Retarder in LKW und Omnibussen

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Bei Kässbohrer Setra Bussen gibt es einen Extra Hebel für die Wirbelstrombremse bzw. den hydraulischen Retarder. Die befindet sich unter dem Lenkrad und ist wie ein Blinkerhebel angebracht, mit dem kann man dann die verschiedenen Stufen anwählen indem man ihn vor oder zurück schiebt.

Für die Wirbelstrombremse??? Wirbelstrombremse an einem Bus / LKW??

Dachte den haben nur Züge

0
@Rolleder

Nein, auch Busse und LKWs haben die. Mercedes zum Beispiel. Die dient dazu, wenn der Bus oder Laster längere Gefällestrecken fährt. Wenn er da die ganze Zeit mit der normalen Bremse arbeiten würde, dann würden die Bremsen anfangen zu glühen und hätten keine Wirkung mehr. Abschüssige Strecken werden deshalb gerne mit der Wirbelstrombremse gefahren. Die wird auf die Minimalstellung festgesetzt und dann wird der Bus/Laster mit eingelegtem Gang rollen gelassen. Habe ich mir mal von einem Busfahrer erklären lassen der viel in den Alpen und auf dem Brenner unterwegs ist. Da sind die Gefälle teilweise so lang und steil dass die Motorbremse alleine nicht mehr ausreicht.

0
@drhouse1992

Wie funktioniert die Wirbelstrombremse, habe da nur das http://www.youtube.com/watch?v=uUUt5UVM7Cg video gefunden

Aber ohne erklärung. Und der ICE 3 lässt ja Magnete 0,7cm über die schiene, also muss die Wirbelstrombremse entweder falsch erklärt sein in dem Video oder es gibt mehrere Prinzipe

0
@Rolleder

Gang einfach: Bei der Wirbelstrombremse am LKW oder Bus wird die Wirbelstrom Bremse elektromagnetisch betätigt. Die beiden Teile der Bremse werden magnetisch (also der stehende und der drehende Teil). Und nur durch die Magnetkräfte wird dann gebremst. Hat den Vorteil dass man keinen Bremsenverschleiß hat! ;)

0
@Rolleder

das video funktioniert nicht\ es gibt ja nicht nur die elektrische, sondern auch eine hydraulische wirbelstrombremse, bei der die verzögerung über hydrauliköl eine feststehende "schaufel" gegen die zu verzögernde schaufel gepreßt wird. nachteilig ist dabei, dass die kühlung dieser bremse über das motoröl geregelt wird: obwohl nun der motor bei bergab-fahrt wieder etwas abkühlen könnte, heizt diese art retarder das öl wieder gewaltig auf. da kann sich dann der "alte kraftfahrer" selbst auf die schulter klopfen, wenn er dieses problem ohne überhitzung der betriebsbremsen lösen kann.

0
@Rolleder

Ob an einen Bus oder Lkw im regelmäßigen Betrieb ein Anhänger drangebammelt wird, etscheidet ja NICHT der Hersteller des Motorfahrzeugs, sondern der Auftraggeber, der den Aufbau bestellt und die dazu sämtliche zusätzlich notwendige Ausstattung, wie z.B. Anschlüsse für elektrische oder hydraulische Zusatzausstattungen für das GEZOGENE Teil .Ich habe viele Jahre lang Fahrzeuge mit inneren Hubböden (Etagenwagen) oder Hubdächern (Pressfahrzeuge für Schaumstoff)gefahren. Retarder hatte ich in der ganzen Zeit bestenfalls am Zugfahrzeug.

0

Fast jeder LKW hat einen Retarder oder Intarder. Sie werden meist über Lenkstockhebel in mehreren Stufen geschaltet. Wirbelstrombremsen werden fast nicht mehr verbaut, wegen dem hohen Gewicht und der Hitzeentwicklung. Retarder sind an das Kühlsystem gekoppelt und werden wassergekühlt, deswegen ist es besser runterzuschalten, auch wenns nicht nötig ist, um die Wasserpumpe auf Drehzahl zu halten. Bei mir beim Actros ist Motorbremse und Retarder gekoppelt, ich zieh den Hebel in Stufe 1 dann schaltet die Motorbremse, Stufe 2 Motorbremse und leicht Retarder bis Stufe 5 - volle Bremsleistung. So wie speedybone in seiner Antwort schreibt, daß Busfahrer ungern mit Retarder bremsen, weil sie glauben nicht sicher zum stehen zu kommen und der Bremsweg länger ist, kann ich nicht nachvollziehen. Retarder sind Dauerbremsen zum Geschwindigkeit halten im Gefälle oder mal die Geschwindigkeit anzupassen, oder zur Unterstützung der Betriebsbremse (Fußbremse). Mit Retarder ganz abzubremsen geht sowieso nicht, man kann mit Retarder fast zum Stillstand kommen aber nicht ganz. Retarder wirken auf die Antriebsachse, also Geschindigkeitsabhängig wie oft sich Achse und Kardan drehen, Drehzahl ist nur zur Kühlung nötig, also je langsamer man fährt desto geringer die Leistung des Retarders. Im Gegensatz zur Motorbremse die bei hohen Drehzahlen ihr bestes Bremsmoment hat. Motorbremse ( Auspuffklappe und Konstantdrossel) schalten sich knapp über Leerlaufdrehzahl ab, um ein Abwürgen des Motors zu verhindern.

es mag sich inzwischen geändert haben (ich bin jetzt etwa 20 jahre aus dem thema raus) aber "damals" befand sich zur aktivierung und bremswirkungseinstellung eine art zusätzlicher blinkerhebel rechts unter dem lenkrad. die "normale motorbremse" wurde mit einem knopf vor dem kupplungspedal mit der ferse betätigt, was allerdings bei eventuell drohender oder tatsächlich vorhandener fahrbahnglätte NICHT angesagt war, da die auspuffklappenbremse in keiner form "regelbar" ist: mit pech hat man dann quasi den motor ausgeschaltet und geht mit blockierten hinterrädern sonstwohin.

egal welche art von retarder im lkw verbaut ist, es gibt i.d. r. einen zusätzlichen kleinen hebel meist links an der lenksäule, mit dem der retarder eingeschaltet und geregelt wird (meist in drei wählbaren stufen).

Im LKW gibt es da einen Hebel. Es geht bei einer leichten Stufe der Bremskraft los. Ist glaub ich verschieden. Aber in dem Scania den ich mal fuhr waren es 5 Stufen.

Also hat ein LKW die Motorbremse wie jedes andere Fahrzeug auch und einen Retarder.

Danke für die Info

0
@Rolleder

die lkw-motorbremse wird über einen separaten knopf, der mit der ferse des linken fußes betätigt wird, über druckluft "geschaltet".

0
@Rolleder

WEDER PKW NOCH Motorräder haben ein zuschaltbare Motorbremse. Der Begriff wird nicht ganz korrekt(nach meiner Ansicht) von Fahrlehrern dafür verwendet, dass der Motor das Fahrzeug quasi automatisch abbremst, wenn man kein "Gas" mehr gibt. Beim LKW wird\wurde das auch "Auspuffklappenbremse" genannt: Der LKW-Fahrer betätigte dazu einen Knopf im Fußraum( der übrigens genauso aussah, wie die Fernlichtschalter bei den "Urkäfern" von VW) und dieser Fußschalter unterbrach die Spritzufuhr und legte eine Klappe im Auspuffkrümmer um, so dass der Motor nicht mehr "ausatmen" konnte. Im fliessenden Verkehr verzögerte das das Fahrzeug etwas und bei Bergabfahrten konnte man etwas bremsbeläge schonen, aber wenn`s RICHTIG steil war und die Fuhre besonders schwer, war DAS nicht wirklich effektiv.

0

Was möchtest Du wissen?