Wann wird ein "g" am Wortende wie ein "g" oder wie ein "ch" ausgesprochen? Welche Regel ist gültig?

7 Antworten

im Hochdeutschen wird die Endung -ig wie -ich ausgesprochen. Also König spricht man Könich aus. (wobei ich bei mir merke, daß das ich da nicht wirklich hochdeutsch spreche. Das g spreche ich eigentlich meistens auch wie ein g aus). Ansonstne spricht man es sowieso nie wie ch aus.

Das ist dann aber schon Mundart oder Schlampigkeit.

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@dragon100

@dragon: Nein, das stimmt nicht, das ist keine Mundart oder Lässigkeit. Das ist perfektes Hochdeutsch, es so auszusprechen. Ich studiere Germanistik, glaub mir das.

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@CellarDoorBln

Wenn ich statt König-Könik sage,kann ich das verstehen,aber nicht Könich.Das ist definitiv falsch!LG:

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@dragon100

Das kommt dir nur falsch vor, weil es kein Mensch so macht. Aber es ist dennoch hochdeutsch.

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Ja wie nun??

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@Niklaus

Wenn ein Wort mit "ig" endet (ausnahme: es endet mit "eig" dann gilt die Regel nicht) spricht man es auf Hochdeutsch wie "ich". Ist komischer Weise so. Warum das so ist, habe ich auch nie verstanden.

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Ich habe bei Lesen lernen noch gelernt, dass ein -g auch wie ein -g ausgesprochen wird. Also König und nicht Könich. Deshalb ist alles andere für mein Sprachempfinden Dialekt, auch wenn die Dudenredaktion das erstaunlicherweise anders sieht.

Genauso gerne wird das -er zum -a verballhornt und so hört man doch tatsächlich Schiller ganz neu:

Freude, schöna Göttafunken, Tochta aus Elysium

Mit freundlicher Genehmigung der Dudenredaktion wird dann also in 20 Jahren überall zu hören sein: Deine Zauba binden wieda, was die Mode streng geteilt, alle Mensch'n werden Brüda, wo dein sanfta Flügel weilt. (*schüttel, leider kein Scherz, diese historische Aufnahme des Gewandhausorchesters Leipzich befindet sich in meiner Kuriositätensammlung)

@holodeck: Da hast Du leider was Falsches gelernt. Aber Du bist ja lernfähig, gell?

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@UlfDunkel

Was ja nicht heißt, dass ich nicht auch Dialekt spreche ;-)

Schade, dass ich dazu meinen Deutschlehrer nicht mehr befragen kann; der würde sich vermutlich im Grabe umdrehen. Dennoch wundere ich mich über diese Dudenaussage sehr und die Tatsache, dass die Duden Redaktion ursprünglich in Leipzig, ach nein, Leipzich beheimatet war und/oder es noch immer ist, lässt mich dann doch noch an der Allgemeinverbindlichkeit der Duden Interpretation zweifeln.

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@holodeck

In Sachsen heißt das aber net Leipzich, sondern Leipzsch (grins)

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@Kaldex

ja, wat'n nu ... noch 'ne Sonderrejelung für's -ig, wer soll sich'n ditte allet merken ;-))

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Ich, aus Bayern kommend und in Österreich lebend, kenn keine genaue Regel. Aber ich habe im reinen Hochdeutsch noch nie gehört, dass jemand "Könich statt König" sagt. Wenn sowas vorkommt, dann nur im Dialekt oder gleich in einer anderen Sprache.

Außer am Wortende mit -ig, wo es wie "ch" ausgesprochen wird (König "Könich", fleißig "fleißich", eigenhändig "eigenhändich"), wird das -g im Deutschen wie ein "k" gesprochen. Das liegt an der sog. Auslautverhärtung: Tag - "Tak", Flug - "Fluk"... Das gilt z.B. auch für Worte auf -d: Sand - "Sant", Hand - "Hant".

Wie DerTroll schon gesagt hat, wir der König mit ch gesprochen, im Plural bleibt aber das g. Also der Könich, die Könige. Das ist kein Dialekt, sonder Hochdeutsch!!!

Bei uns spricht man König so wie man's schreibt.

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klar wird es im Plural wieder wie "g" gesprochen. Dann ist es ja nicht mehr eine Wortendung.

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