Wann ist ein Hund in einer Mietwohnung erlaubt?

16 Antworten

Allein um das Klima in diesem Wohnort ruhig zu halten und keinen Ärger mit der Vermieterin zu haben, würde ich es unterlassen

Hallo,

auch das "neue" Gesetz erlaubt keine Hunde- oder Katzenhaltung OHNE Erlaubnis des Vermieters.

Jetzt ist es nur so, dass in einem Mietvertrag die Hundehaltung nicht pauschal grundsätzlich verboten werden kann.

Das bedeutet aber nicht, dass sie nun generell erlaubt wäre, sondern
es bedeutet, dass man den Vermieter im jeweiligen Fall um die Erlaubnis
zur Hundehaltung fragen muss. Dieser kann mit gutem Grund die Erlaubnis
auch versagen, nennt sich "Interessensabwägung".

Bei der Abwägung der Interessen kommen z.B. infrage:

- berechtigte Interessen der Mitbewohner und Nachbarn nach Ruhe und ohne Hundebelästigung in welcher Form auch immer

- Größe, Zustand und Lage der Wohnung oder des Hauses

- Art, Größe, Verhalten und Anzahl der (bereits) gehaltenen Hunde im Haus

- Art des erwünschten Hundes

- die persönlichen Verhältnisse (alle berufstätig, Hund viel alleine?),

- bisherige Handhabung durch den Vermieter

- Verkotung der Umgebung

- drohende Verschmutzung sowie eine übermäßige Abnutzung des
Mietobjekts

- drohende Verschmutzung des gemeinschaftlichen Treppenhauses (durch
Hundehaare, dreckige Pfoten etc.) und dann werden die Hundehalter oft
pampig, wenn sie den Dreck ihrer Hunde wegmachen sollen!

- wenn es sich um eine Wohnanlage mit Eigentumswohnungen handelt und
die Eigentümerversammlung sich gegen eine Hundehaltung ausgesprochen
hat, kann ein Vermieter ebenfalls dieser Regelung nicht zuwider handeln

Gute Gründe gibt es übrigens ausreichend, auch, wenn der Hund gut erzogen ist etc.

Die Hundehaltung OHNE Erlaubnis des Vermieters stellt im übrigen
einen groben Verstoß gegen den Mietvertrag dar, der entsprechende
Konsequenzen nach sich ziehen kann ...

Natürlich steht es einem immer frei, den Klageweg zu beschreiten.

Das kann dann schnell ganz ganz teuer werden, denn du zahlst nicht nur deine Gerichtskosten, deinen Anwalt und deine Auslagen, sondern ALLE Kosten - auch die der Gegenseite - wenn du nicht gewinnst ...

Dann hast du hohe Ausgaben - aber immer noch keine Wohnung mit Hund ...

Trotzdem solltet ihr vllt. noch einmal versuchen, ein ruhiges, freundliches Gespräch mit der Vermieterin zu führen ..

Gutes Gelingen

Daniela

***Wann ist ein Hund in einer Mietwohnung erlaubt?***

Dann wenn der Vermieter dir die schriftliche Erlaubnis zur Hundeanschaffung erlaubt. 

Dann kannst du einen Hund im Miethaus halten. 

Und ja er darf eine Anschaffung verbieten. 

.... also ist eine ETW angemietet und in einer WEG dürfen die Mitglieder verfügen. So lese ich diverse Urteile.

Beispiel 2. Instanz Frankfurt:


Die Eigentümer haben insoweit Beschlusskompetenz.

Die Beschlusskompetenz der Wohnungseigentümer- versammlung, per Mehrheitsbeschluss eine Hausordnung aufzustellen, ergibt sich aus § 21 Abs. 3 und 5 Ziff. 1 WEG.


"Sie möchte nicht" dürfte als konkrete Begründung und Interessenabwägung nicht ausreichen. Da müsste schon etwas mehr kommen.

Trotzdem solltest du nicht einfach einen Hund anschaffen, das kann ggf. zur Abmahnung führen.

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