Unterschied zwischen Neuapostolisch und Evangelisch?

8 Antworten

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Ich glaube nicht, dass Du Atheistin bist, sonst würdest Du Dich nicht mit solchen Fragen beschäftigen. Du stellst einfach das herkömmliche Gottesbild in Frage und das ist durchaus legitim und sogar richtig.

Die Neuapostolische Kirche entstand aus der Apostolischen Kirche. Diese wurde von gläubigen Menschen gegründet, denen die nahe Wiederkunft Christi geweissagt wurde und die Wiedereinführung lebender Apostel, das sind Botschafter Christi, die angeblich von Jesus mit besonderen Befugnissen ausgestattet wurden. - Nachdem Jesus nicht kam und die neuen Apostel auch langsam ausstarben, bildete sich die Neuapostolische Kirche, die ebenfalls lebende Apostel hat, die den heiligen Geist spenden dürfen. Der Zeitpunkt der Wiederkunft wird allerdings nicht an dem Leben der Apostel ausgerichtet. Und nur diese. Das Oberhaupt ist der Stammapostel. Großen Zulauf bekamen sie nach dem 2. Weltkrieg, als ihr damaliges Oberhaupt verkündete, ihm sei Jesus erschienen und habe ihm versprochen zu seiner Lebenszeit zu kommen. Da der Mann bereits fast 80 war, als er dies verkündete, war dies für alle natürlich eine frohe Botschaft. Allerdings hat Jesus entweder die Zusage vergessen oder verspätet sich einfach, jedenfalls starb dieser Stammapostel Bischof mit 89 Jahren, ohne dass Jesus gekommen ist um die Neuapostolischen in den Himmel zu holen.

Die Neuapostolischen glauben an die Wiederkunft Christi in nächster Zeit, bei den Evangelischen hat sich das schon lange gelegt. Bei den Neuapostolischen spendet ein lebender Apostel durch Handauflegung der Heiligen Geist, bei den Evangelischen ...? Die Neuapostolischen vergeben die Sünden einmalwöchentlich Sonntags, wobei eine Oblate mit 3 Tropfen Wein verteilt wird. Die Evangelischen vergeben die Sünden nur zu besonderen Gelegenheiten, wobei ungesäuertes Brot und Wein verteilt wird. Bei den Neuapostolischen ist die Ämterhierarchie stark ausgeprägt und der Stammapostel der absolute Diktator. Bei den Evangelischen sind es die Bischöfe, die gemeinsam entscheiden. Bei den Neuapostolischen ist die Vergabe von Ämtern an Frauen immer noch undenkbar. Bei den Evangelischen kann auch eine Frau durchaus Bischof werden.

Reicht das zum Vergleich?

Danke für das Lob.

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Falsch, der Stammapostel ist nicht der "absolute Diktator", er bespricht sich mit dem sogenannten Apostelkollegium (so wie der Papst mit seinen Kardinälen).

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@dorotheewild

Dies ist vermutlich richtig, wie Du es schreibst. Allerdings hat auch der Papst die absolute Macht, trotz der Kardinäle. Die Macht des Stammapostels entstand erst durch den Stammapostel Friedrich Bischof, der auch wohl einer der charismatischsten und gleichzeitig fortschrittlichsten Stammapostel war. Ich kenne noch die ersten Stammapostelgottesdienste, die per Telefonleitung übertragen wurden. Dann ist mir sein ziemlich farbloser Nachfolger Schmid in Erinnerung. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese strenge Hierarchie von damals naturgemäß nachgelassen hat.

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@Enki40

Ich weiß nicht, ob du den momentanen Stammapostel kennst - wenn Du von den Gottesdiensten in den Sechziger Jahren ausgehst. Erst neulich wurde Bischoffs "Weissagung"

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@dorotheewild

...offziell als Irrlehre deklariert. http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/BotschaftBischoff/Stellungnahme_zur_Botschaft_von_Stammapostel_Bischoff.pdf Der heutige Stammapostel (ein kleiner, süßer Franzose) namens Jean-Luc-Schneider stellt im Gottesdienst die gleichen kritischen Fragen wir mein zum Sarkasmus neigender Vater, der eben in der Bischoffzeit aufgewachsen ist und mit der Kirche wirklich gar nichts mehr am Hut hat. Und er beantwortet sie auch - meistens in die Richtung, dass sich die Zeiten eben ändern. Einen so modernen Stammapostel hatten wir noch nie, und ich hätte nicht gedacht, dass sich Fehr und Leber diesbezüglich noch toppen lassen. Vor einem Gottesdienst kam Stammapostel Leber zu uns und hat die Gemeinde begrüßt. Alle sind aufgestanden, und er hat nur gemeint, wir sollen bloß sitzen bleiben. Und Stammapostel Schneider hat neulich das "Stammapostel-Autogramm" in den Gesangbüchern abgeschafft, weil er findet, dass das nicht gehypt werden soll. Das sind keine negativen Leader-Figuren.

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@dorotheewild

Nun, wenn Bischofs Lehre eine Irrlehre war, dann stellt sich die Frage, was an der Neuapostolischen Lehre keine Irrlehre ist. Die Frage ist auch, ob Bischof tatsächlich behauptet hat Jesus komme zu seiner Lebenszeit oder ob das so ausgelegt wurde. Wollte er vielleicht lediglich das jederzeitige Erwarten Jesu wieder bewusst machen? Fakt ist, dass sich weder die Lehre der Apostolischen Kirche noch der Neuapostolischen Kirche erfüllt hat. Somit reit sie sich in die 900 verschiedenen christlichen Gemeinschaften ein, die für sich den Absolutheitsanspruch ohne Beweisführung in Anspruch nehmen. Ich bezeichne die Männer nicht als negative Leader-Figuren. Ich habe lediglich Schmid als farblos gegenüber Bischof bezeichnet. Aber im Grunde ist es ja egal, da dies nicht die Fragestellung war. Fakt ist, dass uns jedenfalls nicht bekannt ist, dass Jesus zurückgekommen ist. Fakt ist weiterhin, dass seine Voraussagen nicht eingetroffen sind. Ich habe mich sehr intensiv mit der Geschichte und den unterschiedlichen Religionen beschäftigt und so ist außerdem Fakt, dass er nicht am Kreuz gestorben ist, wie jeder gute Gerichtsmediziner anhand der spärlichen Daten immer noch nachweisen kann. Fakt ist, dass er nicht wegen Gotteslästerung angeklagt oder verurteilt wurde, sondern wegen Rebellion. Fakt ist, dass eine Bezeichnung als Sohn Gottes bei den Juden für den Messias oder besonders gottesfürchtige Männer durchaus üblich war, weil Gott selbst für sie weder männlich noch weiblich war, ein Vater im Himmel also völlig unverständlich, genauso, wie ein leiblicher Sohn. Deshalb wurde das auch praktisch nie angesprochen, so wenig wie sein Ehestand, denn ein unverheirateter Jude war undenkbar. Wenn ihr mit Irrlehren aufräumt, dann habt ihr noch viel zu tun.

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@Enki40

Die Frage kann man über jede Religion stellen. Was tatsächlich richtig und falsch ist, wird sich in diesem Leben wohl nicht mehr herausstellen. Es ist auch müßig, über den Glauben zu streiten (Irrlehren ja oder nein), weil jeder eben etwas anderes glaubt. Ist ja auch okay. Ich kann es nur nicht leiden, wenn immer Stories aus den Sechzigern als Tatsache hingestellt werden. Der Katholischen Kirche dreht man ja auch keinen Strick mehr aus der Inquisition. So haben wir beispielsweise keinen Absolutheitsanspruch. http://www.nak.org/de/news/news-display/article/12755/ Und sorry, ich muss mich damit nicht erst beschäftigen. Ich geh zweimal die Woche in den Gottesdienst und weiß solche Sachen. Es gibt aber eine gute Homepage mit der offiziellen Lehrmeinung mit Suchfunktion. wwwnakorg

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@dorotheewild

Wir haben uns inzwischen ziemlich weit von der eigentlichen Fragestellung entfernt. Ich bin der Meinung, wenn man sich geirrt hat - das gilt für jede Lehre auch die religiösen - dann sollte man die Konsequenzen ziehen und die Sache schließen. Das gilt auch für die katholische Lehre. Hier finden wir ja das Phänomen, dass jede Religion weiter existiert obwohl sie sich ständig widerspricht. Doch, ich mache der katholischen, wie aber auch jeder anderen Religion den Vorwurf blinde Blindenleiter zu sein, die den Hunger der Seelen ausnutzen ohne wirklich etwas bieten zu können. Wenn ich etwas verkünde muss es erfahrbar sein, sofort und nicht irgendwann und durch Einbildung. Sonst ist es wie eine Versicherungsgesellschaft, die Versprechen verkauft von denen sie keine Ahnung hat ob sie sie einhalten kann. Und das ist gewissenlos. Da kannst Du noch so oft in die Kirche rennen. Jesus hat zu seinen Jüngern gesagt, dass sie größere Wunder als er wirken könnten. Keiner der selbsternannten Nachfolger hat dies bisher bewiesen. Sie haben sich selbst ernannt, wie der Massenmörder Paulus/Saulus, vergeben Sünden ohne den Beweis erbringen zu können, dass sie das auch tatsächlich können. Was ist, wenn das eine Lüge ist? Wie groß ist die Schuld derjenigen, die in Wirklichkeit Lügen verkaufen?

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@Enki40

Sorry, aber was Du schreibst, ist extrem intolerant. Du sprichst jeglicher Ansicht außer Deiner eigenen - wie auch immer die sein mag - die Gültigkeit, die womöglich guten Absichten und überhaupt das Recht auf Existenz ab. Was immer Du glaubst - gestehe doch bitte anderen Leuten das Recht zu, etwas anderes zu glauben. Immerhin haben wir in Deutschland Religionsfreiheit.

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@dorotheewild

Weshalb ich intolerant sein soll müsstest Du mir erklären. Das kann ich nicht nachvollziehen. Ist es intolerant, wenn man der Ansicht ist, dass ein Blinder keinen vollbesetzten Bus kutschieren darf? Ich nenne das Verantwortung übernehmen.

Wo beginnt bei Dir die Toleranz und wo endet sie? Ist DEINE Ansicht von Toleranz der Maßstab, mit dem man in den Himmel kommt?

Wenn hier Menschen im Namen eines Glaubensbuches getötet werden, bist Du dann tolerant genug das zuzulassen? Oder geht das nicht? Aber Seelen, die darf man töten? Die sieht man ja nicht. - Was ist, wenn die Lehre nicht stimmt? Was ist, wenn das selbst gegebene Recht der Sündenvergebung unwirksam ist und die Last immer größer wird? Was ist, wenn sich diese selbst ernannten Sündenvergeber, dafür verantworten müssen?

Wenn jemand Versicherungen verkauft, für die es keine Rücklagen gibt, wird er dafür zur Verantwortung gezogen. Was ist, wenn das auch für die Seelenverkäufer gilt? Spielt es in beiden Fällen eine Rolle, ob man „im guten Glauben“ gehandelt hat?

Ich habe es sehr genau genommen und dafür nicht nur die Bibel studiert, sondern auch die Geschichte, die Religionen und die Mentalität der Menschen zur jeweiligen Zeit, als die Lehren entstanden. Bin ich deshalb intolerant? Für mich gilt nur eine Richtschnur: Ich muss mich jeden Tag vor meinem Gott verantworten können. Egal was Menschen sagen oder denken. Und das ist zunächst immer mein Gewissen. Und mein Gewissen hat mir vorgeschrieben Wege zu verlassen, sei es beruflicher oder religiöser Natur, wenn diese Fragwürdig sind oder sie meinen Fragen nicht Stand halten. Ist das intolerant?

Lassen wir mal den wankelmütigen und menschenverachtenden Gott des Alten Testamentes außen vor, so bleiben noch genügend andere ungelöste Fragen: Jesus sagte, dass seine Nachfolger größere Wunder als er durchführen können. Wo bleiben diese Wunder? Wer war es, der von den rund 280 damals kursierenden Testamenten gerade die vier, die wir jetzt benutzen, ausgewählt hat? Warum kannten die Juden der damaligen Zeit weder einen Satan noch einen Himmel der Seligen? Die Geschichte des armen Lazarus hätte damals also niemand verstanden, so wenig, wie die Sohnes Gottesschaft Jesu, da ihr Gott jhwe – keinesfalls Jahwe oder Jehova, da sein Name nicht ausgesprochen werden durfte – ganz eindeutig verboten hatte einen weiteren Gott neben ihn zu stellen. Niemals sprach er von einem Sohn oder gar einem Heiligen Geist. Und das einzige Mal, wo er sich angeblich dazu bekannte, hat er offensichtlich genuschelt, den viele glaubten es donnere. Und wer den Heiligen Geist in der Taube erkannte ist auch nicht überliefert.

Was ist, wenn Jesus nicht sagte: „Einer von euch wird mich verraten.“ sondern „Einer von euch muss mich verraten.“ und dann das Los entscheiden ließ?

Warum wurde der Kult Jesus als Sohn Gottes zu verehren erst ca. im Jahre 150 begonnen? Und warum wurde der einzige Missionsauftrag, den Jesus angeblich und das erst nach seiner Kreuzigung gegeben hatte, erst ca. 400 Jahre n. Chr. eingefügt?

Ich meine, dass wirkliche Erlösung erst durch Wahrheit erreicht werden kann. Wenn Du Dich in dieser Gemeinschaft wohl fühlst, ihre Lieder genießt, dann ist das schön. Aber dadurch entsteht nicht automatisch eine Garantie für eine Erlösung oder Vergebung der Sünden. Weshalb hat eigentlich Jesus eine solche Sündenvergebung nur bei einzelnen Personen vorgenommen und nicht allgemein? Warum hat er dies niemals bei seinen Jüngern getan? Warum baut ein allmächtiger und allwissender Gott, der ein Universum geschaffen hat, das bis ins kleinste und größte Detail so einwandfrei funktioniert ein Wesen, an dem er ständig verbessern muss und dann noch angeblich seinen Sohn opfern, den er bis dahin ständig verheimlicht hat? Warum hat die „Botschaft der Liebe“ hauptsächlich den Hunger und die Not in der Welt verursacht und mehr Blut gekostet als jede andere Ideologie? Und mit welchen Werken kann die NAK aufwarten außer damit zuzugeben, dass sie sich in der Vergangenheit ständig geirrt hat? Irrtum eins: Jesus kam nicht zur Lebenszeit der ersten Apostel. Irrtum zwei: Jesus kam auch nicht wie vorausgesagt zur Lebenszeit der Gründungskirche „Apostolische Kirche“. Nein, es musste eine „Neue Apostolische Kirche“ geschaffen werden. Irrtum drei: Jesus kam auch nicht zur Lebenszeit des Stammapostels Bischof. Was ist an mir intolerant nur weil ich kein ideologisches Brett vor dem Kopf habe? Weil ich den Mut habe infrage zu stellen?

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@dorotheewild

Ich habe mir übrigens Gedanken übe das Leben "danach" gemacht und jeweils einen Tag in einem der verschiedenen Himmel durchdacht und in meinem Krebstagebuch festgehalten. Ich füge diese beiden Tage mal spaßeshalber bei. Kann natürlich sein, dass gf viele der Wörter nicht zulässt:

Beim islamischen Himmel beziehe ich mich auf die Aussage mit dem 72 Jungfrauen, die ich zwar im Koran nicht gefunden habe und auf die Aussage, dass die Ehefrauen auf Ewigkeit mit ihren Männern verbunden sein werden. Ein Muslim sagte auf meine Frage mit achtungsvoll erhobenen Augenbrauen: „Sie wird dort eine Königin sein.“ Meine Frage, über wen sie dort herrsc, konnte er nicht beantworten und auf meine Frage, ob ihr dort dann auch 72 Jünglinge zustehen, wurde er richtig böse. Beim christlichen Himmel beziehe ich mich auf die Geschichte vom „armen Lazarus“. Sonntag, 9. Februar Es geht mir immer noch schlecht. In der Nacht hatte ich große Schmerzen. Ob sich der Krebs ausgeweitet hat? Ich bin ziemlich erschöpft und schlafe viel. Zeit, mal wieder über die Zeit danach nachzudenken, wenn sich mein Weg als nicht so erfolgreich erweisen sollte. Ich mache also meinen ersten Besuch im Himmel. Ich nehme dazu den Himmel, in dem mir 72 Jungfrauen versprochen werden. Dazu kommen dann noch eine bis 4 Ehefrauen, mit denen man auf Ewigkeiten zusammen ist. Diese Art von Himmel ist für die Fantasie einfach herrlich. Es gibt so viele Möglichkeiten sich Szenen auszumalen. Da der Gott dieser Religionsrichtung in der Regel humorvoller ist als einige seiner Anhänger, wollen wir ihn „Manitu“ nennen, in der Hoffnung, dass auch dieser Gott es mit Humor nimmt, wenn ich seinen Namen verwende. Und lassen wir die Bewohner dieses Himmels mal schwäbischen Ursprungs sein. Ach – machen wir es mal einfach und es gibt nur eine Ehefrau. „Nadil!“ „Naaaaadil!!! Wo in Dreiteufelsnamen - sein Name sei nicht gelobt – steckt nur wieder dieser kreizvermaledeite Kerl?“ „Ja, liebe Suleima. Was gibt es denn? „Nadil, was hesch wieder gmacht? Hesch an deine Jungfraue rumgfummelt? Du, mit deiner schmutzige Fantasie.“ „Aber liebe Suleima. Diese wurden mir doch vom großen Manitu in seiner unendlichen Weisheit geschenkt.“ „Ja ond, wilsch sei Gschenk vielleicht bsudele, du Ferkel? Jungfraue häd er dir gschenkt. Wenns beschmutzt sans keine Jungfraue mehr. Finger weg. I bin hier die Königin und i sag wo's lang goht!“ „Ja, aber Suleima und was ist erlaubt?“ „Luge derfsch, allweil luge. Mehr net.“

„Aber Suleima, was soll ich denn dann machen. Ich habe auch meine Bedürfnisse und schließlich sind wir ja im Himmel.“ „No hesch immer noch mi. Deine dir auf Ewigkeiten gegebene Ehefrau.“ (Seufz) „Also Suleima, dann lass es uns doch jetzt machen.“ „Noi, noi. Jetzt gohts net. I hab mei Migräne. S'isch eine göttliche Migräne. Jetzt goht's net.“ „Ja und was soll ich jetzt machen?“ „No, was allweil tuscht. Wix dir eine ab. Kasch ja die andere Hand nehma. No häsch Abwechslig.“

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@Enki40

Und hier noch ein Tag in einer Version des Christenhimmels: Montag, 17. Februar Es ist mal wieder Zeit über den Himmel nachzudenken. Es ist schon merkwürdig, was man oft so kommentarlos hinnimmt. Ich kenne das Gleichnis vom armen Lazarus seit Jahrzehnten, aber wenn man es mal auf Ewigkeiten betrachtet, dann fragt man sich, was man da eigentlich erzählt hat. Die Bibel ist ja noch viel sparsamer in ihren Ausführungen über den Himmel. Ja, der Kirchenvater Augustinus hatte eine so geringe Meinung vom Himmel, dass er glaubte, es müsse uns auf der Erde richtig schlecht gehen, damit wir das, was uns im Himmel erwartet, auch genießen können. Wenn man bedenkt, was den Menschen so alles zugemutet wurde in den vergangenen Jahrhunderten, dann muss der Himmel schon sehr viel Humor haben, dass er dies ertragen hat. So denke ich, dass er auch meine Übersteigerungen mit Humor nimmt. Zur Erinnerung: Das Gleichnis handelt von einem Bettler, der nach seinem Tode in den Himmel kommt und auf Abrahams Schoß sitzen darf, während unten, der auch gestorbene reiche Mann in der Hölle schmachtet. Nun, Lazarus durfte endlich von Abrahams Schoß rutschen und beginnt den Himmel zu erkunden. Statt seiner sitzt jetzt auf einem Schenkel Abrahams Tom, ein heranwachsender Junge und auf der anderen Seite, das kleine Klärchen. Sie sitzen also so und schauen nach unten, wie in der Hölle die Menschen gequält werden. Und schauen, und schauen. Tom wird langweilig. „Du, Abraham,“ meint er, „darf ich zur Abwechslung mal nach unten spucken?“ „Auf keinen Fall!“ antwortet Abraham. „Die Sünder müssen gequält werden und für die ist es bereits ein Labsal, wenn sie nur einen Tropfen deiner Spucke erhalten.“ „Aber was soll ich sonst tun. Mir ist so langweilig.“ „Schau einfach zu, wie sich die Sünder quälen. Aber du darfst hier im Himmel sein.“ „Hmm, also Abraham, ich sollte dringend pi ssen. Darf ich da nach unten pi ssen? Das müsste die doch quälen oder?“ „Auf keinen Fall!“ antwortet Abraham. „Die Sünder müssen gequält werden und für die ist es bereits ein Labsal, wenn sie nur einen Tropfen deiner Pi sse erhalten. Such dir woanders ein Plätzchen, wo du in Ruhe dein Geschäft verrichten kannst.“ „I sott au a Brunni.“ meldet sich nun Klärchen. Abraham blickt sie verständnislos an. „Klärchen meint, dass sie auch pi ssen muss.“ erklärt Tom. „Ach so. Tja, dann suchst du dir eben auch ein Plätzchen, wo du das machst. - Oder warte. Noch besser. Du darfst da nach unten machen. Wenn sie dein Geschlecht sehen, werden sie durch den Anblick noch mehr gequält.“ „Und wenn sie sch ul sind?“ wirft Tom ein. „Schw ule kommen doch alle in die Hölle.“ „Ach so. Ja. - Dann lass das mal und such dir eben auch ein Plätzchen.“ „Ei wo au. S'gitt allweil nur Wolke. Und i schäm mi.“ Klärchen rutscht unruhig auf dem Schenkel von Abraham hin und her. Plötzlich werden ihre Augen größer. „Du, Abby, was isch sell?“ Sie weist auf eine Erhebung, die sich unter Abrahams Gewand abzuzeichnen beginnt. Abraham errötet leicht. „Das ist der Aaronstab.“ meint er etwas verunsichert und verärgert zugleich. „Damit heilt man Kranke.“ „Der isch aber kurz.“ Abraham wird jetzt ärgerlich. „Der wird auch viel gebraucht und ist eben schon abgenutzt. Und jetzt verschwinde endlich und mach dein Geschäft.“ Inzwischen ist Tom zurückgekommen. Er setzt sich aber nicht auf Abraham's Schoß. „Du, Abraham,“ meint er. „Nachdem der Teufel mit seinen Vasallen gefangen genommen wurde, suchen die noch Leute, die die Sünder quälen. Ich hab mich dafür gemeldet. Das ist nicht so langweilig, wie auf deinem Schoß.“

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@dorotheewild

Der ehemalige Stammapostel Hans Urwyler hat erstmals in der NAK den Begriff der Eigenverantwortung genannt. Früher war es leider so ,das  es sehr streng war-wer ohne Trauschein zusammenlebte oder homosexuell war, der durfte nicht zum Abendmahl. Und heute? Da gibt es in der NAK sogar Segensgebete für homosexuelle Paare. Früher in ALLEN Kirchen undenkbar. Stammapostel Schneider ist nun mal auch einer anderen Generation zugehörig als Stammapostel Bischoff. Er kann sehr frei über viele damalige Tabu-Themen reden Stammapostel Schneider erwähnte auch einmal ,das  sich seine Ansicht zum Thema Homosexualität verändert habe. Da er vor fast 20 Jahren neuapostolische Jugendliche kennenlernte, welche später aufgrund ihrer Homosexualität ihr Leben beendeten. Er betet für alle

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@dorotheewild

Vor allem bespricht sich der Stammapostel mit den Bezirksaposteln. Dazu finden regelmäßig kontinentale Bezirksapostel-Versammlungen sowie die internationale Versammlung mit allen 19 Bezirksaposteln weltweit statt. Ferner hat die Neuapostolische Kirche eine sogenannte Koordinationsgruppe sowie Arbeits- und Projektgruppen, die den Stammapostel beraten.

Björn, Sprecher der Neuapostolischen Kirche Norddeutschland.

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Hallo, ich bin neuapostolisch und mein Mann ist evangelisch. Also: Wir (Nak) verwenden auch die Luther-Bibel. Viele Lieder sind gleich, v.a. seit der Gesangbuchreform. Wir haben als Sakramente Taufe und Abendmahl (wie Ev.) und außerdem noch die Versiegelung (Spendung des Hl. Geistes - kriegen die Ev. an der Konfirmation). Sonst ist fast alles gleich, bis auf: unsere Priester sind Laien und predigen spontan, praktisch vom Hl. Geist "eingegeben". Bei uns gibt es Apostel statt Bischöfe (haben wir neben anderen Ämtern auch, aber die Apostel haben den Stellenwert von Bischöfen in der EvK.), zudem haben wir das Entschlafenenwesen, das davon ausgeht, dass Menschen, die schon tot sind, durch Teilnahme an Sakramenten näher zu Gott kommen können - vereinfacht ausgedrückt. Zudem ist die Wiederkunft Christi bei uns etwas präsenter als in der EvK. Sonst ist nicht viel anders. Wir zahlen keine Kirchensteuer und "müssen" auch nichts spenden. Das kann jeder machen, wie er will, und das kriegt auch keiner mit.

 Es gibt in der Neuapostolischen Kirche keine Kirchensteuer .

Amtsträger haben kein Theologiestudium; sie arbeiten ehrenamtlich.(Haben unter der Woche Berufe, welche nichts mit Religion zu tun haben)

Viele Lieder vom neuapostolischen Gesangbuch sind in den Kirchen in England und den USA sehr bekannt

Es gibt 2 mal pro Woche das Abendmahl (in die Hand)

Das Oberhaupt ist der Stammapostel

Es wird an die Wiederkunft Jesus geglaubt

Die Amtsträger tragen schwarzen Anzug und weißes Hemd.

Wenn ein Amtsträger die Predigt beendet und Amen sagt, antwortet die Gemeinde auch mit Amen.

Es gibt die Versiegelung durch Handauflegung eines Apostes

Gott wird im Gebet mit Himmlischer Vater und auch mit Vater der Liebe angeredet

Es gibt in einer neuapostolischen Kirche keine Glocken

Es hat sich in der Neuapostolischen Kirche sehr viel im Laufe der letzten Jahre verändert .Zum  Glück zum Positiven

Es gibt sogar die Regenbogen-NAK, das ist eine Gruppe von neuapostolischen homosexuellen und transsexuellen ChristenInnen.

Der Kirchensteuersatz der evanglischen Kirche ist günstiger als bei der neuapostolischen Kirche. Bei der neuapostolischen Kirche zahlen sogar Arbeitslose, HARTZ IV Empfönger und Sozialhilfeempfänger ire Opferabgaben.

Die ist bei den katolischen und evangelischen Mitgliedern nicht üblich !

Falsch, wir zahlen gar keine Kirchensteuer.

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Dies ist nicht ganz richtig. Die NAK, zumindest wie ich sie kenne, hat einen sogenannten Opferkasten, in den man nach Belieben spenden kann oder nicht. Für größere Spenden wird auf Wunsch eine Spendenbescheinigung ausgestellt. Sehr angenehm habe ich bei der NAK auch empfunden, dass kein Spendenbeutel herumgereicht wird.

richtig ist, dass auf die Abgabe des Zehnten, wie es in der Bibel steht, hingewiesen wird. Dies ist keine Pflicht. Für Strenggläubige kann dies natürlich zu einer riesigen Belastung werden, wenn sie sich getreu daran halten. Aber es wird, nach meinen Kenntnissen, nicht "gezwungen", wie man das in anderen Religionen findet.

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... das mit dem Zehnten war vielleicht in den Fünfziger Jahren so. Heute würden sich alle an den Kopf fassen, wenn vom Altar gepredigt würde, man solle den Zehnten spenden!

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@dorotheewild

Wieviel Euro wären das eigentlich, wenn ein Hartz-Empfänger von seinen 364 Euro den Zehnten spenden würde?

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Wenn jemand nach "kurz und knapp" bei der Beantwortung von Fragen ersucht, ist er selbst meist denkfaul und bequem. Das geht aber nicht, wenn man die wirklichen Unterschiede zwischen Glaubensinstitutionen wie der neuapostolischen und evangelischen Kirche erfahren will. Man unterliegt sonst allzu leicht einseitigen Darstellungen und Beeinflussungen.

Deshalb beschaffe dir die Selbstdarstellung der NAK und der EKD und urteile selbst. Nie war es einfacher als heute im Internet. - Im Zweifelsfall kannst du die Bibel zu Rate ziehen. Sie ist immer der Maßstab, wenn es um kritische, christliche Vergleichsfragen geht.

Da hast du sicherlich recht, es ist nur so, dass ich nicht allzu viel ahnung von der kirche habe, und mich gern informieren möchte. ich habe es wahrscheinlich doof ausgedrückt, ich wollte gerne etwas leicht verständliches, und habe mir durch "kurz und knapp" einfachere antworten vorgestellt. Danke für die guten Websites :) Da ich doch nicht soooo faul bin, haben sie mir sehr geholfen ;)

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