Sollten wir unser Schulsystem reformieren?

Das Ergebnis basiert auf 16 Abstimmungen

Ja, reformieren 87%
Nein, unser System ist gut 12%

13 Antworten

Ja, reformieren

Ich greife mal ein paar Punkte heraus, die hier in diversen Beiträgen vorgebracht worden sind.

Wir lernen immer noch viel zu wenig für unser Leben.

Dieser Vorwurf wird immer wieder, vorallem von (ehem.) Schülern, erhoben. Aber "Steuern, Sozialversicherung, Krankenkasse, Rentenversicherung, Versicherung generell" sind keine Themen, denen sich die Schule widmen muss oder sollte. Sie braucht die wenige Zeit, die sie hat, für Wichtigeres!

Die Vorbereitung von Heranwachsenden auf das alltägliche Leben ist vorallem eine Aufgabe des Elternhauses. Mit "Steuern, Sozialversicherung, Krankenkasse, Rentenversicherung, Versicherung generell" sind Eltern fast tagtäglich selbst praktisch befasst, und es ist ihnen zuzumuten, ihren Kindern wesentliche Erkenntnisse darüber zu vermitteln! Die Schule kann und darf den Eltern nicht alle Pflichten abnehmen!

Die Vorbereitung auf das Leben danach nochmal: Wir hatten einen Unitag usw., wo die Bewerbungsfristen für die Betriebe schon Monate vorbei war.

Die Schule, vorallem das Gymnasium, ist keine Berufsvorschule! Sie schafft nur die bildungsmäßigen Grundlagen und eine allgemeine Orientierung für Heranwachsende, mit denen sie eine Wahl für ihr späteres Berufsleben treffen und jedweden Beruf erlernen/studieren können.

Man hat ja nicht einmal im Ansatz eine Ahnung.

Wer eine gymnasiale Oberstufe besucht, sollte in der Lage sein, selbständig nach Informationen zu suchen, diese auszuwerten und zu gewichten. In der Schule lernt man gerade das eigenständige Lernen!

Aber es (das Schulwesen) muss definitiv verbessert werden, ohne jeden Zweifel.

Ja, ohne Zweifel. Die Schule muss sich wieder verstärkt der allgemeinen, der menschlichen Bildung widmen und die Verengung auf berufsvorbereitende Schmalspurbildung endlich als Irrweg erkennen. Das "Leben" besteht nicht in erster Linie aus Arbeit. Um das Sprichwort zu bemühen: Wir leben nicht, um zu arbeiten, sondern arbeiten, um zu leben. Dieses Leben sinnvoll zu gestalten, der menschlichen Gemeinschaft nützlich zu sein und sie voranzubringen, den staatsbürgerlichen Interessen und Pflichten zu genügen, ein Mensch zu sein, der als "edel, hilfreich und gut" in der eigenen Familie und bei den Mitmenschen geschätzt wird, dafür vermittelt die Schule den Heranwachsenden alles Wesentliche, das der Erwachsene dann nutzen kann und sollte, um sich menschlich weiterzuentwickeln.

Die maroden Schulgebäude sind zu sanieren, die Lernmaterialien müssen aktualisiert, in ihren umfangreichen Möglichkeiten genutzt und alles auf dem bestmöglichen Stand gehalten werden. Klassen sind zu verkleinern, um effektive Lerngruppen einzurichten, und es müssen genügend Lehrer für alle Fächer ausgebildet und eingestellt werden. Der zwanghafte Ganztagsunterricht ist abzuschaffen und den Schülern ausreichend Freizeit an den Nachmittagen zu lassen, um eigene Interessen entwickeln und Hobbys nachgehen zu können.

Abschaffung des konfessionellen Religionsunterrichts

Zunächst einmal muss diesbezüglich der Elternwille respektiert werden. Mit Erreichen der Religionsmündigkeit darf sich jeder Schüler vom Religionsunterricht abmelden. Gewiss kann man diskutieren, ob ein "allgemeiner Religionsunterricht", der die Konfessionen zusammenführt, nicht sinnvoller wäre.

Mehr MINT, weniger Gedichtinterpretation

Es gibt keinen vernünftigen Grund, die Naturwissenschaften vor den Geisteswissenschaften zu bevorzugen. Heranwachsende entwickeln Interessen und Begabungen im Laufe der Zeit. Daher ist es kontraproduktiv, Schüler mit geisteswissenschaftlich-sprachlichen Interessen und Begabungen gegenüber Schülern mit mathematisch-naturwissenschaftlichen Interessen und Begabungen zu benachteiligen. Die Schule muss Allgemeinbildung ausgewogen vermitteln, die Spezialisierung ist der Berufsbildung vorbehalten! Die zunehmende Verachtung und Vernachlässigung von Geisteswissenschaften seit Jahrzehnten hat unserer Gesellschaft nicht zum Besten gereicht und befördert menschliches Verhalten, das zunehmend unsolidarisch ist und materiellen, gewissenlosen Egoismus in den Lebensmittelpunkt stellt! "Werte" wird für immer mehr Menschen in unserer Gesellschaft ein kaum noch mit komkreten Inhalten zu füllender Begriff. Das zeitigt auch fatale politische Auswirkungen - in Deutschland und überall in Europa!

Schulen müssen mehr Praxis anbieten.

Schule ist Schule. Die "Praxis" lehren Berufsausbildung und das Leben.

Im Zuge der Digitalisierung, in wirklich allen Lebensbereichen, ist es wichtig, dass die Informatik eine größere Rolle spielt.

Die Schüler heute können technisch mit PC usw. problemlos umgehen. Informatik mag ein zusätzliches Neigungsfach für interessierte Schüler sein - und wird an vielen Schulen angeboten. Dieses Fach ist jedoch für die Schüler kaum eine intellektuelle Hilfe, diese großartigen Möglichkeiten von Computer, Internet usw. sinnvoll, also zielgerichtet und zeitökonomisch zu nutzen. Hier liegt eine Hauptaufgabe - des Elternhauses, nicht der Schule.

Keine Inklusion ...

Das ist, so pauschal formuliert, ein Irrtum. Man muss differenzieren: dass lediglich körperlich behinderte Schüler nicht problemlos alle Schulformen besuchen können, ist ein bereits jahrzehntelanger Skandal; dass verhaltengestörte sowie geistig behinderte Schüler sogar zum Abitur getrieben werden sollen, ist reiner Unfug, zumal weder Schulen noch Lehrer darauf vorbereitet sind.

MfG

Arnold

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht ganz, wie vier Menschen diese Antwort als hilfreich auszeichnen konnten.

Nicht alle Eltern klären ihre Kinder über steuerliche Belange auf. Nur weil es eigentlich ihre Aufgabe wäre, heißt es noch längst nicht, dass alle Eltern dieser Aufgabe nachkommen. Um dies zu gewährleisten, wäre ein solches Fach in der Schule äußerst sinnvoll. Lustig, dass sie schreiben, die wenige Zeit die die Schule hat sollte sie für sinnvolleres nutzen. Was denn zum Beispiel? 200 Jahre alte Bücher interpretieren? Ich glaube eher nicht.

Und natürlich ist es Aufgabe der Schule, Grundlagen zu vermitteln. In erster Linie allerdings Grundlagen für den späteren Beruf und nicht Grundlagen für drölfmillionen andere Fächer. Alles andere ist Zeitverschwendung und nimmt den Schülern die Lust am lernen.

Natürlich sollte der Schulunterricht praktischer gestaltet werden. Der Mensch lernt am besten durch die Praxis, und diese Methode sollte nicht erst im späteren Leben genutzt werden.

Und ich glaube Sie haben nicht ganz verstanden, was damit gemeint ist, wenn man davon spricht, dass Informatik eine größere Rolle spielen sollte. Wissen Sie überhaupt was Informatik ist und welche Bereiche sie umfasst? Einen Computer bedienen kann jeder Jugendliche, allerdings hat das rein gar nichts mit Informatik zu tun. Informatik ist Programmiersprachen, Softwareentwicklung, Künstliche Intelligenz, Big Data und noch so vieles mehr. Und dieser Bereich wird trotz des steigenden Bedarfs an Informatikern komplett vernachlässigt.

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@Treyy357

Du machst den Fehler, den viele Heranwachsende machen: sie schauen über ihren eng begrenzten Horizont nicht hinaus, weil sie die Mühen, die das macht, scheuen. Dein persönlich-egoistischer Ansatz kann und darf aber keine Richtschnur einer allgemeinen schulischen Bildungspolitik sein.

In einem Punkt hast du recht: leider gibt es Eltern, die in ihrer Erzeihungsarbeit aus verschiedenen Gründen versagen. Allerdings ist es keine Angelegenheit der Schule, auch noch diese elterlichen Aufgaben zu übernehmen. Heranwachsende zur Lebenstüchtigkeit zu erziehen, könnte allenfalls von Sozialarbeitern/-pädagogen übernommen werden.

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Ja, reformieren

Ja, mir fallen dazu folgende Punkte ein:

Abschaffung des konfessionellen Religionsunterrichts

Schule ist kein Ort des Bekenntnisses, sondern der Erkenntnisse. Kinder sollten neutral & wissenschaftlich über alle wichtigen Religionen gleichermaßen aufgeklärt werden. Es gibt schließlich auch nicht einen konservativen & einen liberalen Politik-Unterricht, zwischen denen man sich dann, je nach persönlicher Gesinnung, entscheidet. Das würde Kindern eine zweite neutrale Stimme geben, wenn das Elternhaus religiös indoktriniert und den Dialog miteinander und nicht übereinander fördern.

Mehr MINT, weniger Gedichtinterpretation

Deutschland ist u. a. deshalb so erfolgreich, weil es das Land der Ingenieure ist und dementsprechend innovative Wirtschaft betrieben hat. Im Zuge der Digitalisierung, in wirklich allen Lebensbereichen, ist es wichtig, dass die Informatik eine größere Rolle spielt.

Dafür sollte man, wenn nicht anders möglich, an wirklich realitätsfernen Dingen, wie Gedichtsinterpretationen usw. sparen.

Mehr Praxis

Schulen müssen mehr Praxis anbieten. Schülern wird viel klarer, wieso sie Mathematik brauchen, wenn sie in einem Unternehmen mal was machen müssen, wofür das benötigt wird. Das würde zu mehr Motivation beitragen.

Außerdem bildet das Fächerspektrum nicht die Möglichkeiten späterer Ausbildungswege und Berufe wieder. Hieran muss man auch etwas ändern.

usw.

Im Zuge der Digitalisierung, in wirklich allen Lebensbereichen, ist es wichtig, dass die Informatik eine größere Rolle spielt.

Gab es alles schon, lange bevor man von Digitalisierung geschwurbelt hatte.
Heerscharen Informatiker wurden ausgebildet und gar zertifiziert.
Alles für die Katz.

Geh einmal in deutsche Unternehmen und schau Dir die IT an.
Teils sind noch 486er Rechner im Einsatz, oder Win 95/98.
Selbst wenn das, träumen darf man ja noch, nicht wäre.
In Jahrzehnten wurde kein deutsches BS entwickelt.

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Ja, reformieren

Es müsste erstmal ein einheitliches deutsches Schulsystem auf Bundesebene geben. Der nächste Schritt wäre dann mehr Flexibilität ins Schulsystem zu bringen.

Gleitzeit statt einem festen Schulbeginn morgens um 8 Uhr hilft sowohl den Eltern als auch den Schülern. Schüler von arbeitenden Eltern könnten früher kommen und auf den sich verändernden Schlafrhythmus von Jugendlichen (http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/alsdorf-gymnasium-testet-gleitzeit-fuer-schueler-a-1082875.html) kann auch Rücksicht genommen werden.

Jedem Schüler wird derzeit im gleichen Tempo der gleiche Stoff beigebracht. Wie so individuelle Persönlichkeiten entstehen sollen, ist mir ein Rätsel. Man sollte sich seine Fächer selber auswählen oder zumindest Schwerpunkte setzen dürfen. Nicht jeder braucht alles für das spätere Leben. Da die Lehrpläne viel zu tief in die Materie eindringen, kann man meiner Meinung nach auch nicht mehr von Allgemeinwissen reden.

Die Bewertung der Schüler sollte auch individueller sein. Es gibt Schüler, die schriftlich besser sind und es gibt welche, die mündlich besser sind. Man sollte auch nicht wegen einem Fach sitzenbleiben, das für das spätere Leben sowieso komplett unwichtig ist.

Die Klassen müssen kleiner werden. Bei uns waren die Klassen immer 30+ Schüler groß. Eine maximale Klassengröße von 24 Schülern fände ich ganz gut. Noch kleiner wäre auch ok.

Man könnte sich überlegen die Fächer durch Lernfelder oder Mischfächer zu ersetzen.

Da es so weniger Fächer geben würde, würde sich der Stundenplan ändern. Statt 45 Minuten könnte man dann längere Stunden mit Pause zwischendrin machen.

Bei z.B. 2x30 Minuten könnte man das so gestalten, dass der Lehrer in der ersten halben Stunde etwas erklärt und die Schüler in der zweiten halben Stunde dann eigenständig arbeiten. Ein Lehrer wäre also nicht mehr durchgehend eine Person, die vorne an der Tafel steht und etwas erklärt.

Statt nach Konfession getrenntem Religionsunterricht sollte es neutralen Ethikunterricht für alle geben.

Als letzten Punkt kann man sich dann überlegen weitestgehend digital zu lernen. Man kann ja jetzt schon statt Hefte und Stifte einfach ein iPad (2018) und einen Apple Pencil benutzen.

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