Tochter trägt Kopftuch

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21 Antworten

Das Kopftuch an sich stellt in meinen Augen kein Problem dar. Hierzulande wirkt es natürlich schon eher "exotisch" und bedenklich, nicht zuletzt, da die Medien ihr Übriges dazutun, den Islam generell schlecht zu machen. Es hängt alles vom Charakter ab.

Eine Ex-Freundin von mir ist Muslima, und sie trug das Kopftuch in der Öffentlichkeit, weil sie es selbst wollte. Gab ihr ein Gefühl von Sicherheit, wie sie es darstellte, ohne Kopftuch fühlte sie sich angestarrt. Zu Hause trug sie es nicht, nur wenn männlicher Besuch zu uns kam, der nicht zur näheren Familie gehörte. Ich bin geborener Christ und habe ihr die Entscheidung allein schon deswegen überlassen.

Wichtig wäre wohl zunächst abzuklären, ob ihr Freund das Tragen des Kopftuches von ihr verlangt. Das offene Gespräch ist wichtig. Vielleicht mal den Freund mit Eltern zum Essen oder Nachmittagstee einladen, um sich einen Eindruck zu verschaffen?

Es kann nämlich durchaus sein, daß das Mädchen sich ein wenig fühlt wie in "1001 Nacht", das wäre nicht das erste Mal, das jemand aus der westlichen europäischen Welt von den ersten Eindrücken des Orients etc. überwältigt ist (in positivem Sinne). Das Neue ist schließlich auch spannend, und mit 16 ist man ja auch noch auf der Suche nach der eigenen Identität.

Lange Rede, kurzer Sinn: Verbieten sollte Deine Freundin ihr das Tragen des Kopftuches nicht, aber sie sollte sich einen Gesamteindruck verschaffen. Warum trägt das Mädchen das Kopftuch, in welchem Umfeld lebt ihr Freund, was für ein Typ ist er, wer sind die Eltern? Möglicherweise sind seine Eltern überhaupt nicht konservativ, denn sind sie es, dann ist eine Beziehung zu einem christlichen Mädchen auch für den Jungen nicht unproblematisch. Und wenn sie gar nichts von der Beziehung wissen, läßt das unter Umständen auf seine offene Art schließen. Deine Freundin muß ihrer Tochter fest und vor allem vertrauensvoll zur Seite stehen, denn gewisse Schwierigkeiten sind vorprogrammiert. Wenn nicht durch die Familie, dann durch die Öffentlichkeit. Doch wenn die beiden füreinander einstehen, ohne Wenn und Aber, dann ist das eine tolle Sache. Kannst ja mal Updates posten, würde mich interessieren.

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Ein Kopftuch ist grundsätzlich erst mal nur als Zeichen der "Solidarität" (zu ihrem Freund) zu sehen, und bedeutet nicht, dass sie konvertiert ist, oder das will.

Einmischen würde ich mich da als Mutter nur, wenn ich das Gefühl hätte, ihr Freund (oder dessen Familie) zwingen oder überreden sie dazu.

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das elternteil hat auf jedenfall das mitbestimmungsrecht und erziehungsrecht bei den kindern vor allem wenn sie ncoh nicht 18 sind, aber ob sie etwas wie religion verbieten darf das weiss ich nicht..

zurück zur realistisch besten methode: verbieten hilft denke ich nicht soviel, wie die vorredner schon sagten, sie sollte erstmal mit der tochter reden warum sie das macht und ob sie wiess, für welche religion sie sich damit bekennt etc. und manche kinder bzw. jugendliche haben in dem alter auch eine ultra-rebellische art aso sollte man aufpassen, zuviel strenge kann entgegengesetze wirkung erzeugen...

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Solange es was richtig festes, ernstes ist und der Kerl sich vorstellen könnte sie zu heiraten, dann sollte sich die Mutti da nicht einmischen,sie sollte sich genauer über die Religion informieren, damit sie Klarheit bekommt und einsieht,dass der Islam, genau wie der Christentum auch überall seine sinnvollen Sitten hat und es garnicht so schlimm ist, wie es immer von ahnungslosen Menschen dargestellt wird. Nunja jeder sollte es für sich wissen, aber sie sollte nicht daran zerbrechen es ist immer noch Ihre Tochter,die sie liebt und egal welcher Religion man angehört es zählt der Charakter.Achja der Freund sollte vernünftig sein und die Tochter nicht bedrängen, sie sollten alle gemeinsam sprechen und eventuell Kompromisse schließen..

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Letztendlich befinden sich die Eltern in einem Dilemma. Um die "Freiheit" ihrer Tochter zu schützen, müssen sie ihr gleichzeitig ihre Freiheit nehmen.

Also, entweder sie lassen der Tochter die Freiheit, für sich selbst zu entscheiden, oder sie nehmen ihr diese Freiheit und müssen damit leben, dass sie sich 1. unglaubwürdig machen und 2. die Tochter nach Außen das macht, was sie wollen, und sich nach Innen ihren Teil dazu denkt... Eine vertrauensvolle Beziehung zu einer 16jährigen entsteht nicht durch Verbote.

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Hi, sicher, das "Thema Muslime" ist für dieses Mädchen sicher interessant. Und was "neues" in diesem Alter aus zu probieren ist in dem Alter auch "wahnsinnig" spannend. Dann kommt noch die "Liebe" dazu. Und was für mich das stärkste Argument ist, "man fällt auf" !!! Ich würde sagen, "pubertäres Verhalten"! Wenn die "Liebe" eines Tages vorbei ist, ist auch die Zeit des "Kopftuchtragens" vorbei ! Die Eltern sollten "cool" reagiere und das nicht dramatisieren. Das provoziert nur und stachelt das Mädchen noch weiter/mehr an. Das erledigt sich Alles von alleine! Und wenn sie tatsächlich konvertieren möchte, ist das auch ihre Sache. In 2 Jahren ist eh' der Zug für die Eltern abgefahren. Die Eltern sollten sich lieber mit der Tochter arrangieren, damit sie die Tochter nicht noch verlieren. Die Kinder liebt man, egal was sie tun. Man sollte nur nicht den Fehler begehen, die Kinder nach seinen eigenen Wünschen zurecht zu biegen. Das geht grundsätzlich in die Hose. Kinder sind eigenständige Wesen und haben auch das Recht ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten. Und Fehler machen alle. Die haben wir auch gemacht, oder ??

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Kommentar von turalo
27.11.2013, 12:55

Alles zu dulden und nichts zu verbieten, hieße oft genug, seine Kinder sehenden Auges ins Messer laufen zu lassen.

Wenn die Kinder die Großjährigkeit erreicht haben, können sie allein entscheiden, was sie auch tun sollten - allerdings mit einer guten Portion Aufklärung für's Leben durch das Elternhaus. ICH wusste auch mit 18 nicht unbedingt alles, was für mich gut oder richtig gewesen wäre. Da haben meine Eltern schon noch "mitgespielt". Bei uns ging es darum,. im Familienverband zu leben - da gibt es eben Regeln....

Diese Regeln sind bei muslimischen Familien wohl ungleich strenger

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Es ist wohl ihre Sache, aber.....

Ich als Mutter würde es vielleicht nicht verbieten, aber ich würde diese Freundschaft "hintertreiben". Alles Dagegensprechen würde nur eine noch festere Bindung - aus Trotz - heraufbeschwören.

Es wäre mir fürchterlich, wenn meine Tochter sich ruckzuck ihrem Freund anpassen würde und ihm zuliebe sogar mit Kopftuch herumliefe.

Es gibt mit Sicherheit MIttel und Wege, ihr diesen Freund auszureden.

So schnell wird man keine Muslima, auch in dieser Religion gibt es "Aufnahmekriterien".

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Kommentar von Maity
27.11.2013, 15:04

Da muss ich dich enttäuschen, um Muslima zu werden braucht man nur das Glaubensbekenntnis sprechen.

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tolerieren nicht akzeptieren. die mutter soll der tochter gegenueber ruhig zugeben, dass sie das tragen des kopftuchs missbilligt aber versuchen, diskussionen ueber dieses thema nicht zum streit ausarten zu lassen. ein verbot wuerde die tochter wohl nur zu heimlichkeiten treiben.

und allen, die schon wieder:"wir sind in deutschland, weg mit den kopftuechern.....blablabla" schreien, sei gesagt: vor nicht allzu langer zeit mussten auch christliche frauen ihr haar bedecken, wenn sie in die kirche gingen. in streng glaeubigen gegenden ist dies uebrings immer noch so. (etwas laenger her ist schon, dass verheiratete frauen nicht "barhaeuptig" das haus verlassen durften - daher "unter die haube kommen")

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Wenn das meine Tochter wäre, würde sie das KT zuhause nichT tragen! Jedenfalls nicht vor Gästen! Wenn ich merken würde, dass es ihr mit dem Islam und dem Kopftuch ernst ist, würde ich ihr vorschlagen, dass wir gemeinsam eine Lösung finden, z.B., dass die Familie ihres Freundes ihre Pflegefamilie wird, bis sie 18 ist - und sie zu den Leuten zieht! Wenn meine Tochter und der Junge ständig zusammen wären, würden sie schon merken, ob sie zusammenpassen!

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Verbieten kannst du ihr natürlich nichts, dass müssen die Eltern des Mädchens machen, obwohl es mit Verboten immer so eine Sache ist. Oft treibt man das Kind erst Recht in die Richtung, wo man es eigentlich nicht haben möchte.... und ganz nebenbei bemerkt bin ich als Türke doch immer wieder erstaunt, dass es sowas immer noch gibt. Wahrscheinlich ist der Freund schon die 2. oder 3. Generation, die hier das Licht der Welt erblickt haben, aber dazugelernt haben sie immer noch nichts... Echt traurig!

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Ein Verbot bringt in diesem Alter nichts und verhärtet die Fronten. Ein kurzes Gespräch wäre da m.E. besser, mal vorurteilsfrei fragen, warum sie das tut, ein bisschen auf den Zahn fühlen etc.

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Sie ist in der Pubertät, in dem Alter bringen Verbote gar nichts.

Ein Verbot wird nur ihre Haltung, ein Kopftuch zu tragen, noch bestärken; es wird also genau das Gegenteil von dem bewirken, was man will.

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Tja ... wo die Liebe spricht, singt und tanzt ... da hat der Verstand Sendepause ...!

Die Tochter deiner besten Freundin liebt diesen Mann und als liebende Frau (sehr junge Frau) ist sie bestrebt, ihrem Liebsten all seine Wünsche von den Lippen abzulesen. Und sein dringender Wunsch dürfte es gewesen sein, dass seine Freundin konvertiert und das Kopftuch trägt.

Dagegen nützt kein Verbieten ... und von Toleranz würde ich in diesem Zusammenhang nicht sprechen wollen. Die Mutter MUSS ... auch wenn es ihr noch so schwerfällt, ihre Tochter und deren neuen Liebe und somit auch das "Kopftuch" respektieren. Tut sie das nicht, so wird sich die Tochter von ihr abwenden.

Und ... wer weiß, nicht jede Liebe ist für die Ewigkeit gemacht ... und ... es könnte auch sein, dass das Kopftuch vom Haupte der jungen Frau so rasch verschwindet wie es dort hinkam.

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Artikel 2 Absatz 1 und Artikel 4 Absätze 1 und 2 des Grundgesetzes...

Freie Entfaltung der Persönlichkeit, und Religionsfreiheit... mehr gibt es nicht zu sagen...

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Kommentar von thrombosehose
27.11.2013, 08:57

Artikel 2 Absatz 1 und Artikel 4 Absätze 1 und 2 des Grundgesetzes... Freie Entfaltung der Persönlichkeit, und Religionsfreiheit... mehr gibt es nicht zu sagen...

Wenn sich jetzt alle 16jaehrigen mit allem darauf beziehen wuerden, dann gute Nacht^^

(wenig sinnvoll bei der Kindererziehung das Grundgesetz zu nehmen^^)

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Wenn sie ein Kopftuch tragen möchte, soll sie es, nur will sie das auch von sich aus? oder zwingt ihr neuer Freund sie dazu? Also ein Kopftuch ist mir 100 mal lieber als ein halbnacktes Mädel ;)

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Kommentar von turalo
27.11.2013, 08:56

Zwischen Kopftuch und halbnackt liegt ja noch etwas.

Ich würde schier verrückt, wenn meine Tochter einen solchen Einfall hätte....

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Warum verbieten? Dies ist eine Phase, lasst sie doch! Ein Verbot erzeugt nur noch mehr Sturheit - damit treibt die Freundin ihre Tochter nur noch mehr von sich weg...

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Kommentar von TheDarkKnight16
02.12.2013, 17:39

Glaub mir, das ist keine Phase!Das ist der richtige Weg!Dieses Mädchen hat den richtigen Weg zu Allah gefunden(ISLAM).Jetzt muss sie nurnoch der Wegleitung des Imans folgen, dann ist sie eine richtige Muslima und wird nach ihre Tod dafür auch belohnt.Subhanallah!Allahu Akbar!!!:D

Mfg TheDarkKnight16

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Ich als Elternteil würde es ihr verbieten. Hoffentlich ist das nur so eine Phase bei dem Mädchen. Hol mal alle auf die Barrikaden und sorg dafür, dass die wieder vernünftig wird.

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Kommentar von Ginger1970
27.11.2013, 17:27

Das wird genau das Gegenteil bewirken.

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Ich bin mir nicht sicher aber ich habe mal das Kinder ab einem bestimmten Alter ihre Religion selber entscheiden soweit ich weiss ab 14 ich bin mir aber nicht sicher :)

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Mal wieder typisch - da wirft man einen Brocken in den Ring, aber sich beteiligen, sich wenigstens einmal auch zu äußern - Fehlanzeige.

Da solche Fragen hier an der Tagesordnung sind, wäre ich dafür, sie nach einem Tag zu löschen.

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Hallo youngindy,

also ich finde das garnicht so schlecht, dass sie jetzt ein Kopftuch trägt und wenn der Freund ein richtiger Muslim ist, dann wird er, wenn er sie liebt auch nicht verlassen, denn Schluss zu machen mit einer Freundin oder sich scheiden zu lassen von seiner Frau ist, steht im Koran eine Sünde!Und wenn deine Freundin zum Islam konvertiert, dann ist das super, denn dann hat sie sich vor dem Höllenfeuer gerettet und sie kommt wenn sie in ihrem Leben tut, in den Himmel.Ich bin auch ein stolzer türkischer Muslim und ich hoffe dir hat meine Antwort (b.z.w Meinung zu diesem Thema) weitergeholfen.

Mfg TheDarkKnight16

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Kommentar von earnest
29.11.2013, 07:21

Himmelundhöllenochmal, stolzer türkischer Muslim und dunkler Ritter: Wir leben im 21. Jahrhundert.

Mit solchen Dohungen bzw. Versprechungen lockst du doch hier keinen halbwegs vernünftigen Hund mehr hinterm Ofen weg.

Gruß, earnest

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