Verkümmert die deutsche Sprache?

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17 Antworten

Du bist noch nicht so lange hier, daher für dich: GF ist eine RATGEBER-Community, keine Website, um seinen Alltagsfrust aufzuschreiben. Deine Frage sucht nicht nach einem Rat und das Thema selbst wurde hier schon zigmal besprochen. Oben rechts gibt es eine Suchfunktion. 

Kurze Antwort: Nein, die deutsche Sprache verkümmert nicht. Sprachen verkümmern sowieso nicht, nur weil sie sich ändern. Davon abgesehen hat eine Rechtschreibung nur bedingt was mit der Sprache selbst zu tun. Rechtschreibung, wie wir sie heute kennen, ist eine ziemlich neue Erfindung. Die deutsche Sprache gab es schon lange vorher, und sie ist definitiv nicht verkümmert. 

Es stimmt sicher, dass einige Menschen enorme Rechtschreibfehler machen, aber das ist noch lange kein Indiz dafür, dass die Rechtschreibung generell verkümmert. Bisher gibt es noch keine eindeutigen Hinweise darauf, denn Abkürzungen, Tippfehler und ähnliches deuten nicht auf einen Zerfall der Rechtschreibung hin. Mangelnde Rechtschreibung ist auch nicht unbedingt ein Zeichen von mangelnder (Sprach-)Intelligenz. Ich finde es ziemlich frech von dir, so was zu behaupten. 

Es kann doch nicht euer Ernst sein, vernünftige Antworten erhalten zu wollen, wenn ihr nicht mal im Stande seid die Frage halbwegs anständig zu formulieren und wiederzugeben!!!

Weißt du, deine Frage ist auch nicht "anständig formuliert". Sie ist, um genau zu sein, sehr herablassend und aggressiv. Verdienst du deswegen eine beleidigende oder "unvernünftige" Antwort? 

Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass man mit Höflichkeit fragt und antwortet, ganz egal, wie ein anderer schreibt. Manche haben nun mal Probleme mit der Rechtschreibung oder kümmern sich im Internet nicht darum. Das muss man akzeptieren oder ignorieren. Es ist sicher wichtig, verstanden zu werden und dafür zu sorgen, dass andere einen auch verstehen, aber man sollte nicht auf Menschen herumhacken, die es nicht besser können/wollen. 

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Kommentar von Ellen9
10.11.2015, 20:05

Danke♡Clarissant, deine Antwort hat mich sehr berührt.

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Kommentar von Sloterking
19.01.2016, 20:07

Im Grunde hast du Recht . Aber es gibt hier tatsächlich eine Menge fragen wo man gar nicht drauf antworten kann weil unlesbar und unverständlich.  Und das man als halbwegs Erwachsener nicht in der Lage ist vernünftig und verständlich zu schreiben , damit schliesse ich Legasteniker und andere mit Schreibschwierigkeiten aus , ist schon erbärmlich ( Entschuldigung) .

Manchmal frage ich mich wirklich : was haben die im Deutschunterricht gemacht ? Damit meine ich nicht nur die Schüler ! 

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Hallo J1gsaw,

ich verstehe, was du meinst, und finde das natürlich sehr schade, denn ich liebe die deutsche Sprache, seit meiner ersten Deutschstunde im Alter von 11 Jahren, aber dieses Problem gibt es nicht nur hierzulande.
Es ist generell so und ich behaupte sogar, dass es ein weltweites Problem ist, in allen Sprachen.
Wenn ich zB E-Mails von meiner Schwester aus Frankreich lese, muss ich manchmal die Sätze mehrmals lesen, um zu verstehen, was sie meint, nicht weil sie schlecht französisch schreibt, sondern weil sie sehr viel Abkürzungen verwendet.
Heute muss alles schnell gehen. Früher hatte man kein Internet, keine Handys und nahm sich Zeit, Briefe zu schreiben, und benutzte dabei kaum Abkürzungen. Man warf den Brief ein, der manchmal erst ein paar Tage später ankam. Heute könnte man sich also schon mehr Zeit nehmen und vollständige Sätze schreiben, denn man weiß doch, dass die Nachricht ein paar Sekunden später eintrifft. Aber man hat es so eilig, dass man unbedingt Bruchteile von Sekunden schneller fertig sein will, und dabei auf die Rechtschreibung und die Grammatik kaum achtet, sogar bewusst missachtet.
Ausserdem ist es doch cool, einen Text mit vielen Fehlern zu schreiben, oder? Das macht doch jeder, und man möchte nicht als Streber oder Besserwisser da stehen!
Außerdem denke ich, dass es nichts bringt, sich darüber aufzuregen, das kann man sowieso nicht ändern. Ich lache lieber darüber, es ist gesünder...

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Deine Art, Deine "Frage" zu stellen, wird nicht dazu beitragen, dass anderen die formale Sprache wichtiger wird - im Gegenteil. Im Prinzip stellst Du gar keine Frage, sondern forderst diejenigen zu Trotzreaktionen auf, denen Rechtschreibung und Grammatik nicht wichtig sind. Und ich kann das sogar verstehen, denn selbst ich habe eigentlich keine Lust, Dir zu antworten. 

Ich verstehe auch nicht, warum Menschen nicht darauf achten bzw. warum sie überhaupt darauf achten müssen. Denn eigentlich sollten Rechtschreibung und Grammatik so automatisiert sein, dass man eben nicht mehr darüber nachdenken muss. Ich verstehe auch nicht, warum Menschen schreiben, dass sie nicht darauf achten, denn wenn ich schreibe, dann präsentiere ich mich und meine Gedanken. Keiner geht mit löcheriger fleckiger Jogginghose, fettigen Haaren und barfuß in einen Lebensmittelladen und fragt nach Champagner. 

Aber ich rege mich im Gegensatz zu Dir nicht in dieser Form darüber auf. Ich korrigiere, wenn jemand danach fragt; ich gebe Tipps, wenn jemand seine Rechtschreibung und Grammatik verbessern möchte. Hin und wieder verleihe ich meinem Unverständnis darüber (sachlich!) Ausdruck, dass jemand nicht darauf achtet und das sogar ankündigt. Letzten Endes ist es nämlich keine Erleichterung, nicht korrekt zu schreiben: Eine Regel ist nur dann so automatisiert, dass ich nicht mehr darauf achten muss, wenn sie die Regel ist. Wenn ich mal so und mal so schreibe, dann muss ich immer wieder darüber nachdenken, wie es richtig ist, wenn es darauf ankommt. Und wenn mir jemand zu fehlerhaft schreibt, dann muss ich mir das nicht antun. Keiner verlangt das von mir, und keiner verlangt das von Dir! Also: Leben und leben lassen. Schreiben und schreiben lassen. 

Vor allem rege ich mich nicht undifferenziert darüber auf. Du fährst allen über den Mund, ohne Hintergründe zu beleuchten, ohne den Einzelfall zu sehen.

Letzlich ist es mir immer noch lieber, wenn jemand schreibt "mir ist es wichtig das ich anderen menschen so toleriere wie sie sind" [ausgedachtes Beispiel], als wenn bspw. Du schreibst "Es kann doch nicht euer Ernst sein, vernünftige Antworten erhalten zu wollen, wenn ihr nicht mal im Stande seid die Frage halbwegs anständig zu formulieren und wiederzugeben!!!" [Übrigens fehlt nach "seid" ein Komma. Ich verzichte an dieser Stelle darauf, Deinen übrigen Text zu korrigieren.]

Manche schreiben linguistisch nicht korrekt. Andere schreiben menschlich nicht korrekt.

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Kommentar von wiralle2010
12.11.2015, 13:47

Ich fand seine Fragestellung oder Aufregung jetzt nicht so "unmenschlich" ;o) Aber Dein Beitrag ist super! :o) ... und sehr menschlich...

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Kommentar von Sloterking
19.01.2016, 21:13

@lollefee : denn selbst ich habe eigentlich keine Lust, Dir zu antworten. 

Na , du hast ja mal gar keine Lust ! 

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@Ellen
Ja die Studie kenne ich auch. Ist aber ironisch, dass du mit einer Studie Argumentierst, die das starke Leistungsvermögen unseres Gehirns auszeichnet. Wow, wir sind so intelligent, wir tippen drauf los, natürlich weil wir ja alle wissen, dass das eh jeder lesen kann. Ob und wieviel an dem Text den wir schreiben richtig ist macht ja schließlich nix. Weil wir so schlau sind können ja auch wichtige Schreiben wie etwa Bewerbungen kommen.
Ach und wie heißt das Wort von earnest noch gleich? So ein Supercrack bin ich dann doch nicht mit Anagrammen.

@Luchriven
Der Ironie sei Dank. ^^

@Erdbeerroman
Es ist sicher nicht alles die Wahrheit oder "ernst" gemeint im Internet. Hoffe nur du bist nicht so naiv und behauptest jenes von Medien wie Fernsehnachrichten oder Zeitungen. Was man allerdings ernst nehmen sollte ist das Leben. Nicht aufregen, aber mal drüber Gedanken machen.

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Kommentar von latricolore
10.11.2015, 12:51

Weil du noch relativ neu bist:
Als Fragesteller antwortet man nicht - man kommentiert unter den jeweiligen Antworten.

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Kommentar von Ellen9
10.11.2015, 15:11

Meine Antwort auf deine Frage ist vermutlich nicht das, was du darüber hören/lesen wolltest. Ist ja wohl hoffentlich kein Verbrechen, dass ich meine eigene Meinung dazu äußere. Deine Ansichten darüber repektiere ich dennoch.

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Aufgrund einer Studie an einer Englischen Universität ist es egal, in welcher Reihenfolge die Buchstaben in einem Wort stehen, das einzig wichtige dabei ist, dass der erste und letzte Buchstabe am richtigen Platz sind. Der Rest kann totaler Blödsinn sein, und du kannst es trotzdem ohne Probleme lesen. Das geht deshalb, weil wir nicht Buchstabe für Buchstabe einzeln lesen, sondern Wörter als Ganzes.

Afugrnud enier Sduite an enier Elingshcen Unvirestiät ist es eagl, in wlehcer Rienhnelfoge die Bcuhtsbaen in eniem Wrot sethen, das enizg wcihitge dbaei ist, dsas der estre und lzete Bcuhtsbae am rcihgiten Paltz snid. Der Rset knan ttolaer Bölsdinn sien, und du knasnt es torztedm onhe Porbelme lseen. Das ghet dseahlb, wiel wir nchit Bcuhtsbae für Bcuhtsbae enizlen lseen, snodren Wröetr als Gnaezs.

Was ist daran so schlimm, dass jemand nur so schreibt, wie er am Besten kann? Hauptsache man versteht einander; von mir aus auch ohne Worte.

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Kommentar von earnest
10.11.2015, 07:31

woohplaiptdahderreschpecktvührdehnannschprechpartna?

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Ich bitte dich, du bist selbst nicht perfekt und erwartest wiederum einwandfreie Rechtschreibung, Syntax und Kommasetzung? Komm' von deinem hohen Ross runter und gib dich mit der Tatsache zufrieden, dass dies hier eine Internet-Plattform ist und schnelle, auch umgangssprachliche Ausdrücke gängig sind. Du solltest dir mal die amerikanische Umgangssprache anschauen, da werden grammatikalische Regeln bewusst missachtet und niemanden stört das.

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Kommentar von J1gsaw
10.11.2015, 00:39

1. Ich erwarte nichts einwandfreies.
2. Ließ dir bitte die Frage des Users (s.u.) durch und überleg dann nochmal was ich geschrieben habe und wie du jenes auslegst.
3. Sind wir in Amerika? Einem Land wo der Bildungsstand nachweislich stetig massiv sinkt.
4. Heißt das es stört auch dich nicht, dass das Bildungsniveu immer weiter sinkt? Du klingst fast, als wenn das etwas ist worauf man stolz sein kann.

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Kommentar von Erdbeeraroma
10.11.2015, 07:19

Was kümmert dich die Rechtschreibung anderer? Ich gebe dir einen nett gemeinten Rat: Nimm nichts, aber auch gar nichts ernst im Internet. Darüber hinaus solltest du die Fragen einfach ignorieren, wenn sie dir zu unverständlich gestellt wurden, das mache ich auch. Das müssen die Leute schon selbst herausfinden, wenn etwas mit ihrer Rechtschreibung nicht passt, dafür braucht es keine Möchtegern-Deutschlehrer.

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Mal von allem was hier geschrieben wurde abgesehen . Heute wird sich online auf Jobs und Ausbildungsplätze beworben.  Jetzt sitzt ihr da und lest euch die Bewerbungen durch . . . Was würdet ihr denken wenn ihr Bewerbungen lest die im Stil geschrieben sind wie hier einige Fragen ? Eure Meinung dazu und bitte ganz ehrlich , würdet ihr die Bewerber zum Gespräch laden oder einstellen?  Sagen wir es geht um einen verwaltungsteschnichen Job .

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Fehler macht Jeder ! Wenn einer meint er ist perfekt dann soll er zum Arzt gehen . Aber manche Fragen hier sind wirklich unlesbar . Wie soll man da helfen oder was raten . Wir sind ja schliesslich hier um einen Rat oder Hilfe anzubieten . Und Amerika lassen wir mal ganz weg  . . . Meine Meinung ! 

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Hör doch mal wie die heute reden , genauso schreiben die auch . Satzzeichen werden nach Lust und Laune gesetzt , wenn überhaupt . Das Problem gibt es nicht nur hier in der Community auch in sämtlichen anderen Foren oder Verkaufsplattformen . Ist schon traurig , oder ? Vvor allem aber peinlich !

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Ja, die deutsche Sprache verkümmert. In der Schule wurde ich auch immer von Schülern und Lehrern "bewundert", weil ich so viele "Fremdwörter" kenne und so gut wie nie Rechtschreib- oder Grammatikfehler mache. Das ist meiner Meinung nach aber nichts, worauf man irgendwie Stolz sein könnte. Jeder Mensch sollte in der Lage sein, seine eigene Muttersprache vernünftig zu beherrschen. Stattdessen ist es mittlerweile Normalität, in jedem Satz fünf Fehler zu machen, schöne Wörter verschwinden einfach in der Versenkung und werden von Anglizismen abgelöst, Artikel werden vertauscht oder weggelassen, jedes "ch" wird als "sch" ausgesprochen, einfach, weil es "cool" klingt... Da bekomme ich wirklich Ohrenkrebs, wenn ich sowas höre.

Und was macht die deutsche Regierung gegen Probleme mit der Rechtschreibung? Schafft Diktate ab! Das ist einfach genial. Man kehrt das Problem unter den Teppich, anstatt sich darum zu kümmern. 

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Kommentar von wiralle2010
10.11.2015, 12:26

Ach, interessant! Diktate wurden abgeschafft? Das ist wahrlich extrem schlau... wenn dem so ist. Kann die Regierung sowas denn entscheiden? Ich meine: warum denn? Und: hätten die nicht viel wichtigere oder schlauere Dinge zu entscheiden?

Übrigens... hey, sorry... (oder auch "Entschuldigung" ;o)) Mein KS-(Klugscheißer-)Syndrom... bei "stolz SEIN"... wird "stolz" klein geschrieben... :oD

Sorry, Mann, Alter... isch konnt' nisch anders...

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Ich gebe Dir zwar zum grössten Teil recht. Aber ich rege mich schon längst nicht mehr über diese Dinge auf, sondern denke mir meine Sache dabei und ignoriere solche von Fehlern strotzende Fragen schlicht und einfach. Ich denke, nur auf diese Weise geht solchen Schreiberlingen vielleicht irgendwann ein Licht auf. Es ist doch auch eine Art Visitenkarte, ob jemand sich die Mühe nimmt, etwas einigermassen verständlich zu formulieren oder eine Frage in Ausserachtlassung sämtlicher Rechtschreibe- und Satzzeichenregeln einfach so hinzuklotzen.

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"es ist erschreckend festzustellen, dass ich scheinbar bereits in der Grundschule die Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung besser beherrschte,"

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Denn offensichtlich kennst du den Unterschied von scheinbar und anscheinend nicht.
Oder hast du absichtlich "scheinbar" geschrieben, um damit klarzustellen, dass du in der Grundschule die Rechtschreibung,Grammatik und Zeichensetzung eben nicht  besser beherrscht hattest?

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Sehr richtig, vernünftige Antworten sollte man da nicht erwarten. Etliche Fragen habe ich denn auch dankend passieren lassen und mir eine Antwort gespart.

Erschreckend finde ich dabei nicht nur die Rechtschreibung, sondern der eklatante Mangel, ganze Sätze formulieren zu können (oder zu wollen). Selbst unter völliger Ausblendung der Rechtschreibfehler kommt da nichts Vernünftiges raus. Lesen die ihre Texte nicht, bevor sie sie abschicken?

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Die Norm einer Sprache, was "richtig" ist, ist Konvention, also Übereinkunft. Es gibt nicht "das" Deutsche, sondern nur eine (teils nach irrationalen Kriterien festgelegte) Norm, die durch das Bildungssystem verbreitet wird, indem Abweichungen sanktioniert werden.

Die Norm einzuhalten, ist eine Gedächtnis-, keine Intelligenzleistung.

Hört man genau hin, spricht und schreibt jeder mit mehr oder minder vielen Abweichungen von der Norm. Eigentlich hat jeder seine eigene Sprachvariante.

Sprachen ändern sich im Laufe der Zeit. Das geschieht nach gewissen Tendenzen, die man nachweisen kann, aber es ist Zufall, welche Tendenz sich durchsetzt. Manchmal gibt es auch keinerlei Erklärung.

Nehmen die Abweichungen von der Norm statistisch zu, wird irgendwann die Norm geändert. Das machte früher der DUDEN. Seitdem er (d.h. die DUDEN-Redaktion) als normgebende Instanz entthront ist, weiß man nicht mehr, wer die Norm bestimmt.

Eine Änderung der Norm bedeutet nicht per se "Sprachverfall". Bevor man so wertet, muss man erst einmal überlegen, welche Vorteile eine Norm überhaupt hat. Eine Funktion von Sprache ist, den Gesprächspartner von etwas zu überzeugen, z.B. dass er mich einstellen soll, dass er mir etwas abkaufen soll, usw.

Dazu muss ich "seine" Sprache sprechen, und da man nicht alle individuellen Varianten lernen kann, ist es praktisch, sich vorher auf eine Norm zu einigen. Wenn ich die Norm einhalte, kann ich davon ausgehen, dass der Angesprochene sprachlich Vertrautem begegnet und sich mit meinem Anliegen beschäftigen wird. Wer von der Norm abweicht, handelt sich also in der Regel Nachteile ein.

Insofern ist es richtig, hier in diesem Forum darauf hinzuweisen, dass Fragen, die nicht in Normsprache sind, weniger Chancen haben, eine vernünftige Antwort zu bekommen.

Sprache muss außerdem differenziert und klar sein, sonst wird mein Anliegen nicht verstanden. Verliert selbst die Norm diese Eigenschaften, könnte man von "Sprachverfall" reden, aber meistens repariert sich das von selbst: Wenn die Sprechenden merken, dass sie nicht mehr verstanden werden, äußern sie sich wieder ausführlicher, genauer und normgerechter. 

Zusammenfassung: Einhalten der Norm ist keine Intelligenzleistung, aber dringend anzuraten, wenn man "ankommen" will. Eine Änderung der Norm ist normalerweise kein Sprachverfall.

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Kommentar von J1gsaw
13.11.2015, 20:29

Sachlich, objektiv (gebe gerne zu mehr als ich natürlich) und mit präziser logik an die Frage gegangen. 1A Schlussfolgerungen, dennoch stellt sich mir zumindest manchmal die Frage, ob solche Art zu schreiben nur allzu oft nicht wohl doch darauf zurückzuführen ist, dass viele die Rechtschreibregeln/ Normen nicht beherschen und es sie auch garnicht interessiert dies zu wollen. In dem Falle käme dann noch Unlust oder auch Faulheit hinzu.

Selbstverständlich verändern sich Sprachen im Laufe der Zeit, doch ganz viele "Fehler" sind nicht nur fernab jeder Logik, sondern bieten, wie du auch schriebst, nur Nachteile und führen oft nicht nur bei denen zur teilweisen Verwirrung, die die Norm ("gut") beherrschen.

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Das predige ich seit Jaaaahren !

Ich könnte zu deiner Frage eine x Seiten lange Abhandlung schreiben, unterlasse es aber aus diversen Gründen.

pk

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dreht sich wohl nicht nur jedem Deutschlehrer der Magen um!!!

Och, denen wohl zuletzt. Da gibt's nichts, was die nicht kennen.

Es ist einfach nur traurig, wie schreibinkompetent sooo viele Leute sein können!!!

Jeder hat so seine Inkompetenzen, gelle?
Bei dir z.B. klemmen u.a. das u und das Ausrufezeichen. Damit würde ich mich ja nun gar nicht unter die Leute trauen.

Sei doch einfach nur froh, dass du weniger Probleme mit der deutschen Rechtschreibung zu haben scheinst.

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Kommentar von wiralle2010
10.11.2015, 12:30

Am Grausamsten finde ich, wenn ich z.B. Informationsschreiben zu Klassenfarhten oder so von den Lehrern bekomme, in denen ich dann mindestens 3 Fehler finde... Einfache Sachen wie "erweiterter Infinitiv mit "zu""... also Komma... "dass" mit doppel "s" (oder eben dann falsch mit einem), und so weiter... Da frage ich mich dann tatsächlich immer... ... ...

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Ja. Smartphone und Handy ist schuld. Viele können nicht schnell Tippen. Shift-Taste am Handy/Smartphone ist auch mühsam. Und viele Tippen auf der Tastatur mit Adler-Such-System - da wird auch oft SHIFT ausgelassen.

Dazu kommt wohl noch, dass am Handy Wörter vorgeschlagen werden, am PC in der Regel aber nicht. Leute verlassen sich darauf und sind ohne diesem Tool dann hilflos.

Aber - das Problem ist nicht neu, gibt es schon sehr lange.

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Kommentar von LolleFee
10.11.2015, 14:26

Bei manchen scheint die Shift-Taste bei dem Verb "tippen" auch zu klemmen... ;))

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Kommentar von Sloterking
19.01.2016, 20:20

Ja die tolle Autokorrektur! 

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