Themen für den Religionsunterricht

17 Antworten

Hallo, meine Antwort geht vielleicht etwas an deiner Frage vorbei, könnte aber trotzdem hilfreich sein: Sehr gut finde ich die Möglichkeit, die Mädchen zu fragen, welche Themen sie interessieren. Weiter würde ich auch provokativ (= hervorrufend!) Themen anbieten, vor allem Themen, die mir selbst etwas bedeuten, denn dann stehe ich auch persönlich hinter dem, was ich sage. Nun etwas zur Methodik: Früher gab es die Unterscheidung zwischen Bibelunterricht undKatechismusunterricht. Beide Formen gehen heute etwas an der Zeit vorbei, da die Interessen anders liegen. In den 70er-Jahren war es progressiv, einen sog. problemorientierten Unterricht anzubieten. Das führte dazu, dass der Religionsunterricht sich oft zu einem reinen Sozialkundeunterricht verschob. Inzwischen gibt es einen Unterricht, der auf dem Prinzip der Korrelation basiert, das heißt: Ich gehe von einer Fragestellung der Teilnehmer, von einer religiösen Frage, einem persönlichen Problem oder sogar einer Glaubenserfahrung aus, arbeite zunächst in diesem Bereich und frage dann nach, welche ähnlichen Erfahrungen und Lösungen es bei anderen Menschen gibt. Für den Deutschunterricht wäre das ein Vergleich mit Literatur allgemein. Für den Religionsunterricht bietet sich dann natürlich die Bibel an. Das bedeutet: Ich bringe die Erfahrung der Menschen dort mit meinen Erfahrungen in Korrelation. Umgekehrt kann ich, wenn das Interesse besteht, auch von einem Bibeltext ausgehen, darf aber nicht dabei bleiben, sondern stelle dann die Verbindung zu meiner persönlichen Erfahrung her. Klassisches Beispiel: Erlebnis von Mangel, Unterdrückung, Mobbing, Gewalt im Vergleich zur Situation der Israeliten in Ägypten und die Rettung.

Ich habe mal die berühmte Pillen-Enzyklika gelesen und ich muss sagen, der Mann hatte Recht. Oft werden die Originaltexte der Päpste oder Bischöfe nur sehr verkürzt wiedergegeben, es lohnt sich, mal einen Blick in das Original zu werfen. Warum hat er das gesagt, welche Argumente hat er angeführt, was ist davon heute noch für uns gültig.

Römisch-katholisch, getauft und aufgezogen. ;-)

Ok, das ist ein guter Hinweis. Auch ein Punkt in dem ich mir unsicher bin: Inwieweit die originalen Texte (Enzykliken oder andere Verlautbarungen von BK und Heiligem Stuhl) interessant sind. Ich denke, dass ich sie ab und an mit einfließen lassen werde.

Danke für die "Ermutigung". :-)

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Themen, die im Reli-Unterricht immer zu kurz kamen, waren biblische Inhalte (Wir haben meist nur Ethik gemacht). - Heiligen-Biographien sind auch spannend (Nicht nur das theoretische Nachdenken). - Die katholische Religionsausübung und Frömmigkeit zu reflektieren, das fehlte.

Es gibt nur eine essentielle Frage: Warum werden Menschen (massiv) religiös indoktriniert?

Besonders interessant ist in diesem Kontext die Frage warum man das bereits mit der Geburt macht, also zu dem Zeitpunkt, an dem noch kein Geist entwickelt ist. Und natürlich die wissenschaftliche Seite, in der eindeutige empirische Fakten vorgelegt werden müssen, die ohne Zweifel und für jeden verifizierbar sind. Es geht nicht um Beweise, sondern schlicht und einfach um Fakten. Und keine Haarspaltereien. Die Realität mag man rhetorisch in die Mangel nehmen können. Austricksen lässt sich die Wahrheit an sich aber nicht.

Ich denke, dass diese Thematik bei den verschiedenen Diskussionen immer wieder zur Sprache kommen wird. :-)

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das thema tod fände ich interessant, das müsste auch im lehrplan stehen... jedenfalls finde ich, dass jeder aus welcher religion auch immer darüber diskutieren kann, weil es jeden betrifft und uns ja irgendwie "verbindet".

Vollkommen richtig - das Thema Tod, Sterben, Euthanasie, Abtreibung, Hospiz ist mit enthalten - und da kommt auch keiner dran vorbei. :-)

Dafür erachte ich es selbst als viel zu wichtig. :-)

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