Warum haben so viele angst davor nachts auf dem friedhof zu sein?

11 Antworten

Fast jeder Mensch hat mehr oder weniger ungute Gefühle, wenn er mit dem Tod konfrontiert wird. Die Auslöschung des eigenen Daseins ist ein schwer zu ertragender Gedanke. Zudem hat uns die Stammesgeschichte so programmiert, dass wir alles tun, um nicht zu Tode zu kommen, d.h. wir meiden bedrohliche Orte, wir empören uns, wenn giftige Stoffe in der Nahrung entdeckt werden, wir sind überall auf Sicherheit bedacht (Übergänge im Straßenverkehr; Sicherheitsgurte im Auto; Schutzhelme, usw, usw.). Der Tod ist also das große bedrohliche Andere, dem auszuweichen unser ganzes Leben mitbestimmt. Wenn nun auf einem Ort eine extreme Konzentration von Toten gegeben ist, dann entsteht auch ein besonders starkes Gefühl dieser existentiellen Bedrohung - in der Nacht, die ebenfalls als bedrohlich erlebt wird, wird dieser Effekt noch intensiviert. Wir können uns zwar als 'aufgeklärte' Menschen klar machen, dass dieses Gefühl vielleicht unangebracht ist, doch die archaischen Verhaltensweisen sind trotzdem in uns wirksam.

Naja was heisst Angst, da läuft einem halt nen Schauer dem Rücken runter, ist was anderes als Angst...

Vielleicht weil da soviel Geschichte an einem Platz steckt, denke nicht das es alleine nur wegen den Toten ist...

Auf dem Friedhof liegen viele tote Menschen. Wenn man sich die Jahreszahlen so anschaut sieht man, dass nicht alle früh gestorben sind. Und nicht alle sind natürlich gestorben, das heißt manche wurden vielleicht auch umgebracht. Und wenn man sich die Gräber so anschaut denkt man warscheinlich auch, dass es einen selbst treffen kann. Und sterben will keiner, nachts ist es dunkel und man sieht wenig, manche glauben auch nachts sucht der Tod "neue Ofer".

Früher war das ncht so. 

Zunächst mal haben wir die Toten entweder ins Wasser geworfen oder vor die Kirche später. Einfach abgelegt. Die Kirche duldete in dem Bereich jemand der sie unter die Erde brachte. Damals war es noch nicht allzu üblich sich weiter mit der Geschcihte zu beschäftigen. Nun gut. Sogenannte Hochgestelte ließen halt schon ein Brimborium um ihren Tod veranstalten. 

Nun hatte man damals aber keine dollen Möglichkeiten den Tod festzustellen. Also landeten auch Bewusstlose und Komatöse dort. Wen wundert es dass die halt auch mal wieder zu Bewusstsein kamen? Tote aber bewegen sich nicht mehr, nicht wahr? Also war es den Menschen mit der Zeit unheimlich. Je öfter sowas vorkam. 

So entstanden dann Geschichten um Friedhöfe. 

Und da das nun mal schon seit Jahrtausenden so gegangen ist hat sich im Kollektivbewusstsein diese Angst eingenistet. Soooo lange sind wir ja noch nicht so "aufgeklärt" wie wir sind. 

Übrigens hat sich die Geschichte mit dem Sarg erst im 19. Jahrhundert eingebürgert. Vorher wurden die Toten einfach in ein Tuch gehüllt und eben auf dem Friedhof abgeladen. 

Heute erlauben einige Gemeinden diesen bei uns veralteten Brauch den Muslimen hier und da. - Aber das ist mehr als eine lange Geschichte. 

Schau mal im geschichtsforum.de vorbei. Da wirst Du noch mehr Info zum Thema finden. 

So ein Schwachsinn. Beerdigungen und Friedhöhe gab es schon immer, selbst in der Steinzeit

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@Jouten

Da verwechselst Du uns mit anderen Ethnien. geschichtsforum.de kann Dir das bestätigen. 

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Vermutlich, weil sie Dämonen fürchten (Lk.4,41) statt Jahwe zu ehren (1.Tim.1,17).

 Bei mehr Vetrauen in Jahwe's Liebe wäre das nicht nötig (1.Joh.4,18).

Infos bei:

 http://www.vkg.org/start.php

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