Warum ist Amerikanisches Englisch leichter zu verstehen?

8 Antworten

Es könnte daran liegen, dass in britischen Filmen recht selten das Englisch gesprochen wird, das die meisten Deutschen in der Schule lernen. Bei einigen regionalen oder lokalen Akzenten kann da auch ein Halbprofi ganz schön ins Schleudern kommen.

Die Akzente im American English weichen dagegen nicht so stark von General American English ab wie das in GB bei den Abweichungen vom "BBC English" der Fall ist. Vielleicht hat man bei U.S.-Filmen anfangs Schwierigkeiten, einen Südstaatler zu verstehen. Das wird dann aber wieder ein wenig durch die meist langsamere Sprechweise ausgeglichen.

Ein weiteres Argument wäre die größere Verbreitung von Filmen usw. aus den USA.

Gruß, earnest

In den USA gab es mal eine Art "Angleichung" verschiedener britischer Dialekte. Daher ist der Unterschied in der Aussprache zwischen einem Mensch aus Wyoming und einem New Yorker nicht so furchtbar groß. Natürlich gibt es auch in den USA abweichende Dialekte, aber in Filmen nimmt man zumeist ein allgemeinverständliches General American English (es sei denn, man muss einen bestimmten Lokalkolorit darstellen).

Im UK gibt es noch viele traditionelle Dialekte (deren Entstehungszeit noch vor Kolumbus liegen dürfte), ähnlich wie bei uns (wenn man sich mal ältere Sprecher z.B. des Schwäbischen, Bairischen oder Plattdeutschen anhört).

Mir selber ist das kürzlich wieder aufgefallen, ich saß mit 2 US-Amerikanern und 2 Engländern am Tisch. Einer der Engländer war aus Leicstershire (ganz deutlicher Dialekt), ein anderer von der Westküste, Umgebung von Liverpool (sog. "Scouse", auch ein prägnanter, aber wieder anderer nordenglischer Dialekt).

Im UK selber spricht kaum jemand ein echtes "Queen's English" (das heißt so, weil die Queen das spricht). Also wird man in der Praxis immer eine mehr oder weniger große Abweichung zu dem hören, was man in der Schule gelernt hatte.

Auch die Queen spricht nicht mehr das "Queen's English", das sie als junge Frau sprach. Man kann das feststellen, wenn man Thronreden nacheinander hört. Bei ihr hat sich - horribile dictu! - eine Spur "Estuary English" eingeschlichen.

Ob das wohl an Tony Blair liegt?

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Ich würde darauf tippen, dass man mehr an das Amerikanische gewöhnt ist. Meine eigene Muttersprache ist Englisch und ich bekomme immer wieder zu hören, dass man Menschen mit britischem Englisch schlechter versteht, Sprachmelodie, Aussprache und so... man wird heute einfach kaum mit britischem Englisch konfrontiert, das Amerikanische ist gängiger

Ich kann mir auch vorstellen, dass das amerikanische Englisch "deutscher" wirkt, beispielsweise gibt es viele deutsche Wörter die auch in den USA gänglich sind, z. B. sagt man dort auch "Poltergeist", "Gesundheit" (als Ausruf) oder "Kindergarten".

Nein, diese Wörter kommen derart selten vor, dass es daran wohl nicht liegen kann.

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Weil du es gewohnt bist. Wir werden überschüttet mit amerikanischen Serien, Filmen und Musik. Britisch hören wir hingegen vergleichsweise selten.

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