In der freien Wirtschaft wären solche Betriebe nicht konkurrenzfähig (das haben wir ja nach der Wende gemerkt).

Allerdings gab es durchaus gute Betriebs- bzw. Abteilungsleiter, die, wenn man sie gelassen hätte, durchaus wirtschaftlich gearbeitet hätten. Aber die staatlichen Vorgaben und die Tatsache, dass alle Gewinne abgeführt werden mussten, hat alles ruiniert.

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Geologiefacharbeiter gab es in der BRD m.E. nicht.

Auch keine Physiotherapeuten. Dort gab es Masseure oder Krankengymnasten (bzw. -innen), aber der Beruf des Physiotherapeuten (bzw. -therapeutin - meist waren es Frauen) fasste diese beiden Berufsfelder in einem Beruf zusammen.

Dann viele technische Berufe, wie BMSR-Techniker, Textilfacharbeiter, Facharbeiter für Zerspanungstechnik u. ä. Vielleicht hießen sie in der BRD nur anders, aber in der DDR gab es auch für die Arbeit am Fließband eine zweijährige Berufsausbildung mit Abschluss.

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War es möglich über die Ostsee aus der DDR zu flüchten mit einem Boot?

Mal eine Frage zur Flucht aus der DDR. Die Grenzen der DDR waren ja gesichert aber nur auf dem Land zur BRD und zu West Berlin und da war eine Flucht kaum möglich und viele sind daher ja über andere Länder also zb über Polen, CSSR, und über Ungarn nach Österreich oder über Bulgarien usw

Aber es gab da noch eine Möglichkeit und zwar wie war es über die Ostsee im Norden, weil die DDR hatte ja eine Küste die des heutigen Mecklenburg Vorpommern und diese Küste ist nicht so gerade wie die von Polen sondern sehr gewunden also es gibt dort viele Buchten und Inseln und die Küste der DDR war also ideal um dort eine Flucht zu machen.

zb hätte man ja zb als Familie oder Gruppe ein Boot zb ein Segelboot nehmen können oder einen Kutter gab es sicher und das zur Tarnung schwarz streichen und etwas Proviant kaufen und dann bei Nacht wenn es dunkel war mit dem Boot los und Richtung Dänemark oder Schweden und dann dort an Land und dort Asyl bekommen oder dann weiter in die BRD oder gleich in die BRD. Oder es hätte ein Boot vom Westen auch kommen können und die abholen.

Aber war das möglich und wurde die auch die Küste und die Ostsee überwacht zb gab es Soldaten am Strand und gab es eine Küstenwache und hat die Marine kontrolliert? Und wäre ein Boot mit Flüchtlingen bei Nacht entkommen bis es in Dänemark war weil die Hoheitsgewässer der DDR endeten ja mal oder wären sie schon davor an Land beobachtet und festgenommen worden oder hätte sie ein Kriegsschiff gleich abgefangen?

Also weil auch heute kommen ja viele Flüchtlinge in Booten über das Meer aber gab es das auch mal in der DDR und war ihnen das bekannt und hätte die DDR es bemerkt wenn viele ihrer Bürger mit Booten und Schiffen über die Ostsee entkommen wären und sie so heimlich verlassen hätten? An der Grenze durfte man nicht an den Strand aber sonst schon und da war sicher bei Nacht nicht immer eine Wache und ein kleines Boot sieht man im dunkeln auch nicht und hätte eine Chance mit Ruder, Segel oder Motor wenn sie weit genug weg sind und wie weit ist es denn von der DDR Küste bis Dänemark oder von Rügen bis Schweden nur etwa 100 km und kann man das schaffen und ist es gefährlich und braucht man einen Kompass und Kenntnisse auf See und viel Proviant zb Essen und Trinken falls man länger auf See ist und bis man gerettet wird von einem anderen Schiff und war es wichtig ob Sommer oder Winter war?

Also kann das jemand erklären aus der DDR wie das damals war mit dieser Idee?

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Die ganze Küste galt als Grenzgebiet und wurde streng überwacht. Nachts durfte man sich nicht am Strand aufhalten, und Scheinwerfer leuchteten die Deiche ab. Es gab auch nächtliche Kontrollen am Strand, und manche Jugendlichen, die dort zu übernachten versuchten, wurden gleich verscheucht. Die Wahrscheinlichkeit, dass dein Boot von der Küstenwache aufgebracht wurde und du im Knast gelandet bist, war größer als die, dass du es mit einem Boot nach Dänemark geschafft hättest.

Ich habe selbst ein Jahr lang an der Ostsee gelebt und gearbeitet. Im Sommer durfte man keinen Besuch bekommen, der nicht ein halbes Jahr zuvor genehmigt worden war. Der Sommer war allerdings auch Saison für FDGB-Urlauber, zudem gab es zahlreiche Betriebsferienheime bzw. -bungalows. Es gab auch Zeltplätze und Jugendherbergen, wo man evtl. übernachten konnte (ob man sich dafür auch ein halbes Jahr vorher anmelden musste, weiss ich nicht). Aber privat bzw. spontan lief da gar nichts. Es hieß immer, hier ist Grenzgebiet, da kann nicht jeder machen, was er will.

Mein Arbeitskollege erzählt mir jedoch von einem Bekannten, der es schwimmend über die Lübecker Bucht nach Westdeutschland geschafft hätte (dieser musste ein guter Schwimmer sein). Vermutlich hat in diesem Fall die Küstenwache den Kopf, der da aus dem Wasser ragte, übersehen, was bei einem Boot nicht der Fall gewesen wäre.

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Das hat sie durchaus (wenn du es in die Botschaft schafftest und nicht vorher verhaftet wurdest), aber es nützte dir ja nichts bei der Ausreise, weil der Einreisestempel fehlte.

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Es gab in der DDR nur eine Jugendorganisation, das war die FDJ. In den 70er Jahren war es fast selbstverständlich, dass jeder dort eintrat (mit wenigen Ausnahmen, wie mich z. B.). Etwas Vergleichbares gab es in der BRD nicht. Dort trat man z. B. bei den Pfadfindern ein, weil man Interesse daran hatte und nicht, um sich nicht seine Karriere zu verderben.

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Am besten, du nimmst Dollar mit, die tauschen sie dir vor Ort überall ein (inzwischen nimmt man wohl auch Euro, aber vor einigen Jahren war es damit noch schwierig). In Bolivien konnte man die Dollar auf der Straße in Boliviano tauschen, aber ich hatte damals meinen bolivianischen Ehemann dabei und weiß nicht, ob du als Fremde dabei übers Ohr gehauen wirst (er jedenfalls nicht). Wenn du eine EC-Karte mit dem Maestro-Symbol hast, kannst du dir dort auch an den Bankautomaten Geld in der Landeswährung auszahlen lassen (bei EC-Karten mit dem V-Pay-Symbol geht das leider nicht, dann brauchst du eine Kreditkarte).

Ich würde in Deutschland nichts in die Landeswährung umtauschen, lediglich in US-Dollar. Soweit ich weiß, bekommt man hier auch gar nicht alle Währungen.

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Du solltest es zumindest versuchen, da die Wohnung für euch alle offenbar viel zu klein ist. Such dir irgend ein Zimmer und dränge dann darauf, dass das JobCenter die Kosten übernimmt. Bei zu beengten Wohnverhältnissen gibt es evtl. Ausnahmeregelungen.

Die Alternative wäre, dass ihr alle zusammen in eine größere Wohnung zieht, wo du dann auch ein eigenes Zimmer hast. Ihr hättet Anspruch auf eine 110 m² große Wohnung.

Das Theater bei dir kommt mir irgendwie bekannt vor, da ich selbst mit 5 Geschwistern aufgewachsen bin. Wir hatten 2 Kinderzimmer - ich wohnte in einem mit 2 jüngeren Schwestern. Meine Eltern stellten für mich einen Wohnungsantrag, als ich 18 war. Da hieß es, sie könnten eine größere Wohnung beantragen, aber ich bekäme noch lange keine eigene. Das war zu DDR-Zeiten, als die Mieten noch billig, die Wohnungsvergaben aber staatlich reguliert waren.

Versuche es einmal mit einer Ausbildung, weit weg von zu Hause, und einem Zimmer im Internat. Ich habe auch so angefangen (allerdings erst nach der Lehre mit einer Arbeit mit angeschlossenem Wohnheim).

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Vielleicht war es falsch, ein Überbrückungsdarlehen zu beantragen. Denn wenn dein Arbeitgeber erst am 01.11. zahlt, hast du für den ganzen Oktober noch Anspruch auf ALG 2. Zahlt er allerdings schon am 31.10., dann hast du keinen Anspruch mehr.

Lege auf jeden Fall Widerspruch ein.

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Solche Leute hießen bei uns "Wendehälse". Erst stramme Genossen, die jeden, der eine andere Meinung vertrat, maßregelten oder an die Stasi auslieferten und nach der Wende die gierigsten Kapitalisten, möglichst mit volkseigenen Geldern. Man wunderte sich selbst, wie schnell manche die Fahne wechselten.

Anpassung, wenn Opposition lebensgefährlich wäre oder gravierende Nachteile bringt, finde ich nicht unbedingt verwerflich. Auch das Lügen in solchen Fällen nicht. Aber die Unterstützung von Diktaturen und womöglich noch die Denunziation Unangepasster oder ausgegrenzter Leute (wie der Juden im 3. Reich), das finde ich schon verwerflich.

In der DDR haben zwar viele Leute auf die Zustände dort geschimpft, aber wenn es darauf ankam, sich anbahnende Freiräume wahrzunehmen (und sei es nur, bei der Wahl in die Kabine zu gehen), dann haben sie gekniffen. Niemand wurde gezwungen, seinen Freund an die Stasi zu verraten, wenn dieser in den Westen flüchten wollte. Trotzdem gab es immer wieder Leute, die das getan haben. Warum? Aus Überzeugung, aus Missgunst oder weil man sich selbst davon Vorteile versprach?

Natürlich kann ein "Überzeugungstäter" nachdenken, seine Meinung ändern und seine Fehler bereuen. Aber Leute, die immer nur ihren eigenen Vorteil suchen, ohne Rücksicht auf andere (und nichts anderes ist ja das "Mantel-in den Wind-hängen"), die finde ich charakterlos und ihr Verhalten durchaus schlimm. Das sind dann auch die geschicktesten Lügner, denen man möglichst nicht auf den Leim gehen darf.

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Die DDR hat sich sehr stark abgeschottet und ließ niemanden unkontrolliert herein. Politisch genehme Leute erhielten jedoch Genehmigungen. So nahm die DDR zur Zeit Pinochets viele verfolgte Chilenen auf. Verletzte Palästinenser erhielten hier medizinische Behandlung. Auch Kinder von SWAPO-Kämpfern aus Namibia wurden ausgeflogen und erhielten hier eine sehr deutsche Erziehung und Ausbildung (zuvor soll dasselbe während des Vietnamkrieges mit vietnamesischen Kindern geschehen sein). Dann gab es auch schon immer ausländische Studenten. Aus Entwicklungsländern, in denen sich die DDR Einfluss erhoffte bzw., die über keine Devisen verfügten, kamen schon immer junge Leute zum Studium in die DDR.

In den 80er Jahren wurden viele Vertragsarbeiter aus Vietnam, Mosambique, Angola und Kuba angeworben. Sie sollten den Arbeitskräftemangel in der Produktion beheben. Zuvor kamen auch schon Algerier, aber von denen konnten sich viele nicht benehmen. Eines Tages waren sie verschwunden - offenbar war der Vertrag mit Algerien gekündigt worden.

Allerdings wurden die Ausländer stark kontrolliert und nach Vertragsende oder Ende des Studiums und anschließenden Praktikums nach Hause geschickt. Sie mussten sogar alle halben Jahre zum Aids-Test, damit die Krankheit bei uns nicht eingeschleppt wurde. Bei positivem Testergebnis wurden sie nach Hause geschickt.

Kinder durften die ausländischen Frauen in den meisten Fällen nicht kriegen. Dann hieß es, entweder Abtreibung oder Heimfahrt. Allerdings ist mir auch ein indisches Ehepaar begegnet (beides Studenten), wo die Frau ihr Baby in der DDR bekam. Vielleicht waren sie wohlhabend und zahlten alles selbst (oder die Botschaft für sie) - für Devisen machte die DDR manches möglich.

Etliche der ausländischen Männer hatten auch Beziehungen mit deutschen Frauen und zeugten Kinder. Das war dann ein Problem, wenn sie wieder nach Hause mussten. Bleiben durften sie nicht, eine Heirat (selbst wenn gewollt) war schwierig, und die meisten Frauen wollten auch nicht in einem Entwicklungsland leben. Meistens hielt die Verbindung über die Entfernung nur kurze Zeit, und die Kinder wuchsen dann ohne Vater bzw. mit einem neuen Mann der Mutter auf.

Eine Journalistin namens Heide-Ulrike Wendt berichtete nach der Wende von ihrer Beziehung zu einem Studenten aus Kenia, mit dem sie mehrere Jahre zusammen lebte und eine Tochter hatte. Sie lernte auch dessen Schwester kennen. Nach dem Studium musste er jedoch nach Hause zurück, und die Beziehung hielt die Distanz nicht aus. Die Tochter machte sich jedoch nach der Maueröffnung (vorher ging es nicht) auf die Suche nach ihrem Vater und fand ihn auch. Er hatte eine neue Familie, und diese nahm sie herzlich auf.

Honecker hätte auch heute niemanden unkontrolliert hereingelassen und vor allem nicht dabehalten. Aber wenn er politisch punkten konnte, dann hätte er sich durchaus zur Aufnahme eines Kontingentes entschlossen - egal, ob es der einheimischen Bevölkerung passte oder nicht. Aber die meisten Flüchtlinge wollten sowieso in den Westen - wegen der besseren Lebensbedingungen dort.

Als die ersten Flüchtlinge aus Hamburg ins Erzgebirge verlegt wurden, beschwerten sie sich sofort, dass sie dort kein fließendes warmes Wasser hatten - aber das hatten viele DDR-Bürger zu dieser Zeit und in dieser Gegend auch nicht. Darüber ärgerte sich eine Frau in einem Leserbrief einer Zeitung. Sie wollte durchaus helfen, konnte es aber nur im Rahmen ihrer eigenen bescheidenen Möglichkeiten.

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Über die Beziehung hat vielleicht die Stasi Protokoll geführt, aber wenn der Partner aus dem Osten nicht gerade eine verantwortungsvolle Position innehatte oder anstrebte (evtl. auch SED-Mitglied war), hat es sie nicht weiter interessiert (anderenfalls wurde demjenigen nahegelegt, die Beziehung zu beenden und mit Konsequenzen gedroht). Schwieriger war es, wenn die beiden heiraten wollten und der Ost-Partner mit in den Westen ziehen wollte. Da gab es einen ganzen Berg bürokratischer Hürden zu überwinden, und man musste lange Zeit warten, ehe die Genehmigung kam (die Behörden hofften wohl, dass die Beziehung in der Zwischenzeit in die Brüche ging). Wenn die beiden jedoch durchhielten, gab es irgendwann grünes Licht.

Eine meiner Hausnachbarinnen hatte einen Westberliner geheiratet, den sie beim Studium in Berlin kennengelernt hatte. Die Familie lebte, nachdem sie ausreisen durfte, in Westberlin.

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Das sind Leute mit der Einstellung: "Nach mir die Sintflut". Sie haben kein Verantwortungsgefühl und alle anderen, außer vielleicht die eigene Familie, sind ihnen sch...egal. Solche krassen Egoisten, die nur auf Kosten anderer leben, haben dann natürlich auch keine Lust, ihren Müll wegzuräumen.

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Weil das Land voll war mit Besuchern aus der DDR, die nicht mehr zurückwollten. Früher hätte man sie gewaltsam in die Züge gesetzt, sie unter Bewachung zurückgebracht und ihnen ein paar Jahre Gefängnis aufgebrummt. Aber da Ungarn einen Annäherungskurs an Österreich betrieb (eingeläutet mit einem Picknick bei Sopron, das schon die ersten DDR-Bürger zur Flucht nutzten), schickte man die Leute nicht mehr zurück (sehr zum Ärger Erich Honeckers). Kurz zuvor hatte Honecker mit seiner Bemerkung "Die Mauer wird noch in 100 Jahren stehen" jede Hoffnung auf Reisefreiheit zunichte gemacht. So setzten die Leute ihre Hoffnung auf Ungarn und blieben dort. Immer wieder versuchten Leute, die Grenze zu Fuß zu überqueren. Anfangs schickte man sie zurück, wenn man sie erwischte, denn die Reiseerleichterungen sollten nur für Ungarn gelten. Allerdings sah sich Ungarn auf Dauer mit der Unterbringung und Versorgung so vieler DDR-Bürger überfordert, so dass dann die Grenzöffnung die letzte Konsequenz war.

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Natürlich arbeitete es sich im Westen besser, denn man verdiente mehr und das Geld war konvertierbar. Mit den DDR-Alu-Chips konnte man ja nicht viel anfangen. Außerdem blieben die Gastarbeiter der 1. Generation dann oft in Westdeutschland und holten ihre Familien nach.

In der DDR gab es Verträge mit Versenderländern, z. B. mit Vietnam, die ein gewisses Kontingent an Arbeitern in die DDR schickten. Die Verträge liefen über 2 Jahre, danach wurde verlängert oder die Leute zurückgeschickt. Einen Familiennachzug gab es nicht. Frauen durften nicht schwanger werden, dann mussten sie entweder abtreiben oder wurden zurückgeschickt.

Soweit ich informiert bin, bewarben sich die Gastarbeiter für den Westen selbst bei den deutschen Behörden oder den Betrieben. Die Arbeiter für die DDR wurden in ihrem eigenen Land ausgewählt und dann in Gruppen hergeschickt, oft mit Aufpasser (z. B. bei den Vietnamesen).

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Lasst erst einmal die Kinder aus dem Spiel. Wenn ihr heiratet, müsste dein Freund eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung auf Grund eurer Heirat bekommen. Ich hoffe, er muss nicht erst zurück nach Algerien, um sich die Einreisegenehmigung dort zu beschaffen. Die Ausländergesetze wurden leider in letzter Zeit verschärft, so dass man nicht mehr automatisch eine Aufenthaltsgenehmigung bekommt, wenn man einen deutschen Partner heiratet. Wenn deinem Freund in Algerien Gefahr für Leib und Leben droht, verbietet es sich eigentlich von selbst, ihn dorthin zurückzuschicken (und dann nehmt euch mal einen besseren Anwalt).

Ich hoffe, auch mit einer Duldung kann man mittlerweile arbeiten. Wenn dein Freund schon einen Job hat und sich ohne staatliche Hilfe ernähren kann, dann ist das schon einmal von Vorteil.

Was euren Sohn angeht: Wenn die Frist für die Anfechtung der Vaterschaft verstrichen ist, geht es nur noch über die Adoption durch deinen neuen Partner. Dazu müsstet ihr aber wahrscheinlich erst einmal verheiratet sein bzw. du zumindest geschieden. Du müsstest dann deinen Noch-Ehemann um die Zustimmung zur Adoption bitten. Solange das noch nicht durch ist, verlange von ihm Unterhalt bzw. verklage ihn darauf. Er hat ja schließlich die Anfechtung auch verschlampt und wird dann sicher alle Hebel in Bewegung setzen, um aus der Sache herauszukommen. Nach einer Adoption des Kindes durch deinen neues Partner ist er alle Verpflichtungen los.

Es klingt natürlich blöd, wenn der leibliche Vater sein eigenes Kind adoptieren soll, aber so sind nun leider einmal unsere Gesetze.

Und nehmt euch einen besseren Anwalt. Wenn euer Anwalt euch rät, zuerst die Scheidung abzuwarten (die sich über einen längeren Zeitraum hinziehen kann) und darüber die Frist versäumt, dann taugt er nicht viel.

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An so etwas wie jetzt die Vereine kann ich mich nicht erinnern und glaube es auch nicht. Denn ein eingetragener Verein wird ja von seinen potenziellen Mitgliedern gegründet, und Individualität ohne staatliche Kontrolle galt den DDR-Oberen als Teufelszeug. Es ist aber durchaus möglich, dass staatlich kontrollierte Sport- und Hobbygruppen als Vereine eingetragen waren.

Es gab auf jeden Fall Arbeitsgemeinschaften, in denen man seine Hobbys pflegen konnte. Betriebe oder auch Universitäten unterhielten z. B. Theater- oder Malgruppen, es gab einen "Zirkel schreibender Arbeiter". Ich erinnere mich weiterhin an Organisationen wie den Kulturbund oder den DFD (Frauenbund), wo man Mitgliedsbeiträge zahlte, aber diese wurden m. E. ebenfalls von oben gelenkt und gesponsort. Kleingärtner gab es, Kaninchen-, Hunde- und Katzenzüchter ebenso, aber ob und wie sie organisiert waren, weiß ich leider nicht.

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Mir hat das Russische bei meinen Reisen nicht nur nach Russland, sondern auch in mehrere andere Länder geholfen, da sich die slawischen Sprachen alle etwas ähneln. Auch mit dem kyrillischen Alphabet habe ich keine Probleme. Ein bisschen komme ich immer wieder in die Sprache herein, habe aber im Laufe der Zeit etliches vergessen und müsste die Grammatik wieder etwas auffrischen. Unsere letzte Lehrerin hat uns damit getriezt, und so ist doch noch über Jahrzehnte hinweg etwas hängengeblieben.

Für mich war Russisch - zumindest in den Anfangsjahren - keine ungeliebte Zwangsveranstaltung, da ich auf eine Schule mit erweitertem Russischunterricht gegangen bin. Wir hatten bereits von der 3. Klasse an Russisch, und ich habe es anfangs mit Begeisterung gelernt. Ich hätte auch auf meiner alten Schule bleiben können mit Russischunterricht ab der 5. Klasse, aber als mich meine Eltern fragten, ob ich wechseln wolle, war ich sofort Feuer und Flamme. Mit der Zeit hat sich das natürlich abgeschliffen, es kamen andere Interessen und der Englischunterricht (der war für uns Sprachklassen Pflicht), der uns Jugendlichen eher entgegenkam (da wir dann auch die Texte unserer Lieblingsbands wie der Beatles, der Rolling Stones, CCR, T. Rex, Sweet usw. zumindest teilweise verstanden). Als wir in der 8. Klasse in einer anonymen Umfrage gefragt wurden, welches Fach wir am meisten und welches am wenigsten mochten, schnitt Russisch am schlechtesten ab - und das in einer Sprachklasse! Sicher haben auch die vielen ideologisch belasteten Texte, die wir übersetzen mussten, dazu beigetragen. Aber ich bereue es bis heute nicht, dass ich Russisch gelernt habe und kann bis heute noch etwas damit anfangen (auch wenn ich Muttersprachler nicht verstehe, da sie zu schnell sprechen und ich viele Wörter nicht kenne).

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