TN-C-S Netz, wieso erdung?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Erdung durch ins Haus führende Zuleitungskabel unterliegt zum einen dem Nachteil des Kabelwiderstandes und zum zweiten Induktionsströmen durch funk- und magnetische Einflüsse oder nahe Blitzeinschläge, die das Erdungspotential des Hausstromnetzes kurz- oder langfristig verändern.
Selbst das schwache Erdmagnetfeld erzeugt unterschiedliche Erdungspotentiale zwischen 2 beliebigen Punkten, wenn diese weit genug auseinander liegen.

Dadurch kann es zu Ausgleichsströmen kommen, falls man durch die Erde geerdete Teile, z.B. Gas- und Wasserleitungen und über das Netz geerdete Geräte (z.B. Waschmaschine, Herd) zusammenbringt oder diese zeitgleich berührt.
Damit diese Ströme verhindert werden, muss eine örtliche Erdung um das Haus in die Erde gelegt werden und an der Potentialausgleichschiene mit sämtlichen Metall-Leitungen (Gasrohre, Wasserrohre, Stromnetzerdung, Antennenmasten, Kabelrinnen, metallische Verteilerschränke usw.) kurzgeschlossen werden.
Von dieser Schiene aus werden alle ungewollten Ströme zum örtlichen Erdungspunkt abgeleitet.

Zusätzlich sorgt eine gute Erdung dafür, dass Überwachungseinheiten, wie FI-Schalter (RCD) im Fehlerfall möglichst schnell abschalten (unter 30 ms) und so Leben geschützt wird.

Gruß DER ELEKTRIKER

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Besser kann man es kaum erklären :-)

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@Gluglu

Hmmm, du bist aber sehr anspruchslos.

Hier wird das Thema EMV völlig ausgespart und nur die vermeintlichen Vorteile genannt. Eine solche (wenn auch vorschriftsmäßige) Erdung kann zu Problemen in der Elektroanlage führen.

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@ProfDrDrStrom

Machen wir es wie immer: Du hast einfach recht und ich meine Ruhe, denn den erforderlichen Umfang für seine Zwecke hat er ja erhalten.

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@Gluglu

Ruhe in Frieden!

denn den erforderlichen Umfang für seine Zwecke hat er ja erhalten

Das glaubst du, aber es reicht nicht eben nicht auf ausgelatschten Pfaden zu wandeln. Das reicht eben nur wenn man sein Ruhe sucht.

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@ProfDrDrStrom

Sicherlich hat hier die EMV ihre Berechtigung, aber warum soll ich so weit ausholen, wenn der Fragende mit den Tiefen des Fachwissens relativ wenig anfangen kann oder gar überfordert ist.
Mir ging es hier nur um die Grundlagen und wer mehr will, kann auch diese 3 Buchstaben bei Tante Google abfragen.
Wenn hier selbst Fachleute "Widerstand" mit ie schreiben, muss ich nicht auch noch mein 42 Jahre altes Berufs- und Erfahrungswissen im Detail erklären.
Die Feinheiten sind manchmal einfach unwichtig.

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@JoGerman

Sollst du gar nicht. Deine Antwort ist auch nicht zu beanstanden.

Nur wenn jemand deine Antwort dermaßen lobt, sollte man auch auf andere Aspekte hinweisen.

Diese „3-Buchstaben“ haben ihr eigenes Gesetz. Wenn wir danach handeln, dürfte teilweise im TN-C System gar nicht erden.

Der Fragesteller wirft ja auch das Argument der „mitgebrachten“ Erde ein.

Also, ich kritisiere deine Antwort keineswegs, es fehlt für meinen Geschmack halt etwas.

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Okay, aber warum kommt dann eigentlich netzt seitig pe und N, dann bräuchte ich doch gar nicht Pe. Denn ich erde ja selber durch die Metallstange welche verbunden wird mit der potentialausgleichschiene. Kann sein das die Frage dumm ist allerdings bin ich noch am Anfang. Lg

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@Vbbbbbbbb

Der PEN-Anschluss an dem Generator (oder Trafo) ist geerdet, damit auch der Neutralleiter etwa Erdpotential hat. (Nur im IT-Netz, das z.B. oft in Krankenhäusern zu finden ist, ist der Generator gegen Erde isoliert, damit man keinen Stromschlag erleidet, wenn man eine Ader berührt.)

Bis zum Haus ist der PE- und der N-Leiter in einer Ader kombiniert. (Daher das C in TN-C(-S).)

(Korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege, es ist schon relativ spät und da funktioniert das Wissen abfragen nicht mehr so gut...)

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wobei gas und wasserleitungen in meiner region bestimmt schon 40 jahre aus kunststoff sind und deshalb nix dazu beitragen.in städtischen bereichen altes netz kann es möglicherweise so sein

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@wollyuno

Wasser selbst ist ebenfalls ein Leiter, wenn auch ein schlechter...

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@JoGerman

bringt aber so gut wie nix beim strom als erdung.die hauptleitung mit 100 mm durchmesser ist ebenso aus plastik bei uns

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bedingt durch den wiederstand des mitteleliters und damit einhergehender spannungsverschleppung, so wie diverser induktiver, aber auch kapaztiver effekte treten ohne eine verbindung zwischen dem mitteleliter und dem potenzialausgleich im haus schon mal spürbar bis gefährlich hohe spannungen auf. ins besondere dann, wenn durch einen fehler in der installation geerdete infrastruktur mit einem außenleiter in kontakt kommt.

ähnliche probleme hatten wir schon bei installationen im TT Netz. wir empfehlen unseren kunden im TT Netz und oder im öffentlichen / gewerblichen Bereich generell die verwendung von Leitungsschutzschaltern mit zusätzlichem Schalltkontakt für den Neutralleiter z.B. EPC 61 N von Genereal electric. für drehstromkreise wäre das EPC 63 N, besser noch EPC 64, lezterer überwacht auch den Neutralleiter und schaltet ebenfalls bei einem Überstrom auf dem Neutralleiter ab. nicht lineare lasten im drehstromverbund können zu weilen schwierigkeiten machen.

lg, anna

Wenn du möchtest, kannst du dir gerne das EMV-Gesetz durchlesen und wir können anschließend diskutieren.

Ich bin zwar kein Professor mit doppeltem Doktorgrad und lediglich RFT-Meister und BSFK im Unruhestand, aber vielleicht belesener als du dir glauben magst.

Das Energiewirtschaftsgesetz kenne ich und mit mir kann man sich aus dem Stand über sämtliche bisherigen Erdernormen und den Entwurf der DIN 18014:2021-01 unterhalten, zu dem ich mehrere Anregungen und Einsprüche vorgetragen habe. U. a. über die wird in der nächsten Zweitagessitzung Ende Oktober beim NABau in Berlin verhandelt.

Auch die beiden b.v.s-Stellungnahmen sowie die Gegenpositionen von Amev und Bundesnetzagentur sind mir bestens bekannt. Allgemein anerkannte Regeln der Technik, welche mit dem Energiewirtschaftsgesetz unvereinbar sind, kenne ich allerdings keine.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Warum?

Weil sie in der VDE-Norm 0100-540 für Neuanlagen gefordert wird.

Die Versorgungsnetzbetreiber behaupten die Menge an Erdern stützen die Gesamterdung (was sicher stimmt).

Allerdings ist dieses wahllose erden von Elektroanlagen nicht für alle Anlagen zu empfehlen, auch wenn es vorgeschrieben ist.

Es werden Konflikte mit dem EMV-Gesetz nicht beachtet.

Woher ich das weiß:Hobby – Meine Beiträge sind keinesfalls rechtsverbindlich!
Es werden Konflikte mit dem EMV-Gesetz nicht beachtet.

Bitte die angebliche Konfliktpassage aus dem EMV-Gesetz zitieren.

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@Dipol1

Wenn du möchtest, kannst du dir gerne das EMV-Gesetz durchlesen und wir können anschließend diskutieren.

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