Warum herrscht in Deutschland angeblich Wohnungsnot?

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16 Antworten

Es gibt mehr Wohnungssuchende als freie Wohnungen. Wer keine Wohnung findet lebt dann länger bei den Eltern, anderen Verwandten oder in WGs. Nicht jeder Wohnungssuchende ist Obdachlos. Das betrifft nicht nur die großen Städte, das ist auf dem Land genau so.

Wohnungsgrößen, Mietpreise und die Lage an bestimtmen Orten sind nicht immer vereinbar,; so bleibt für manchen der Eindruck dass für ihn die passende Wohnung nicht verfügbar ist.

Wer flexibel ist und genügend Geld hat, dem stehen Wohnungswelten offen!

ja echt witzig, und dass Dagobert Duck genügend Geldmittel hat (oder andere irdische Millardäre) sich jederzeit einen neuen Geldspeicher zu bauen, ist wirklich wichtig interessant und sehr hilfreich in dieser Angelegenheit und Fragestellung,

Deine Antwort lässt zumindest vermuten, dass du, was soziale Kompetenzen und gesellschaftliches Zusammenleben angeht noch andere Blickwinkel erkunden müsstes als die der Sieg-Reichen, 10%-igen Oberschicht, oder ?

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@Saragoza

Alle Facetten des Immobilienmarktes sind mir halt seit Jahrzehnten vertraut!

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Aktuell gibt es mal wieder einen größeren Zuzug in die Städte und somit eine größere Nachfrage nach Wohnungen. Wahrscheinlich gibt es ohnehin genügend Wohnungen, aber je höher die Nachfrage umso leichter ist es höhere Mietpreise zu verlangen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/wohnraum-jedes-jahr-fehlen-400-000-neue-wohnungen-a-1053064.html

Der Artikel mag jetzt nicht jedem gefallen. Die wesendliche Aussage ist hier für mich folgende:

"Die Autoren wiesen jedoch auch auf die kurze Gültigkeit solcher
Prognosen hin: Die Berechnungen müssten immer wieder den Gegebenheiten angepasst werden."

In eine solche Situation mit massivem Wohnungbau einzugreifen halte ich für unverantwortlich. Nur weil wenige Lärm machen, wird Geld für Wohnungen (am Markt vorbei?) ausgegeben, die ggf. in 10 Jahren wieder leer stehen.

Ich meine, dass dies doch nur auf die 7 Großstädte zutrifft: M, HH, F, K, D, S, B.

 

Da meinst Du etwas falsches.

Das trifft auf etliche Großstädte zu. Weitere Beispiele sind hier Dresden, Freiburg, Erfurt, Karlsruhe oder Bonn. Grundsätzlich eigentlich fast alle Studentenstädte.

Natürlich gibt es auf dem Dorf und im Osten etliche freie Wohnungen. Ich könnte Dir hier in der Ostdeutschen Pampa gern eine Wohnung für 3,50€/m² anbieten.

Was nützt Dir aber eine solche Wohnung, wenn Du hier keine Arbeit findest?

Folglich konzentriert sich der Wohnungsmarkt auf diese Ballungszentren und das Umland.

Weiterhin geht es auch gar nicht nur darum, dass es gar keine leeren Wohnungen gibt, sondern vielmehr darum, dass diese für einen durchschnittlichen Haushalt nicht zu bezahlen sind.

Da wohnen - wenn ich das richtig addiert habe- aber nur 8 Mio. Menschen, also 10 % der Bevölkerung.

 

Selbst wenn nur 0,1% der Bevölkerung eine neue Wohnung sucht und keine findet, ist das schon schlimm genug.

Unabhängig davon stimmen die 8 Mio. Einwohner auch nicht. Du solltest dich hier nicht fix auf die Stadtgrenzen beziehen. Die Wohnungsnot, bzw. die hohen Mieten hast Du auch noch im entsprechenden Landkreis der Städte.

Mach Dir mal den Spaß und such im Münchener Umkreis eine bezahlbare Wohnung. Erding, Freising und Co. kannst Du auch kaum bezahlen.

Allein die Metropolregion Berlin hat 4,4 Mio. Einwohner. In München sind das knapp 2 Mio., in Frankfurt 2,5 Mio. und Köln/Bonn 3,5 Mio. Einwohner.

Das sind dann schon 12,5 Mio. Einwohner. Wenn Du dann noch Hamburg, Stuttgart und Co. dazurechnest, bist Du ganz schnell mal bei 20 Mio. Einwohnern.

Dazu kommen dann noch die kleineren Städte, wie Aachen, Münster oder Heidelberg.

Die Diskusion ist da nun schon etwas weiter. Umland und viele Unistädte fehlen in den 8 Mio.

Hier nochmal ein Betrag zu deinen Einwänden:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/wohnraum-jedes-jahr-fehlen-400-000-neue-wohnungen-a-1053064.htmltml

Der Artikel mag jetzt nicht jedem gefallen. Die wesendliche Aussage ist hier für mich folgende:

"Die Autoren wiesen jedoch auch auf die kurze Gültigkeit solcher
Prognosen hin: Die Berechnungen müssten immer wieder den Gegebenheiten angepasst werden."

In
eine solche Situation mit massivem Wohnungbau einzugreifen halte ich
für unverantwortlich. Nur weil wenige Lärm machen, wird Geld für
Wohnungen (am Markt vorbei?) ausgegeben, die ggf. in 10 Jahren wieder
leer stehen.

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@lesterb42

Nur weil wenige Lärm machen, wird Geld für
Wohnungen (am Markt vorbei?) ausgegeben, die ggf. in 10 Jahren wieder
leer stehen.

 

Es fehlt ja nicht an Wohnungen an sich, sondern an bezahlbaren Wohnungen.

Es ist ja selbst in München nicht so, dass es gar keine freien Wohnungen gibt. Meines Wissens liegt die Leerstandsquote dort bei knapp 2%. Vor ein paar Jahren gab es in München ca. 17.000 freie Wohnungen, der Großteil städtisch.

Wenn nun private Investoren bauen wollen, dann können die das ja gern tun. Das ist deren Risiko.

 

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@ChristianLE

Absolut richtig. Leider rufen viele an dieser Stelle nach dem Staat und greifen dabei auch mir als Steuerzahler in die Brieftasche.

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Wohnungen sind genug vorhanden, nur bezahlen können diese Wohnungen nicht alle Bevölkerungsgruppen. Für diese Bevölkerungsgruppen herrscht Wohnungsnot, Rentner, Familien mit zwei und mehr Kindern, Alleinerziehende, Teilzeitbeschäftigte, Minijober, Studenten, Auszubildende.

Es hilft auch nicht, wenn in einer Gegend ohne Arbeitsplätze und ohne Infrastruktur (Schule, Ärzte, Kindergarten, Lebensmittelgeschäfte) der Wohnraum fast verschenkt wird.

Ordentliche Antwort, nur Rentner brauchen keinen Arbeitsplatz. Haben einige auch erkannt und sind nach Görlitz gezogen:

https://www.welt.de/finanzen/immobilien/article13546545/Goerlitz-wird-wieder-zum-Rentnerparadies.html

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@lesterb42

Aber nicht jeder Rentner möchte seine Heimat verlassen.

Ich habe ein recht guten Bezug zu Görlitz und dessen Wohnungsmarkt und konnte in der Vergangenheit öfter mit den ausgewanderten Rentnern sprechen.

Viele haben im "Westen" keine Familie oder Freunde mehr und sind daher ungebunden.

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Ich glaube, es wurde unglücklich ausgedrückt und ist so zu verstehen: "Es gibt in Deutschland Orte mit Wohnungsnot."

"Herrschen" würde in der Tat bedeuten, dass der überwiegende Anteil der Bevölkerung an Wohnungsnot litt.

Das ist so, wie wenn wir sagen, dass in Deutschland Vollbeschäftigung herrscht, nur andersherum. Die Millionen an Arbeitslosen sehen das bestimmt anders. 

Es kommt immer so ein bisschen darauf an, womit man die Zahlen in Relation setzt.
(Bei den Arbeitslosen müsste man von den 80 Mio. als Basis noch die abziehen, die noch nicht oder nicht mehr arbeiten brauchen)

Es geht hier um bezahlbaren Wohnraum, der nicht gleich die Hälfte oder mehr von meinem Gehalt nimmt, daran herrscht Mangel. Natürlich gibt es genug Wohnungen die frei oder leer stehen, aber nicht da wo sie gebraucht werden, oder kennst du einen Pendler der jeden Tag 500 km an- und abreist?

Richtig in MeckPomm oder im Osten stehen teilweise ewig viele Häuser leer...aber da will halt auch niemand hin :D

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@Magicus7

Wenn es da vernünftig bezahlte Jobs gebe, dann würde da auch jemand hin wollen und hin ziehen.

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@habakuk63

Wäre die Verlagerung eines Teils der Arbeitsplätze nicht sinnvoller als extrem aufwändiger Wohnungneubau, der ggf. in 10 Jahren schon wieder leer steht? In Zeiten von Internet und meist sehr ordentlicher Infrastruktur wäre das doch die bessere Lösung.

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@lesterb42

Das hört sich wie ein Wunsch nach einem übergreifenden, allmächtigen Plan an, lesterb42. Denn in dieser Republik entscheiden nicht die Wohnungsbauer über den Standort von Arbeitsplätzen und die Arbeitsplatzanbieter nicht über den Wohnungsbau.

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@Sachsenbruch

Denn in dieser Republik entscheiden nicht die Wohnungsbauer über den Standort von Arbeitsplätzen und die Arbeitsplatzanbieter nicht über den Wohnungsbau.

Dem widerspreche ich nicht. Ist aber auch kein Erkenntnisgewinn.

Die leerstehenden Wohnungen sind zeitlich vom Wohnungsbau aber schon etwas entfernt.

Gleichwohl werden gelegentlich Arbeitsplätze verlagert. Möbel Höffner mit Hauptsitz  in Schönefeld ist dafür ein Beispiel.

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@lesterb42

Soll dann Porsche sein Werk in Zuffenhausen abreißen und in Cottbus aufbauen?

Das funktioniert nicht.

Ich kenne einen deutschen Großkonzern, der seine komplette Buchhaltung von Hamburg in eine mittelgroße ostdeutsche Stadt (100.000 Einwohner) verlegt hat.

Ursprünglich haben in Hamburg 20 Angestellte gearbeitet, am neuen Standort sind es momentan 10 Angestellte, davon 5 über Arbeitnehmerüberlassungen.

Warum? Weil dort kein Schwein wohnen will.

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@ChristianLE

Schweine wohnen ja auch nicht. Und Porsche hat ein Werk in Leipzig errichtet. Das ist doch schon einmal etwas. Da wird gewohnt und gearbeitet. Ganz normal, ohne Schweine.

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@lesterb42

Leipzig ereilt aber Dank Porsche, BMW, DHL und Co. mittlerweile das gleiche Schicksal, wie München oder Berlin.

Es gibt kaum noch einen vernünftigen und bezahlbaren Wohnraum.

Leipzig war schon immer eine Ausnahme im "ausblutenden" Osten.

Arbeit gab es hier fast immer.

Mir geht es um die Pampa (Brandenburg, Thüringen, MeckPomm).

Dort ist die Landflucht bemerkbar.

Sicher kannst Du in Rathenow ein Porschewerk hinsetzen, aber wer  soll dort arbeiten, wenn die arbeitsfähige Bevölkerung vor Jahren ausgewandert ist.

Im übrigen plant ein chinesischer Autobauer die Errichtung eines neuen Werkes in der Nähe von Görlitz.

1.000 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. Man darf gespannt sein...

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Danke für den link. Zahlen kann ich auch hier nur begrenzt entnehmen. Die von mir angesprochenen 8 Mio. Betroffener ist wohl zu klein. Hinzu kommt ein Teil des Umlandes der Großstädte sowie einige Uni-Städte. Liege ich mit 16 Mio richtig? Das wären dann auch "nur" 20 %.

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@lesterb42

Und 8Mio. oder 16Mio. MENSCHEN sind keine Aktion wert?

Wir haben in diesem unseren Land ca. 20.000 Parlamentarier, wenn die Probleme mit irgendetwas hätten, dann gab / gibt und gäbe es eine passende Aktion oder Maßnahme!

Ich erinnere nur an die Änderung, dass Parlamentsabgeordnete ihre Rente privat zahlen mussten, umgehend wurde die steuerfreie Abgeordneten-Grundpauschale um 500,-€ monatlich erhöht. 

Ich kann mich nicht erinnern, dass bei all den dringenden Aufrufen an die arbeitende und steuerzahlende Bevölkerung zur PRIVATEN RENTENSICHERUNG und zur VERMEIDUNG von ALTERSARMUT auch nur 50,-€ mehr Gehalt verordnet wurden.

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@habakuk63

Ganz so einfach ist die Rechung nicht auch wenn die Ausgangsgröße stimmen sollte:

Also wenn es denn 20 % sind, haben wir den Anteil der Bevölkerung in den Gebieten, die von Wohnungsnot und Mietsteigerungen betroffen sind. Davon suchen aber nicht alle eine neue Wohnung. Der Deutsche zieht durchschnittlich alle 10 Jahre um: Rechnerisch wären aktuell dann nur 2 %betroffen und die machen so einen Lärm, dass die Politik meint sich kümmern zu müssen?

Die Zahl von 20.000 Paramentariern ist erklärungsbedürftig. Der Bundestag hat 613 hinzu kommen die Länderparamente mit ca. 200 x 16 = 3.200. Also rd. 4.000 bezahlte Abgeordnete. Kreistage und Kommunalvertretungen arbeiten ehrenamtlich.

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@lesterb42

Die Zahl, deine Zahl, macht es ja noch viel dramatischer und eklatanter! Warum wird die Politik SOFORT tätig, wenn knapp 4.000 gut bezahlte Abgeordnete plötzlich für ihre Rente selber sorgen müssen. Bleibt aber weitestgehend untätig, bis auf Lippenbekenntnisse, wenn 2% (auch DEINE Zahl) der Bevölkerung echte Probleme haben bezahlbaren Wohnraum (für ihre Einkommensverhältnisse) zu finden!

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@habakuk63

Edit: 

Die Zahl, deine Zahl, macht es ja noch viel dramatischer und eklatanter! Warum wird die Politik SOFORT tätig, wenn knapp 4.000 gut bezahlte Abgeordnete plötzlich für ihre Rente selber sorgen müssen. Bleibt aber weitestgehend untätig, bis auf Lippenbekenntnisse, wenn 2% (auch DEINE Zahl) der Bevölkerung echte Probleme haben bezahlbaren Wohnraum (für ihre Einkommensverhältnisse) zu finden! 

Oder liegt es daran, dass 100% der bezahlten Angeordneten betroffen sind? 100% ist ja mehr als 2%. 

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@habakuk63

Ein Scherz.

Wo bitte ist die Wohnungsnot? Es könnten wohl 1 Mio neue Wohnugen gebraucht werden, aber die Leute die dort einziehen werden aktuell doch auch wohnen. stubenkueken liefert dazu eine passende Antwort:


"Wer keine Wohnung findet lebt dann länger bei den Eltern, anderen Verwandten oder in WGs."

Das heißt, wir haben nicht eine Wohnungsnot, sondern eine Situation, in der viele bestrebt sind, ihre Wohnungslage zu verbessern. Da ist "Not" doch theatralisch überzogen.


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Ehrlich gesagt verstehe ich dein Problem nicht. Klar, wenn du es deutschlandweit betrachtest gibt es bestimmt ausreichend auch bezahlbaren Wohnraum für alle, aber: viele Gegenden sind strukturschwach und bieten keine Arbeitsplätze. Leute die ihren Arbeitsplatz in Frankfurt haben, können keine Wohnung nutzen, die 500km weit weg liegt.

Darüber hinaus weiten sich die hochpreisigen Gebiete immer mehr aus. Das ist ja zB nicht nur Frankfurt. Dazu zählt inzwischen das gesamte Rhein-Main-Gebiet!

Ich persöhnlich habe auch kein Wohnungsproblem. Ich frage mich hier nur, ob Klientelpolitik betrieben wird, Ich brauche keine bundesweiten Maßnahmen, wenn nur 20  % der Bevölkerung betroffen sind.

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20% sind immerhin jeder 5. und ich finde, dass ist schon eine sehr große Zahl! Dazu kommen ja noch all diejenigen, die für ihre Arbeit zum Wochenend-Heimfahrer geworden sind.

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Ab wieviel % Betroffenheit wäre dir denn ein Eingreifen der Politik genehm?

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@SaVer79

Also wenn es denn 20 % sind, haben wir den Anteil der Bevölkerung in den Gebieten, die von Wohnungsnot und Mietsteigerungen betroffen sind. Davon suchen aber nicht alle eine neue Wohnung. Der Deutsche zieht durchschnittlich alle 10 Jahre um: Rechnerisch wären aktuell dann nur 2 % betroffen und die machen so einen Lärm, dass die Politik meint sich kümmern zu müssen?

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Deine Rechnung geht nicht auf, wenn gerade in den studentenstädten wird doch sehr häufiger umgezogen und eine Wohnung gesucht!

Es geht hier darum, dass manche Vermieter eine Art "Machtstellung" ausnutzen und damit unangemessen hohe Mieten erzielen. Und genau da ist es die Aufgabe der Politik die "Unterlegenen" zu schützen. Und genau das ist auch gut so. Es tut ja auch keinem unberechtigt weh, denn die Vermieter bekommen ja trotzdem noch eine vergleichsweise hohe Miete

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@SaVer79

Mit Vermietern ist es wie mit Zahnärzten, Busfahrern und Professoren: Es gibt gute und weniger gute.

Zum Thema Mietrecht:

Als das BGB zumn 1.1.1900 in Kraft trat, gab es einen § 555

Zwischenzeitlich haben wir 555 a,b,c,d,e und f.

Das sind keine Vorschriften, die zugunsten der Vermieter erlassen wurden.

Weil sich hier ein kleiner Teil nicht an das Programm halten kann, werde die Rechte aller engeschränkt. Das ist so nicht in Ordnung.

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Dann obliegt es dir, eine Partei zu wählen, die daran etwas ändern möchte!

Ich bin der Meinung, dass es auch Aufgabe der Politik ist, die schwächeren zu schützen

Das gleiche Thema gibt es übrigens auch im Verbraucherschutz! Regst du dich hier auch über die ganzen Regelungen zum Schutz der Verbraucher auf? Man mutet ja hier den Betroffenen kaum noch eigenes mitdenken zu....

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@SaVer79

Ich bin der Meinung, dass es auch Aufgabe der Politik ist, die schwächeren zu schützen.

Der Meinung bin ich auch. Es stellt sich nur die Frage wer der Schwächere ist. Den Vermieter, der seine verwüstete Wohnung nach 2 Jahren Räumungsklage wieder erhält würde ich dann schon einmal dazu zählen. Was ist mit den Vermietern der zwischenzeitlich leerstehenden Schlecker Läden? Da kräht kein Hahn nach. Die Welt ist nicht so einfach in gut und schlecht einzuteilen.

Was Lebensmittel angeht haben wir eine große Bandbreite. Ich  sebst bin immer etwas verschnupft, wenn nach den Hühnereiern aus Käfighaltung gegriffen wird, weil die 10er Packung 0,30 € günstiger ist.

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Nach deiner eigenen Logik sollte sich die Politik um beide Gruppen überhaupt nicht kümmern, denn sie machen mit Sicherheit einen wesentlich geringeren Anteil an der Gesamtbevölkerung aus als diejenigen, die von horrenden Mieten in Ballungsgebieten und studentenstädten betroffen sind

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@SaVer79

Jede Regelung hat neben Wirkungen auch Nebenwirkungen, die häufig nicht bedacht werden oder bei Erlass nicht erkennbar sind.

Die Politik mit dem ihr anvertrauten Steuergeld sollte da äußerst behutsam umgehen. Wie sich Wohnungbau entfalltet, wenn der Staat eingreift, kannst du dir gerne in der Zone ansehen. Ich meine jetzt die Zeit nach der sogenannten "DDR": Als Gewerbegebiet geplante beleutete Ackerflächen und Geschosswohnungsbau in Dörfern, der langsam verslammt.

Hat es in den 60er und 70er Jahren im Westen aber auch gegeben. Dort wo heute die sozialen Brennpunkte sind, hatte der ach so kluge Staat seine Finger im Spiel.

Wenn Wohnugen gebaut werden, sollte dies der Markt regeln. Der Staat kann das dazu aufgehäufte Regelungsgestrüpp lichten und so einen Beitrag leiten. Geld sollte dafür nicht fließen.

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@SaVer79

...einen wesentlich geringeren Anteil an der Gesamtbevölkerung

Kann man nicht sagen, wenn die Zahl fehlt.

Was Anlass meiner Frage war.

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Was schlägst du also vor? Ich wohne im Rhein-Main-gebiet! Wir haben nachweislich einen großen Bedarf an bezahlbarem Wohnraum! Er wird dringend gebraucht, damit auch junge Familien hierher ziehen können, damit sich Menschen, die zwischen hier und Frankfurt arbeiten eine Wohnung leisten können. Der Wohnungsmarkt für bezahlbaren Wohnraum hingegen ist praktisch nicht existent, da Investoren lieber hochpreisigen Wohnraum schaffen....

Soll man also den aktuellen Bedarf komplett ignorieren, weil man nicht weiß, ob er in 30 Jahren noch in dieser Höhe vorhanden sein wird? Mach doch mal einen gangbaren Vorschlag, wo die Menschen leben sollen, die im Rhein-Main-Gebiet arbeiten und kein top-Gehalt bekommen.

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Und? Wo steht da, was man tun kann? Außerdem kann von Aktionismus wohl kaum die Rede sein, da mit den aktuellen Förderprogrammen nur ein geringer Anteil der genannten 400.000 Wohnungen gebaut werden wird, denn so furchtbar attraktiv sind diese Förderungen nun auch nicht

Mir ist durchaus klar, dass Vermieter gerne weiterhin problemlos ihre hohen Mieten kassieren möchten und keinerlei Interesse an Konkurrenz durch bezahlbaren Wohnraum haben.

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@SaVer79

Die Studie müsstest du dir dazu dann schon einmal durchlesen.

Nach mietbarem Wohnraum verlangen und auf Vermieter schimpfen passt aber auch nicht zusammen.

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Ich finde den aktuellen Ansatz nicht schlecht! Und mangels einer besseren Alternative finde ich es in Ordnung, wie die Politik es angegangen ist.

Auch schimpfe auch nicht auf Vermieter. Habe immer nur sehr gute Erfahrungen gemacht! Und diese Vermieter werden auch von der aktuellen Förderung bezahlbaren Wohnraums nichts nachteilig betroffen sein

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@SaVer79

Ich finde den aktuellen Ansatz nicht schlecht! Und mangels einer
besseren Alternative finde ich es in Ordnung, wie die Politik es
angegangen ist.

Und das wäre jetzt bitte was genau? Die Mietpreisbremse schafft nicht einen m²  neuen Wohnraum.

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Die Mietpreisbremse garantiert, dass nicht noch mehr Wohnraum exorbitant im Preis steigt und somit für die jetzigen Mieter und Miete im ähnlichen Verdienstsegment erhalten bleibt. Parallel gibt es Förderprogramme der Bundesländer zur Errichtung bezahlbaren Wohnraums.

PS: die von dir verlinkte Studie bezieht sich mit dem neu zu errichtenden Wohnraum übrigens nicht in irgendeiner Form auf die Mietpreisbremse. Außerdem gilt diese ja auch nur für bestimmte Gebiete und greift damit nur dort in den Markt ein, wo es unbedingt erforderlich ist

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@SaVer79

Der Staat sollte sich an dieser Stelle zurücknehmen. Was ist gegen Mitbürger zu sagen, die ordentliche Mieten zahlen? Wären Hartz4 Bezieher in der Nachbarschaft besser?

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Ich denke, es haben nun alle verstanden, dass du als Vermieter gerne weiter von den hohen Mieten in bestimmten Gebieten profitieren möchtest. Aber nenne mir doch bitte mal einen Grund, warum für eine Wohnung innerhalb des Betroffenen Gebietes eine Miete, die mehr als 10% über der ortsüblichen Miete angemessen sein sollte?

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@SaVer79

Angebot und Nachfrage. 10 % sind die blanke Willkür. Das muss der Markt richten. Wenn der Bus voll ist, ist der Bus voll. Was sollen die Münchner denn machen? Den Englischen Garten zubauen? Einfamilienhaussiedlungen plattmachen zugunsten von Geschosswohnungsbau?

Richtig ist, dass eine Stadt wie z. B. München auch Geringverdiener braucht um zu fuktionieren. Es wird einen Bedarf an Sozialwohnungen geben. Das sollen Private richten. Die Zinsen sind aktuell so gut wie abgeschaft. Wenn privat nicht ohne weiteres Geld zur Verfügung steht, können öffentliche Förderbanken mit Bürgschaften einspringen.

Läßt sich alles ohne Steuergelder regeln.

Ich "als Vermieter" habe in den letzten 20 Jahren keine Miete erhöht und profitiere auch nicht von den hohen Mieten "in bestimmten Gebieten", sondern von den guten Renditen außerhalb dieser Gebiete. Gewohnt wird überall, man muss da nur besser oder billiger als die anderen sein.

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dein Denkfehler liegt darin, dass nicht 82 Millionen Menschen je eine Wohnung haben (wollen)

Nö. Ich sprach von Dach über dem Kopf. Nach deinem Einwand hätten wir dann ja nur 1-Personen Haushalte.

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@lesterb42

"Hier wohnen aktuell rd. 82 Mio. Menschen. Fast jeder hat ein Dach über dem Kopf."

Nach deiner Formulierung verstehe ich dass fasst jeder von rd. 82 Mio. Menschen einen Dach über dem Kopf haben, sprich entsprechend viele Dächer

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@educare

Ich hoffe, wir haben das Missverständnis klären können. Hast du belastbare Zahlen ? Wieviel Menschen sind betroffen?

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@lesterb42

wenn offiziell von ca. 400.000 Wohnungen unter dem Bedarf gesprochen wird, dürfte dies einen Anhaltspunkt sein

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Du darfst die Städte nicht vergessen die eine Uni haben

Nicht alle Städte mit einer Uni haben ein Wohnungsproblem. Hast du da Zahlen?

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KK, hast Du vergessen = Kaufkraft

Und noch ein ganze Reihe von anderen Variablen.
Wie fü...fü...15% der Bevölkerung sind verarmt, oder in Euro geringer als 917 €/Mona, netto.

Um 21% sind Rentner, um 25% sind Kinder...es arbeiten überhaupt nur 43%.

Wo leben und wie?

Ich verstehe, dass es Menschen mit einem geringen Einkommen gibt. Diese müssten sich dann wohl bescheiden. Wenn ich mir ein Auto nicht leisten kann, muss ich mit dem Fahrrad fahren. Kostenlos Wohnen im Penthaus an der Maximilianstraße für alle wird wohl nicht gehen (ich übertreibe).

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@lesterb42

Was genau verstehst Du nicht?
Von 82 mio. arbeiten 41 Mio. , was glaubst Du macht der Rest?
Chillen oder Fahrradfahren wird es eher nicht sein.

50% aller Deutschen haben gar kein Vermögen, Nullerchen.
10% besitzen 90% des Vermögens.

Was ist mit Dir, wohnst Du noch oder hast Du Eigentum?
nur 42% der Deutschen haben Eigentum.
Was genau glaubst Du hat der Rest?

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@soissesPDF

Ich finde es gut, dass du an der Sache interessiert bist, mich beschleicht aber der Eindruck, dass dein Kommentar mit einer unnötigen Agressivität durchsetzt ist.

Also nochmal die eingehende Frage: Wie hoch ist der Anteil der Bevölkerung der von Wohnungsnot bertroffen ist?

Es wird ja auch Geringverdiener geben, die komfortabel in ihrem Eigenheim wohnen. Meine Eltern haben seinerzeit z. B. dazu gehört. Dafür gab es dann kein Auto, keinen Urlaub und kein Elektonisschnickschnack, mit denen heute den Leuten das Geld aus der Tasche gezogen wird.

Ich selber wohne in einem bezahlten Eigenheim und habe mehere Mietwohnungen. Eine davon habe ich gerade mit Gewinn verkauft.

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@lesterb42

Ah, verstehe, du siehst dich (als Eigenheim- und mehrfacher Immobilienbesitzer) als Durchschnitt an und kannst nicht verstehen, wieso andere Menschen Probleme haben eine vernünftige, bezahlbare Wohnung zu finden. Wobei Du ja schon so viele davon hast, dass du sie verkaufen musst. Entschuldige, aber diese Einstellung und Lebenshaltung ist arrogant und dekadent. Du kannst Herrn Tauber die Hand geben, ihr spielt zumindest mit der gleichen Geisteshaltung.

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@habakuk63

Ich weis jetzt nicht, was dieser persöhnliche Angriff soll.
Ich wurde vom Vorredner nach meinen Wohnverhältnissen gefragt.

Ist es jetzt diesem Personenkreis, zu dem ich gehören, nicht erlaubt, nach Fakten bezüglich der angeblichen Wohnungsnot zu fragen?

Du bleibst weiter aufgefordert, hier einen Beitrag zu leisten.

Eine belastbare Antwort kann ich (obwohl sich einige ersthaft darum bemühen) hier bislang nicht erkennen.

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@lesterb42

" dass dein Kommentar mit einer unnötigen Agressivität durchsetzt ist." ach woher denn?
Es ist nur nur so, wie erklärt man einem Blinden Farben?

15% der Bevölkerung sind arm, per Definition verfügen diese über ein Einkommen von kleiner 917€/Monat.
40% der Bevölkerung sind von Verarmung bedroht.

3% aller Rentner sind auf GruSi (Grundsicherung, Hartz IV im Alter) angewiesen.

Wenn Du gar mehrere Mietwohnungen besitzt, wirst Du wohl wissen, wieviel Miete Du verlangst, oder.
Setz das einfach in eine Gleichung, am Beispiel Mindestlohn:
8,84€ brutto * 172 Stunden/Monat * 0,6 = netto
Wer nun kann sich auch nur eine Deiner Wohnungen leisten?

Was glaubst Du welche Rente Mindestlöhner zu erwarten haben?
8,84€ * 172 Stunden * 0,6 * 0,46 = Rente
Wer von diesen kann sich Alter auch nur eine Deiner Mietwohnungen leisten?

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@habakuk63

Eine verbreitete Geisteshaltung das ist.
Phillip Missfelder (CDU), verstorben, ließ verlauten: "Wozu braucht eine 80jährige Frau eine Hüftoperation?"
oder
Jens Spahn (CDU) (im Privatleben homosexuell), wurde gefragt, "ob er seine Mutter im Alter pflegen würde?"
Ein Ansinnen das er rundheraus ablehnte.
oder
Bundeskanzlerin Merkel (CDU) "Ein Ehepaar mit 1800€/Rente im Monat sei sehr gut versorgt".
Dem wäre bestimmt so, wenn nicht 52% aller Deutschen Single wären.

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@soissesPDF

Zur Kommunikation:


" dass dein Kommentar mit einer unnötigen Agressivität durchsetzt ist." ach woher denn?
Es ist nur nur so, wie erklärt man einem Blinden Farben?


Du bist hier auf dem falschen Tripp, jemand der z. B. kein Deutsch spricht, wird dich auch nicht verstehen wenn du lauter sprichst.

Das mit den geringen Einkommen habe ich oben bereits erklärt. Für dich aber gerne nochmal:


Ich verstehe, dass es Menschen mit einem geringen Einkommen gibt. Diese müssten sich dann wohl bescheiden. Wenn ich mir ein Auto nicht leisten kann, muss ich mit dem Fahrrad fahren. Kostenlos Wohnen im Penthaus an der Maximilianstraße für alle wird wohl nicht gehen (ich übertreibe).

Wer sich von dem von dir beschriebenen Personenkreis eine meiner Wohnungen leisten kann, weis ich nicht. Ich achte jedenfalls darauf, das die Miete nicht mehr als 30 % der Einkünfte beträgt. Auch ich bin etwas entsetzt wenn da ein Ehepaar vor mir steht, die mit Rente und Minijob zusammen auf 1.200 €/Monat kommen.

Solchen Leuten kann ich natürlich keine Wohnung vermieten.

Bei Neuvermietungen bleibe ich etwas unter der Mietspiegelmiete und habe keine Probleme neue Mieter zu finden. Mieten habe ich noch nie erhöht.





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Wer entsprechend Geld hat, verdient, findet auch eine Wohnung.....

Was heißt denn für dich "entsprechend"? Auch als gutverdienendes Paar kann es schwierig sein, eine Wohnung zu finden, wenn es einfach zu viele Bewerber gibt.

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@DieKatzeMitHut

in der marktwirschaft gibt es angeobt und nachfrage? der preis macht den markt?

nur in D wird staatlich gesteuert wie in der DDR?

man möchte lieber eine schwarze 0 haben als sozialen wohnungsbau wie einst?

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frage einfach die wohnungslose?

oder die studenten?

aber selbst deine rechung stimmt nicht ganz?

z.b. nicht nur stuttgart sonder das ganze umland um stuttgart wirst keine wohung finden?

wenn die hochschule wieder beginnt werden die stimmen wieder lauter?

Wenn ich eine Wohnungslose frage, habe ich eine Antwort. Mir geht es um den Anteil der Betroffenen an der Gesammtbevölkerung.

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@lesterb42

der anteil der suchende ist sehr hoch? es wird nur überall klein geredet? weil es politisch nicht passt vor der wahl?

man muss die nicht mehr suchen aber doch eine änderung möchten mit rechen? denn diese stoßen immer wieder auf den markt?

frage mal wieviel in stockflecken wohnungen wohnen heute? und was der arzt dazu sagt? aber da kein solzalen wohnungsbau vorhanden ist müssen sich viele alleinerziehende mit kinder vergiften lassen?

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@robi187

Ich habe eher den Eindruck, dass das Problem nicht kleingeredet, sondern aufgebauscht wird. Eigentlich müsste der Markt die Sache doch regeln. Wenn ich keine bezahlbare Wohnung bekomme, muss ich halt wohnen bleiben, wo ich wohne.

Das mit der Schimmelwohnung mag es geben, ist aber an den Haaren herbeigezogen. Hier ist der Vermieter gefordert. Mietrecht in Deutschland ist Mieterrecht.

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@lesterb42

ja klar der eine hat der ander hat nicht umso grösser ist man dass selbst?

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@robi187

Gibt keinen Grund für irgendwelche Aufgeregtheiten. Kann du die Zahl der Betroffenen nennen? Das war meine Ausgangsfrage.

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@robi187

2.000 Odachlose in Hamburg. Das ist sicher ein Aspekt der dazu gehört, aber nicht die Frage nach dem Anteil an der deutschen Gesammtbevölkerung , der von Wohnungsnot betroffen ist, beantwort

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@lesterb42

dies wird wohl keiner genau wissen? aber du behauptest ja auch es sei nur so daher gesagt?

ich bin von gegenteil überzeugt?

basta

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@robi187

basta

So geht es natürlich auch. Meine Frage nach den Fakten bleibt unbeantwortet.

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