Unter welcher Bedingungen kann mit einem Transformator eine große Wechselspannung erzeugt werden?

4 Antworten

Die Sekundärwicklung zur Erzeugung der hohen Spannung muss aus viel mehr Windungen bestehen als die Primärwicklung zur Einspeisung.

Ein Wicklungsverhältnis von beispielsweise 1 zu 10 (100 Windungen zu 1000 Windungen) erhöht grob gerechnet (ohne Verluste) die Spannung um den Faktor 10. Da Transformatoren nur mit Wechselstrom funktionieren (das Magnetfeld muss sich laufend ändern), muss natürlich auch die Primärseite (Einspeisung mit tieferer Spannung) mit Wechselstrom betrieben werden.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Soll mit dem Transformator nicht nur Spannung erzeugt, sondern auch Leistung übertragen werden, dann muß der Eisenkern eine genügend große Querschnittsfläche haben, um den erforderlichen magnetischen Fluß aufnehmen zu können, ohne in die Sättigung zu gehen.

ja, das wird bei Schulaufgaben häufig vergessen ;-)

Man kann halt nicht einfach 3 Wicklungen um einen Nagel wickeln und sich erwarten, dass das als Trafo funktioniert. Wird leider immer wieder von halb-wissenden Lehrern so verzapft.

Übrigens braucht man eine hinreichend große Eisenfläche auch schon im Leerlauf, denn der Fluss bestimmt sich (fast) alleine durch die angelegte Spannung und ist (fast) unabhängig vom Strom.

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@michiwien22
Übrigens braucht man eine hinreichend große Eisenfläche auch schon im Leerlauf, [...]

Danke für die Klarstellung, das hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm.

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Unter der Bedingung, dass man den entsprechenden Transformator anschließt,

"kann mit einem Transformator eine große Wechselspannung erzeugt werden".

Zu Aufbau und Funktionsweise siehe Wiki "Transformator".

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