Vertragsbruch bei Züchterin,Verlangt welpe zurück?

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11 Antworten

Hallo,

wenn du den Welpen mit einem Kaufvertrag gekauft hast, dann ist der Hund dein Eigentum - grundsätzlich kannst du damit machen, was DU willst.

Ein Züchter kann auch nicht einfach in einen Kaufvertrag schreiben, dass du den Hund nicht weitergeben oder weiterverkaufen darfst, denn das wäre eine Eigentumsbeschränkung, die gesetzlich gar nicht zulässig ist.

Ein Züchter darf sich ein Vorkaufsrecht einräumen, aber dann muss auch der Kaufpreis genau beziffert sein. Dann müsstest du im Fall der Fälle den Hund zuerst der Züchterin zu genau dem vereinbarten Preis anbieten.

Da dies sicher nicht so im Kaufvertrag steht, kann die Züchterin dir überhaupt nichts und sie hat keinerlei Rechte mehr an dem Hund. Lass dich also nicht unter Druck setzen.

Anders sähe es natürlich aus, wenn der Hund noch nicht vollständig bezahlt wäre. Würde dann im Kaufvertrag ein Eigentumsvorbehalt bis zur vollständigen Bezahlung drin stehen, dann müsste der Hund an die Züchterin zurück.

Ist der Hund noch nicht vollständig bezahlt, der Eigentumsvorbehalt fehlt aber im Kaufvertrag, dann hat die Züchterin nur ein Anrecht auf das noch fehlende Geld - aber kann trotzdem den Hund nicht zurückverlangen.

Alles Gute für dich

Daniela

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Kommentar von Jesjes1998
07.02.2017, 10:56

Er ist vollständig bezahlt. Sie hatte mir jetzt aber geschrieben sie könnte ihn jetzt holen ohne weiteres. Und würde mir vertragsstrafe setzen von 300€ plus ihre Fahrtkosten. Oder ich geb ihn freiwillig ab... Ich bin echt überfordert. Sollte ich mir einen Anwalt suchen?

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Wenn ihr den Hund rechtmäßig gekauft habt, kannst du ihn ohne weiteres bei deiner Mutter "in Obhut" geben. Damit wird dein Kaufvertrag NICHT verletzt. Natürlich brauchst du KEINE Strafe zahlen.

Wenn sie glaubt, den Hund einfach abholen zu können, brauchst du nicht mal die Tür zu öffnen. Wird sie frech, rufst du die Polizei.

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Auch wenn im Vertrag steht, daß der Verkauf verboten ist, der Passus ist unwirksam. Mit der Bezahlung des Kaufpreises ist der Hund dein Eigentum und grundsätzlich dürftest du ihn auch weiter verkaufen.

Die gute Frau kann dir androhen was sie will, Strafe oder die Pest, sie kann es nicht durchsetzen.

Sollte sie vor der Tür stehn, mußt du sie nicht reinlassen. Verschafft sie sich gegen deinen Willen Zutritt, ist das Hausfriedensbruch und du solltest über 110 die Polizei holen. Sollte sie so dreist sein, den Welpen einzukassieren, wäre das Diebstahl und du könntest sie dafür anzeigen.

Ich verstehe, daß Züchter am Wohlergehen ihrer Welpen interessiert sind. Das ehrt sie. Und daß sie sowas in Kaufverträge schreiben, sozusagen als Schuß vor den Bug, verstehe ich auch.
Sie müssen sich aber darüber im Klaren sein, daß sowas keinen juristischen Bestand hat.

Alles Gute und dir auch gute Besserung.

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Kommentar von dsupper
07.02.2017, 11:06

Ein Züchter, der am Wohlergehen seiner Welpen interessiert ist, macht "wasserdichte" Verträge. Und das bedeutet, er räumt sich ein Vorkaufsrecht zum Preis X ein. Damit hat er dann das Recht, wenn der Hund abgegeben wird, diesen zuerst angeboten zu bekommen - muss aber dafür den festgelegten Preis bezahlen. Ganz einfach - und für beide Seiten eine Win-Win-Situation.

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Zu den juristischen Feinheiten wurde ja schon einiges geschrieben. Im Prinzip hast du 3 Möglichkeiten:

1. Du gibst den Hund nicht ab sondern bei deiner Mutter in Pflege. Du bist dann nach wie vor Eigentümerin und es entfällt ein Vorkaufsrecht. Den Hund vorübergehend in Pflege zu geben ist nicht verboten. In diesem Falle würde die Züchterin völlig ins Leere laufen. Sollte die Züchterin dennoch auftauchen, würde ich ihr das mitteilen und sie wieder nach Hause schicken.

2. Du verkaufst deiner Mutter den Hund für 1500,- mit Vertrag. Deine Mutter könnte argumentieren, dass sie den Hund so toll findet, dass sie den Preis wegen seines Charakters und seiner bereits erfolgten Erziehung für angemessen hält. Dann könnte die Züchterin ein Vorkaufsrecht wahrnehmen, indem sie selber die 1500,- bezahlt. Ist ihr das zu teuer, kann sie auf das Vorkaufsrecht verzichten und die Sache ist erledigt. Was dir deine Mutter tatsächlich geben würde, ist dann nochmal eine andere Frage.

3. Du behälst den Hund erstmal und wenn du ihn dann doch in gute Hände abgeben möchtest, muss die Züchterin das ja nicht erfahren. Wo kein Kläger da kein Richter.

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Nach dem Hundekauf gehört der Hund dir mit allen Rechten und Pflichten.

Der Züchter hat gar keine Rechte mehr am Hund, ganz egal was im Vertrag steht.

Jeder seriöse Züchter nimmt aber seine Welpen zurück. Geld bekommst du allerdings keines mehr zurück.

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Die Züchterin hat keinerlei Recht, dir das Tier wieder wegzunehmen.

Du hast das Tier gekauft, es bezahlt, ergo ist es jetzt dein Eigentum.

Alles ist rechtlich sicher.

Sie kann drohen soviel und womit sie will, es ist irrelevant. 

Droh du ihr mit Anwalt und Polizei. Sie wird sich dann sehrwohl überlegen, ob sie sich nochmal meldet.

Dir für deine Zukunft alles, alles Gute. 🍀🍀🍀

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Ich habe den Kaufvertrag ja verletzt indem ich ihn 'zu verkauf' angeboten habe... Im Vertrag stand ursprünglich der weiterverkauf ist verboten. Nun habe ich ihn ja nicht verkauft. Er sitzt ja noch bei mir.. Er würde nur dann zu meiner Mutti kommen. Also ist das jetzt ihr gutes Recht? Da ich ihn vor 7 Tagen zum Verkauf angeboten habe? Aber es wieder zurückzog. Kann sie rechtliche Schritte einleiten?

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Kommentar von DerHans
07.02.2017, 10:47

Und diese "Absicht" hast du jetzt aufgegeben. Na und?

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Kommentar von Hexe121967
07.02.2017, 10:56

Du hast das Tier gekauft und nun ist es deines. Der Passus mit dem "Weiterverkauf" ist meines Wissens nach nicht zulässig.

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Kommentar von dsupper
07.02.2017, 11:03

Dieser Passus im Kaufvertrag ist aber nicht rechtswirksam und somit ungültig. Du kannst den Hund verkaufen - er ist dein EIGENTUM!

man kann ein Eigentumsrecht nicht einschränken! Das geht nur mit einem Vorkaufsrecht, bei dem dann aber auch ein Kaufpreis (der an dich gehen würde!) festgeschrieben ist. Die Sache mit der Vertragsstrafe ist absolut sittenwidrig und daher überhaupt nicht rechtlich haltbar.

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Was für ein Durcheinander! Ich als Züchterin wäre ausgerastet mit Welpenkäufer wie euch. Sei so gut und gib ihn der Züchterin zurück.

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Hallo Leute!

Danke nochmal für die vielen Antworten! 

Jedenfalls hatte sie mir jetzt geschrieben:

"ich kann sie auch verdonnern die vertragsstrafe von 300 €  zu zahlen  , um das rückkaufsrecht zu löschen." 

Somit soll ich jetzt nochmal zusätzlich zu den 900€ 300€ dazu zahlen, da ich ihn zu verkauf angeboten habe. Soll ich es zahlen und alles ist gut? Oder sollte ich das jetzt anderes machen... Ich bin da echt ratlos.... Sie meinte es wäre dann alles vergessen. Da ich die vertragsstrafe ja zahle und gut ist. 😐 

LG, JesJes

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Steht denn etwas entsprechendes im Vertrag?

Steht nichts dergleichen drin, dann kannst du den Hund abgeben, an wen immer du willst.

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soweit ich weis, sind diese züchterverträge null und nichtig. die sind nur ein Bluff um das Tier zu schützen.

das hat mir mal ein Tierarzt gesagt.( aber die Tierärzte das so genau wissen weis ich auch nicht)  und ich glaube ich habe es auch einmal in einem Tiermagazin gelesen.

rufe doch einmal bei einem Anwalt an die verlangen wenn man nur eine oder wenige fragen hat oft weniger. oder du rufst mal bei einem Tierarzt an und fragst ob er das ganz sicher weis wie da die Rechtslage ist.

Liebe Grüße und alles Gute, viel Kraft

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