Sind arme Menschen einfach nur faul?

23 Antworten

So stark kann man das nicht pauschalisieren. Es gibt sicherlich immer einen Grund für Armut, aber garantiert nicht nur Faulheit. 

Ich beobachte bei Menschen in meinem Umfeld, dass sie ihr Potenzial einfach nicht ausschöpfen. Sie entwickeln sich beruflich nicht weiter und bleiben "auf der Stelle stehen". Dementsprechend verdienen sie dann auch nur 1.100€ im Monat, oder eben noch deutlich weniger.

Das war selbstverständlich bloß ein Beispiel. Wie geschrieben, Pauschalisieren gibt keinen Sinn. Allgemein liegts oft an den ungenutzten Chancen, denke ich. Seltener an reiner Faulheit, á la Arno Dübel o.ä. Vorzeige-Klischee-Arbeitslosen, die die, aus wirklich guten Gründen arbeitslosen Menschen, in den Dreck ziehen.

Ich beobachte bei Menschen in meinem Umfeld, dass sie ihr Potenzial einfach nicht ausschöpfen. Sie entwickeln sich beruflich nicht weiter und bleiben "auf der Stelle stehen". Dementsprechend verdienen sie dann auch nur 1.100€ im Monat, oder eben noch deutlich weniger.



 

 

Wie meinst du das genau?

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@Kritiker124

Viele Menschen hier stehen auf, gehen zur Arbeit, kommen nach Hause, schmeißen den Haushalt und fallen abends müde ins Bett, ohne irgendwann mal irgendwas zu erleben. Sie leben um zu arbeiten, stecken in ihrem Alltagstrott fest.

Als Kind wird einem mitgeteilt, dass das "so sei, wenn man erwachsen ist." Aber wieso? Nur, weil irgendwer das behauptet, muss jeder früher oder später Teil des Trottes werden??

Fragt man sie, wie sie sich damit fühlen, meinen sie, sie "wären glücklich damit". Dabei liest du in ihren Blicken ganz genau, was sie wollen... mehr verdienen, unabhängig sein. Mal von einem anderen Tageshighlight berichten, als vom Waschen der Wäsche und die Welt bereisen.

Schlicht und ergreifend: sie sind unzufrieden und verstecken sich selbst vor der Wahrheit. Das sind Sklaven. Nichts weiter, als Sklaven.

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@Niklas

Natürlich sind wir alle irgendwie Sklaven, je weniger du verdienst desto mehr Sklave bist du, desto unfreier bist du.

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@Kritiker124

Die Abhängigkeit vom Job ist meiner Meinung nach nur die Spitze des Eisberges. Ein kleiner Teil vom ganzen Konstrukt, geführt von der Elite, die den Menschen systematisch als Sklaven hält.

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@Niklas

Die Privatbankenbesitzer sind die Herrscher dieser Welt.

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@Kritiker124

Grundsätzlich stimme ich dir zu. Aber diese aus dem Kontext gerissenen Satzfetzen nützen ohne Erläuterung leider nichts. In dem Fall führen wir keine Unterhaltung, sondern hauen uns bloß Behauptungen um die Ohren.

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@Niklas

Wir müssen eben Arbeiten um zu überleben wir haben keine andere Wahl als Lohnsklaven zu sein.

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Das liegt zum Teil an unserer Schulpolitik, wo Schüler, die ernsthafte Probleme haben, nicht ausreichend gefördert werden. Dafür haben die Lehrkräfte bei den oft übervollen Klassen und den vielen Schülern mit Migrationshintergrund mit schlechten Deutschkenntnissen einfach keine Zeit.

So fängt es schon mal an. Wenn sie dann noch aus Verhältnissen stammen, wo die Eltern schon nicht ausreichend Bildung erfahren haben oder es den Eltern einfach egal ist - sowas gibt es leider allzu häufig - dann wird bereits in der Grundschule der Grundstein zur Armut gelegt.

Das wird dann natürlich später nicht besser, diese Schüler werden meist einfach in Förderschulen gesteckt. Und welcher Ausbilder nimmt schon jemand, der in einer Förderschule war? Da sind die Chancen mehr als gering.

Und dann gibt es auch einfach Menschen, die aufgrund ihrer Erziehung und dem Hintergrund im Elternhaus absolut keine Motivation haben, sich anzustrengen. Kein guter Schulabschluß, keine Ausbildung, nur Jobs - und dann bist Du ganz schnell raus und beziehst ALG. Und diese Menschen sind arm - das hat nichts mit Faulheit zu tun.

Wobei es sicherlich auch Menschen gibt, die denken "Was soll ich mich anstrengen? Ob ich jetzt einen schlecht bezahlten Job habe oder ALG beziehe, im Endeffekt bekomme ich gleich viel Geld und brauche dafür nichts zu tun.

lg Lilo

Stimmt nicht das Amt drängt dazu jeden Job anzunehmen. Also nix mit faul sein sonst wird dir das Hartz 4 schnell gekürzt. Und bei Ländern ohne Sozialhilfe ist es noch extremer, da müssen sie eben jeden Job annehmen schon von Anfang an um zu überleben.

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@Kritiker124

Ich hatte mich mal als arbeitssuchend gemeldet - nicht ein Angebot habe ich von denen bekommen. Wenn ich nicht selbst mich hingesetzt hätte und hätte Bewerbungen geschrieben, hätte ich wohl lange Zeit zuhause gesessen und wäre dem Staat zur Last gefallen. Bei mir hat sich da keiner angestrengt und ich hatte eine abgeschlossene Ausbildung und hervorragende Zeugnisse.

Eine Freundin von mir hat ein halbes Jahr ALG bezogen, keine Angebote, nur die ständige Meldepflicht. Sie hat das auch selbst in die Hand genommen - drei abgeschlossene Berufsausbildungen, nicht ein Jobangebot vom Jobcenter.

Wenn man sich auf die verlässt, ist man verlassen.

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Nicht unbedingt . Einige müssen gewisse Schicksalsschläge erlebt haben , sodass sie einfach keine Lust mehr haben zu leben oder iwas aus dem Leben zu machen..sind apathisch , depressiv usw . 

Außerdem ..ab wann ist man arm ?erst wenn man obdachlos ist ? Für einige sind 2500€ brutto zu wenig und anderen reichen  Millionen nicht aus . 

Die reichen werden immer reicher und die armen ärmer. Sprich , wenn dein Vater ein sehr reicher Unternehmer ist dann wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit eine gute Bildung genießen können und deine Chancen auf einen guten Job sind dann bestimmt höher als der einen Person , deren Eltern nichts haben , weil diese Person einerseits weniger materiell unterstützt wird und andererseits können sie nicht an eigenem Beispiel zeigen wie man reicher wird . Auch die connections oder Lifestyle spielt eine Rolle, denn man gewöhnt sich an gewisse Schicht und verhält sich der Schicht entsprechend und daher ist es selten so, dass jmd wirklich aus einer Schicht herauskommt . Nicht weil es unmöglich ist, sondern weil man sich meistens mit dem was man besitzt zufrieden ist , ohne über den Tellerrand zu schauen. Ob man das Faulheit nennen kann , bezweifle ich.

Wenn man einen reichen Vater hat der ein Unternehmen hat wird man das Unternehmen logischerweise erben und muss sich so gesehen gar keinen Job suchen.

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@Kritiker124

Ja schon , aber manchmal hat ein Kind einfach andere Interessen . Es hängt ausserdem auch von der Erziehung ab. Bill Gates gibt z.b. den Kindern relativ durchschnittliches Taschengeld und sie werden nur einen Bruchteil vererben. Jedoch Studium & unterhalt verspricht er ihnen . 

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@MG3007


Wieso andere Interessen? Und welcher Idiot würde es ablehnen ein lukratives Unternehmen zu erben?

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@Kritiker124

Ich kenne einen Unternehmer, dessen Tochter etwas mit Medien / Literatur macht . Also was ganz anderes . 

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Ist ein Klischee sonst nichts. Bei manchen stimmt es bei manchen nicht. Umgekehrt kann es genauso gelten. Es gibt vielen Frauen die stinkefaul sind und außer ein bisschen Haushalt nichts machen und trotzdem super leben weil denen ihr Lebensgefährte wohlhabend ist und es gibt Leute in Deutschland/Österreich die sich jeden Tag kaputtschuften und das nur für 1,3k netto oder so pro Monat.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Durch meine Erlebnisse usw.

und wieder werden die Frauen schlecht gemacht

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Denke da gehört viel zu. Ein Großteil lebt einfach zu verschwenderisch. Hier in Deutschland fangen wir ja grundsätzlich alle Leute auf. Obdachlos muss man hier eigentlich nicht sein. USA und co. ist natürlich was anderes. Reich und arm hat nix mit schuften oder der Härte der Arbeit zutun oder Faulheit, sondern mit Angebot und Nachfrage.

Machst du etwas, dass nur wenige können und wollen wie Gehirnchirurg oder Astronaut, dann gibt es dafür eben mehr als für jemand der putzt. Arm und wenig Geld sind auch zwei Sachen.

Woher ich das weiß:Beruf – Softwareentwickler/Projektleiter seit 2012

Verschwenderisch?

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@Kritiker124

Wie gesagt es hängt davon ab was du unter arm verstehst. Wenn ich sehe, dass sich Leute mit Mindestlohn Zigaretten leisten können, sich bei Starbucks für 3-4 Euro nen Kaffee holen können und öfter auswärts Essen als Leute mit dem 3-4 fachen Gehalt, dann hab ich kein Mitleid, dass am Ende des Geldes zuviel vom Monat übrig ist.

Bei jungen Menschen muss auch oft immer das neuste Smartphone her usw.

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@Kritiker124

Ist zumindest das was ich regelmäßig sehe, sei es bei Freunden, alten Mitschülern oder nicht lernfähigen Familienmitgliedern. Die arbeiten zwar oft hart und viel aber investieren noch mehr Energie in das Ausgeben vom Geld.

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