War Jesus ein Rebell?

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10 Antworten

Ja, davon bin ich auch überzeugt. Und die Bibel bestätigt es.

Jesus hat durch seinen Tod das Alte Testament erfüllt. Und die Prophezeiungen. Letztere waren natürlich den Pharisäern etc. bekannt. Sie wollten nur nicht wahrhaben, dass Jesus derjenige welche ist, der der Messias sein soll.

Jesus hat am Sabbat gearbeitet, nämlich geheilt. Das ist ein no-go für einen anständigen Rabbi. Er hat sich dem alten Gesetz widersetzt und hat gesagt, das sei alles nicht so wichtig wie die Liebe.

Er war ein Rebell, der den Menschen zeigen wollte, dass er ihre Erlösung ist. Leider haben das viele Menschen damals nicht geglaubt. Und heute auch nicht.

Die Menschen halten sich heute aus mir unerfindlichen Gründen für intelligenter als früher. Sie meinen, weil sie ESP und MRT haben, seien sie moderner als früher. Sie glauben auch, keinen Gott (mehr) zu brauchen.

Das ist sehr traurig. Denn Jesu Botschaft gilt für alle Menschen gleichermaßen auch heute noch. Unverändert.

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Kommentar von Hooks
06.02.2017, 15:01

Mit seinem Tod hat er gleichezeitig den neuen Bund besiegelt.

15 

Und

darum ist er Mittler eines neuen Bundes, damit, da der Tod geschehen

ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die

Berufenen die Verheißung des ewigen Erbes empfangen.

16 

- Denn wo ein Testament ist, da muss notwendig der Tod dessen eintreten, der das Testament gemacht hat.

17 

Denn

ein Testament ist gültig, wenn der Tod eingetreten ist, weil es niemals

Kraft hat, solange der lebt, der das Testament gemacht hat.

0

Es kommt wohl auf die Definition des Begriffs nach meiner
Ansicht an:

Die Ausdrücke Rebell (von lat. rebellis, ‚aufständisch‘) und
Aufständischer bezeichnen jemanden, der an einem individuellen oder kollektiven
Aufstand (Rebellion) beteiligt ist oder diesen in Gang zu setzen versucht.

Und in diesem Sinne halte ich Jesus (als historische Person,
als Mensch) nicht dafür.

Denn er hat das System kritisiert und Änderungen
eingefordert. Er hat sich dabei mit einigen Strömungen der damaligen Zeit gestritten.
Sicher war er kein Anhänger der Sadduzäer (die wohl hauptsächlich seine
Verurteilung gefördert haben).

Mit den Pharisäern hat er hauptsächlich gehadert; aber als
Laie war er von deren Lehre (stark) beeinflusst (Schulen um Hillel und Schammai).

Bei den Zeloten waren die „Rebellen“. Einige Mitglieder
dieser Gruppen waren auch Freunde Jesu (Simon Zelotes etc.).

Die Essener haben auch Gedankengut vertreten, das Jesus
unterstützte.

Daher vertreten immer wieder Wissenschaftler und Buchautoren,
Jesus mit Zeloten oder Essenern zu verbinden.

Besonders der „Spiegel“ greift das immer wieder auf: http://www.spiegel.de/forum/panorama/war-jesus-ein-rebell-thread-34095-1.html.

Auch die Zeit befasste sich mit dem Thema: http://www.zeit.de/1966/13/jesus-rebell-und-partisan.

Aber für mich ist Jesus ein Wanderprediger, der sich mit den
Strömungen der Zeit auseinander setzte; aber eher ein Reformer oder Systemkritiker war. Mit radikalen Ansichten.

Der eher mit pharisäischem Gedankengut die Menschen in
Palästina überzeugen wollte; er war stets ein überzeugter Jude und wirkte gerne
in den Synagogen – dem Tempelkult war er nicht verbunden. Eine neue Kirche
denke ich, wollte er nie gründen.

Er hat sich beim Einzug in Jerusalem nicht zum „König“
machen lassen.

„So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was
Gottes ist!“ steht für mich auch dafür, dass Jesus keinen gewaltmäßigen Umsturz
anstrebte.

Aber er wollte schon eine starke Neuorientierung; siehe
Bergpredigt. Wenn das reicht ein Rebell zu sein, dann war er eben einer: Für
mich jedoch nicht.

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Historisch gesehen auf jeden Fall. Mit der sog. Tempelreinigung oder der Arbeit am Sabbat machte er sich sowohl bei Römern und Juden keine Freunde. Er wird mehrfach als Aufrührer bezeichnet und stellte aus römischer Sicht eine Gefahr sie dar.

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Kommentar von stefanbluemchen
05.02.2017, 22:15

Die Reinigung des Tempels war keine Rebellion, sondern eine Notwendigkeit. Denn die Geldwechslerund Taubenverkäufer verlangten überhöhte Preise und beuteten die armen Menschen aus. Zudem durfte nach dem mosaischenGesetz keine Geschäfte im Tempel verrichtet werden. 

Mit den Römern hatte Jesus nichts zu tun und sie hielten ihn auch nicht für gefährlich. Ihr kennt weder die Bibel noch die geschichtlichen Ereignisse dieser Zeit. 

2

Im historischen Kontext war er das auch.

Was du an Rebellentum in in hineininterpretierst, bleibt auch vollkommen dir selbst überlassen.

Ich bin der Meinung, daß er nach seiner Kreuzigung woanders noch weiter gelebt hat.

Jeder darf glauben, was er möchte :-)

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Kommentar von stefanbluemchen
05.02.2017, 22:33

Jeder darf glauben, was er will, auch wenn es falsch ist. 

2

Aus Gottes Sicht nicht, denn Jesus hat als einziger, der jemals gelebt hat, ein völlig sündloses Leben geführt. Demnach war er kein Rebell, aber alle anderen Menschen sind Rebellen, da wir alle in Worten, Taten und Gedanken sündigen und damit gegen Gottes Willen rebellieren.

Aus der Sicht der Pharisäer und Schriftgelehrten der damaligen Zeit war Jesus ein Rebell, weil er sich nicht an deren Zusatzgebote halten wollte und den Menschen die wahres Bedeutung des Alten Testaments erklärte.

Diesbezüglich lohnt es sich, die 4 Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas, Johannes) zu lesen und darauf zu achten, wenn Jesus sagt: "Es steht geschrieben" und "Es ist euch gesagt worden".

Die erste Formulierung bezieht sich auf das Gesetz des Mose, das Gott dem Volk Israel am Berg Sinai gab und das verbindlich für die Israeliten war. Insgesamt besteht dieses Gesetz aus 613 Gebote, die 10 Gebote sind ein Teil davon. Dieses Gesetz sollten die gläubigen Israeliten zur Zeit Jesu halten und auch Jesus hielt sich an dieses Gesetz und erklärte z. B. in der Bergpredigt und in anderen Reden den wahren Inhalt und die Bedeutung der Gebote.

Die zweite Formulierung bezieht sich auf die vielen selbstgemachten Zusatzgebote zum Gesetz. Insgesamt hatten die Pharisäer Tausende von Zusatzgeboten aufgestellt, die wie eine Art Zaun um das Gesetz gelten sollten, damit man - falls man ein Zusatzgebot brechen sollte - nicht das Gesetz des Mose bricht. Mit der Zeit wurden diese mündlich überlieferten Gesetze (sie wurden erst lange nach Jesu Tod und Auferstehung aufgeschrieben) gleichwertig dem Gesetz des Mose gegenüber betrachtet. Diese Praxis kritisierte Jesus immer wieder und legte sich mit den Pharisäern und Schriftgelehrten an, indem er ihnen den Unterschied zwischen ihren eigenen Geboten und der wahren Bedeutung der Gebote Gottes erläuterte.

Die Pharisäer waren in der damaligen Gesellschaft sehr angesehen und hielten sich auch selbst für besonders gerecht. Aber Jesus zeigte ihnen ihre falsche Selbstgerechtigkeit und Heuchelei auf und sagte zu seinen Jüngern: "Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, so werdet ihr gar nicht in das Reich der Himmel eingehen!" (Matthäus 5,20). 

Vor 2000 Jahren waren Israel von den Römern besetzt. Die Menschen warteten auf den von den Propheten des Alten Testaments verheißenen Messias, der sein Reich des Friedens aufrichten würde. Jesus erklärte seinen Zuhörern, dass Er der verheißene Messias ist - und damit auch Gottes Sohn und Gott selbst. Um diesen Anspruch zu belegen, legte Er die vielen Stellen aus dem Alten Testament aus, die auf Ihn hinweisen und tat die Wunder, die nur der Messias tun konnte (bestimmte Heilungswunder, Totenauferstehung usw.). Doch die religiöse Führerschaft Israels lehnte Jesus ab und ließ ihn kreuzigen, auch wenn die Menschen Ihm eine Woche vorher am Palmsonntag zujubelten: "Hosianna dem Sohn Davids! Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!" (Matthäus 21,9). 

Die Pharisäer, Schriftgelehrten und Sadduzäer, die so viel Wert auf die Einhaltung des Gesetzes des Mose und ihrer vielen eigenen Regeln legten und versuchten, streng nach diesen Regeln zu leben und auch das Volk anzuleiten, dies zu tun, erkannten nicht, dass im Alten Testament vorhergesagt ist, dass der Messias zweimal kommen wird: Einmal, um zu leiden (z. B. in Jesaja 53) und dann als siegreicher König und Richter, der Sein Reich des Friedens (das Messianische Reich) aufrichtet.

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Rebellxlx,

ein Rebell ist per definitionem "eine Person, die gemeinsam mit anderen gegen ein bestehendes politisches System oder eine Regierung kämpft".

Ich halte Jesus nicht nur nicht dafür, sondern aus der Bibel geht hervor, daß er es tatsächlich nicht war:

Die Pharisäer griffen ihn mehrmals an und provozierten ihn. So wollten sie von ihm wissen, ob es erlaubt sei, Kopfsteuer zu zahlen. Er durchschaute ihre heuchlerische Frage, und was sie damit bezweckten, nämlich genau das, ihm aus seiner Antwort den "Strick zu drehen", er würde sich dem Staat gegenüber unlauter zeigen. Denn sie wollten ihre Macht behalten und suchten nach Gründen, ihn loszuwerden!

Daher sagte er zu ihnen: "Warum stellt ihr mich auf die Probe....wessen Bild und Aufschrift ist auf dem Denar? Cäsars. Dann gebt Cäsars Dinge Cäsar zurück, Gottes Dinge aber Gott!" (Mark.12:17)

Auch, was seine Glaubensausübung betraf, war Jesus kein Rebell. Er hat z.B. sehr oft aus dem sog. "Alten Testament" zitiert.

Den Phrisäern führte er nur vor Augen, wo sie sich nicht christlich verhielten, z.B.:"Wehe euch, blinde Leiter, die sagen:wenn jemand beim Gold des Tempels schwört, ist er verpflichtet. Toren und Blinde! Was ist tatsächlich größer als das Gold oder der Tempel, der das Gold geheiligt hat?"

Er hat ihnen damit gezeigt, wie weit sie vom wahren Glauben, der Wahrheit, wie er es nannte, abwichen.



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Nach dem, was in den Evangelien geschrieben steht, musste er den Juden sowie den Römern ein ziemlicher Störenfried gewesen sein.

Diese Evangelien sind jedoch lange nach Jesus geschrieben worden.
Und die römischen Archive dieser Zeit zeigen scheint's nichts von einem Isa ben Maryam, Jesus. Obwohl die Römer sehr genaue Aufzeichnungen machten. Sodass niemand wirklich weiss, ob er jemals existierte.

Falls er nie existiert hatte, hätte man ihn unbedingt erfinden müssen... was vielleicht der Fall war...

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Kommentar von stefanbluemchen
05.02.2017, 22:21

Lies mal das Buch von Flavus Josephus, der jüdische Krieg. 

2
Kommentar von OhNobody
08.02.2017, 05:59

Dieser WIKIPEDIA-Artikel hier enthält sehr viele ausserbiblische Beweise für die Existenz von Jesus:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Außerchristliche_antike_Quellen_zu_Jesus_von_Nazaret

Der Artikel beginnt so:

"Außerchristliche antike Quellen zu Jesus von Nazaret finden sich im 1. und 2. Jahrhundert. Sie erwähnen Jesus und/oder seine Anhänger beiläufig und mit verschiedenen Haltungen, die von Sympathie und neutraler Distanz bis zu Ablehnung und Verachtung reichen."

Und so endet er:

>Es sei nicht denkbar, dass fehlbare Menschen diese Übereinstimmungen untereinander und mit der christlichen Überlieferung nur zufällig empfangen und weitergegeben oder gemeinsam erfunden hätten. Nach allem, was historische Wissenschaft, die immer hypothetisch bleibe, an Gewissheit erreichen könne, sei davon auszugehen:
„Die Zufälligkeit der geschichtlichen Quellen macht uns gewiss, dass wir mit einer historischen Gestalt Kontakt aufnehmen und nicht nur mit der Phantasie früherer Zeiten.“[52]

Die meisten heutigen Historiker und Neutestamentler halten Jesu Existenz für gesichert, vor allem weil sie größere Anteile der urchristlichen Evangelien auch unabhängig von der Bewertung außerchristlicher Erwähnungen Jesu als historisch zuverlässig beurteilen.[53]<

0

Auf jeden Fall. Er zeigte auf, daß das herrschende System unter den Juden nun ein Ende hatte. Mit dem Kommen des Messias, des Sohnes Gottes, also Gott selbst, begann eine neue Zeit.

13 

Denn

wenn das Blut von Böcken und Stieren und die Asche einer jungen Kuh,

auf die Unreinen gesprengt, zur Reinheit des Fleisches heiligt,

14 

wie

viel mehr wird das Blut des Christus, der sich selbst durch den ewigen

Geist als Opfer ohne Fehler Gott dargebracht hat, euer Gewissen reinigen

von toten Werken, damit ihr dem lebendigen Gott dient!

15 

Und

darum ist er Mittler eines neuen Bundes, damit, da der Tod geschehen

ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die

Berufenen die Verheißung des ewigen Erbes empfangen.

16 

- Denn wo ein Testament ist, da muss notwendig der Tod dessen eintreten, der das Testament gemacht hat.

17 

Denn

ein Testament ist gültig, wenn der Tod eingetreten ist, weil es niemals

Kraft hat, solange der lebt, der das Testament gemacht hat.

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Davon muss man nicht überzeugt sein sondern es ist ein ganz allgemeiner Fakt 

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Kommentar von stefanbluemchen
05.02.2017, 22:24

Fakt ist, dass du keine Ahnung hast. 

1

Rebellxlx,

wenn du überzeugt bist, daß Jesus ein Rebell gewesen sein muß, warum fragst du dann nach (anderen) Meinungen?


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