Theodizee neues Testament

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Meine persönliche Antwort darauf ist: Freiheit.

Hätten wir keine Freiheit, sondern könnte nur Gutes tun, würden wir in unserem Tun deutlich eingeschränkt. Aber das grösste Geschenk, das Gott den Menschen mitgegeben hat, ist die Freiheit. Dazu gehört auch die Freiheit Fehler machen zu dürfen, sogar die auch "Böses" tun zu können (wobei man jetzt philosophieren könnte, aus welcher Sicht etwas "böse" ist, aber das ist ein anderes Thema, das nur indirekten Bezug zu hier hat).

Ansonsten gäbe es keine Wahlmöglichkeiten und wir würden alle in einem Rosa-Wolken-Wattebausch-Land leben... würde ich mir zumindest vorstellen.

Christus ging dem Leiden nicht aus dem Weg, sondern durchlebte es bewußt. Auch wenn von ihm berichtet wird, dass er ebenso Angst hatte heißt das, dass Gott auch in den tiefsten Abgründen menschlichen Daseins da ist.

Diese Zusage geht weit über ein anklagendes "Warum läßt Gott das zu?" hinaus.

Fragen nach der Gerechtigkeit Gottes führen übrigens zu nichts. Gott ist unergründlich. Und erst wenn wir ihn schauen können, dann können wir ihn das fragen.

57. Wenn Gott allmächtig ist und für alles sorgt, warum gibt es dann das Böse?

Auf diese schmerzliche und auch geheimnisvolle Frage kann nur der christliche Glaube als Ganzer eine Antwort geben. Gott ist auf keine Weise, weder direkt noch indirekt, die Ursache des moralischen Übels. Er erhellt das Mysterium des Bösen durch seinen Sohn Jesus Christus, der gestorben und auferstanden ist, um das große moralische Übel zu besiegen, das die Sünde der Menschen ist und das die Wurzel der anderen Übel darstellt.

58. Warum lässt Gott das Böse zu?

Der Glaube gibt uns die Gewissheit, dass Gott das Böse nicht zuließe, wenn er nicht sogar aus dem Bösen etwas Gutes hervorgehen ließe. Auf wunderbare Weise hat Gott dies bereits im Tod und in der Auferstehung Christi verwirklicht: Aus dem schlimmsten moralischen Übel, der Ermordung seines Sohnes, hat er das größte aller Güter gemacht: die Verherrlichung Christi und unsere Erlösung.

Benedictus PP XVI, Katechismus der Katholischen Kirche Kompendium, 28. Juni 2005, S. 46-47

  1. Wenn Gott allmächtig ist und für alles sorgt, warum gibt es dann das Böse?

Die eigentliche Frage ist aber nach dem Schlechten, dem Unglück, dem Leid, wie z.B. Krankheit, Alter, Naturkatastrophen, Hungersnot ... und natürlich auch das durch Menschen gemachte Leid.

Auf diese schmerzliche und auch geheimnisvolle Frage kann nur der christliche Glaube als Ganzer eine Antwort geben.

Die Antwort wird sofort hinfällig, wenn man das durch Krankheit erzeugte Leid der Tiere betrachtet, z.B. Lungenwürmer bei Igeln (als Säugetiere relativ leidensbetroffen).

Er erhellt das Mysterium des Bösen durch seinen Sohn Jesus Christus,

"Das Böse" lässt sich doch auf der Basis von Evolution (Konkurrenz der Arten und Individuen innerhalb der Arten) und der Psychologie (Krankheit) recht gut erklären. Wo ist da ein Mysterium, und vor allem ein Mysterium das durch Jesus erklärbar wird?

  1. Warum lässt Gott das Böse zu?

Die eigentliche Frage sollte sein, warum laut Bibel Gott das Böse verursacht, z.B. Sündflut, Steinigung für Sammeln von Feuerholz, Verfolgung von Homosexualität, Ausrottung von Völkern ...

Der Glaube gibt uns die Gewissheit, dass Gott das Böse nicht zuließe, wenn er nicht sogar aus dem Bösen etwas Gutes hervorgehen ließe.

Würdest du dich trauen das auch einem Juden zu sagen, der seine gesamte Familie in Vernichtungslagern verloren hat?

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@WotansAuge

Würdest du dich trauen das auch einem Juden zu sagen, der seine gesamte Familie in Vernichtungslagern verloren hat?

Ohne Hitler hätte es kein Israel gegeben.

Im Übrigen ist das Leid eine subjektive Kategorie. Im römischen Katholizismus wird Gott als das Glück und daher die Sünde, die Trennung von Gottes Vollkommenheit, als das Leid schlechthin gesehen.

Was die Grausamkeiten in der Bibel betrifft: Wer sind wir, dass wir über Gottes Ratschluss richten?

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Findet sich ein Bezug zum Buch Hiob (Ijob) im neuen Testament und, wenn ja, worin besteht er?

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Wieso spielen die sogenannten katholischen Briefe in der christlichen Theologie nur eine untergeordnete Rolle?

Glaubt man der christlichen Überlieferung gibt es im neuen Testament Briefe von unmittelbaren Jüngern Jesu (Petrus, Johannes, Jakobus und Judas (???)) Die Briefe hätten doch eigentlich einen größeren theologischen Wert als die Evangelien oder die Paulusbriefe, die auch nach christlicher Überlieferung nicht von Zeitzeugen verfasst wurden. Dennoch wird auf diese Briefe selten Bezug genommen. Warum eigentlich?

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Haben apokryphe Schriften einen theologischen Wert?

Hallo :) Mal wieder eine Religionsfrage, passend zu Pfingsten. Vermutlich werden sich in erster Linie Christen angesprochen fühlen:

Haltet ihr die Apokryphen (vor allem das Thomasevangelium) grundsätzlich für etwas Negatives, wovon man als Christ Abstand halten sollte? Oder meint ihr, dass sie vielleicht auch einen gewissen "Wert" für Gläubige haben können?

Es gibt einige Logien im Thomasevangelium, die mich als Christen durchaus ansprechen:


Jesus Jünger fragten ihn und sagten zu ihm:

Willst du, dass wir fasten? Wie sollen wir beten? Sollen wir Almosen geben? Welche Speisenordnung sollen wir einhalten? Jesus sagte: Lügt nicht und tut nicht das, was ihr hasst, weil alles ist im Angesicht des Himmels enthüllt; denn es gibt nichts Verborgenes, das nicht offenbar wird und es gibt nichts Verhülltes, das bleiben wird, ohne enthüllt zu werden.

Logion 6

Oder dieses hier:


Seine Jünger sagten zu ihm:

„Wann wird das Königreich kommen?“ Jesus sagte: „Es wird nicht kommen, indem man darauf wartet. Man wird nicht sagen: Seht, hier ist es’, oder: Seht, dort ist es’, sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde und die Menschen sehen es nicht.“

Logion 113

Es gibt allerdings auch sehr merkwürdige Logien, die man kaum verstehen oder interpretieren kann, da sie aus irgendeinem unbekannten Kontext herausgerissen zu sein scheinen. Andere scheinen durch gnostische Einflüsse geprägt worden zu sein.

Das Thomasevangelium kann man hier in deutscher Sprache lesen: http://thomas.diebibel4you.de

Wie steht ihr zu den Apokryphen?

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Heiligenverehrung erklärt?

Wie erklärt die katholische Kirche die heiligenverehrung?

Wenn heilige doch Christus sind, und wir alle zur Gemeinschaft der heiligen gehören und wir den Leib Christi bilden, wieso sind wir dann nicht alle Gott?

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Wie findet ihr das Humanistische "Glaubensbekenntnis" im vergleich zum Normalen?

Ich glaube an den Menschen

Den Schöpfer der Kunst

Und Entdecker unbekannter Welten.Ich glaube an die Evolution

Des Wissens und des Mitgefühls

Der Weisheit und des Humors.

Ich glaube an den Sieg

Der Wahrheit über die Lüge

Der Erkenntnis über die Unwissenheit

Der Phantasie über die Engstirnigkeit

Und des Mitleids über die Gewalt.

Ich verschließe nicht die Augen

Vor den Schrecken der Vergangenheit

Dem Elend der Gegenwart

Den Herausforderungen der Zukunft

Aber ich glaube

Dass wir bessere Wege finden werden

Um das Leid zu vermindern

Die Freude zu vermehren

Und das Leben zu bewahren.

Ich glaube an den Menschen

Der die Hoffnung der Erde ist

Nicht in alle Ewigkeit

Doch für Jahrmillionen

(Amen)

Ich glaube an Gott, den Vater,

den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel;

er sitzt zur Rechten Gottes,

des allmächtigen Vaters;

von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige christliche Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten

und das ewige Leben.

Amen

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Was bedeutet diese Satze?

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