bei uns kommt die Europäische Sardelle (Engraulis encrasicolus) vor.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sardellen

https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Sardelle

Die Sardine (Sardina pilchardus) ist die einzige Art der Gattung Sardina in der Famile der Heringe (Clupeidae). Nicht verwunderlich, dass auch diese zur Ordnung der o. a. Heringsartigen zählt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sardine

Der Verwandschaftsgrad von Sardellen und Sardinen ist noch geringer als der von Menschenaffen und Gibbons, beides Familien. Wollte man den Verwandschaftsgrad auf Artebene vergleichen, könnte man das mit dem Menschen (Homo sapiens) und einem Südlichen Gelbwangen-Schopfgibbon (Nomascus gabriellae) probieren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Menschenartige#Systematik

https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdlicher_Gelbwangen-Schopfgibbon

Äußerlich erkennt man den Unterschied zwischen einer Sardine und einer Europäischen Sardelle keineswegs eindeutig an der Totallänge. Denn eine junge Sardine kann durchaus genauso lang sein wie eine etwas ältere, aber noch nicht geschlechtsreife Sardelle.

Eines der eindeutigen Unterscheidungsmerkmale für diese beiden Arten ist die Ausprägung des Oberkiefers. Die Sardelle hat nämlich im Gegensatz zur Sardine einen überstehenden Oberkiefer. Des Weiteren liegen die Bauchflossen der Sardelle vor der Rückenflosse, die der Sardine hingegen unter dem Hinterende der Rückenflosse. Die Kiemendeckel der Sardine sind strahlenförmig gefurcht, die der Sardelle nicht.

https://www.fischbestaende-online.de/fischarten/sardelle-europaeische-anchovis/

https://www.fischbestaende-online.de/fischarten/sardine/

Unter den beiden letztgenannten Links findest Du noch zahlreiche andere Informationen zu diesen Arten.

Liebe Grüße

Achim

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