Duspol Schutzschalter rausgeflogen. Wieso?

7 Antworten

das ist ja genau die Funktion des FI er vergleicht die Summe der kommenden und gehenden Ströme und die muss gleich sein.Bei Deiner Messung gegen Erde war die Summe nicht gleich deshalb hat er ausgelöst

Woher ich das weiß:Beruf – Sehr lange in dem Bereich berufstätig

Fehlerstrom. Über den Duspol fliesst Strom. Der Schutzschalter misst den Strom der von der Phase zum 0-Leiter fliesst. Was auf der einen Seite reingeht, muss auf der anderen Seite herauskommen. Wenn du den Duspol, wie du schreibst, zwischen Phase und Erde hältst, dann misst der Schutzschalter den Strom der hhineinflisst, ihm fehlt jedoch der Strom am 0-Leiter und löst aus.

das habe ich verstanden... aber ich meine die gesellen machen das auch immer wenn sie alle stekdosen eingebaut haben... sie messen phahse gegen null und phase gegen erde.. oder täusche ich mich?

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@olole

Phase gegen Erde, damit kann man was werden wenn kein FI eingebaut ist.

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@olole

Die drücken aber nicht die Lastprüftaste, wie du offensichtlich.

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Ein echter Duspol belastet die Stromquelle ein wenig um festzustellen ob der Draht wirklich Strom führt oder die Spannung nur durch kapazitive Kopplung und/oder Kriechströme vorhanden ist. Diese Last erzeugt einen Fehlerstrom wenn man zwischen Phase und Erde misst. Ist ein Empfindlicher oder stark vorbelasteter FI vorhanden, dann löst der auch aus.

Bei neueren Duspols erfolgt die Messung mit sehr geringer Last um einen FI nicht auszulösen. Muss man die Meßpunkte belasten, so kann man auf Knopfdruck einen Parallelwiderstand hinzuschalten um die Messung durchzuführen. Meistens ist das ein Taster am Duspol den man drücken muß, manchmal ist das aber auch ein Schiebeschalter damit man den Knopf nicht dauernd gedrückt halten muß wenn man z.B. im Schaltschrank zwischen Versorgungsleitungen und nicht belastbaren Signalen unterscheiden will.

Ein hochohmiges Multimeter zeigt im Schaltschrank stets 24V, auch wenn es die Zuleitung zu einem (offenen) Schalter ist. Die Leitung wird per Widerstand nach +24V gezogen und vom Schalter auf Masse geschaltet. Mit der zugeschalteten Last misst man dann in dem Fall unter 12V, kann also Ein- und Ausgänge bzw. Eingänge und Signalleitungen unterscheiden.

Mit einem hochohmigen Meßgerät kann man also zwischen Phase und Nulleiter messen, mit einem alten niederohmigen oder modernen auf niedeohmig geschaltetem Messgerät nicht.

Eind Duspol mit Tauchspulinstrumenr hat eine Leistungsaufnahme von etwa 8 Watt. Der da fliessende Strom ist mehr als doppelt so hoch als der Auslösestrom eines im Haushalt verwendeten Fi-Schalters.

Eine weitere Möglichkeit wäre, das der FI zu empfindlich reagiert und schon bei einem geringeren Fehlerstrom auslöst, als er eigentlich sollte

Zu hohe Empfindlichkeit ist technisch nicht möglich. Im FI befinden sich zwei gegenläufig gewickelte Spulen, die Ihre Windungszahl nicht einfach so verändern können. Steht außen am Gehäuse z.B. 30 mA Auslösestrom, darf der FI frühestens bei 21 mA auslösen.
Sollte er defekt sein, löst er gar nicht aus. Deshalb befindet sich eine Test-Taste (T) am Gehäuse, die regelmäßig gedrückt werden sollte, um die ordnungsgemäße Funktion zu überprüfen.

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@JoGerman

Ist technisch möglich, wenn auch sehr selten, bei einem Windungsschluß an einer der besagten Spulen

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