Steckdose falsch anschließen?

... komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Ohne Fehlstrom-Schutzschalter funktioniert es meistens mehr oder weniger gut.

Erde und Nullleiter sind nicht dasselbe, auch wenn der Nullleiter in Installationen aus der Mitte des letzten Jahrhunderts oft für beide Zwecke verwendet wurde - wenn es überhaupt einen Schutzleiter gab.

Die Erdung liegt tatsächlich am Erdpotential des Grundstücks, der Nullleiter nur in der Mitte des Dreiphasen-Drehstroms, und diese kann - je nach sonstigen Belastungen (ohmscher, induktiver oder kapazitiver Art) ziemlich weit vom Erdpotential wegwandern.

(In meiner vorigen Wohnung hatte ich zwischen Null-/Schutzleiter und Wasserleitungen eine Spannung von ca. 60 V)

(Als Kind habe ich das im Haus meiner Eltern mal ausprobiert - das war noch, bevor FI-Schutzschalter im Gespräch waren -, mit Erfolg,)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn du an der Steckdose den Außenleiter (Phase) korrekt anschließt, aber den Neutralleiter (N) und Schutzleiter (PE) vertauscht, dann würde entweder die Steckdose funktionieren oder der RCD (FI) würde auslösen.

Wenn kein RCD installiert ist, dann kannst du auch N und PE vertauschen, da diese dann sowieso irgendwo zusammengeführt werden.

Wenn ein RCD installiert ist, dann würde beim einschalten sofort der RCD auslösen, da der Strom vom Außenleiter über den Schutzleiter wegfließt und nicht mehr über den Neutralleiter.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

das klappt theoretisch, so lange ihr keinen Fehlerstromschutzschalter (RCD) habt. in dem fall würde dieser nämlich umgehend auslösen....

in der praxis kann das aber auch andere probleme mit sich ziehen. wenn ströme über die erdung abfließen, statt über den neutralleiter kann das geräte, die von einer erdung abhänig sind z.B. TV oder netzwerke beeinflussen...

wohl vermekrt, kann - nicht muss...

lg, Anna

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Im TN-C-Netz ohne RCD bei einer klassischen Nullung theoretisch kein Problem, da N und PE das gleiche Potential haben. Im Fehlerfall ist es aber schwer, den Installationsfehler zu finden. Spätesten dann, wenn man bei eingeschaltetem Gerät den Schutzleiter z.B. in einer Abzweigdose abklemmt, bekommt man bei Berührung mit der Ader eins übergebraten.

Ist ein RCD verbaut, so sind N und PE zwar vor dem RCD miteinander verbunden (PEN). Der Schutzleiter wird aber um den RCD geführt und hinter dem RCD sind N und PE getrennt. Sobald Du an der Steckdose mit vertauschten N- und PE-Adern einen Verbraucher einschaltest, fließt ein Fehlerstrom über den Schutzleiter.

Ob der RCD auslöst, hängt von seinem Bemessungsfehlerstrom und der Leistung des Verbrauchers ab. Ein RCD löst bei ca. 70 % seines Bemessungsfehlerstroms aus. Ist der Strom des Verbrauchers niedriger, so passiert nichts. Beispiele:

  • IΔN = 30 mA, Auslösung bei ca. 4,83 W
  • IΔN = 100 mA, Auslösung bei ca.16,1 W
  • IΔN = 500 mA, Auslösung bei ca. 80,5 W

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nö. Denn entweder es löst der FI aus (falls vorhanden) oder die Sicherung (da Kurzschluss und zu hoher Strom).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Eichbaum1963
24.05.2016, 22:55


oder die Sicherung (da Kurzschluss und zu hoher Strom).

Wieso sollte ein Kurzschluss bzw. ein zu hoher Strom entstehen, wenn nur PE und N vertauscht werden??

2

geht nur noch bei altinstallation mit nullung.ein moderner FI löst beim einstecken eines verbrauchers sofort aus

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Erder muss an Erde - Nulleiter und Phase kannst verdrehen. - Wennst keine Ahnung davon hast lass es.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn ein FI vorhanden ist, löst dieser sofort aus.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Theoretisch funktioniert eine Steckdose trotzdem, ABER NUR wenn kein Fehlerstromschutzschalter eingebaut ist. Zu empfehlen ist diese Anschlussart auf keinen Fall.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?