In der Atomhülle negativ geladene Elektronen. Im Kern positive Protonen und neutrale Neutronen. Protonen und Neutronen sind im Gegensatz zu Elektronen nicht eigentliche Elementarteilchen, da sich diese aus Quarks zusammensetzen.

Quarks sind Elementarteilchen, die nach heutigem Wissen nicht weiter teilbar sind. Quarks haben Drittelsladungen, das Up-Quark ist 2/3 positiv, das Down-Quark 1/3 negativ. Die positiven Protonen bestehen beispielsweise aus 2 Up-Quarks und 1 Down-Quark, die neutralen Neutronen aus 2 Down-Quarks und 1 Up-Quark.

https://de.wikipedia.org/wiki/Quark_(Physik)

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Wenn ein Leiter durch ein Magnetfeld bewegt wird, werden die darin enthaltenen Ladungsträger (Elektronen) durch die Einwirkung des Magnetfeldes als Kraft auf ihre Ladung in Bewegung versetzt, d.h. es entsteht durch Induktion eine Spannung (Verschiebung der Ladungsträger). Bei einem geschlossenen Stromkreis fließt dadurch schließlich Strom.

Voraussetzung ist, das Magnetfeld muss sich ändern. Entweder durch Bewegung des Leiters im Magnetfeld oder durch Wechselstrom, z.B. wenn bei einem Trafo eine Primärspule ein Magnetfeld für eine Sekundärspule erzeugt.

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Säuren spalten in Wasser Protonen (H+ Ionen) ab, die mit Wasser H2O Oxoniumionen H3O+ bilden, die für den sauren Charakter der Lösung verantwortlich sind (Protolyse).

Basen spalten in Wasser OH- Ionen ab, die für den basischen Charakter verantwortlich sind.

Bei der Neutralisation nehmen die OH- Ionen der Basen die H+ Ionen der Säuren auf und bilden so Wasser H2O.

Bei der Verdrängung wird eine schwächere Säure durch eine stärkere Säure aus ihren Salzen verdrängt. Beispielsweise Kalk (Calciumcarbonat) ist ein Salz der schwachen Kohlensäure. Diese entweicht als Kohlenstoffdioxid, wenn man Salzsäure dazugibt und es entsteht das Salzsäuresalz Calciumchlorid.

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Bei der Übertragung gibt es immer einen Verlust, weil auch die Leitung selber ein Widerstand ist und Spannung abbaut. Der Verlust (Spannungsabfall) nimmt mit steigender Stromstärke zu. Um die Verluste zu reduzieren, wird der Strom hochgespannt, sodass sich die gleiche Leistung (Produkt aus Spannung mal Strom) mit einer geringeren Stromstärke übertragen lässt.

Der Verlust sinkt sogar im Quadrat zur Spannungserhöhung. Zehnfache Spannung bedeutet bei gleicher Leistung 1/10 der ursprünglichen Stromstärke und damit 1/10 soviel Spannungsabfall, was auf die 10-fache Spannung einem Faktor von 100 entspricht.

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Wärmeenergie fließt entsprechend den Gesetzen der Thermodynamik immer vom wärmeren Ort zum kälteren Ort und ist bestrebt, sich gleichmäßig zu verteilen (vergl. Entropie). Soll Wärmeenergie vom kälteren Ort zum wärmeren Ort transportiert werden (vergl. Wärmepumpe), muss zusätzlich Energie (z.B. Strom für den Kompressor) zugeführt werden.

Wärme ist die niedrigste Energieform und kann nur dann in andere Energieformen umgewandelt werden (z.B. in Bewegungsenergie durch eine Wärmekraftmaschine), wenn ein Temperaturgefälle besteht. Gleichmäßig verteilte Wärme kann nicht mehr genutzt werden.

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Schrödingers Katze ist lediglich ein Gedankenexperiment. Natürlich kann eine Katze nicht gleichzeitig lebend und tot sein. Überhaupt scheint es in unserer gewohnten Umgebung unmöglich zu sein, dass gleichzeitig mehrere Zustände herrschen.

In der Welt des Kleinsten, in der Quantenmechanik, können jedoch mehrere Zustände gleichzeitig existieren (z.B. Licht als Welle oder als Photon, also als Teilchen), d.h. es wird erst beim Nachprüfen je nach Experiment ein Zustand festgelegt, wenn eine Wechselwirkung eintritt.

Bei Schrödingers Gedankenexperiment befindet sich eine Katze in einer Kiste. Ihr Leben ist davon abhängig, ob ein bestimmtes Atom zerfällt und durch einen Mechanismus Gift freisetzt oder nicht. Solange die Kiste geschlossen ist, weiß man nicht, ist die Katze tot oder lebend.

Das Gedankenexperiment hat allerdings einen Denkfehler, denn der Mechanismus prüft laufend, ob das Atom zerfällt, d.h. es findet ständig eine Wechselwirkung statt.

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Bild 1 zeigt eine Kernspaltung. Kerne werden durch aufgenommene Neutronen instabil und zerfallen. Dabei wird Energie frei, weil die Bruchstücke inkl. neue Neutronen leichter sind als der Ausgangskern. Masse wird zu Energie E = mc2.

Bild 2 zeigt anscheinend eine Fusion. Leichte Kerne liefern Energie durch Fusion, weil der neue Kern leichter ist als die Ausgangskerne. Das funktioniert aber nur bis zu Kernen, die leichter als Eisen sind. Schwerere Kerne sind instabiler, zerfallen leicht und liefern beim Zerfall Energie.

Kerne enthalten Neutronen und positive Protonen. Eigentlich würden die positiven (gleich geladenen) Protonen einander abstoßen, aber die starke Kernkraft hält die Teilchen zusammen. Diese wirkt bei leichten Kernen besser, weshalb leichte Kerne gut verschmelzen und schwere Kerne instabiler sind.

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Der Energieaufwand zur Spaltung geeigneter Kerne ist gering. Die Kerne werden nicht im eigentlichen Sinn zerschossen, sondern werden durch die zusätzlich eingefangenen Neutronen instabil und zerfallen.

Treffen beispielsweise Neutronen auf Uran-235, so erfolgt eine Kernumwandlung in Uran-236, das instabil ist und in Bruchteilen von Sekunden in zwei mittelschwere Kerne zerfällt.

Die Ursache für die Energiefreisetzung ist folgende: Die Masse des Ausgangskerns plus des aufgenommenen Neutrons ist größer als die Masse der entstehenden Kerne einschließlich der frei werdenden Neutronen. Es tritt ein Massendefekt auf. Die Verringerung der Masse wird zu Energie gemäss Einsteins Formel E = mc2.

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Wärme ist eine ungerichtete Bewegung von Teilchen (kinetische Energie). Diese Energie kann von Teilchen zu Teilchen weitergegeben werden. Gleichzeitig wird von den bewegten Teilchen Wärmestrahlung ausgesendet, die mit steigender Temperatur (stärkere Bewegung) zunimmt.

Die Wärmemenge ist jedoch nicht gleichbedeutend mit Temperatur. Viele Teilchen, die sich schwach bewegen (tiefe Temperatur), enthalten die gleiche Wärmemenge, wie wenige Teilchen, die sich entsprechend stärker bewegen (hohe Temperatur).

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Wenn du mit Reste polare OH-Gruppen meinst, dann schon. Solche Moleküle ziehen sich gegenseitig durch Dipol-Wechselwirkungen an. Dadurch wird zur Loslösung mehr Energie benötigt, der Siedepunkt steigt. Wasser hat beispielsweise durch seine polaren Moleküle einen relativ hohen Siedepunkt, andere Stoffe mit so leichten Molekülen sind bei Raumtemperstur schon längst gasförmig.

https://www.br.de/telekolleg/faecher/chemie/telekolleg-chemie-04-polare-molekuele-100.html

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Wassermoleküle sind wegen der unterschiedlichen Elektronegativität von Sauerstoff und Wasserstoff Dipole mit einer negativen Sauerstoffseite und einer positiven Wasserstoffseite. Bei einem beispielsweise negativ geladenen Stab dreht sich nun die positive Molekülseite in Richtung Stab. Da die positive Seite des Wassermoleküls (die angezogen wird) nun ein ganz wenig näher am Stab ist als die negative Seite (die abgestoßen wird), wird der Wasserstrahl durch den geladenen Stab angezogen.

https://expvorl.physik.uni-muenchen.de/versuche_elektro/elektrostatik/ablenkung_wasserstrahl/index.html

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Durch Einwirken von konzentrierter Schwefelsäure H2SO4 auf Kochsalz (Natriumchlorid) NaCl. Dabei wird die schwächere Salzsäure in Form von Chlorwasserstoffgas HCl aus ihrem Salz ausgetrieben.

Durch Einleiten des erzeugten Chlorwasserstoffs in Wasser erhält man Salzsäure, indem sich in der Lösung H+ Ionen (Protonen) abspalten. Der Name Salzsäure kommt daher, weil sie bereits früher mit Schwefelsäure aus Salz gewonnen wurde.

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Du schreibst mit dem Zerteilungsgrad die richtige Antwort bereits selber hin. Wenn etwas zerkleinert wird, entsteht mit jedem Schnitt zusätzlich Oberfläche.

Je feiner das Mehl (mehr Teilchen bei gleicher Menge), desto größer ist die gesamte Oberfläche aller Teilchen. Der Luftsauerstoff kann darum gleichzeitig in großen Mengen mit dem Mehl reagieren, was zu einer heftigen Verbrennung führt. Gefährlich wird es, wenn das Mehl im "richtigen" Verhältnis mit der Luft vermischt ist (vergl. Staubexplosion).

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Der Hauptbestandteil des Geigerzählers ist das Zählrohr. Dieses steht unter hoher Spannung, sodass gerade noch keine Durchschläge zwischen dem Rohr und einem Draht in der Mitte stattfinden. Wenn geladene Teilchen durchfliegen oder durch energiereiche Gammastrahlung erfolgt jedes mal eine teilweise Ionisation der Edelgasteilchen im Zählrohr. Dadurch entsteht eine Kaskade geladener Teilchen, d.h. es entstehen kurze Stromstöße, die elektronisch gezählt werden oder in einem Lautsprecher ein Knacken erzeugen.

https://studyflix.de/ingenieurwissenschaften/geiger-muller-zahlrohr-1919

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Säuren spalten erst in Wasser gelöst H+ Ionen (Protonen) ab, die dann mit Wasser H2O Oxoniumionen H3O+ bilden, die für den sauren Charakter verantwortlich sind. Beispielsweise Chlorwasserstoff HCl in reiner Form ist ein Gas und gleichzeitig ein Molekül, das sich erst in Wasser in Ionen spaltet und Salzsäure bildet.

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Wir müssen unterscheiden zwischen natürlicher und menschengemachter Erderwärmung.

Das Sonnenlicht durchdringt die Atmosphäre und erwärmt den Erdboden. Der erwärmte Boden gibt seinerseits wieder Wärmestrahlung ab, die aber langwelliger ist und darum durch die Treibhausgase wie Kohlendioxid, Methan und Wasserdampf teilweise absorbiert wird und nicht mehr in den Weltraum entweichen kann. Das führt zu einer Erwärmung, vergl. Effekt durch die Glasscheibe beim Treibhaus.

Ohne Treibhauseffekt wäre es auf der Erde rund 30 Grad kälter, er ist also bis zu einem gewissen Grad erwünscht, d.h. für das Leben auf der Erde sogar notwendig. Zuviel sind die von Menschen zusätzlich freigesetzten Treibhausgase, die für eine zusätzliche (künstliche und somit übermäßige) Erwärmung sorgen.

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Schwarze Löcher, die sich einander nähern, umrunden sich wegen der Bahndrehimpulse und bewegen sich durch ihre Schwerkraft aufeinander zu. Sie verschmelzen zu einem größeren Schwarzen Loch.

Das entstehende größere Schwarze Loch hat jedoch etwas weniger Masse als die beiden ursprünglichen Schwarzen Löcher zusammen, die fehlende Masse wird beim Verschmelzen zu Energie in Form von Gravitationswellen.

Kürzlich ist es gelungen, solche Gravitationswellen nachzuweisen.

https://www.weltderphysik.de/gebiet/universum/gravitationswellen/

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