"Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Becker" - da kann sie sich die Endung selbst aussuchen, und auf die Anrede "Frau" legt sie bestimmt Wert.

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Mit einem Muttersöhnchen lässt sich schwer leben, egal, aus welchem Kulturkreis es kommt. Hinzu kommt, dass bei muslimischen Familien die Familie eine wesentlich größere Rolle spielt als bei uns (anders lässt es sich nicht erklären, dass es gefährdeten Frauen selbst bei Lebensgefahr so schwer fällt, ihre Familie hinter sich zu lassen). Da Frauen in traditionellen muslimischen Familien ohnehin nicht viel Auswahl bei der Lebensplanung haben, klammern sich viele an ihre Söhne, die quasi stellvertretend für sie die verpassten Chancen wahrnehmen sollen.

Wenn ihm seine Familie wichtiger ist als du und sie dich ablehnt, wird dir vielleicht nichts anderes übrigbleiben als dich zu trennen. Ihr seid schließlich beide alt genug, um eigene Entscheidungen zu treffen.

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Fast überall. Da standen oder hingen, vor allem vor Parteitagen, vor dem 1. Mai oder dem 7. Oktober überall Plakate mit Aufschriften wie: "Unser Dank gilt dir, Partei" (in Neubrandenburg hatte jemand auf einem Plakat "Wofür?" dahinter geschrieben) , "Hirn der Klasse, Kraft der Klasse.......das ist die Partei", "Der Sozialismus siegt" (das stand auch als Leuchtschrift bzw. Aufschrift auf einigen Häusern und Betrieben - in Sachsen sprach man das aber anders aus) oder auch "Was wir sind, sind wir durch die Partei" (dass dieser Spruch vor den Irrenanstalten angebracht wurde, war ein weit verbreiteter Witz), dann gab es Parolen über Planerfüllung, die "Straße der Besten" mit den Konterfeis von Bestarbeitern (beiderlei Geschlechts). Dann gab es Staatsbürgerkunde in der Schule, "Schulen der sozialistischen Arbeit"und "FDJ-Schuljahr" in den Betrieben, für Parteimitglieder gab es noch ein paar Schulungen mehr. Am 1. Mai mussten möglichst alle demonstrieren, die Parolen, die man auf Transparenten dazu tragen konnte bzw. sollte, standen zuvor in der Zeitung. Ich denke noch an die Diskussion, die ich im Betrieb auslöste, als ich in einem Jahr keine Mainelke kaufen wollte, weil ich in der Zeitung gelesen hatte, dass der Erwerb freiwillig sei (zum Schluss habe ich sie doch gekauft, sie kostete 50 Pfennig, aber mir ging es ums Prinzip). Ich grübele heute noch, was die Parole an einem Betrieb (mit weißer Farbe am Gebäude) bedeuten sollte: "Der Sieg des Sozialismus ist die Sicherung des Friedens", denn diese Aussage ergibt für mich keinen Sinn.

Die Zeitungen waren voll mit negativen Schlagzeilen über den Westen, so dass man glauben konnte, es wimmele dort nur von Verbrechern, Nazis, Arbeitslosen und Drogensüchtigen. Zum Glück gab es auch persönliche Kontakte mit Leuten aus dem Westen, die dieses Bild korrigierten. Zudem konnten wir Westradio hören, in einigen Gegenden bekam man auch Westfernsehen heran.

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Nein, dieser Zwang ist falsch, weil

weil kein Mensch im Alltag so ein abgehacktes Deutsch spricht. Die Texte werden dadurch schwerer lesbar. Leider wird uns diese Sprachverhunzung von Behörden, Medien und Unternehmen gewaltsam aufgedrückt, obwohl die Mehrheit dagegen ist. So etwas nennt man Sprachdiktatur.

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Als Frau will ich so nicht genannt werden. Das ist respektlos.

Ganz furchtbar und beleidigend, allenfalls als Satire ließe ich es durchgehen.

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Es begann mit der Ausbürgerung Wolf Biermanns. Damals unterschrieben viele Prominente einen Brief an die DDR-Führung, der sich mit dieser Ausbürgerung kritisch auseinandersetzte und die DDR-Führung bat, diese Ausbürgerung zurückzunehmen. Doch diese verstärkte statt dessen den Druck auf die Prominenten - sie sollten sich von ihrer Unterschrift distanzieren. Das führte dazu, dass dann viele von ihnen in den Westen gingen - nicht nur Autoren, auch Musiker und Schauspieler.

Manche Bücher von DDR-Autoren konnten eh nur im Westen veröffentlicht werden, so "12 Tage im Juni" von Stefan Heym.

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Nein, offizeill war Prostitution verboten. Frauen, die sich damit ihr Geld verdienten und keiner regelmäßigen Arbeit nachgingen, konnten sogar wegen asozialen Verhaltens ins Gefängnis kommen (so ein junge Frau, die sich von LKW-Fahrern aushalten ließ und über deren Prozess in einer Zeitung berichtet wurde). Andererseits wurde die Prostitution gegen Westgeld von der Stasi gefördert, Frauen extra dazu angeworben. Sie sollten dabei vor allem hochrangigen Männern Staats- und Militärgeheimnisse entlocken (N.... im besonderen Dienst bzw. Nibe hieß das in den Stasi-Akten). Das konnte man nach der Wende in der Zeitung lesen.

Andererseits verkauften sich junge Frauen auf eigene Rechnung gegen Westgeld. In meiner Heimatstadt lebten eine Zeitlang Italiener, die ein Werk bauen sollten. Einmal hatten wir in einer Gaststätte eine Familienfeier, für die wir dann wegen einer Disco abends in einen Nebenraum ausweichen mussten. Wir jungen Leute kauften uns Karten für die Disco und blieben. Was ich da gesehen habe, wie sich manche Mädchen an die anwesenden Italiener herangeschmissen haben, das hat regelrecht mich angewiedert.

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Dort war ich schon, weil ich hier in Deutschland Bekannte aus Ecuador hatte. Das ist aber schon 14 Jahre her. Ecuador ist sehr schön und hat sehr freundliche Menschen, besonders, wenn man spanisch spricht.

Wir wohnten in Otavalo, wo es einen großen Indianermarkt gibt, und unternahmen von dort aus Ausflüge.

In Quito gibt es eine Kathedrale, deren Decke mit Inka-Gold bedeckt ist. Wir waren an einem Freitag in der Stadt, und da gab es auf einem zentralen, umbauten Platz eine großartige Folklore-Veranstaltung. Allerdings warnte man uns vor der Kriminalität, weshalb man dort nachts nicht mehr durch die Straßen gehen soll. Unser Quartier lag zentral, war super billig, hatte allerdings den Charme einer Jugendherberge. Daneben gab es ein kleines Lokal, wo auch die Einheimischen aßen und wir ein hervorragendes Frühstück bekamen.

Auch in San Lorenzo gingen wir nachts nicht mehr auf die Straße - wir wären dort mit unserer hellen Hautfarbe sofort aufgefallen (es ist eine Gegend, wo fast ausschließlich Schwarze wohnen). Wir hatten aber eine freundliche Zimmerwirtin, mit der wir uns am Abend gern mit einem Glas Wein vor das Hotel setzten. Und am Tag fuhren wir mit einem kleinen Boot ein Stück auf dem Pazifik, zum Baden.

Interessant auch die Straße der Vulkane, wo wir noch die Brocken vom letzten Vulkanausbruch sahen.

Die Leute waren auch neugierig und fragten uns aus.

Vielleicht ist es gut, dass Ecuador noch nicht so überlaufen ist. Mein Bruder und meine Schwägerin waren vor einiger Zeit auch dort, und es hat ihnen sehr gut gefallen.

Vor etlichen Jahren hatten wir sogar eine kleine Tanzgruppe im Berlin, die mit Folklore aus Ecuador am Karneval der Kulturen teilnahm.

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Der Reisepass geht das Amt nichts an, es hat auch nicht jeder einen. In viele Länder kommst du auch mit Personalausweis.

Ärger bekommst du nur, wenn du einer Einladung nicht Folge leistest oder auf deinem kontrollierten Kontoauszug eine größere Abbuchung eines Reiseunternehmens erscheint.

Wenn deine Freundin immer nur 3-4 Tage verreist, ist sie wahrscheinlich rechtzeitig zurück, wenn eine Einladung vom Amt kommt.

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Es heißt, Wölfe scheuten den Menschen. Das ist aber nur der Fall, wenn sie wissen, dass ihnen von dort Gefahr droht. Ansonsten wagen sie sich immer weiter an menschliche Behausungen heran, und in strengen Wintern sind dann kleine Kinder eine leichte Beute (so schon in der Türkei geschehen).

Herden kann man, wie ich in einer Dokumentation gesehen habe, mit ausgebildeten Hütehunden schützen. Solange es funktioniert, sollte man die Wölfe in Ruhe lassen. Aber Problemwölfe, die sich nicht vertreiben lassen, sollten abgeschossen werden. Wölfe sind keine bedrohte Tierart.

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Ich finde diese Klischees, wie sich Jungen oder Mädchen zu verhalten haben, furchtbar. Verhalte dich doch so, wie du willst. Heutzutage sind Frauen autonom und selbstbestimmt, was man früher nur Männern zugestand. Ich würde an deiner Stelle jetzt kein großes Bekenntnis ablegen, das bringt womöglich nichts. Kleide dich doch hin und wieder wie ein Junge und verhalte dich auch so und lass dir nicht einreden "Ein Mädchen tut so etwas nicht". Dann merken die anderen auch, ohne dass du ein Bekenntnis ablegst, dass du verschiedene Persönlichkeiten hast und nicht in das Klischee "typisches Mädchen" einzuordnen bist.

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Frag deine Lehrer, wie sie´s gerne hätten (wegen der Note). Ansonsten würde in diesen Unsinn lassen.

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Gendern macht die Sprache kompliziert, schwerer lesbar und ist eigentlich überflüssig, da beim generischen Maskulinum schon immer auch Frauen mitgemeint sind. Ich finde es außerdem diskriminierend, wenn Frauen wie ich nicht mehr die männliche Bezeichnung für sich verwenden dürfen (laut Duden). Man kann gelegentlich die weibliche Form verwenden, um zu betonen, dass Frauen dabei sind oder die Männerlastigkeit der Sprache auszugleichen, auch die Beidnennung ist o.k., sofern sie nicht zu oft verwendet wird. Aber das generische Femininum mit Sternchen oder Doppelpunkt nervt nur. Zudem denkt man da eh nur an Frauen.

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Monopoly gab es nicht, außer, jemand hatte es privat kopiert (wie eine Klassenkameradin von mir im Berufsschul-Internat). Direkt verboten war es nicht, wurde aber in Printmedien verrissen, da es der kapitalistischen Geldvermehrungsideologie nachempfunden war.

"Risiko" sagt mir nichts. Ich kenne aber "Öl für uns alle", da es in kirchlichen Freizeiteinrichtungen (gesponsert von der jeweiligen Partnergemeinde) vorhanden war. Das ist ähnlich wie Monopoly, nur geht es hier um die weltweite Erdölförderung, und man ist nicht so schnell pleite wie bei Monoply, sobald einer dort die Schloßstraße ergattert und bebaut hat.

In der DDR wurde aber in den 80er Jahren ein Roulette für zu Hause hergestellt und verkauft.

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Ja, das ist eine Form der Missachtung.

Das ist in der Tat so. Wenn es zu oft vorkommt, schalte ich ab.

Bei sehr interessanten Sendungen über Archäologie u. ä. wird zudem oft nur noch von "Forschenden" gesprochen. Darunter verstehe ich 13-jährige in den Arbeitsgemeinschaften von "Jugend forscht". In den Sendungen sind aber doch wohl Wissenschaftler gemeint. Forschende sind wir zudem alle, wenn wir ein Thema hinterfragen. Diese Sprachverhunzung finde ich furchtbar. Ich denke aber weiter an wissbegierige Kinder, wenn ich "Forschende" höre.

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Schlecht

Furchtbar. Der Duden sollte die Sprachentwicklung der normalen Bevölkerung nachempfinden und keine ideologische Sprachverhunzung als korrektes Deutsch ausgeben.

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Nein, nicht sinnvoll. Im Duden sollte nicht gegendert werden.

Für mich hat der Duden dadurch, dass die männliche Form nur noch für Männer benutzt werden darf, seinen Status als Standardwerk der deutschen Sprache verloren. Und von einem Wort wie "Gästin" fühle ich mich beleidigt. Ich benutze daher ältere Ausgaben.

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