Warum können Vögel auf Stromleitungen sitzen?

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20 Antworten

Vögel könne so lange ungefährdet auf Freileitungen sitzen, so lange sie nicht mit ihrem Schwanz eine andere Leitung berühren. Dann gibt es nämlich gegrillten Vogel.

Das Problem ist folgendes: Solange nur ein Stromleiter und weder die Erde noch ein anderer berührt werden, ist das für jedes Lebewesen ungefährlich. Erst wenn es innerhalb des Körpers zu einem Stromfluss kommt wird es problematisch. Da aber Vögel mit beiden Beinen die selbe Leitung anfassen, fließt in ihrem Körper praktisch kein Strom.

Deshalb benutzen gute Elektriker eine Holzleiter, da diese sehr gut isoliert und wenn sie versehentlich eine stromführende Leitung berühren, geschieht ihnen nichts.

Solange sie nur einen Pol berühren, passiert nichts. Die Spannung zwischen den beiden Füßen ist nur minimal. Kritisch wird es erst dann, wenn eine Verbindung zwischen der Stromleitung und z.B. dem Mast oder der Erde entsteht.

Weil sie normalerweise nur auf einer Leitung sitzen. Also nur ein Spannungspotential haben, da fließt dann kein Strom.

Wenn größere Vögel gleichzeitig Kontakt mit 2 Leitungen unterschiedlicher Hochspannung erhalten, dann gibt es einen kurzen Blitz und der Vogel fällt gegrillt zu Boden.

Ja, das passiert, wenn z.B. ein Storch auf einem Träger des Mastes sitzt und dann eine Leitung anpicken möchte!

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Danke - das habe ich mich auch schon gefragt.

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Um es einfach auszudrücken:

Auf dem Stück zwischen den Füßen des Vogels bilden die normale Leitung und der Vogel selbst ein Parallelschaltung, wie zwei parallel geschaltete Widerstände.

Der Widerstand, der durch die Leitung gebildet wird, ist aber minimal (quasi gleich 0), der Widerstand, den der Vogel bildet, ist wesentlich größer.

Daher fließt auch wesentlich weniger Strom durch den Vogel (bzw. quasi gar keiner) als durch die Leitung.

Das resultiert aus dem Ohm'schen Gesetz R = U / I (bzw. hier umgestellt I = U / R).

Stichwort Elektrisches Potential.

Du kannst dir die Stromleitung so vorstellen, dass das potential dort wo der Strom herkommt sehr hoch ist, dort wo er ankommt geringer. Die Spannung ist dann die Potentialdifferenz. Die Spannung ist sowas wie die energie, die die elektronen durch das Elektrische Feld gewinnen. Jetzt stell dir vor, der Vogel sitzt mit beiden Füßen auf der Leitung. Zwischen den Füßen haben wir eine seeeehr geringe Potentialdifferenz (Wegen dem niedrigen Widerstand der Leitung). Weil nun der Widerstand durch den Vogel sehr hoch ist, würde man nur einen sehr niedrigen Strom messen im Vergleich zu dem, der durch die Leitung zwischen den Füßen hat, obwohl die selbe Spannung anliegt. Nun, wenn du mit den Füßen auf dem Boden stehst und die Leitung berührst, dann ist die Potentialdifferenz zwischen der Leitung und dir seeeeeeeehr hoch (weil der Boden immer null potential hat, sagt man so). Dann macht es nichtmehr viel aus, dass du viel Widerstand hast, dann fließt der Strom durch wie durch nix.

Vielleicht könnte man sich nun fragen, wieso sich Leitungen nicht durch die Luft entladen, wenn der Widerstand bei hoher Potentialdifferenz egal wird. Tja, die Luft hat nun wieder einen so hohen Widerstand, dass die Potentialdifferenz von der Leitung zum Boden nicht ausreicht. Darum haben auch Blitze von Gewittern EXTREM hohe potenitaldifferenzen zum boden, damit der Widerstand der Luft nicht reichtm, um vom strom zu isolieren.

mfgggg, moggiidumm

Es ist sehr einfach: Für den Strom ist der Vogel eine Sackgasse. Er könnte hinein, aber dann niergendwo mehr hin. Darum lässt er es gleich bleiben.

Um einen schädlichen oder womöglich tödlichen Stromschlag zu bekommen, müssten die Tiere ja einen Körperstrom erfahren durch Überbrückung einer elektrischen Potentialdifferenz. Sie müssten also zwei gegenpolige Leiter gleichzeitig berühren oder einen Leiter und gleichzeitig einen geerdeten Körper. Das ist schwerlich zu schaffen, wenn man auf dem Luftweg ankommt.

Viel gefährlicher wird es z.B. für Vögel, die sich in Transformatorstationen der Netzbetreiber einnisten. Die schädigen gelegentlich auch die Anlagen, wenn sie dort verbrennen. Vor Jahren schrieb ein Elektrotechnik-Student seine Diplomarbeit über das Verhalten von Vögeln, die dort - in selbstmordartiger Manier - solche Schäden anrichten.

elektrischer strom kann in seiner eigenschaft ausschließlich den weg des geringsten widerstandes nutzen solange er vom erdpotential getrennt ist. in diesem fall ist die leitfähigkeit eines vogels geringer als die der oberleitung. eine parallelschaltung sovie die spannung haben damit nichts zu. 

Weil die Spannung nicht kurzgeschlossen wird, sie stehen selbst unter der gleichen Spannung wie die Leitung. Würden sie mit dem Masten in Berührung kommen oder einer anderen Leitung mit anderer Spannung, würde es kurz aufleuchten und der Vogel wäre tot. Kann auch passieren, wenn er sich nur in die Nähe einer anderen Leitung begibt, bei Größenordnungen von mehreren tausend Volk kann der Strom auch mal nen halben Meter überspringen...

Weil sie nicht mit der Erde (geerdet) in Kontakt sind und so kein geschlossener Stromkreis entsteht.

Ja, das stimmt. Der Strom verteilt sich durch die Leitung und durch den Vogel. Da der Widerstand durch den Vogel deutlich höher ist, als durch das Stück Leitung und da die Spannung zwischen den BEiden Kontaktstellen der Füße gering ist, kommt nur sehr wenig Strom durch den Vogel.

weil sie nur auf EINER Leitung sitzen. Würden z.B. große Vögel mit den Flügeln auf zwei Leitungen ankommen, würden sie auch gegrillt

Weil die Leitungen so weit vom Boden weg sind, dass die Vögel nicht wie wir elektrisch mit der Erde verbunden sind. Das hängt damit zusammen, dass viele Leitungen unterirdisch sind.

Weder Parallelschaltung noch Spannung noch Widerstand.

Solange man einen stromführenden Leiter berührt, ohne einen anderen oder die Erde zu berühren, geschieht - nichts.

Vögeln ist das möglich, weil sie durch die Luft geflogen kommen und weder einen anderen Leiter noch die Erde berühren. - Unsereins würde gebraten werden, weil er beim Anfassen der Leitung entweder noch auf der Erde steht oder am Leitungsmast hängt.

Doch, der Vogel ist ein paralleler Widerstand zur Leitung.

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@bartman76

aber ein deutlich höherer als die paar cm Leitung zw. den Beinen. Da läuft praktisch keine Spannung drüber

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@unlocker

Spannung läuft da sowiso nicht, wenn dann Strom. Und der wird da auch fließen, wenn auch wnig. Aber darum geht es ja genau.

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Deswegen werden solche Hochspannungsleitungen teilweise auch von Hubschraubern aus gewartet...

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Dien haben da oben keine Verbindung zur Erde, oder zu einer anderen Leitung.

Sie sitzen auf nur EINER Leitung... da sind sie für den Strom mehr als "uninteressant". ;)

Ja wenn man was genauer hinsieht sieht mandas Vögel nur auf einem Fuß sitzen um der Spannung eine entladung zu bieten.

Wo hast du das denn her?

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So eine Hochspannungsleitung kann aber auch ziemlich heiß werden, wenn eine andere Leitung ausfällt und mehr Strom drüberfließt...

Man kann Hochspannungsleitungen auch im Winter gezielt "erhitzen", um zu verhindern, daß sich Eis darum bildet...

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SusiFi, da hast Du Vögel auf einer Gleichspannungsleitung beobachtet, die im fortgeschrittenen Elektrotechnik-Studium eine elektrostatische Versuchsreihe durchführten.

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Weil sie keinen Kontakt zum Boden haben...

Hä???

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Es wäre eine sogenannte Erdung erforderlich, damit man einen Stromschlag bekommt. Ein Vogel, welcher keinen Kontakt zum Boden hat dies nicht und bekommt somit keinen Stromschlag.....

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Ich hab keine Ahnung von Physik, aber ich finds eine tolle Frage!

So isses.

Sie sitzen auf einer Leitung.

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