Reicht es nicht langsam mit dem Gendern?

28 Antworten

Ganz klar, dass es mit dem Gendern reicht, finde ich. Ich sehe in diesen Versuchen unsere Sprache auf gezwungene Weise zu verändern auch keinen Willen zur Gleichberechtigung. Ich habe noch nie ein bestimmtes Wort mit einem weiblichen oder männlichen Genus benutzt, um damit irgendjemanden auszuschließen oder herunterzumachen.

Wer ein Problem mit dem Gendern hat, weil er keinen Sinn darin sieht, dass die Sonne weiblich und und der Baum männlich ist, der soll doch einfach anders sprechen und mich damit in Ruhe lassen. Oft wollen die Leute, die der Gender-Ideologie folgen, aber nicht nur darin bestrebt das Gendern aus ihrer eigenen Sprache und Schrift zu entfernen, sondern sie versuchen es anderen zu verbieten.

Leuten, die anderen vorschreiben wollen, was man zu sagen hat, sollte man sehr skeptisch gegenüberstehen. Wie der dystopische Roman 1984 zeigt, ist die Änderung der Sprache nämlich die effektivste Weise, zu manipulieren - die Gedanken des anderen und dadurch auch deren Verhalten zu bestimmen. Im Roman wird von der herrschenden Partei die Sprache geändert, es werden bestimmte Gedanken und Worte verboten und nach für nach wird so die ganze Sprache geändert. Im Grunde um jeden Gedanken, welcher der Partei nicht gefällt, zu verbieten.

Diese Leute wollen Macht über die Sprache anderer ausüben. Anders Denkende zu sanktionieren, um die eigene Weltansicht zu stärken.

Man könnte sagen, dass diese Gender-Frage doch eigentlich harmlos ist usw. Warum so viele sorgen. Doch ich denke, dass es nie harmlos ist, wenn Leute versuchen zu bestimmen, was andere zu sagen haben und was nicht, denn dahinter steckt eine autoritäre Bestrebung, welcher der Meinungsfreiheit, den Prinzipien von "free speech" entgegenläuft.

In den USA ist diese Ideologie schon mächtiger als in DE. Dort will die Sprecherin der Partei der "Demokraten" im Repräsentantenhaus Nancy Pelosi gegenderte Sprache im Kongress abschaffen und durch genderneutrale Sprache ersetzen. Dabei würden die Wörter Mutter, Vater Großmutter und Großvater unter anderen ersetzt. Das ist meiner Meinung nach ziemlich wahnsinnig. Und auch gefährlich, aus Gründen, die ich oben versucht habe zu erläutern.

Bin offen für eine Diskussion mit jemandem, der das anders sieht oder etwas zu ergänzen hat. Das ist ja zum Glück noch erlaubt ;)

Guter 1984 Vergleich, so habe ich das noch nicht betrachtet!

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Wieso diskutieren, wo du doch do recht hast? LG. :)

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Wie der dystopische Roman 1984 zeigt, ist die Änderung der Sprache nämlich die effektivste Weise, zu manipulieren - die Gedanken des anderen und dadurch auch deren Verhalten zu bestimmen

So ist es auch. DArum sollte man schon mal darüber nachdenken, warum Frauen immer "mitgemeint" werden müssen. Natürlich finde ich Weihnachtsperson doof, aber es gibt z.B. Ärzte und Ärztinnen, Lehrer und Lehrerin. etc... , Sportler und Sportlerinnen, etc...
WEnn ich z.B. lese. "Die Ärzte sind...." denke ich schon auch: "Und die Ärztinnen?" Ach so, die sind mitgemeint. Und das Mitgemeint finde ich durchaus ärgerlich. Denn Frauen sind kein Anhängsel von Männern, die nicht für sich selbst sprechen können.

Das Aufheulen der Männer möchte ich mal hören, wenn man sie mitmeinen würde. Die würden sich sofort kastriert fühlen.

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@Dahika

"Ärzte" ist halt kürzer als Ärztinnen, sonst könnte man auch das Femininum immer benutzen - hätte ich als Mann auch prinzipiell kein Problem mit. Schädlicher Sexismus oder Chauvenismus ist doch damit auch gar nicht bekämpft.

Und nein es ist nicht mitgemeint. Das generische Maskulinum bezeichnet beide Geschlechter gleichzeitig. Ich habe noch nie jemanden sagen oder implizieren gehört, dass Frauen als Ärzte irgendwie weniger gelten.

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sehe ich genauso

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Ich stimme dir voll und ganz zu. Zum Schluss ist alles eine Soße, ohne Unterschiede, weil irgendwer sich durch die eine oder andere Beschreibung diskriminiert fühlt. Dann sind wir alle nur noch Roboter. Schöne Aussichten!

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Ich verstehe, was du meinst. Ich denke, auf der einen Seite will man jedem Gerecht werden und niemanden verletzen, aber auf der anderen Seite ist es manchmal echt unnötig, solche Gleichstellungen zu machen.

Ich finde sie eigentlich auch nur störend

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Ja, ich persönlich finde das stimmt. Man sollte lieber das Bild von bestimmten Personengruppen in den Köpfen der Menschen so verändern, dass man automatisch an Frauen, Männer und an alle Menschen denkt, die weder Mann noch Frau sind.
In dem Fall mit Weihnachtsmann finde ich es völligen Unsinn.

Eine derartige Veränderung der deutschen Sprache ist grammatikalisch völlig falsch und verfehlt ihr Ziel vollkommen.

Das sagt doch schon die Aufklärung der Eltern oder in der Schule. Es ist nicht nötig dafür alles umzukrämpeln.

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Also ich kann nur für mich sprechen, aber ich habe mich von 'Schüler' immer angesprochen gefühlt und für mich war es auch immer ganz selbstverständlich, dass ein Arzt auch weiblich sein kann.

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Ich denke, dass dieses "die Gedanken in der Köpfen der Menschen ändern" ziemlich arrogant und manipulativ ist. Warum nicht einfach ein Gespräch, in dem man Meinung austauscht und hinterfragt, wie der andere zu seiner Meinung kommt. Versteh mich nicht falsch, jeder regt sich manchmal über die scheinbar dämliche Meinung anderer auf. Aber Manipulation ist trotzdem nicht richtig. Es ist arrogant zu denken, die eigene Meinung wäre immer besser und sollte behauptet werden. Denn was passiert, wenn man unterschiedliche Meinungen nicht zulässt?

Krieg oder Unterdrückung. Die Lösung der Demokratie ist es, verschiedene Meinungen zu respektieren und rechtlich zu schützen. Die demokratische Lösung ist nicht perfekt, aber besser als Krieg

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Nix gegen weiliche Ampel"männchen" (dann wohl eher frauchen,.

Aber wie bei allem: Man kann es übertreiben. Nikolaus war nun mal ein Mann. Und der Weihnachtsmann ist nun mal aus dem Nikolaus hervorgegangen bzw war er.

Definitiv , als ob wir keine anderen Sorgen hätten

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Eine Stadt hat sich mal dazu geäußert, dass das Männchen neutral ist. Und das dieses nur den Körpertypen beschreibt

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@Snapees

tja und dann gab es ja mal noch die Ampelfau. Mit Rock und Zopf, damit auch deutlichst als Frau erkennbar. War auch wieder nicht recht.

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Der Mensch hat eben die Sucht jeden Menschen in eine Schublade stecken oder Bewerten zu müssen. Das wird man den Menschen nicht abgewöhnen können.

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