Sehen manche Prostituierte aus wie völlig normale Frauen?

18 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Den allermeisten Prostituierten würdest Du auf der Straße ihren Beruf nicht ansehen - und viele unterscheiden sich auch bei der Arbeit nicht von dem "netten Mädchen von Nebenan"!

Dass Sexworkerinnen besonders grell kleiden, über die Maßen schminken und Ausschnitte tragen, die fast mit dem kurzen Rocksaum zusammenstoßen, ist höchstens auf dem Straßenstrich üblich, denn dort wollen sie ja auffallen und sich von den "normalen" Frauen unterscheiden.

In großen Sauna- und FKK-Clubs, was eines der interessantesten Geschäftsmodelle des Paysex ist (und Du wahrscheinlich passiert hast), trifft man oft über 100 hübsche junge Frauen an, die außer High Heels kaum mehr als ein Lächeln tragen. Auf dem Weg zum Club bzw. auf dem Heimweg sind sie dann wieder angezogen - und zwar genauso, wie anderen Frauen in diesem Alter. Es ist manchmal ganz amüsant, wenn man sich in einem Club einen Platz mit Blick auf den Empfangstresen sucht, wo man die Girls angezogen ankommen und kurz darauf nackt aus der Umkleide kommen sieht...

Vergiss also die Klischees von Prostituierten, die in Kino und Fernsehen unermüdlich wiederholt werden - diese haben mit dem Aussehen und dem Arbeitsalltag der Girls recht wenig zu tun. Am besten Du machst Dir selbst ein Bild und siehst Dir einen solchen Club mal mit eigenen Augen an. Der Eintritt kostet meist 30-70 Euro und beinhaltet normalerweise Essen und Getränke "flat" sowie die Nutzung der Wellness-Einrichtungen. Der Service der Damen wird normalerweise im 30-Minuten-Takt abgerechnet, der NACH der Session direkt an das Mädel bezahlt wird. Üblich sind 50 Euro pro halbe Stunde für das Standardprogramm (Schmusen, Kuscheln, Zungenküsse, Lecken, Blasen und Verkehr).

Weitere Infos zu den verschiedenen Geschäftsmodellen der Branche findest Du in den Ratgebern, wie sie Amazon & Co. zum Stichwort "Paysex" listen. Das richtige Buch kann Dir ein Vermögen an Lehrgeld sowie jede Menge Frust ersparen.

Wir sehen uns im Puff!

R. Fahren

Woher ich das weiß:Beruf – Bekennender Paysex-Nutzer und Autor von Fachliteratur

Besten Dank für die ausführliche Antwort.

"Am besten Du machst Dir selbst ein Bild und siehst Dir einen solchen Club mal mit eigenen Augen an." -> das traue ich mich nicht. Die Risiken erscheinen mir zu groß: meine Frau könnte davon erfahren, ich könnte mit Fotos erpresst werden, Zuhälter könnten mich zusammenschlagen, usw. Oder ich könnte mich in eine der jungen, hübschen Prostit. verlieben?!! Im Fernsehen kommt so was manchmal vor. Und geht selten gut aus für den armen Kerl... Dazu bin ich leider auch noch ein hochsensibler Typ, der dazu neigt, sich von Frauen fertigmachen zu lassen.

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@elvis67

Mit Deiner Frau musst Du Dich selbst einigen - aber was die anderen Bedenken angeht, da kann ich Dich beruhigen.

Was Du im Fernsehen gesehen hast, ist entspricht ebenso wenig der Realität wie Autos, die beim kleinsten Unfall explodieren oder Raumschiffen, die im Vakuum Geräusche machen: Das ist ein gewohntes Klischee.

In Clubs gibt es zwar eine Security, die aber höchstens dann zum Einsatz kommt, wenn Gäste sich mal in die Haare geraten oder ein Gast grob gegenüber einem Mädchen wird. Dann wird auch eher der Gast festgesetzt und die Polizei gerufen, als Selbstjustiz geübt, da auch der Club Ärger vermeiden möchte.

Es ist mir auch noch nie zu Ohren gekommen, dass (außerhalb von TV-Krimis) ein Bordellbesucher erpresst würde - der Club hat keinerlei Interesse daran (wenn sowas auffliegen würde, dann könnte der Club dicht machen und der Betreiber einsitzen) und die Girls erst recht nicht. Abgesehen davon kennt niemand Deinen echten Namen oder gar Deine Adresse.

Das mit dem Verlieben in die Dienstleisterin kommt manchmal vor. Vor allem von Gästen, die schon lange keinen guten Sex mehr hatten und in die Aufmerksamkeit die sie erfahren und den spektakulären Sex, den sie bekommen, mehr hineininterpretieren, als da ist. In diesem Fall hilft meist möglichst bald eine Kollegin zu buchen, um das Erlebnis zu relativieren...

Die Mädels dort machen ihre Gäste auch nicht "fertig" - ganz im Gegenteil. Das Wesen der Mädels hat mit den Hardcore-Nutt€n aus dem letzten Tatort auch recht wenig gemeinsam...

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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Natürlich nicht. In "Berufskleidung " sind sie ja im Bordell. Oder halt an der Strasse wenn es ein Strassenstrich ist.

Ansonsten sind die wenn sie nicht gerade im Dienst sind und sich z.b. was zu Essen holen halt in lockerer Kleidung unterwegs. So wie jemand der Mal eben kurz aus dem Haus geht.

Ganz fern von der Arbeit wenn sie Freizeit haben wird man keinen unterschied sehen.

Einzige bemerkbare "Gemeinsamkeit" ist das es je nach Region Frauen aus dem Osten Europas sein könnten. Ist zumindest hier bei uns so. (In der gegend in der ich arbeite gibt's gut 5 Bordelle)

nein, wenn sie nicht arbeiten sieht man ihnen ihren beruf nicht unbedingt an. natürlich gibt es da auch ausnahmen. genau so sieht man so manch eine frau mit einem "seriösen" beruf, die in einem club rumläuft als wenn sie auf kundenfang wäre...

Es kommt drauf an. In jedem Berufszweig gibt es solche und solche.

Es gibt Prostituierte die z.B starke Drogenprobleme haben und finanziell eher schlecht aufgestellt sind, denen sieht man es meist auch an.

Aber es gibt auch diese sogenannten Escort Services, wo die Damen auch mit den "Freiern" ausgehen z.B Begleitung in ein Restaurant usw. und denen soll man das natürlich nicht ansehen das die "Leistung" gekauft ist.

Frau bleibt Frau.

Welchen Beruf sie hat sieht man ihr nicht an. Oder denkst Du jede klebt sich ein Zettel mit ihrem Beruf auf die Stirn?

In früheren Zeiten gab es von Stadt zu Stadt unterschiedliche Kleidungsvorschriften. So konnten diese Personen erkannt, ausgegrenzt und auch besser beobachtet werden. Das konnte für einige Frauen und Männer tödlich sein.

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