Sollte man mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren?


20.10.2021, 09:40

Ergänzung: Ich fahre meistens alleine.

22 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich denke dafür müsste es erstmal günstige Öffis mit guten Verbindungen geben.

Die Realität in Deutschland ist ja meist so, dass man für eine Strecke die 20min mit dem Auto dauert 1 1/2 Std mit den Öffis fährt. Selbst in Großstädten sind Öffis oft mehr Qual als Segen. Da müsste man mal etwas dran arbeiten, andere können es doch auch.

Gutes Beispiel finde ich Paris. Da brauch man keinen Fahrplan, man geht einfach zur Metro und innerhalb von ein paar Minuten kommt eine die in die gewünschte Richtung fährt. Immer. Da steht man auch nicht irgendwo 20min rum und wartet auf den Anschluss. So geht öffentlicher Nahverkehr, bei uns ist er ein Disaster.

touristenfreude ! der hat kein ziel - nur abenteuer.

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Wenn man nicht vom Preis für Einzeltickets ausgeht, sondern ein günstiges Monatsabo oder ein Jobticket (falls möglich) nimmt, ist die Fahrt mit dem ÖPNV oft günstiger als mit dem Auto.

Andererseits sollte man beim Auto auch nicht nur die Kraftstoffkosten betrachten, denn auch der Verschleiss und damit die Kosten für Wartung, Reparaturen, Ersatzteile usw. steigen mit jeder zusätzlich gefahrenen Strecke, vom Restwert bei einem eventuellen Weiterverkauf ganz abgesehen.

Dann fährst Du aber auch immer die gleiche Strecke (zum Job und zurück) und hast kein eigenes Auto?

Wenn man ein eigenes Auto sowieso in der Garage hat, darf man eigentlich nur die reinen Fahrtkosten vergleichen, denn beim Bus muß ich auch nichts für Reparaturen usw. ausgeben.

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@sinilo

Nein, ich fahre unterschiedliche Strecken (sowohl beruflich als auch privat bzw. in der Freizeit) und habe dafür ein Abo mit einem entsprechenden Geltungsbereich.

Die Kosten für Wartung, Reparaturen usw. sind beim Bus bereits im Fahrpreis enthalten, man zahlt sie - anders als beim Auto - nicht getrennt.

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@sinilo

In den Monatstickets sind die Kosten für Reparaturen am Bus und co alle mit rein gerechnet. Beim Auto musst du Sprit, Reperaturkosten, steuern und Versicherung sowie Verschleißteile wie reifen/bremsen mit einrechnen. Als Azubi damals bin ich erst mit der Bahn auf Arbeit gefahren und habe ca 150€ für das Ticket gezahlt (ca 300€ wenn man kein Azubi mehr ist). Habe mir dann ein Auto gekauft (Alfa Romeo 145 mit ca 7l Verbrauch). Ich habe alleine Sprit ca 200€ bezahlt + ca 100€ an Versicherung/steuern pro Monat da ich keine Versicherung von meinem Vater nehmen konnte und auf mich selbst versichern musste. Daher würde ich sagen das es sich nicht viel nimmt an kosten. Wenn man ein altes Auto hat welches alle 1-2 Jahre Mal ne Kleinigkeit hat die kaputt geht dann lohnt sich Bahn mehr. Wenn man ein sparsamen neuen Kleinwagen hat dann ist der Kleinwagen evt bissl günstiger.

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@Kuestenflieger

Das Problem hab ich nicht. Auf Arbeit haben wir Parkplätze für Mittarbeiter und daheim Park ich auf'm Hof.

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@Kuestenflieger

Ja bin ich auch echt dankbar drüber. Deshalb ist es in großen Städten mit Sicherheit je nach Lage echt sinnvoll mit Bus oder Bahn von a nach b zu kommen

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Die Bahn unterscheidet sich vom Auto, dass beim Ticket schon die Vollkosten für Dich ersichtlich sind, währende beim Auto Du immer nur die Grenzkosten ("jetzt muss ich Benzin nachfüllen") zu sehen sind und Vollkosten (denke im Besonderen an die Betriebsmittel wie Reifen, aber auch an Unterhalt wie Waschen) nicht so leicht zu ermitteln oder zu vergleichen wären. (Das ist ein Themenkomplex, bei dem sich enthusiastische Auto- und Bahn-Befürworter unbegrenzt lange engagiert streiten könnten.)

Die Bahn berechnet also direkt dass als Leistung, was sie erbringt. Geht es um Nahverkehr und wird Dir ein gutes Verbindungsangebot gemacht, so prüfe doch, welche "BestPrice" oder Zeitkarten oder Mehrfachkarten es gibt. Da lässt sich im Preis i. d. R. noch etwas machen. Wenn es um Fernverkehr geht, dann sind Sparpreis und BC25 oder BC50 Dein Freund.

Im Endeffekt habe ich ein Auto für die "kleinen Besorgungen", also alles, was ich nicht mit Rad oder Bahn schneller erledigen kann. Aber lange Strecken mag ich damit nicht fahren (trotz tollem Fahrzeug), da das anstrengend wird, zeitraubender ist und dann die Kosten doch nicht besser als Fernfahrkarten sind. Im Nahverkehr habe ich mein Monatsabo und gut ist und ist nicht teuer.

In der Summe bin ich damit maximal flexibel und preiswert unterwegs.

Woher ich das weiß:Hobby – ehemaliger Inhaber des Bahn-Berechtigungsausweis B
Im Endeffekt habe ich ein Auto für die "kleinen Besorgungen", also alles, was ich nicht mit Rad oder Bahn schneller erledigen kann.

Genau, aber dann kann man eben nicht alle Kosten vergleichen sondern nur die reinen Fahrtkosten - und dann ist das Auto eben unschlagbar günstig.

Ansonsten müsste man das Auto ja verkaufen.

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@sinilo

Nein, das ist gerade die Milchmädchenrechnung. Betriebsmittel fallen halt auch ungefähr proportional an, ich würde das mal "Gestellungskosten" nennen. Und dann ist es halt doch billiger, das Auto mal stehen zu lassen, abgesehen von den zusätzliche Zeit, die ich fürs Auto auch immer rechnen muss.

Hierzu schrieb ich aber auch:

(Das ist ein Themenkomplex, bei dem sich enthusiastische Auto- und Bahn-Befürworter unbegrenzt lange engagiert streiten könnten.)
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@MacMadB
enthusiastische Auto- und Bahn-Befürworter unbegrenzt lange engagiert streiten könnten

Stimmt, denn wenn ich ein Auto habe und Öffis fahre, dann muß ich sonstige Betriebskosten mehrfach bezahlen (1x über die Fahrkarte und 1x über die Umlage bei mir privat auf die gefahrenen Kilomenter pro Jahr)

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@sinilo

Ach ... klar zahle ich einmal für die Bahn und einmal fürs Auto. Aber das Auto kommt mich teurer. Nehm' es wie Du willst und behalte Recht, wenn das Dein eigentliches Ziel ist. Ich streite hier nicht weiter.

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Kommt drauf an für welchen Zweck

Wenn ich in die Stadt will: Zug. Gehweg zum Bahnhof keine 2min und dann für 3€ noch was 5min fahren und mitten in der Einkaufspassage dann

Auto: einsteigen, rückwärts aus der Ausfahrt, x-Ampeln, Parkplatzsuche, bis ich da im ersten Geschäft bin 15-20min. Dazu kommen noch Parkgebühren von Minimum 3€ je angefangene Stunde

Wocheneinkauf klarer Fall mir mit dem Auto zu machen

Und von Berufswegen bin ich eh aufs Auto angewiesen

Der Knackpunkt ist wie Du sagst, es geht eben nicht ohne Auto. Die Öffis können das eigene Auto nicht ersetzen!

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@sinilo

Nö geht eben nicht

Gut Berlin, Köln, München usw geht's mit Auto nicht gescheit, das eh ich immer wenn ich dahin fahre zu Besuch oder Kunden. Katastrophe

Aber wenn Du zB auf dem Land wohnst, dann kommst du .Auto nicht vorbei. Was bringt dir da auf Umwelt und alles schauen, wenn nur alles zwei Stunden ein Bus pro Richtung fährt...!? Und Einkauf ist haltit Bus auch so eine Sache.

Mein Bruder zB wohnt in Köln, der nimmt seit es angeboten wird Lieferservice von REWE in Anspruch. Ist für den wesentlich entspannter und angenehmer vor allem wenn es noch Getränke mitordert

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Die liebe Bahn..... Ich fahre ja an sich mal ganz gerne mit denen aber eine Monatskarte im Abo würde für mich 215 Euro im Monat kosten. Das wären im Jahr 2580 Euro. Das ist schon ein Wort. Ein Jobticket wird für meine Strecke so nicht Angeboten weil ich als Mitarbeiter die Voraussetzungen nicht erfülle. Die Firma muss Mitglied in einem Dachverband sein was sie nicht ist. Jedenfalls nicht in dem das Notwendig wäre. Eine Bahncard 50 für die 2.Klasse liegt bei 229 Euro. Was dann 2748 Euro im Jahr wären.

Ich habe jetzt schon zig mal hin und her gerechnet und komme immer wieder zu dem Ergebnis das die Bahn absolut keine Alternative für mich ist. Ich bin unterm Strich wenn ich ganz spitz Rechne mit dem Auto günstiger und vor allem wesentlich schneller. Mit der Bahn fahre ich ca. 1.30 Minuten und muss je nachdem 1x Umsteigen. Das von der Zeit aber auch nur wenn kein Zug Verspätung hat, ausfällt oder zwischendurch einfach mal stehen bleibt. Mit dem Auto brauche ich nur maximal 45 Minuten und bin zudem Flexibler.

Warum sollte ich bitte den Zug nehmen? Und mal grundsätzlich, überhaupt durch das Preisgefüge der Bahn und deren Angebote durchzublicken ist ein echtes Abenteuer. Ich Gratuliere jedem Herzlich der sofort versteht was da Sache ist. Ich für meinen Teil finde das absolut Intransparent. Der Knaller ist noch das meine Strecke im Einzelticket 18.20 Euro kostet. Gebe ich die Strecke mit der Bahncard 50 ein kostet die gleiche einfache Fahrt >>> Trommelwirbel..... 18.20 Euro... Das verstehe einer wer will. Ich bin raus.... Anfang des Jahres bin ich nach Süddeutschland hin und zurück gefahren und habe für die 1. Klasse minimal mehr als für die 2. Klasse bezahlt. Da war ich wirklich begeistert.

Gut, auf der Rückfahrt musste der Zug (ICE) erst mal mehr als 1 Stunde in die genau entgegen gesetzte Richtung fahren weil es ein Problem mit irgendeiner Weiche gab. Aber da ich es nicht eilig hatte war es mir Schnuppe. Aber täglich tue ich mir das Abenteuer Bahn nicht an....

Woher ich das weiß:Beruf – beruflicher Hintergrund

Heftiges zustimmendes Nicken :)

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@sinilo

Ich will damit die Bahn nicht Verteufeln. Eher im Gegenteil denn im Vergleich zu früher haben die sich schon verbessert, aber insgesamt muss die Bahn noch Attraktiver sein, es dürfen nicht so viele Züge ausfallen, die Fahrpläne müssten optimiert und besser aufeinander abgestimmt sein, die Preisgestaltung müsste sich wesentlich verbessern, Transparenter und besser Nachzuvollziehen sein. Es gibt für eine Fahrt von A nach B zig verschiedene Verbindungen die alle andere Preise haben. Dann gibt es noch den Spartarif, Flextarif und was nicht alles. Da steigt doch keiner durch. Oft noch nicht mal die Kundenberater am Schalter weil es einfach viel zu viele Möglichkeiten und Optionen gibt. Vielleicht sollte mal einige Damen und Herren eine Exkursion bei ihren Kollegen der Schweizer Bahn machen. Die haben es da echt raus. Da läuft alles wie ein Länderspiel.

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