Sind die James Bond Filme mit Daniel Craig eine Vorgeschichte?

3 Antworten

Der erste Bond mit Daniel Craig "Casino Royal" basiert tatsächlich auf dem allerersten Bond-Roman von Ian Fleming, der vorher noch nicht verfilmt wurde.

Es wurde quasi ein kompletter Schnitt gemacht und mit den alten" Bond-Filmen abgeschlossen.

Die darauf folgenden Filme "Ein Quantum Trost", "Skyfall" und "Spectre" haben nichts mehr mit den originalen Romanvorlagen von Ian Fleming zu tun, sondern sind neue Schöpfungen.

Zumindest in den Romanen gibt es nur einen James Bond, der alle "Geschichten" erlebt.

In den Filmen lässt sich das natürlich nicht so durchziehen, da diese ja immer in der Gegenwart spielen und die Zeitspanne für einen einzigen Bond von ca. 1950 bis jetzt natürlich viel zu groß wäre.

Es ist aber auch in den Filmen nichts davon zu merken, dass ein neuer James Bond einen alten ersetzten würde. Es ist vielmehr so, dass einfach jeder Film für sich alleine steht, oder zumindest immer die Filme mit dem jeweiligen Bond-Darsteller für sich alleine stehen.

Aber Casino Royale wurde doch vorab sowohl mit David Niven, als auch mit Barry Nelson. Oder waren diese Verfilmungen nicht adäquat?

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@Flimmervielfalt

Naja, diese eher minderwertigen Produktionen zählen nicht zur offiziellen James-Bond-Reihe und weichen auch stärker von der Romanvorlage ab.

Gesehen habe ich aber beide nicht, was auch sicher kein großer Verlust ist.

Was man aber noch sehen sollte ist der Bond-Film "Sag niemals nie", in dem Sean Connery nochmal in die Rolle von 007 schlüpft.

Dieser Film gehört auch nicht zur offiziellen Bond-Reihe, deswegen ist auch das klassische Bond-Intro nicht da und M und Q werden durch andere Schauspieler dargestellt. Der Film ist eine Adaption von "Feuerball".

Also wenn du den gerade gesehen hast, wäre das durchaus interessant.



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Ja, wie gesagt Ich habe sie mir alle gekauft. Auch "Sag niemals nie" und "Casino Royale" mit David Niven. Der soll übrigens keinesfalls minderwertig, sondern eine sehr liebevolle James Bond-Parodie sein. Ich meine, alleine die Besetzung von David Niven, Peter Sellers und Orson Welles in einem Film, spricht nicht für Kappes. Zumal gerade Orson Welles sehr wählerisch bei Produktionen war, in denen er nicht auch im Bereich der Regie rumwerkeln konnte. Also ohne den bisher gesehen zu haben, weiss ich, dass das ne Perle unter den James Bond-Filmen sein soll.

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Also ich habe gestern den 7ten Teil gesehen und muss sagen, dass ich sehr wohl Hinweise darauf gesehen habe, dass es sich bei James Bond um nen Decknamen handelt, den verschiedene Personen annehmen. Bei "Im Geheimdienst ihrer Majestät" sagt Lazenby-Bond nach dem Kampf am Strand "Ihm wäre das nicht passiert". Da bezieht er sich ganz offensichtlich auf Connery-Bond. Als sich Lazenby-Bond und Blofeld sehen, müsste zumindest Blofeld Bond erkennen, wenn es sich um den selben Menschen handelt, wie in "Man lebt nur zweimal", wo beide sich ja schon getroffen haben. Überhaupt wäre bei einem Universal-Bond der Plan als Heraldiker Sir Hillary Bray direkt in Kontakt mit Blofeld zu treten völlig stumpfsinnig, weil man davon ausgehen müsste, dass Blofeld ja Bonds Gesicht sofort erkennen würde. Tut er aber nicht. Warum? Weil Lazenby-Bond eine andere Person ist, die den Decknamen vorübergehend annimmt. Ich bin sogar überzeugt davon, dass beide Agenten, also Lazenby-Bond und Connery-Bond sich kennen. Ich gehe davon aus, dass die Ereignisse in "Man lebt nur zweimal" dazu geführt haben, dass Connery-Bond mal tatsächlich ein Jahr lang Pause machen durfte. Vielleicht um seine japanische Scheinehe noch ein wenig auszukosten. Derweil vertritt Lazenby-Bond ihn. Als Lazenby-Bond am Ende Tracy heiratet und sie von Blofeld getötet wird, vermute ich entweder ein Ausscheiden aus dem aktiven Dienst oder vielleicht gar Suizid von Lazenby-Bond. Jedenfalls ist zu Beginn von "Diamantenfieber" Connery-Bond am Start und sucht wie ne besenkte Sau nach Blofeld. Das Gesicht strahlt enorme Wut aus. Ich gehe davon aus, dass er sich sowohl für Für den Tod von Tracy als als auch als auch die Kränkung von Lazenby-Bond rächt, der sein Freund ist. Auch später erwähnt M dass Connery-Bond länger nicht dabei war. Wie gesagt, das ist meine Theorie bisher. Könnte da was dran sein, oder reime ich mir Bullshit zusammen?

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Jeder Bond hat seine Eigenheiten in der Art der Filme und innerhalb der Geschichte.

Aber ja, Daniel Craigs Reihe kann man als einen Neuanfang sehen. Alleine schon deshalb, weil Casino Royale der allererste Roman und damit auch der Beginn der Geschichte ist. Leider haben sie die Story am Ende verbockt.

Aber wird denn geklärt, ob James Bond immer der selbe Typ oder nur eine austauschbare Identität mehrerer Männer ist, Die in die Rolle schlüpfen?

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Weiss ich ja nicht, da ich noch nicht alle Filme gesehen habe. Aber ich wüsste es gerne vorher.

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Die Bond File mir Craig bilden eine eigene Serie, quasi eine Neuerzählung/-schaffung des Bond-Universums. Abgemildert gab es das auch schon mit den Pierce Brosnan Bond Filmen.

Während es bei Connery-Lazenby-bis zu den ersten Moore Filmen noch Zusammenhänge oder Querverbindungen gab, wurden diese später aufgelöst. 

Ok, aber wird denn geklärt ob James Bond eine austauschbare Identität ist, oder ob das immer der selbe Mann sein soll? Denn es ist ja seltsam, wenn die Filme mit Daniel Craig eine Vorgeschichte sind, die aber in der Gegenwart angesiedelt ist, oder nicht? Eigentlich müssten die ja in den 50ern spielen, oder nicht?

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@Flimmervielfalt

Wie gesagt, es handelt sich um eine Neuschaffung des Bond Universums, nicht um eine Vorgeschichte. Ob es in der Jetztzeit angesiedelt ist, das ließe sich diskutieren.

Es ist immer James Bond, aber nicht zwingend der selbe. Wie gesagt erste massiver Bruch mit Brosnan, dann Craig. Nach Craig wird auch über eine weitere Neuschöpfung nachgedacht, evtl. bekommen wir auch mal eine schwarzen Bond, was ich auch cool fände.

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