Überzeugung für Radhelm?

21 Antworten

Glaubst Du nicht, dass Dein Sohn mit 15 Jahren selbst entscheiden kann, ob er einen Helm trägt? Dass Du es für sicherer hältst oder gar an an eine Helmpflicht glaubst (eine gesetzliche Helmpflicht, wie beispielsweise für Motoräder, gibt es nicht.), ist ja schön und gut, aber Deine Ängste musst Du nicht auf Deinen Sohn übertragen.

Bist Du mal auf die Idee gekommen, ihn nach den Gründen zu fragen? Ich lese in Deiner Frage nichts davon, warum er den Helm nicht mehr tragen will. Es muss wohl eine Veränderung in seiner Haltung gegenüber dem Helm gegeben haben.

Auf die Frage, was Du machen sollst, kann man nur antworten, wenn man die Gründe kennt. Vielleicht muss ein Helmhersteller erst irgend einen saugeilen Werbespot veröffentlichen und viel Geld verlangen, damit ein 15jähriger es cool findet, beim Radfahren eine Kopfbedeckung zu tragen. Das war jetzt Spekulation aber vielleicht ist es so banal.

Was willst Du mit einem Schloss? Soll das verhindern, dass Dein Sohn den Helm abnehmen kann? Ich hoffe, Dein Mann kommt nie auf die Idee, Dir einen Keuschheitsgürtel anzulegen. Da haben Frauen sich so lange, gegen die Anmaßungen der Männer gewehrt und dann fällt ihnen nichts besseres ein, als die gleichen Methoden bei Ihren Kindern anzuwenden. Hast Du mal was von Vertrauen gehört?

Sprich mit Deinem Sohn und mach ihm Deinen Standpunkt klar. Aber zwinge ihn nicht. Entscheiden muss er alleine. Hoffentlich sieht Dein Sohn Dich ausschließlich mit Helm, wenn Du auf dem Rad sitzt. Das ist noch keine Garantie, dass er selbst einen trägt, aber etwas vorzuleben ist noch eine der wirkungsvollsten Methoden wenn man etwas durchsetzen will.

Gruß Matti

Du solltest erst mal an den Gründen arbeiten, warum er keinen Helm tragen möchte.

Ich vermute mal, es erscheint ihm uncool oder die Frisur wird zerstört.

Um cool auszuschauen würde ein cooler Radhelm weiterhelfen, welcher sportlich ausschaut und Stil beweist.

Für den Frisurschutz hilft nur das Argument: Besser mit Helm die Frisur ruinieren, als ohne Helm nach einem Unfall keine Frisur mehr zu haben.

Das zieht aber meist genauso, wie einem Raucher mit Gesundheitsargumenten zu kommen.

Ohne es auf die leichte Schulter zu nehmen, muss ich aber auch sagen, dass die Generation Eltern zum Großteil früher auch alle ohne Helm mit dem Fahrrad durch die Gegend gerast sind. Damals hat es nur kaum jemanden gestört. Man sollte die Gefahr nicht zu hoch ansetzen und überdramatisieren.

Ein Hinweis darauf, dass er die Fahrweise bei Fahrt ohne Helm entsprechend anzupassen hat hilft auch schon ein wenig.

Eine mit Strafen belegte Helm-Vorschrift würde nur den Hass auf den Helm verstärken und der Helm würde im Einklang mit der Rebellion gegen die Eltern noch weniger getragen werden.

Fahrten mit Helm sollten entsprechend belohnt und die Gefahren beim Fahren ohne Helm des Öfteren thematisiert werden, so dass der Wille zum Helm selbst heranreifen kann.

Wird deinem Sohn wohl komplett egal sein, aber ich kenne mehrere Leute bei mir im Haus inklusive meinem Vater, die mal von einem abbiegenden Auto erwischt wurden oder von einem Auto, der noch mal schnell "orange" mitnehmen wollte. Ist zum Glück nichts ernstes passiert, aber sie haben alle einen Helm getragen und das hat definitiv geholfen. Ohne Helm auf eine Motorhaube zu klatschen ist nicht das beste Gefühl.

Er denkt wahrscheinlich, dass ein Helm "uncool" sei oder es seine Frisur ruiniere... Kannst ihm ja sagen, dass er mit zerdelltem Kopf als Folge eines Unfalls nicht besser bei den Mädels ankommt.

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