Suche einen guten Namen für ein Restaurant?

48 Antworten

"Taste the world"

Ein neues Restaurant so zu konzipieren, dass es nicht in der Masse der Konkurrenz untergeht, ist nicht gerade einfach. Im Gegensatz zum Kommentar von EinAlexander sehe ich da keine Vergleichbarkeit zu Google und Amazon: Es handelt sich nicht um ein völlig neues Geschäftsfeld, dass man als erster erfolgreich umsetzt, eher um das Gegenteil.

International kann da schnell auch beliebig bedeuten. So landet man bestenfalls auf Standard-Hotelrestaurantniveau und erzielt wenig Aufmerksamkeit.

Vorher würde ich mir daher grundsätzlich noch ein paar mehr Gedanken machen:

  • Welches Preisniveau möchte ich erreichen?
  • Welche (internationalen) Gerichte können überhaupt auf entsprechendem Preisniveau zubereitet werden?
  • Was lassen die Räumlichkeiten an Möglichkeiten zu? (Lage, Garten, Kundenverkehr, Zugänglichkeit).
  • Welche Idee, welches Konzept macht das Restaurant besonders? Gibt es ein besonderes Servicekonzept, besondere Ideen zur Präsentation, zu den Gerichten?
  • Werden Vegetarier, Veganer, Diabetiker und andere Spezialfälle so berücksichtigt, dass sie sich nicht als Kunden zweiter Klasse fühlen? (als Negativbeispiel: gleiches Menü, nur das Fleisch wird weggelassen) Oder entscheidet man sich bewusst für ein Restaurant, dass deutlich macht, dass es für diese Gruppen keine Heimat bietet?
  • Sind genug Reserven für Durststrecken vorhanden, zwischen Reiz des Neuen und Gewinnung von Stammgästen?

Natürlich sollte man nicht grundsätzlich pessimistisch an eine Neugründung herangehen und sich sagen: "Oh Gott, das ist ja unmöglich!" Es aber durchaus sinnvoll, nicht konzept- und ideenlos einen Schuldenberg anzuhäufen.

sehe ich da keine Vergleichbarkeit zu Google und Amazon: Es handelt sich nicht um ein völlig neues Geschäftsfeld, dass man als erster erfolgreich umsetzt,

Google erschloss kein völlig neues Geschäftsfeld und war schon gar nicht erster in diesem Segment. Google trat in einen Markt ein, der damals bereits gesättigt war durch Anbieter wie Altavista, Lycos, Yahoo, Excite, Infoseek und anderen. Auch amazon erschloss kein völlig neues Geschäftsfeld sondern verkaufte Bücher wie tausende andere auch.

Dagegen ist die Idee eines Restaurants oder Fast-Food-Restaurants, das Gerichte aus aller Welt anbietet, ein völlig neues Geschäftsfeld, dass man als erster erfolgreich umsetzt.

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@EinAlexander

Das sehe ich anders:

Als Google aktiv wurde, arbeiteten die meisten anderen Anbieter mit redaktionell erstellten Webseitenkatalogen, die mit dem Tempo neuentstehender Internetpräsenzen nicht mitkamen.

Altavista wäre eine echte Konkurrenz gewesen, baute ihr Angebot aber zum Webportal um, mit entsprechenden Performance-Nachteilen bei den damals üblichen Modemverbindungen.

Google hatte als einzigartigen Vorteil, die karge Startseite, die einen erheblichen Geschwindigkeitsvorteil bedeutete und dazu die besseren Suchalgorithmen. An die gravierend bessere Performance und Suchleistung kann ich mich beim Start von Google noch gut erinnern.

Bei Amazon gab es natürlich schon Konkurrenz durch andere Anbieter. Der rasant wachsende Onlinehandel dank immer mehr Kunden, die Verfügbarkeit von Risikokapital für alles mit irgendeiner Verbindung zu "Internet" ermöglichte es Amazon die ersten sechs Jahre ohne Gewinn abzuschließen. Erst 2002 gab es eine positive Bilanz.

Der Marktbereich "speisengeprägte Gastronomie" ist dagegen ein Markt, der inflationsbereinigt von 2002 bis 2012 Umsatzeinbußen von 16,9 % hatte: https://www.boeckler.de/pdf/p_edition_hbs_188.pdf

Es ist also kein "Sexy"-Markt, der Risikokapital anzieht, sondern ein Markbereich, wo man auf normale Kredite und Eigenkapital angewiesen ist. Ein Markt mit harter Konkurrenz durch etablierte Angebote und Systemgastronomie. Daher ist die Analogie auch zu Amazon sehr weit hergeholt.

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@derLordselbst
Google hatte als einzigartigen Vorteil, die karge Startseite, die einen erheblichen Geschwindigkeitsvorteil bedeutete und dazu die besseren Suchalgorithmen

Sag ich doch. Google trat in einen gesättigten Markt (Internetsuche) ein mit einem Produkt, das eben besser war als die der bisherigen Marktteilnehmer (kein Webkatalog, keine überladene Startseite, gute Ranking-Algorithmen hervorragende Performance).

Der Marktbereich "speisengeprägte Gastronomie" ist dagegen ein Markt, der inflationsbereinigt von 2002 bis 2012 Umsatzeinbußen von 16,9 % hatte:

Darin sind allerdings auch die Restaurants enthalten, die - wie der Großteil der schlecht gehenden Restaurants - stur so weitermachen wie schon immer.

Es ist also kein "Sexy"-Markt, der Risikokapital anzieht, sondern ein Markbereich, wo man auf normale Kredite und Eigenkapital angewiesen ist.

Risikokapital lässt sich in der heutigen Zeit bei Realzinsen unter 0% leichter akquirieren denn je - natürlich muss das Konzept und die Idee stimmen. Eine Restaurant zu eröffnen, das eine schlanke Produktpalette anbietet, die dafür auf vielfältige Arten gewürzt und zubereitet wird, halte ich für eine einfach zu realisierende Idee mit großem Expansionspotential.

Ein Markt mit harter Konkurrenz durch etablierte Angebote und Systemgastronomie.

Einem solchen Markt stand der Türke auch gegenüber, der in Deutschland den erste Drehspieß aufstellte.

Daher ist die Analogie auch zu Amazon sehr weit hergeholt.

Wirklich? Jemand hatte die Idee, übers Internet Bücher zu verkaufen obwohl noch kaum jemand einen Internet-Zugang hatte und es selbst in den kleinsten Städten mindestens zehn Buchhändler gab. Er hat gezeigt, dass das funktionieren kann, wenn man das lange genug macht und hat Geld bekommen von Leuten in einer Zeit, da es selbst für sichere Geldanlagen 6% Zinsen gab.

Wenn ich in der heutigen Zeit jemandem zeige, dass ein Restaurant Besucher anzieht, dass - anders als alle anderen Restaurants - "Speisen aus aller Welt" anbietet, sehe ich kein Problem, Geldgeber zu bekommen.

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@EinAlexander

Da ich Freunde habe, die selbst Gastronomie-Unternehmen führen oder geführt haben, bin ich mir sehr sicher, dass in diesem Bereich das Geld von Banken und Kapitalgebern überhaupt nicht leicht verfügbar ist.

Dass die Ausgangssituation in einen neu entstehenden, progressiv wachsenden Markt (bzw. wenn man ein neues Bedürfnis schafft) ganz anders ist als in einen schrumpfenden, sollte keiner Erklärung bedürfen.

Ob die Ideen von Speisen aus aller Welt als positive Besonderheit ankommt, kann ich nicht wirklich beurteilen. Allerdings ist meine persönliche Einschätzung da eher negativ:
Wie besteht man gegen die Originale, also gegen die landesspezifischen Restaurantangebote? Ich könnte mir wohl eine Systemgastronomie vorstellen, die in einem Restaurant bestimmte "Zonen" nach Ländern hat und das ganze wirtschaftlich über einen Einkauf für mehrere Restaurants und einen standardisierten Speiseplan darstellt. Das Manko sehe ich darin, dass man pro Restaurantbesuch nur eine Mahlzeit zu sich nimmt, viel Auswahl oft eher überfordert und eine "internationales" Ambiente eher beliebig wirken kann.

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@derLordselbst
bin ich mir sehr sicher, dass in diesem Bereich das Geld von Banken und Kapitalgebern überhaupt nicht leicht verfügbar ist.

"Nicht leicht" ist eher eine starke Untertreibung. "Gar nicht" dürfte es eher treffen. An Geld kommt man aber dann, wenn man im Kleinen gezeigt hat, dass die Idee funktionieren könnte. Dann finden sich evtl. auch Geldgeber außerhalb der Bankenszene.

Dass die Ausgangssituation in einen neu entstehenden, progressiv wachsenden Markt (bzw. wenn man ein neues Bedürfnis schafft) ganz anders ist als in einen schrumpfenden, sollte keiner Erklärung bedürfen.

Ich sehe die Nachfrage nach der Dienstleistung "Gastronomie" ganz und gar nicht als schrumpfenden Markt. Im Gegenteil. Allerdings mag es sein, dass das Angebot schneller wächst als die Nachfrage. Um hier Fuß fassen zu können, ist eine neue Idee gefragt. Zum Beispiel "Speisen aus aller Welt".

Sicher gibt es Personen die überfordert sind, wenn die Auswahl in einem Laden größer als die bei Aldi ist. Ich kenne persönlich aber neimanden, der sich jemals beklagt hat, dass es bei Rewe oder Edeka Gewürze aus aller Welt gibt - wieso sollte sich jemand beklagen wenn es ein Restaurant mit "Speisen aus aller Welt" gibt?

Wie besteht man gegen die Originale, also gegen die landesspezifischen Restaurantangebote?

Man könnte Gerichte anbieten, die auf derselben Grundzutat basieren (ein bestimmtes Fleisch, Fisch oder Geflügel) und diese dann mit landestypischen Gewürzen abschmecken. Ein Vierertisch könnte dann dasselbe Fleisch, Fisch oder Geflügel bestellen, zubereitet z. B. auf mediterrane, asiatische und kreolische Art. Das bietet der Italiener (Grieche, Inder, Spanier, Türke) nicht.

Das Manko sehe ich darin, dass man pro Restaurantbesuch nur eine Mahlzeit zu sich nimmt,

Das kann der Vorteil dieser Gastronomie sein. Diskussionen wie "Zum Italiener? Schon wieder? Lass uns zum Griechen gehen" führen doch letztendlich dazu, dass man den Italiener (Grieche, Inder, Spanier, Türke) nur jedes fünfte mal besucht, das "Weltrestaurant" dagegen regelmäßig, weil dort die Auswahl an Geschmacksnuancen deutlich größer ist.

viel Auswahl oft eher überfordert

Das Angebot der Grundzutaten muss gar nicht so groß sein. Zwei Sorten Fleisch, ein Geflügel, zwei Sorten Fisch genügen. Als Beilage Reis und Nudeln. Mit der entsprechenden Würzung lassen sich daraus zahlreiche internationale Rezepte kochen.

und eine "internationales" Ambiente eher beliebig wirken kann.

Ich könnte mir so etwas in einem alten Dorfgasthof vorstellen mit ortsüblichem Ambiente. Die meisten Pizzarestaurant findet man auch schon im ehemaligen "Löwen", "Krone", "Lamm" usw.

Klat, müllt man das mit vielen bunten Fähnchen zu, wird's nichts.

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@EinAlexander

Deine Sichtweise, dass Du den Gastronomiebereich nicht als schrumpfenden Markt siehst, widerspricht den objektiven Umsatzverlauf der letzten Jahre.

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@derLordselbst
Deine Sichtweise, dass Du den Gastronomiebereich nicht als schrumpfenden Markt siehst, widerspricht den objektiven Umsatzverlauf der letzten Jahre.

Der DEHOGA bestätigt meine Sichtweise von stetig ansteigenden Umsätze in der Speisegastronomie: https://www.dehoga-bundesverband.de/zahlen-fakten/umsatz/gaststaettengewerbe/

Die Zahlen in dem von Dir verlinkten Paper reichen nur bis 2012. Aber schon dort heißt es zur Entwicklung in der Gastronomie "Seit dem Jahr 2011 hat sich die Umsatzentwicklung wieder leicht positiv entwickelt und seit 2012 ungefähr das Niveau der Vorkrisenjahre erreicht."

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Speisen aus aller Welt??

du glaubst, das hat ne Basis?

es gibt doch schon etliche Dönerläden die auch Currywurst, Pizza, Nudeln, China Food etc anbieten...

maber ganz ehrlich?

wenn ich ne Pizza will, geh ich zum Italiener, für ein Steak ins Steak House und für Asia Food zum jew. Asiaten...

ich bring mein Auto zum lackieren ja auch nicht zum Reifen Händler, sondern zum Lackierer

bedenke mal, was ihr für eine lagerhaltung haben werdet!

ICH würde mir das nochmal gut überlegen

als Name ‚ein Kessel buntes‘

wenn ich ne Pizza will, geh ich zum Italiener, für ein Steak ins Steak House und für Asia Food zum jew. Asiaten...

Und wenn Du italienische Küche willst, Deine Freunde aber lieber griechische, spanische und asiatische Küche wollen - wo het ihr dann hin?

Wäre es nicht cool, wenn es ein Restaurant gäbe, wo man das Hühnchen italienisch gewürzt als Poletto, griechisch gewürzt als Zitronen-Hühnchen, spanisch gewürzt in einer Paella und asiatisch gewürzt als Curry-Huhn anbietet?

bedenke mal, was ihr für eine lagerhaltung haben werdet!

Die unterschiedlichen Gewürze bringt man lässig auf einem einzigen Regalbrett in der Küche unter.

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@EinAlexander

Dann gehen wir mal zum Griechen, ein anderes mal zum Mexikaner, danach zum Koreaner etc... so hat man Qualität, räumliche Abwechslung und Produkt-Vielfalt

und ich möchte auch gar nicht die indische Küche in der Nase haben, wenn ich gerade etwas ganz anderes esse!

MICH würde so eine Vielfalt (und überfrachtete Speisekarte!) def abschrecken

und was die Zutaten betrifft... warst du schonmal in einer RESTAURANT KÜCHE?

da stehen nicht nur Gewürze ...

sllein die Vorbereitungen.., sorry... das wird nix

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@Vampire321
MICH würde so eine Vielfalt (...) abschrecken

Das ist auch völlig okay. Es wird immer Leute geben, die von einem neuen Konzept überfordert sind. Das bedeutet aber nicht, dass das Konzept deswegen zum Scheitern verurteilt ist.

allein die Vorbereitungen.., sorry... das wird nix

Sieh dir die Restaurant-Kette Subway an. Die bieten "Küche aus aller Welt":

Hätten Fred DeLuca und Peter Buck (die Gründer von Subway) Dich gefragt, ob man mit einem Restaurant, das Sandwiches aus aller Welt anbietet Erfolg haben kann, hättest Du wie geantwortet?

"Wenn ich ein italienisches Sandwich will, gehe ich zum Italiener, ein mexikanisches Sandwich hole ich mir beim Mexikaner und japanische Sandwiches esse ich im Asia-Restaurant. Mich würde die Vielfalt der belegten Sandwiches def abschrecken" - Gut für die beiden, dass sie Dich nicht gefragt haben ;-)

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@EinAlexander

Moment!

du redest von Subway.., die haben NUR belegte baguettes

dazu 5 verschiedene Brot sorten

der fragesteller redet von einem RESTAURANT

deshalb meine Frage/These, ob du schonmal eine Restaurant Küche gesehen hast?

da werden -je nach Größe des Restaurants- in Stoß Zeiten 100-200 Gerichte (keine belegten aufgebackenen baguettes!) in der Stunde von mehreren Köchen zubereitet, -nur so kann man den kostenapparat überhaupt stemmen!

und wenn ich Steak, Fisch, Geflügel und alles in verschiedenen varianten anbieten will, dann muss ich das auch frisch (!) und hochwertig vorrätig und griffbereit haben... eingefroren bringt das nix

dazu dann diverse Nudeln, -ital. ubd Asiatisch,- plus Suppen, die alle vorgekocht werden müssen ... DAS ist ein restaurant

subway ist ein fast Food Imbiss

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@Vampire321
du redest von Subway.., die haben NUR belegte baguettes

die nach Rezepturen "aus aller Welt" zubereitet sind. Dein Argument war, "MICH würde so eine Vielfalt (und überfrachtete Speisekarte!) def abschrecken" - bist Du auch von der Vielfalt bei Subway überfordert?

da werden -je nach Größe des Restaurants- in Stoß Zeiten 100-200 Gerichte (keine belegten aufgebackenen baguettes!) in der Stunde von mehreren Köchen zubereitet, -nur so kann man den kostenapparat überhaupt stemmen!

Das ist Quatsch. Ich kann Dir Restaurants nennen, die proftabel arbeiten obwohl sie nicht mal 50 Couverts über den ganzen Tag verteilt verkaufen.

und wenn ich Steak, Fisch, Geflügel und alles in verschiedenen varianten anbieten will, dann muss ich das auch frisch (!) und hochwertig vorrätig und griffbereit haben...

Korrekt. Aber eine Küche mit "Speisen aus aller Welt" ist keine Küche die alle Fleischsorten die es irgendwo auf der Welt gibt anbietet. Konzentriere ich mich auf eine Nische (so wie z. B. Subway oder McDonalds) kann ich durchaus "Speisen aus aller Welt" anbieten. Ich hab Dir doch ein Beispiel genannt:

  • Hühnchen gewürzt als Poletto = italienische Küche
  • als Zitronen-Hühnchen = griechische Küche
  • mit Reis, grünen bohnen und Muscheln = spanische Küche
  • gewürzt als Curry-Huhn = asiatische Küche
  • usw.

Das Konzept geht nicht auf, wenn ich 10 verschiedene Sorten Fleisch mit 30 unterschiedlichen Zutaten anbiete. Aber das muss ein Restaurant auch gar nicht, das "Speisen aus aller Welt" anbietet.

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@EinAlexander

Aber mit kleiner Auswahl wird die Wahrscheinlichkeit auf ‚erfolg‘ noch geringer

aber wie auch immer... viele haben es probiert, erstaunlicher Weise setzt sich am Ende die etablierte, aber qualitativ hochwertige Küche durch

ICH gebe diesem Konzept keine sechs Monate! — wenn überhaupt

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@Vampire321
Aber mit kleiner Auswahl wird die Wahrscheinlichkeit auf ‚erfolg‘ noch geringer

Subway hat eine kleine Auswahl (nur Sandwiches und Wraps). Würdest Du die als erfolglos bezeichnen?

erstaunlicher Weise setzt sich am Ende die etablierte, aber qualitativ hochwertige Küche durch

Mit dieser Einschätzung liegst du falsch. Es gibt in Deutschland kein einziges Restaurant mit zwei oder drei Michelin-Sternen, das wirtschaftlich erfolgreich arbeitet. Kein einziges! Es gibt einige wenige Ein-Stern-Restaurants, die gut über die Runden kommen. Aber auch der Großteil der Ein-Sterne-Restaurants verdient kein Geld mit dem Restaurant.

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@EinAlexander

Du hörst nicht zu!

SUBWAY ist KEIN Restaurant sondern ein fast-Food Imbiss!

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@Vampire321
SUBWAY ist KEIN Restaurant sondern ein fast-Food Imbiss!

Die Meatery-Restaurants (Hamburg, Stuttgart, Dresden) bieten zum Hauptgericht die vier Positionen Rindersteak, Thunfisch, Kabeljau und Lachs an. Ist das eine große Auswahl?

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@EinAlexander

das ist überschaubar ... nach der Beschreibung des Fragestellers erwarte ich etwas ganz anderes

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@EinAlexander

Och EinAlexander... das wird jetzt ein wenig lächerlich.

Bei einem Restaurant mit Subway zu kommen entbehrt doch völlig einem anständigen Gastronomiegedanken. Bitte... das ist doch jetzt echt etwas an den Haaren herbei gezogen...

Es wird immer Leute geben, die von einem neuen Konzept überfordert sind.

...und hier wird's auch noch frech dazu: Jemandem zu unterstellen, er wäre mit einem Konzept überfordert, bedingt, dass der Laden überhaupt ein Konzept HAT. Hat er in diesem Falle aber nicht.

Genau so kann ich dir unterstellen, dass du von Gastronomie mit all dem, was du hier schreibst, einfach GAR keine Ahnung hast und dich mit dem gerade so zufrieden gibst, was man dir auftischt. Wäre ja auch nicht sonderlich nett und entspricht wahrscheinlich ja auch nicht den Tatsachen, oder?

Also bitte...

Die Erfahrung zeigt nunmal, dass ein Gastrounternehmen um einiges erfolgreicher ist, wenn es sich auf eine Sache spezialisiert und DIESE eine Sache dann richtig macht.

Ok... Subway macht Sandwiches. Wow... Das hat mit Kochen und Gastronomie doch nichts mehr zu tun. Das ist doch absolut nicht vergleichbar mit einer Küche, die à la carte 30 Leute abzukochen hat - und das noch jeweils im Stile verschiedener Landesküchen.

Wenn du in einer Stadt mit 100'000 Einwohner ein Restaurant eröffnest mit 30 oder 50 Plätzen, dann brauchst du die 100'000 nicht alle anzusprechen. Dann reicht es, wenn du 5% damit abholst. Wenn es DENEN schmeckt, dann wird dein Laden so erfolgreich sein, dass du eine Strasse weiter bald einen zweiten aufmachen kannst. Und das mit RICHTIGER Gastronomie, mit RICHTIGEM Kochen. Nicht mit Franchising-Fast-Food. Dass man damit geld verdienen kann, glaube ich gern, aber erstens hat auch DAS nichts mit "Speisen aus aller Welt" zu tun und zweitens ist das keine richtige Gastronomie. Dein Vergleich hinkt also in zwei Bereichen ziemlich fest.

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@SarahSchweiz

Danke... aber das versteht er eh nicht

da scheitert es ja schon an der Erkenntnis, das nicht jedes Lokal mit Sitzplätzen und zubereiteten Lebensmitteln ein restaurant sein muss ;)

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Nenne es "Groessenwahn". Wenn man naemlich wirklich Speisen aus aller Welt vernuenftig anbieten will, muss man entweder Dutzende von Koechen beschaeftigen oder an ganz erheblicher Selbstueberschaetzung leiden. "Groessenwahn" wuerde wohl in beiden Faellen ganz gut passen.

Wenn man naemlich wirklich Speisen aus aller Welt vernuenftig anbieten will, muss man entweder Dutzende von Koechen beschaeftigen oder an ganz erheblicher Selbstueberschaetzung leiden. 

Oder man hat einrollen Konzept. Das unterscheidet den Erfolglosen vom Erfolgreichen: der Erfolglose sagt "das geht nicht, das packst Du nie". Der Erfolgreiche sagt "das bekomme ich hin!"

Hätte Jeff Bezos auf GF erzählt, dass er das größte Internetkaufhaus der Welt plant und Dich nach einem Namen dafür gefragt, hättest Du ihm geantwortet "Du bist größenwahnsinnig". Aber er hat Dich nicht gefragt, sondern einfach angefangen, Amazon aufzubauen.

Hätten Larry Page und Sergej Bring auf GF erzählt, dass sie die größte Suchmaschine der Welt planen und Dich nach einem Namen dafür gefragt, hättest Du ihnen geantwortet "Ihr seid größenwahnsinnig". Aber sie haben Dich nicht gefragt, sondern einfach angefangen, Google aufzubauen.

Merkst' was?

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@EinAlexander

Du verwechselst Äpfel mit Birnen! Amazon und ein Gastrogeschäft sind 2 Paar verschiedene Schuhe. Der FS hat mit Garantie keine Ahnung vom Gastrogeschäft. Und Du auch nicht. Wetten?

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@EinAlexander

Dann guck Dir erfolgreiche Gastronomen an.

Die kochen das, was sie richtig gut können. Und nicht alles.

"Speisen aus aller Welt" kenne ich von Lieferdiensten, die 400 Dinge auf der Speisekarte haben. Alles Fertigfraß. Nein Danke.

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@EinAlexander

Stimmt schon. In dem aeusserst unwahrscheinlichen Fall haette ich mich dann wohl geirrt.

Vielleicht besitzt der Fragesteller ja tatsaechlich die gleichen unternehmerischen Faehigkeiten wie die von dir genannten Herren. Das bezweifele ich zwar allein schon aus dem Grund, dass er ausgerechnet hier nach Ideen fuer sein Megaunternehmen sucht (das obendrein wohl raeumlich und von der Personalausstattung her mindestens die Dimension der gesamten gastronomischen Einrichtungen eines Kreuzfahrtschiffes annehmen muss, um wirtschaftlich ueber die Runden kommen zu koennen). Aber ja, vielleicht schafft er es tatsaechlich. Dann haette ich mich in der Tat geirrt.

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@AriZona04
Amazon und ein Gastrogeschäft sind 2 Paar verschiedene Schuhe.

Ganz und gar nicht. Es kommt darauf an, obder Unternehmer eine Vision hat oder ob er so wie Du argumentiert "Wozu soll man das angehen? Das funktioniert doch eh nicht".

Der FS hat mit Garantie keine Ahnung vom Gastrogeschäft.

Das kannst Du der Fragestellung entnehmen? Selbst wenn er (noch) keine Ahnung vom Gastrogeschäft hat - was soll's?

Thomas Althoff hatte weder Erfahrung in der Hotellerie noch in der Gastronomie. Er hat eine kfm. Lehre gemacht. Dennoch gehören heute seine Hotels zu den erfolgreichsten Hotels in Deutschland. Zwei seiner Hotelrestaurants haben sogar 3 Michelin-Sterne.

Christian List hat BWL studiert - heute ist er einer der erfolgreichsten Gastronomen Stuttgarts.

James McLamore und David Edgerton waren beides Kaufleute und keine Gastronomen - und haben die weltweit erfolgreiche Restaurantkette Burger King gegründet.

Ray Kroc hat nie eine Ausbildung im Gastrogeschäft gemacht sondern war Ambulanzfahrer und hat mit Pappbechern gehandelt. Das hat ihn nicht davon abgehalten, mehrere hundert Millionen mit den Restaurants der Restaurantkette McDonalds zu verdienen.

Wendelin Wiedeking war Manager in der Automobilindustrie und verdient jetzt Geld mit der Rstaurantkette Tialini.

Der FS hat mit Garantie keine Ahnung vom Gastrogeschäft.

Und du hast jetzt gelernt, dass das gar nicht notwendig ist, um in eben diesem Geschäft erfolgreich zu sein.

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@DerCaveman
(das obendrein wohl raeumlich und von der Personalausstattung her mindestens die Dimension der gesamten gastronomischen Einrichtungen eines Kreuzfahrtschiffes annehmen muss, um wirtschaftlich ueber die Runden kommen zu koennen).

Da irrst Du. Um Gerichte "aus aller Welt" zu kochen, braucht man nicht mehr Köche als für ein bayerisches Restaurant. Es geht schließlich nicht darum "alle Gerichte aus der ganzen Welt" zu kochen.

Hühnchen ist zum Beispiel ein Gericht, das auf der ganzen Welt gegessen wird. Bereite ich es als Coq au Vin zu, habe ich französische Küche. Schneide ich es klein und bereite es mit Glasnudeln und Sojasauce zu, habe ich chinesische Küche. Frittiere ich die Flügel, habe ich amerikanische Chicken Wings. Bereite ich es auf dem Grill als Backhendl zu, habe ich deutsche Küche. Bereite ich es mit Paprikaschoten als Poll ai Peperoni zu, habe ich italienische Küche. Serviere ich es mit Quesadillas, habe ich mexikanische Küche. Backe ich es als Zitronen-Knoblauch-Huhn, habe ich griechische Küche. Diese Liste lässt sich beliebig fortsetzen.

Du siehst, es ist gar nicht so schwer "Gerichte aus aller Welt" mit nur einem einzigen Koch zu servieren.

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@Jersinia
Dann guck Dir erfolgreiche Gastronomen an. Die kochen das, was sie richtig gut können. Und nicht alles.

Wenn ein Koch Nudelteig herstellen und daraus Nudeln kochen kann, macht er damit schwäbische Küche (Maultaschen), italienische Küche (Spaghetti Bolognese), chinesische Küche (gebratene Nudeln), französische Küche (mit Sardellen) usw.

"Speisen aus aller Welt" kenne ich von Lieferdiensten,

Dann verkehrst Du wirklich in den falschen Restaurants. Sieh Dir mal die Sterneküche an, dort spielen Einflüsse aus Küchen der ganzen Welt eine Rolle. Die kochen fast alle "Speisen aus aller Welt".

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@EinAlexander
... bereite es mit Glasnudeln und Sojasauce zu, habe ich  chinesische Küche

Ach so, DIESE Art internationaler Kueche meinst du. Nimmt er dann statt Sojasauce eine Mehlschwitze mit Currypulver und ein paar Dosenfruechten, wird es zum indischen Huehnergeschnetzelten. Und wenn er dann ne ordentliche Kelle Kokosmilch in die Huehnersuppe haut, hat er bereits eine thailaendische Tom Kha Gai.

Das sollte natuerlich so ziemlich jeder Depp allein schaffen. Aber ob er damit dann im heutigen gastronomischen Umfeld auch eine Chance auf wirtschaftlichen Erfolg hat? Wohl kaum!

Aber wie gesagt, ich kann mich irren. Vielleicht kommt ja tatsaechlich mal wieder eine Zeit fuer "Toast Hawaii" und "Putengeschnetzeltes Bombay". Ich denke allerdings, dass der Zug endgueltig abgefahren ist.

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@DerCaveman
Nimmt er dann statt Sojasauce eine Mehlschwitze mit Currypulver und ein paar Dosenfruechten, wird es zum indischen Huehnergeschnetzelten.

Das Prinzip ist richtig. An der Durchführung hapert's :-)

Geschmortes Hühnchen wird auf der ganzen Welt gegessen. Der Unterschied der einzelnen Landesküchen liegt aber in der Würzung und evtl. den Beilagen. Wenn ich eine internationale Küche anbieten will, muss das nicht bedeutetn, dass ich einfach Currypulver und "ein paar Dosenfrüchte" zum meinem geschmorten Hühnchen gebe und das dann "indisches Hühnergeschnetzeltes" nenne (auch wenn das lieder sehr oft so gehandhabt wird).

Ich kann indisches Hühnergeschnetzeltes auch mit sehr hochwertigen Gewürzen, evtl. sogar mit einem selbst zusammengestellten Curry und mit hochwertigen Beilagen servieren.

Gleiches gilt dann natürlich für Tom Kha Gai oder auch für ein Ramen.

Und schon haben wir aus einem Fleisch drei hochwertige "Speisen aus aller Welt" gezaubert.

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Dann wäre er Name "Konzeptfrei" passend...

Und genau das dürfte auf Dauer auch passieren. Es ist schon ziemlich mühsam, wenn man zum "Asiaten" geht. Was gibts denn da? Chinesisch? Thai? Indisch? Japanisch? Vietnamesisch? Da gibt es dann immer sehr viel - und gleichzeitig nichts, weil alles einheitlich schmeckt und unter dem Strich KEINE der Speisen wirklich was mit einem asiatischen Land zu tun hat - und du willst Speisen aus aller Welt. Viel Glück ;-)

Da bist du nur auf einem Kontinent und die Küchen sind teilweise derart unterschiedlich, dass ein Restaurant schon nur mit einem dieser Länder überfordert ist, weil die im Süden des Landes oft anders essen als im Norden.

Wie willst du da Speisen aus aller Welt präsentieren?

Wie willst du da Speisen aus aller Welt präsentieren?

Indem man sich aus vielen Ländern der Welt die Rezepte raussucht, die auf der gleichen Grundzutat basieren. Bereite ich Kartoffeln als Rösti zu, habe ich schweizer Küche. Mit Fleischbrühe und Öl habe ich Schwäbischen Kartoffelsalat. Zu Gnocchi verarbeitet wird es italienische Küche, Tortillas sind - je nach Zubereitung - spanische oder mexikanische Küche (ich könnte Dir noch Rezepte aus 20 weiteren Ländern nennen, die Kartoffel als Grundlage haben).

Du siehst, alleine die drei Grundzutaten Kartoffel, Mehl und Ei sowie variierende Zubereitungsarten und Gewürze genügen, um "Speisen aus aller Welt" anbieten zu können.

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@EinAlexander

Und ich könnte dir mit dem Faktor 1 Million zu Eins die eine Million Restaurants nennen, die genau an einem solchen "Konzept" gescheitert sind.

Was machst du denn zum Kartoffelsalat? Was zur Rösti? Du sprichst hier von Beilagen, nicht von Hauptgerichten. Ausserdem bewegst du dich hier gerade im "Standard"-Europa, wieso sollte man deswegen in ein Restaurant? Resp. WENN man das essen will: Wieso dann nicht direkt zum Italiener, zum Mexikaner oder zum Spanier?. Was ist mit all den asiatischen Ländern? Was ist mit Gerichten der Balkanländer? Russische Speisen? Haggis aus England?

Stell dir die Karte vor, der Kunde würde davon erschlagen.

Zudem müsstest du einen Koch haben, der dir das Ganze entsprechend landesspezifisch zubereitet - oder aber 5 Köche mit Kenntnissen in verschiedenen Landesspezialitäten - und die kann dann keiner mehr bezahlen. Schon allein die Lagerkosten für die verschiedenen Grundprodukte wären immens. Und bei allem Respekt: Auf Kartoffeln aufgebaut wirst du ein Restaurant mit Speisen aus aller Welt nicht aufbauen können...

Ich war lange in der Gastro tätig und glaub mir eins: Diese Art klappt so gut wie nie. Du hast danach von allem etwas - und von nichts was Richtiges. Ich weiss nicht, wieso die Leute sich das immer derart einfach vorstellen.

Wenn du einen Betrieb auf die Beine stellst und dieser Betrieb bietet beispielsweise Platz für 100 Personen (das ist schon ziemlich gross!), dann wirst du mit einer guten Qualität - und darauf kommt es an! - in einer Stadt mit mehreren Tausend Einwohnern und einer halbwegs vernünftigen Agglomeration deine Plätze auch füllen, wenn du dich auf eine Sache spezialisierst und deinen Charakter rein bringst. Und DAMIT machst du dir einen Namen.

Dieses "Alles auf einmal" hat noch nie wirklich funktioniert.

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@SarahSchweiz
WENN man das essen will: Wieso dann nicht direkt zum Italiener, zum Mexikaner oder zum Spanier?

Weil es beim Italiener, Mexikaner, Spanier nur italienisches, spanisches mexikanisches Essen gibt. In einem Restaurant mit "Speisen aus aller Welt" könnte eine Gruppe Personen nach gusto essen. Wer es italienisch mag, isst sein Hühnchen gewürzt als Poletto, wer es griechisch mag, ist es als Zitronen-Hühnchen, wer gerne spanisch isst, isst es mit Reis, grünen Bohnen und Muscheln, wer die asiatische Küche bevorzugt isst es gewürzt als Curry-Huhn, der Fan der deutschen Küche lässt es sich als Brathähnchen servieren.

Das gibt eine spannendere Runde als wenn alle in einem bayerischen Restaurant ein Brathendl essen.

Was ist mit all den asiatischen Ländern? Was ist mit Gerichten der Balkanländer? Russische Speisen? Haggis aus England?

Ein Restaurant das "Speisen aus aller Welt" anbietet, ist kein Restaurant, dass "alle Speisen aus jedem Land der Erde" anbietet.

Zudem müsstest du einen Koch haben, der dir das Ganze entsprechend landesspezifisch zubereitet

Es gibt genügend Köche, die alleine in der Lage sind, ein Hühnchen als Poletto, Zitronen-Hühnchen, in einer Paella oder mit Curry-Mischung gewürzt zuzubereiten. Was glaubst Du passiert in der Fusionsküche?

Auf Kartoffeln aufgebaut wirst du ein Restaurant mit Speisen aus aller Welt nicht aufbauen können...

Es gibt auch unterschiedliche landestypische Zubereitungsarten und Würzungen für jede andere Grundzutat. Hühnchen wird auf der ganzen Welt gegessen. Fisch ebenso. Auch Pastagerichte lassen sich auf vielfältige, landestypische Arten variieren.

Dieses "Alles auf einmal" hat noch nie wirklich funktioniert.

Die Einstellung "Ich mach es nicht. Weil wenn man damit Erfolg hätte, hätte es doch schon jemand gemacht" verdammt einen zur Erfolglosigkeit.

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@EinAlexander
Die Einstellung " Ich mach es nicht. Weil wenn man damit Erfolg hätte, hätte es doch schon jemand gemacht" verdammt einen zur Erfolglosigkeit.

Diese Einstellung rührt nicht aus der Überzeugung, ein anderer hätte damit sonst Erfolg gehabt, sondern aus der Einsicht, dass es bis jetzt noch NIE richtig geklappt hat. Es haben schon viele versucht.

Wir sprechen hier nicht von einer neuen Innovation oder davon, einen Teil der Gastronomie neu zu erfinden. Da gibt es keine "Neuerungen" - es ist einfach ein undurchsichtiges Durcheinander auf einer Speisekarte. Das muss man nicht "noch einmal" probieren

Wenn ein rotes Handy floppt, dann wird es auch floppen, wenn es in Grün verkauft wird. Die Farbe des Handys ist egal - es braucht dann Innovationen in der Technik des Gerätes und nicht in der Farbe. Und beim Essen ist es das Gleiche.

Wende das auf die Fusionsküche an: Fusionsküche bietet eben genau NICHT einfach "Speisen aus aller Welt", es bietet EINE Speise, welche von verschiedenen Ländern inspiriert ist. Und davon hast du dann 10 auf der Karte. Du bestellst etwas, dass beispielsweise nach einem spanischen Gericht aussieht, geschmacklich aber in andere Länder abdriftet. Das hat mit "Speisen aus aller Welt" nichts zu tun, sondern mit einer Aroma-Kombination und einer Verwertungsvielfallt innerhalb einer Speise. Und DAS ist DURCHAUS innovativ. Das Schnitzel ist dann eben nicht einfach nur noch ein Schnitzel.

Auf das Handy-Beispiel bezogen: Du änderst hier nicht nur die Farbe, sondern die ganze Technik im Bereich der Zubereitung UND der Darstellung.

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@SarahSchweiz

Da hast Du ein gutes Beispiel gefunden:

Die Farbe des Handys ist egal - es braucht dann Innovationen in der Technik des Gerätes und nicht in der Farbe.

Und genau das ist nicht der Fall. Apple hat seit dem iPhone 3 oder 4 schon längst keine heraussragenden technischen Innovationen mehr hervorgebracht - und dennoch verkaufen sich die Nachfolgegeräte regelmäßig wie geschnitten Brot.

Fusionsküche bietet eben genau NICHT einfach "Speisen aus aller Welt", es bietet EINE Speise, welche von verschiedenen Ländern inspiriert ist. Und davon hast du dann 10 auf der Karte

Und was spricht dagegen, in einem "Weltrestaurant" 10 Gerichte anzubieten, die aus aller Welt stammen? Und alle zwei oder drei Monate die Karte zu wechseln? Das wäre innovativ. Ich kenne ein urschwäbisches Restaurant, die regelmäßig "südafrikanische Wochen" anbieten. Da gibt's dann - parallel zur typischen schwäbischen Küche - äußerst exotische Gerichte: https://www.weinstube-muz.de/restaurant/suedafrikanische-spezialitaeten.html. Während dieser Zeit ist das Restaurant häufig sogar unter der Woche ausgebucht. Du siehst, der Bedarf danach ist da.

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@EinAlexander
Apple hat seit dem iPhone 3 oder 4 schon längst keine heraussragenden technischen Innovationen mehr hervorgebracht - und dennoch verkaufen sich die Nachfolgegeräte regelmäßig wie geschnitten Brot

Sorry, aber bei Apple gehts nicht um den Kauf eines Handys, sondern um einen Hype, ausgelebt von Apple-Jüngern, die ALLES bezahlen würden, um den Müll zukaufen. Dort herrscht die "Meins ist geil - deins ist sch***se"- Mentalität. Das kannst du unmöglich auf die Gastronomie adaptieren. Solche "Jünger" wirst du in der Gastro niemals haben.

Ich kenne ein urschwäbisches Restaurant, die regelmäßig "südafrikanische Wochen" anbieten.

DAS find ich auch geil, dagegen spricht auch nichts - damit hat der Laden aber eine Linie, die er zu gegebenen Zeiten spezifisch umstellen. Das hat aber nichts mit einem Gastronomiebetrieb zu tun, der sich seine Karte im Allgemeinen der Weltspeisen widmen möchte. Das eigentliche Konzept seines Landens ist das Urschwäbische. Und dem bleibt er ja zu 90% dann auch treu. Per se hat er aber seine Karte fix und scheint damit ja auch Erfolg zu haben.

Wie dem auch sei: Der Fragesteller soll sein Glück versuchen. Wenn's klappt, sei ihm der Erfolg von Herzen gegönnt.

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@SarahSchweiz
Sorry, aber bei Apple gehts nicht um den Kauf eines Handys, sondern um einen Hype, ausgelebt von Apple-Jüngern, die ALLES bezahlen würden, um den Müll zukaufen

daran siehst du doch, dass es u. U. völlig ausreicht, dasselbe Produkt jedes Jahr "neu " aufzulegen - mit anderer Farbe und anderer Größe.

Das kannst du unmöglich auf die Gastronomie adaptieren. Solche "Jünger" wirst du in der Gastro niemals haben.

Doch, gibt's dort auch. Die iPhones der Gastronomie sind Fernsehköche. Ganz egal, wie bescheiden deren Kochkünste sind, die haben die Bude voll.

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@EinAlexander

Diese Fernsehköche haben in ihren Buden aber alle ein fadengerades Konzept, die sind nicht aufgrund ihrer TV-Auftritte erfolgreich - sie waren es schon vor ihrer Karriere im Fernsehen. Henssler kannte ich schon lange davor, Melzer hatte seine Zeit nach seiner Lehre mit Jamie Oliver auch bereits, als das TV ihn hinzugezogen hatte. Christian Rach's Bude in Hamburg war immer ausgebucht. Er hat es aus gesundheitlichen Gründen geschlossen.

Die Medienpresänz dieser Köche hatten also nicht wirklich grossen Einfluss auf die eigenen Geschäfte, die waren allesamt schon gross und bekannt genug - gerade WEIL sie eben ihre Konzepte hatten.

Zudem sind diese TV-Köche nicht dazu da, Menschen in ihre Restaurants zu locken, sie fördern das selbständige Kochen zu Hause und geben Anreize.

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@SarahSchweiz
Diese Fernsehköche haben in ihren Buden aber alle ein fadengerades Konzept, die sind nicht aufgrund ihrer TV-Auftritte erfolgreich - sie waren es schon vor ihrer Karriere im Fernsehen.

Das waren sie in den seltensten Fällen. Es gibt zahlreiche Fernsehköche, die trotz Medienpräsenz mit ihren Läden pleite gegangen sind: z. B. Schubeck, Öhler, Marquardt, Zacherl.

Die Medienpresänz dieser Köche hatten also nicht wirklich grossen Einfluss auf die eigenen Geschäfte,

Ich kenne drei Fernsehköche persönlich, einer davon mit Stern. Alle drei bestätigen, dass sie ohne ihre Popularität lange nicht den Erfolg hätten, den sie haben.

Zu Tim Mälzer oder Steffen Henssler würde kaum jemand gehen, wären die keine Fernsehköche. Für die gängigen Restaurantführer sind sie bedeutungslos. Johann Lafer ist ein sehr guter Koch und verdient eine Menge Kohle - aber nicht mit seinem Restrauant. Dieses wird von einem Investor getragen.

Zudem sind diese TV-Köche nicht dazu da, Menschen in ihre Restaurants zu locken,

Durch die Medienpräsenz gelingt ihnen das aber.

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"Kulinarisches aus aller Welt" - wenn denn dieses Konzept funktionieren würde. Tuts aber nicht. Es sieht ja schon in den meisten Restaurant katastrophal aus, die eine sogenannte "Mediterrane Küche" anbieten. Naja, Du kannst sicher sein, ich würde niemals Dein Gast werden.

Interessant - hier wird in der Zwischenzeit wie wild diskutiert, aber der FS nimmt keinerlei Stellung, weder zu einer Antwort noch zu einem Kommentar. Das war wahrscheinlich eh nur eine Schnapsidee. Schade um die Mühe, die sich hier die User gegeben haben.

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